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Keine U4 bis Wilhelmsburg in den nächsten 20 Jahren
geschrieben von Christian Linow 
Hier die kleine Anfrage die im Artikel erwähnt wird.


PS Die Antwort wird Frau Sudmann sicher sehr freuen. Nicht. Denn erst sagt der Senat das "Eine Beteiligung der Hamburger Hochbahn AG wird erst im weiteren Verfahren stattfinden" und dann plaudert Hochbahn-Pressereferentin Lena Steinat mit der Mopo über Trassenpläne und Planungen. (Und ja, die Antwort war formal wohl korrekt, denn in der Frage ging es explizit um Beteiligung der Hochbahn "im Rahmen des B-Plan-Verfahrens" und scheinbar anscheinend gibt es noch kein B-Plan-Verfahren, aber die Antwort ist schon ein gutes Beispiel wie eine kleine Anfrage beantwortet wird wenn man nichts / so wenig wie nötig sagen will...)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.08.2020 10:41 von christian schmidt.
Zitat
NWT47
Laut MoPo nimmt die ganze Geschichte nun doch wieder Tempo auf. Geplant ist eine Haltestelle auf dem kleinen Grasbrook und eine Haltestelle am nördlichen Ende der Georg-Wilhelm-Straße.

MoPo
Das liegt daran, dass die U4 Verlaengerung im Koalitionsvertrag benannt worden ist. Auch soll ja bis zur naechsten Wahl die U Bahn Haltestelle an der Fuhlsbuettler Strasse fertig sein.
Zitat
NWT47
Laut MoPo nimmt die ganze Geschichte nun doch wieder Tempo auf. Geplant ist eine Haltestelle auf dem kleinen Grasbrook und eine Haltestelle am nördlichen Ende der Georg-Wilhelm-Straße.
MoPo

Zitat
christian schmidt
Hier die kleine Anfrage die im Artikel erwähnt wird.
die Antwort ist schon ein gutes Beispiel wie eine kleine Anfrage beantwortet wird wenn man nichts / so wenig wie nötig sagen will

In der Tat sagt die Antwort des Senats so gut wie nichts aus. Die einzige halbwegs nutzbare Aussage:

Weiterführende Studien, die die Freihaltung einer verbindlichen Trasse im Bebauungsplan Wilhelmsburg 102 oder einen der anderen betroffenen Bebauungspläne erfordern, liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vor.

Heisst also, über den Kleinen Grasbrook hinaus ist erstmal keine Trasse reserviert.

Diese nicht beantwortete Frage der Linken ist durchaus wichtig: hier hat man, wie bei der HafenCity, die einmalige Chance, die neuen Viertel bereits von Anfang an mit U-Bahn zu planen und zu bauen.

Wird das so passieren? Oder wird man in guter Hamburger Tradition erstmal alles zubauen, eine U-Bahn versprechen, danach feststellen, dass es viel zu teuer und aufwändig ist, weil alles schon bebaut, und die neu eingezogenen Nachbarn 40 Jahre auf ihren Schnellbahnanschluss warten lassen?

Eine Antwort darüber will der Senat erstmal nicht geben.
Die 'Erweiterte Konzeptstudie zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 in Richtung Wilhelmsburg' wurde hier gestern veröffentlicht:

Konzeptstudie auf dem Transparenzportal
Zitat
planbahn
Die 'Erweiterte Konzeptstudie zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 in Richtung Wilhelmsburg' wurde hier gestern veröffentlicht:

Konzeptstudie auf dem Transparenzportal
Da sieht man aber wieder deutlich, was von der Idee der SUV-Senioren zu halten ist, die keinen Neubau von Wohnungen in ihrem Umfeld wollen und deshalb radikal lobbyiert haben, damit die U4 über die anwohnerfreie alte Reichsstraße trassiert wird. Zuletzt haben sie ja gegenüber der schlagzeilengeilen Boulevardpresse behauptet, durch den Wohnungsbau wird eine U4 in Wilhelmsburg für immer und ewig verhindert -- weil nur ihre Quatschtrasse möglich sei. Das war dann wohl das letzte verzweifelte Aufmucken, wenn man feststellt, dass man keine Argumente hat. Jetzt dürfte man in der Phase wie einst im Hartzloh oder aktuell in Horn sein, wo man mit verschränkten Armen den temporären Wegfall eines Straßenbaumes beklagt und sich in seiner gummibereiften Kasperbude ums Klima sorgt. Am besten schnappt man sich für die Pressefotos noch dreijährige Enkel, um deren Zukunft man sich sorgt, wenn eine U4 bis Wilhelmsburg mit Perspektive Harburg kommt. Und wenn das nicht reicht, wird geklagt bis man nach Ohlsdorf zieht.

Artikel zur Studie: [www.nahverkehrhamburg.de]

Persönlich hielt ich es mir Blick auf die Baugebiete schon vor Jahren für wahrscheinlich, dass man eher die Georg-Wilhelm-Straße anvisiert und nicht den Stübenplatz. Ob so ein großer Schlenker im Norden Not tut, ist wohl stark abhängig von der langfristigen Entwicklung der Flächen. Generell sind die Flächen östlich des Alten Elbtunnels aufzugeben, um gleichzeitig Platz in Moorburg und Altenwerder West zu machen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.2020 15:58 von kalle_v.
Gehört der Moldauhafen eigentlich noch der Tschechischen Republik?

Zur U4-Trasse zum Reiherstiegviertel: Das Problem der Studie ist dass sie am Nordende des Viertels endet. So sieht es aus als hätte eine Haltestelle unter der Georg-Wilhelm-Straße ein größeres Einzugsgebiet als eins unter dem Veringplatz. Hätte die Studie auch die weitere Streckenführung berücksichtigt (wie auf Abbildung 3 auf Seite 5!) dann, da bin ich mir zioemlich sicher, würde sich zeigen dass Veringplatz besser ist, weil sich der Einzugsbereich viel weniger mit der nächsten Haltestelle überschneidet.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.2020 16:36 von christian schmidt.
Zitat
christian schmidt
Gehört der Moldauhafen eigentlich noch der Tschechischen Republik?

Moin,

ich meine, das läuft "demnächst" aus --> Versailler Verträge / Zugang für die (damalige) Tschechoslowakei für 100 Jahre.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.2020 17:39 von Sonnabend.
Das war 1919, das bedeutet wohl das der Moldauhafen seit letzten Jahr wieder Stätisch ist.
Der Pachtvertrag über den Moldauhafen läuft bis 2028 und kann optional um weitere 50 Jahre verlängert werden.

Siehe Tageszeitung "Die Welt"

Fredrik

[fredriks.de]
Für mich macht die Variante 2 (in der durchgezogen; nicht die gepunktete) Variante am meisten Sinn.

So könnte man die Haltestelle "Grasbrook" auch erstmal nur um Rohbau fertigstellen und ein paar Jahre ohne halt durchfahren. Solange dort noch Hafengebiet ist. Aber auch eine nur spärlich fertig gestellte Haltestelle für die Arbeiter in dem Gebiet würde ggf Sinn machen. Vollständig fertig gestellt werden könnte sie dann sobald in dem Gebiet auch Wohn/Geschäftsbebauung erfolgt.
Auch die weitere Haltestelle auf dem kleinen Grasbrook (dessen Namen in der Konzeptstudie Kurioserweise nicht genannt wird?!) Finde ich sinnvoll. Der Name Hafenmuseum macht hier vielleicht Sinn. Die gradlinige Führung nach Wilhelmsburg find ich auch sinnvoll inkl. Der Haltestelle relativ dicht hinter dem Deich/im Norden. Also die jetzt schon favorisierte Georg-Wilhelm-Straße. Lediglich als Endstation Name gefällt sie mir nicht für eine Linie.

Wie sehr ihr das?
Im Norden würde mir die Haltestelle am Stübenplatz / Fährstraße etwas besser gefallen, dann noch eine an der Georg Wilhelm Str weiter südlich auf Höhe Neuhöfer Straße, die letzte Haltestelle am Adolf Menge Platz bevor es dann nach S Wilhelmsburg und Kirchdorf geht.
Ich bin auch der Meinung dass diese Planung sinn macht, einzig die Tatsache das die Strecke schon frühzeitig im Tunnel weitergeführt werden soll stört mich etwas, ich denke das eine Oberirdische Streckenführung über die gesamte Elbinsel sinnvoller ist da es sich um ein Sturmflutgefährdungsgebiet handelt.
Bei einer auf einem Viadukt trassierten Strecke könnte selbige so errichtet werden das sie im Bedarfsfall als Rettungsweg genutzt werden kann, also mit einer festen Fahrbahn für Feuerwehr/Polizei/THW und Fußgänger.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.2020 10:52 von STZFa.
Zitat
STZFa
... ich denke das eine Oberirdische Streckenführung über die gesamte Elbinsel sinnvoller ist da es sich um ein Sturmflutgefährdungsgebiet handelt. Bei einer auf einem Viadukt trassierten Strecke könnte selbige so errichtet werden das sie im Bedarfsfall als Rettungsweg genutzt werden kann, also mit einer festen Fahrbahn für Feuerwehr/Polizei/THW und Fußgänger.


Es war die geniale Idee von Günter Elste, das Ganze als Flutschutz-Sammelweg zu bauen und dafür noch die entsprechenden Fördermittel abzugreifen. Und die Fahrgäste fühlen sich garantiert sicherer als in einer U-Bahn, die trotz extrem teurer Schotten praktisch jederzeit volllaufen könnte.
Zitat
NVB
Zitat
STZFa
... ich denke das eine Oberirdische Streckenführung über die gesamte Elbinsel sinnvoller ist da es sich um ein Sturmflutgefährdungsgebiet handelt. Bei einer auf einem Viadukt trassierten Strecke könnte selbige so errichtet werden das sie im Bedarfsfall als Rettungsweg genutzt werden kann, also mit einer festen Fahrbahn für Feuerwehr/Polizei/THW und Fußgänger.


Es war die geniale Idee von Günter Elste, das Ganze als Flutschutz-Sammelweg zu bauen und dafür noch die entsprechenden Fördermittel abzugreifen. Und die Fahrgäste fühlen sich garantiert sicherer als in einer U-Bahn, die trotz extrem teurer Schotten praktisch jederzeit volllaufen könnte.

Aber das Gelände wird doch wie in der HafenCity hochwassersicher aufgeschüttet. Bei den Haltestellen Überseequartier oder HafenCity Universität hat doch auch niemand "Angst" das dort Wasser hinneinlaufen würde. Egal wie hoch oder stark die Sturmflut ist.
@flor!an
Klimawandel ist Real, Sturmfluten werden immer höher, Wilhelmsburg kann nicht komplett aufgeschüttet werden, Flutschutz besteht nicht nur aus Aufschüttungen, Flutschutz ist auch die Vorhaltung von Einsatzgeräten, das Trainieren der Einsatzkräfte (jedes Jahr üben Feuerwehr, THW, Zivilschutzhelfer und Bundeswehr was bei einem Deichbruch zu tun ist) sowie Ausarbeitung von aktuellen Plänen wie z.B. Hilfsbedürftige schnellstmöglich Verlegt (aus KKH, Seniorenheimen ect.) und Verletzte versorgt werden können.
Der Bau einer Hochbahn die, im Katastrophenfall, dem Zivilschutz nützt wird kann ein Lebensretter sein.
Stell dir mal vor, die Hochbahn bekommt eine Haltestelle in der nähe des KKH Groß Sand, und für die Fahrgäste einen direkten Wettergeschützten Zugang, was haben wir bei einem Deichbruch wie 1962? Richtig, den Perfekten Fluchtweg, auch für Schwerstkranke.
Deshalb bin ich für eine Oberirdisch geführte Hochbahn über die gesamte Elbinsel.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.2020 20:44 von STZFa.
Zitat
STZFa
(...) Deshalb bin ich für eine Oberirdisch geführte Hochbahn über die gesamte Elbinsel.
Dem kann man nur zustimmen.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Zitat
NWT47
Im Norden würde mir die Haltestelle am Stübenplatz / Fährstraße etwas besser gefallen, dann noch eine an der Georg Wilhelm Str weiter südlich auf Höhe Neuhöfer Straße, die letzte Haltestelle am Adolf Menge Platz bevor es dann nach S Wilhelmsburg und Kirchdorf geht.

Ja, ich denke auch dass das die größte Erschließungswirkung haben wird.

Zitat
histor
Deshalb bin ich für eine Oberirdisch geführte Hochbahn über die gesamte Elbinsel.

Fänd ich auch am schönsten - aber dann kann das Reiherstiegviertel nicht gut bedient werden. Und ich sehe auch nicht wie man erst über den Spreehafen und dann unter den Veringplatz kommen kann, deshalb wird es wohl auch eine U-Bahn hinauslaufen...
Zitat
STZFa
@flor!an
Klimawandel ist Real, Sturmfluten werden immer höher, Wilhelmsburg kann nicht komplett aufgeschüttet werden,

Ja da hast du natürlich Recht. Ich hab mich gedanklich auch nur auf den Kleinen-Grasbrook bezogen (also den Part der Konzeptstudie). Dieser wird ja aufgeschüttet und hat keine Deiche (daher kann der Deich auch nicht brechen)

In Wilhelmsburg (besonders natürlich dort wo bereits Bebauung existiert) kann man logischerweise nichts mehr aufschütten. Gleichzeitig ist besonders dort wo es eine Bebauung gibt, eine oberirdische Führung auch schwierig. Primär natürlich da eine Bebauung die Streckenführung maßgeblich beeinflusst, anderseits auch aufgrund möglicher (meine Vermutung mehr) Anwohnerproteste falls die Bahn am Fenster vorbeifährt/vorbei fahren soll.

Frage dazu: weiß jemand wann "die letzte" Hochbahn Strecke in Deutschland realisiert wurde (in Gebieten in denen bereits Bebauung vorhanden ist)?


Grundsätzlich schließt ja aber eine unterirdische Führung auf dem Kleinen-Grasbrook nicht eine oberirdische in Wilhelmsburg aus.
Dass die HOCHBAHN in Hamburg Hochbahn heißt ist ja kein Zufall.

Der oberirdische Anteil der U-Bahn in Hamburg ist ja geradezu unterirdisch niedrig verglichen mit Berlin oder München; von einem namensprägendem Untergrundbahnsystem zu sprechen verbietet sich da fast.
Macht das Ganze natürlich billiger wirtschaftlicher, was sich ja -Achtung Polemik und/oder nur auf eigener Einschätzung basierend- gut in das hiesige Gesamt-ÖPNV-Gebilde einfügt.
Die öffentlichen Kassen danken es.
Und man braucht es auf diesen Strecken (Walddörfer et al.) auch einfach nicht.

Wenn Sturmflut wäre, gäbe es zuvor schon Windstärken, wo heute schon der HOCHBAHN-Betrieb (zumindest auf der U1) eingestellt wird, da so oberirdisch alles.
Gehe also davon aus, dass keiner im Waggon mit absäuft, aber man dann wohl die Tunnel lenzen müsste.

Ich denke, der Preis macht es:
Wenn die Immo-Preise (auch in auf der Elbinsel) weiter so nach oben gehen, überlegt es sich der kostenbewusste Hamburger zweimal, ob er wirklich Trassen oberirdisch führen will.
Zitat
flor!an
Frage dazu: weiß jemand wann "die letzte" Hochbahn Strecke in Deutschland realisiert wurde (in Gebieten in denen bereits Bebauung vorhanden ist)?

Kommt darauf an wie du "Hochbahn Streck" und "Bebauung" definierst:
- 1981, Fürther Straße in Nürnberg. Die Hochstrecke wurde allerdings schon 1967 für die Straßenbahn gebaut, ab 1981 dann U-Bahn
- 1978, Strecke nach Ginnheim, im Mittelstreifen einer Schnellstraße - die in diesem Bereich aber durch einen Park führt
- 1971, Freimann-Kieferngarten, Bebauung war allerdings eher dünn

Zitat
flor!an
Grundsätzlich schließt ja aber eine unterirdische Führung auf dem Kleinen-Grasbrook nicht eine oberirdische in Wilhelmsburg aus.

Naja, das Problem ist doch das eine oberirdische Führung durch das Reiherstiegviertel kaum möglich ist - sowas wurde zuletzt vor über 100 Jahren in Berlin gemacht... (1) (2)

Update - In China wird scheinbar auch heute noch so gebaut...



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.2020 16:45 von christian schmidt.
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