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Neuer S-Bahn-Tunnel unter dem Hbf
geschrieben von Der Hanseat 
Die Verlängerung des Hauptbahnhofes ist schon seit 15 Jahren im Gespräch und kommt sowieso nicht. Eine neue S- Bahn ist noch abwegiger. Ein paar Treppen müssen es richten.
Sollte die S 4 wirklich gebaut werden, ist das die einzige halbwegs realistische Entlastung.
Sinnvoll wäre vielleicht ein Umbau der Kante in Richtung Wallringtunnel hinter dem Gleis 14. Ein bis zwei Meter, wo man dann das Gleis verschieben könnte, wären vielleicht noch drin.

Bleibt interessant zu sehen, was passiert wenn an Gleis 14 der erste Reisende wegen Überfüllung oder der Enge ins Gleis stürzt.
Natürlich geht technisch so ziemlich alles, wenn man es denn will, bezahlt und notfalls ein paar Gebäude im Wege abreißt. Das ist ja nun keine grundsätzliche Frage, sondern alles eine des Aufwandes. Das war beim Bau der Mönckebergstraße schon so. Dass solche Großprojekte nicht ohne Störung der bestehenden Infrastruktur möglich sind, ist auch klar. Daher ist manche Bedenkenträgerei eben entmutigend - man muss einfach Aufwand und zukünftigen Vorteil gegeneinander abwägen. Und tunlichst - z.B. Kirchenallee, U5 und neue S-Bahn - in einer Bauphase angehen und nicht zweimal alles aufreißen. Daher wünsche ich endlich mal einen generellen Bedarfsplan statt dass jedes Jahr eine neue Sau durch das dorf getrieben wird.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
nein in White Chapel wurde der Crossrail tunnel mit weniger als 1 Meter unter dem bestehenden Tube Gleis gebaut und zwar unter dem rollenden Rad.
Zu einem Tunnel am Glockengiesserwall: Natuerlich waere dies ein Fernbahntunnel und der S Bahn Bereich wuerde bleiben wie er ist im Bereich des Hauptbahnhof. Die Verbindungsbahn gibt bis Altona genuegend Abschnitte her, wo man ohne Tunnelbau zwei weitere Gleise bauen kann. Nur halt nicht im Bereich Dammtor, das aber mehr aus Denkmalschutzgruenden, denn aus praktischen Erwaegungen oder man ist ganz konsequent und reisst den Fernbahnsteig ab, dann waere auch dort Platz fuer 2 weitere Gleise.
Andere Moeglichkeit waere uber den S - Bahngleisen im Hauptbahnhof einen weiteren Bahnsteig einzurichten. Das sieht dann zwar sehr merkwuerdig aus und wegen der Rampen waere wohl auch eine Stadtverschandelung....ich war gerade in Tokio, die sind in dieser Hinsicht wesentlich schmerzbefreiter als in Hamburg.
Was ich nicht verstehe, dass der Gepaecksteig immer noch nicht abgerissen wird, damit wenigsten ein weiteres Gleis im Hauptbahnhof relativ kurzfristig eingerichtet werden kann.
Ach ja> und wenn man die Innenstadt wirklich vom Autoverkehr befreit, dann kann man ja auch den Wallringtunnel als Eisenbahntunnel nutzen bzw. entsprechend erweitern.
Dammtor ist ja nun die heilige Kuh des Hamburger Bahnfernverkehrs. Am wenigsten Widerstand würden in der Tat zwei unterirdische S-Bahngleise unter dem Platz hervorrufen, auf dem jetzt der Bus hält. Dann bietet sich aber auch der Bogen über Grindelallee und U-Schlump an mit den Haltestellen Dammtor - Universität (Umstieg zur U5 analog Kellinghusenstraße) - Schlump - Schulterblatt - Holstenstraße. Die bisherigen S-Bahn Gleise mit den Haltestellen Dammtor und Sternschanze könnte der Regionalverkehr nutzen - auch mit durchlaufenden Zügen von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Zitat
Der Hanseat
Zitat
christian schmidt
Ich finde die Idee einen neuen S-Bahn-Tunnel zu bauen, um danach nich die Verbindungsbahn umzubauen etwas umständlich. Warum nicht einfach einen neuen Regionalbahntunnel?

Durch das größere Tunnelprofil der Fernbahn dürften die Baukosten höher sein.

Ein Regionalbahntunnel würde den Hbf aber stärker entlasten, vorausgesetzt dieser Tunnel würde auch am Jungfernstieg einen Hp bekommen.
Somit ist ein höher Baupreis absolut vertretbar.
Zitat
histor
Natürlich geht technisch so ziemlich alles, wenn man es denn will, bezahlt und notfalls ein paar Gebäude im Wege abreißt. Das ist ja nun keine grundsätzliche Frage, sondern alles eine des Aufwandes. Das war beim Bau der Mönckebergstraße schon so. Dass solche Großprojekte nicht ohne Störung der bestehenden Infrastruktur möglich sind, ist auch klar. Daher ist manche Bedenkenträgerei eben entmutigend - man muss einfach Aufwand und zukünftigen Vorteil gegeneinander abwägen. Und tunlichst - z.B. Kirchenallee, U5 und neue S-Bahn - in einer Bauphase angehen und nicht zweimal alles aufreißen. Daher wünsche ich endlich mal einen generellen Bedarfsplan statt dass jedes Jahr eine neue Sau durch das dorf getrieben wird.

Sehe ich genau so. In dieser Situation sollte wirklich geprüft werden, inwieweit diese Maßnahmen miteinander gebündelt werden können.

Zitat
histor
Dammtor ist ja nun die heilige Kuh des Hamburger Bahnfernverkehrs. Am wenigsten Widerstand würden in der Tat zwei unterirdische S-Bahngleise unter dem Platz hervorrufen, auf dem jetzt der Bus hält. Dann bietet sich aber auch der Bogen über Grindelallee und U-Schlump an mit den Haltestellen Dammtor - Universität (Umstieg zur U5 analog Kellinghusenstraße) - Schlump - Schulterblatt - Holstenstraße. Die bisherigen S-Bahn Gleise mit den Haltestellen Dammtor und Sternschanze könnte der Regionalverkehr nutzen - auch mit durchlaufenden Zügen von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein.

Ganz meine Meinung. Dammtor steht unter Denkmalschutz, da wagt sich keiner ran. Am besten zwei unterirdische S-Bahngleise unter dem Platz, wo jetzt der Bus hält. Allerdings sollte dann auch geprüft werden, ob eine S-Bahn über den Grindel eine bessere Alternative zur U5 wäre.
Zitat
STZFa
Ein Regionalbahntunnel würde den Hbf aber stärker entlasten, vorausgesetzt dieser Tunnel würde auch am Jungfernstieg einen Hp bekommen.

Das stell ich mir aber sehr schwierig vor. Ich bin kein Ingenieur, aber ich habe zur Zeit das Gefühl, dass eine S-Bahn nördlich der Lombardsbrücke durch die Außenalster leichter zu realisieren ist als eine U5 südlich der Lombardsbrücke durch die Binnenalster. Vom Gefühl her plädiere ich für den einstmals angedachten 4-gleisigen Ausbau Hauptbahnhof-Nord - Jungfernstieg mit Abzweig der U5 aus den beiden äußeren Röhren, so dass gleismäßig alle Kombinationen von U2/U4/U5 möglich sind.
Zitat
Jan Gnoth
Zitat
STZFa
Ein Regionalbahntunnel würde den Hbf aber stärker entlasten, vorausgesetzt dieser Tunnel würde auch am Jungfernstieg einen Hp bekommen.

Das stell ich mir aber sehr schwierig vor. Ich bin kein Ingenieur, aber ich habe zur Zeit das Gefühl, dass eine S-Bahn nördlich der Lombardsbrücke durch die Außenalster leichter zu realisieren ist als eine U5 südlich der Lombardsbrücke durch die Binnenalster. Vom Gefühl her plädiere ich für den einstmals angedachten 4-gleisigen Ausbau Hauptbahnhof-Nord - Jungfernstieg mit Abzweig der U5 aus den beiden äußeren Röhren, so dass gleismäßig alle Kombinationen von U2/U4/U5 möglich sind.

Ob S-Bahntunnel oder Regionalbahntunnel, der würde doch sicher gebohrt.

Ein S-Bahntunnel hat an beiden Enden Probleme. Im Orient müsste er am Hbf spätestens am Nordkopf wieder auf die jetzige Strecke treffen um weitehin das bahnsteiggleiche Umsteigen zu erlauben. (Und dann ist die Frage wo der Bahnsteig hinkommt...) Im Okzident müsste westlich der Haltestelle Holstenstraße auf ziemlich kurzer Strecke eine unterirdische Abzweigung erfolgen.

Ein Regionalbahntunnel würde am Hbf eine Haltestelle in großer Tiefe haben (tiefer als Hbf Nord), was zwar längere Rolltreppen bedeutet aber das wo sicherlich erleichtert. (Und z.B. auch Viergleisigkeit oder spanische Lösungen möglich macht). Klar, östlich des Hbf müsste dann eine unterirdische Verzweigung gebaut werden, da wäre aber mehr Platz da der Tunnel nicht sofort auf die Bestandsstrecken treffen müsste. Ich würde als Streckenführung Jungfernstieg-St.Pauli?-Altona-Diebsteich vorschlagen. Jungernstieg auch sehr tief (unter U2/4/S-Bahn), Altona versüßt das Ende des Fernbahnhofes. Diebsteich sollte auch unterirdisch sein, das würde die Problematik mit dem fehlenden Platz lösen, es wäre dann 'oben' Platz für 4 IC-Gleise und 4 S-Bahngleise.
Ist ja löblich, wie Ihr Euch Gedanken um diese in die Welt gepusteten Gedanken von Politikern einen Kopf macht. Aber diese haben nur eine simple Idee artikuliert, frei jeder Machbarkeitsuntersuchung.

Am Ende dürfte das ganze auf eine dritte Stammstrecke hinauslaufen - die Probleme nicht nur der S-Bahn zu sind im City-Bereich zu konzentriert, als dass "nur" ein zusätzlicher Bahnsteig am Hbf das Problem lösen könnte.

Von daher, schön, dass Ihr Euch z.B. über den Bunker am Hbf Gedanken macht, aber was soll da auf tauglicher Höhe überhaupt zwischen Wallringtunnel und Gleis 14 unter Erhalt jeder Statik angebunden werden?

Die Ankündigung zur Elbbrücken-Eröffnung kann nur der gedankliche Anstoß zu einer Neuordnung der S-Bahn sein, welche den aktuellen Großprojekten in D aber in nichts nachsteht. So muss doch erstmal definiert werden, was diese Ankündigung überhaupt meint. Das ist bisher konkret nicht erfolgt.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.2020 02:57 von Jan Borchers.
Das sollte eigentlich nicht nur auf eine Neuordnung der S-Bahn, sondern des gesamten Eisenbahnverkehrs in Hamburg hinauslaufen. Was 1906 der große Wurf war, ist inzwischen offensichtlich an seine Grenzen gekommen. Ob man noch mehr Tunnel in ohnehin begrenzten Bereich bohrt oder sich eine neue Gesamtstruktur überlegt, wäre doch die Frage.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
So langsam nimmt das Projekt Fahrt auf.

[www.mopo.de]
Zitat
STZFa
So langsam nimmt das Projekt Fahrt auf.

[www.mopo.de]

Zitat: "[Im] Zusammenhang [mit dem Umbau des Hauptbahnhofs] müsse dann die Haltestelle Schlump zum Umsteigebahnhof ausgebaut werden". Hä? Schlump? Wieso Schlump?? Qualitätsjournalismus geht anders....

Weiß jemand, welche Haltestelle wirklich gemeint ist?

Gruß T.
Ich vermute mal das der Journalist auf eine Verknüpfung zwischen der neuen S-Bahnstammstrecke und der U2/3 anspielt.
Wobei ich finde, wenn schon eine neue Schnellbahnstrecke durch die City gebaut wird, dann bitte zwischen der Verbindungsbahn und dem City Tunnel, also Jungfernstieg - Neuer Pferdemarkt - Thadenstraße-Altona, aber soetwas ist Wunschdenken.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2020 12:58 von STZFa.
Ich vermute mal, dass der Journalist auf die Idee anspielt, die Verbindungsbahn über Dammtor (unterirdisch) - Grindelallee ("Universität") - Schlump - "Sternbrücke" - Holstenstraße zu leiten. Wenn dadurch der Punkt Universität angeschlossen ist - dann kööönte man doch - vielleicht - auf die U5 dort verzichten und die U5-ost mit der U4 über die Hafencity .... . Oder sollten wir doch weiter an das Gute im Verkehrsplaner glauben ...

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Zitat
aahz77
Zitat: "[Im] Zusammenhang [mit dem Umbau des Hauptbahnhofs] müsse dann die Haltestelle Schlump zum Umsteigebahnhof ausgebaut werden". Hä? Schlump? Wieso Schlump?? Qualitätsjournalismus geht anders....

Weiß jemand, welche Haltestelle wirklich gemeint ist?

Zitat
STZFa
Ich vermute mal das der Journalist auf eine Verknüpfung zwischen der neuen S-Bahnstammstrecke und der U2/3 anspielt.
Wobei ich finde, wenn schon eine neue Schnellbahnstrecke durch die City gebaut wird, dann bitte zwischen der Verbindungsbahn und dem City Tunnel, also Jungfernstieg - Neuer Pferdemarkt - Thadenstraße-Altona, aber soetwas ist Wunschdenken.

Zitat
histor
Ich vermute mal, dass der Journalist auf die Idee anspielt, die Verbindungsbahn über Dammtor (unterirdisch) - Grindelallee ("Universität") - Schlump - "Sternbrücke" - Holstenstraße zu leiten. Wenn dadurch der Punkt Universität angeschlossen ist - dann kööönte man doch - vielleicht - auf die U5 dort verzichten und die U5-ost mit der U4 über die Hafencity .... . Oder sollten wir doch weiter an das Gute im Verkehrsplaner glauben ...

Ich vermute, dass der Journalist das zufällig so skizziert hat, wie ich das schon für mich getan habe: Hauptbahnhof Kirchenallee - nördlich der Lombardsbrücke unterirdisch durch die Außenalster - Theodor-Heuss-Platz (Dammtor) - Edmund-Siemers-Allee - An der Verbindungsbahn - Schröderstiftstraße - Schlump (hier Übergang zu U2/U3 als Ersatz für Sternschanze) - Schäferkampsallee neben Bestands-Bauwerk der U2 - Christuskirche - Bellealliancestraße - Waterloostraße - Alsenplatz (hier Ersatz für Holstenstraße) - Augustenburger Straße - Diebsteich.
Im Bereich Dammtor wäre natürlich auf eine Kollision mit der U5 zu achten.
Zitat
Jan Gnoth
Ich vermute, dass der Journalist das zufällig so skizziert hat, wie ich das schon für mich getan habe: Hauptbahnhof Kirchenallee - nördlich der Lombardsbrücke unterirdisch durch die Außenalster - Theodor-Heuss-Platz (Dammtor) - Edmund-Siemers-Allee - An der Verbindungsbahn - Schröderstiftstraße - Schlump (hier Übergang zu U2/U3 als Ersatz für Sternschanze) - Schäferkampsallee neben Bestands-Bauwerk der U2 - Christuskirche - Bellealliancestraße - Waterloostraße - Alsenplatz (hier Ersatz für Holstenstraße) - Augustenburger Straße - Diebsteich.
Im Bereich Dammtor wäre natürlich auf eine Kollision mit der U5 zu achten.

Heißt das, Dammtor und Holstenstraße würden als S-Bahnhöfe wegfallen? Wie gelangt man dann vom Theodor-Heuss-Platz nach Altona? Oder soll in dem Tunnel nur die S31 fahren?

Aber ich denke sowieso, nichts dergleichen wird kommen. Nur den schönen Deckel am Hauptbahnhof mit neuen Treppen wird man irgendwann bauen.
Zitat
Achterbahn
Heißt das, Dammtor und Holstenstraße würden als S-Bahnhöfe wegfallen?

Ja. Die alte Verbindungsbahn fällt als S-Bahn weg. Die neuen Haltestellen in meiner Skizze sind Hauptbahnhof Kirchenallee, Dammtor (unter dem Theodor-Heuss-Platz unter der heutigen Bushaltestelle), Schlump (mit Übergang zu U2/U3 als Ersatz für Sternschanze), Alsenplatz (als Ersatz für Holstenstraße).

Zitat
Achterbahn
Wie gelangt man dann vom Theodor-Heuss-Platz nach Altona? Oder soll in dem Tunnel nur die S31 fahren?

Das habe ich mir noch gar nicht überlegt. Ich habe mir jetzt einfach nur so entworfen, dass S1 und S4 im City-Tunnel bleiben und die Strecken von Harburg und Bergedorf über die neue Strecke fahren. Das heißt, für Osdorf müsste die Variante über Ottensen wieder ins Gespräch gebracht werden. Aber gut, dass du das fragst. So kann ich mir doch noch Gedanken über eine Verbindung Alsenplatz - Altona machen.
Wenn man einfach alle Regionalbahnen bis Diebsteich weiterfahren lässt, sollte das wohl reichen, eventuell kann man ja noch einen Pendelzug Hbf-Diebsteich einrichten.
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