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Erschließung, Zugänge, Umsteigebeziehungen
geschrieben von bukowski 
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NVB
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Wolf Tiefenseegang
Bleibt dennoch die Frage, wie es in Japan geschafft wird, diese zu finanzieren. Oder werden in Japan keine existenzsichernde Gehälter gezahlt?


Ist nicht nur in Japan so. Zur Bezahlung: Man kann Arbeitskräfte für eine durchaus sinvolle Arbeit bezahlen oder jährlich 27,8 Milliarden Euro für das Nichtstun von 8,5 Millionen Hartz-4-Empfängern im arbeitsfähigen Alter ausgeben (Werte von 2018).

Alles klar?

Ich erinnere an die Rotjacken. Ob ABM mit Kundenkontakt sinnvoll sind, wage ich zu bezweifeln.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
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Der Hanseat
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NVB
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Wolf Tiefenseegang
Bleibt dennoch die Frage, wie es in Japan geschafft wird, diese zu finanzieren. Oder werden in Japan keine existenzsichernde Gehälter gezahlt?


Ist nicht nur in Japan so. Zur Bezahlung: Man kann Arbeitskräfte für eine durchaus sinvolle Arbeit bezahlen oder jährlich 27,8 Milliarden Euro für das Nichtstun von 8,5 Millionen Hartz-4-Empfängern im arbeitsfähigen Alter ausgeben (Werte von 2018).

Alles klar?

Ich erinnere an die Rotjacken. Ob ABM mit Kundenkontakt sinnvoll sind, wage ich zu bezweifeln.

Ich verstehe das so, dass es hier um normale Jobs und keine arbeitsmarktpolitische Maßnahme geht. Warum sowas in Hamburg nicht passiert: weil auch die Hochbahn ein kapitalistisches Unternehmen ist. Das ist meiner Meinung nach ein Fehler, und muss in Deutschland auch nicht so sein, siehe z.B. BVG.
Allerdings ist es ja in Hamburg von der Politik so gewollt, dass der ÖPNV möglichst kostdendeckend arbeitet. Also wird sich daran auch nichts ändern
Zitat
BruceMcLaren

Allerdings ist es ja in Hamburg von der Politik so gewollt, dass der ÖPNV möglichst kostdendeckend arbeitet. Also wird sich daran auch nichts ändern

Ich würde die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich der politische Wille auch mal ändert. In anderen politischen Bereichen ist dies auch schon passiert, außerdem sind diejenigen, die die politische Richtung vorgeben, auch nicht auf Lebenszeit im Amt.
Hallo,

Zitat
BruceMcLaren
Das ist meiner Meinung nach ein Fehler, und muss in Deutschland auch nicht so sein, siehe z.B. BVG.
Allerdings ist es ja in Hamburg von der Politik so gewollt, dass der ÖPNV möglichst kostdendeckend arbeitet.

Da hast Du aber ein komplett falsches Bild der BVG. Bei der BVG wurde so schlecht gezahlt, denen fliegt seit den Tarifverhandlungen Anfang letzten Jahres jetzt ihre gesamte Finanzierung um die Ohren.

Siehe auch: [www.morgenpost.de], [www.morgenpost.de] und [bb.verdi.de].

Vor dem Hintergrund sieht auch die vermeintlich umweltfreundliche Zwangsmonatskarte für jeden in einem anderen Licht da. Der Senat braucht schlicht Geld, um die hunderte Millionen Euro für die Gehälter aufbringen zu können, zusätzlich zu den Kosten der nötigen umfangreichen Fahrzeugneubeschaffungen.

Grüße
Boris
Zitat
BruceMcLaren
Ich verstehe das so, dass es hier um normale Jobs und keine arbeitsmarktpolitische Maßnahme geht. Warum sowas in Hamburg nicht passiert: weil auch die Hochbahn ein kapitalistisches Unternehmen ist. Das ist meiner Meinung nach ein Fehler, und muss in Deutschland auch nicht so sein, siehe z.B. BVG.

Allerdings ist es ja in Hamburg von der Politik so gewollt, dass der ÖPNV möglichst kostdendeckend arbeitet. Also wird sich daran auch nichts ändern


Du hast das haargenau richtig verstanden. Man darf bei Hartz-4-Leuten nicht immer an "Abschaum" oder Arbeitsunwillige denken. Wo meint Ihr, landen denn beispielsweise die Verkäuferinnen und Verkäufer von den dicht gemachten Karstadt-Häusern? Es gibt genug Qualifizierte, die irgendwann bei Hartz-4 landen, weil irgendwo irgendwer wieder mal Personal einsparen wollte.
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Es wäre ohnehin besser, wenn die Anschlüsse durch konsequent pünktlich geleistete Fahrten der Bahnen und nicht durch wartende Anschlußverbindungen sichergestellt werden. Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal in Japan ein Praktikum machen, um zu lernen, welche Maßnahmen hierzu erforderlich wären. Dort sollen die Züge auf die Sekunde pünktlich fahren.

Das deckt sich mit dem, was wir über unsere japanische Austauschschülerin erfahren haben. Züge sind dort nicht verspätet und fallen auch nicht aus.

Das ist auch eine kulturelle Einstellung. Wenn doch mal ein Zug eine Minute verspätet hat (was so gut wie nie vorkommt), dann schämen sich die Mitarbeiter dafür. Es fällt mir schwer zu glauben, dass sich z.B. ein S-Bahn-Lokführer für sein Unternehmen schämt, wenn er seinen Zug eine Minute zu spät in den Bahnhof einfährt. Daher leider nicht auf Deutschland übertragbar.
Zitat
ahoberg
vor allem sind alle Haltestellen in Japan in den Großstädten mit mindestens 3 bis 4 Bediensteten versehen. ...

Es gab doch eine Zeit lang bei der Hamburger S-Bahn an großen Stationen wie dem Hauptbahnhof tatsächlich "Bedienstete", die aufpassten, dass bei einem abgefertigten Zug niemand mehr einsteigt. Weiß jemand, ob es Erkenntnisse aus diesen Einsetzen gab? Hat das was genützt?
Zitat
Neu Wulmstorf
Zitat
ahoberg
vor allem sind alle Haltestellen in Japan in den Großstädten mit mindestens 3 bis 4 Bediensteten versehen. ...

Es gab doch eine Zeit lang bei der Hamburger S-Bahn an großen Stationen wie dem Hauptbahnhof tatsächlich "Bedienstete", die aufpassten, dass bei einem abgefertigten Zug niemand mehr einsteigt. Weiß jemand, ob es Erkenntnisse aus diesen Einsetzen gab? Hat das was genützt?

Kurz gesagt: Nein.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Bedienstete an den Bahnhöfen sind ja nur ein Teil, um die Pünktlichkeit zu erhöhen. Auch muss man natürlich zu gestehen, daß die Service und Arbeitskultur in Japan dann doch eine andere ist als in Deutschland zw. Europa.
Im übrigen geht es natürlich in jedem Fall um Arbeitsplätze, für die man vielleicht keine Berufsausbildung benötigt aber die in jedem Fall eine vernünftige Einführung erfordert. Nicht nur was den richtigen und angemessenen (gelassen!!!!) Umgang mit den Kunden angeht, sondern auch in der Lage ist, zu verstehen, warum es zu Verzögerungen kommt und wie diese im Keim erstickt werden können.
Zitat
Der Hanseat
Kurz gesagt: Nein.


Du bist ganz schön naseweis ...

Am Hauptbahnhof auf dem Tunnel-S-Bahnsteig gibt es noch jemand, der am südlichen Drittel des Bahnsteigs bei Langzügen mit abfertigt, weil der Bahnsteig aufgrund seiner geschwungenen Führung nicht durch eine einzelne Aufsicht einsehbar ist. Er beschleunigt durch seine Anwesenheit und Kontrollfunktion die Abfertigung. Wie kannst Du das bestreiten?
Zitat
NVB
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Der Hanseat
Kurz gesagt: Nein.

[...]Wie kannst Du das bestreiten?

Vielleicht, weil er da aufgrund seiner Tätigkeit einen deutlich besseren Einblick hat?

Paddy
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NVB
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Der Hanseat
Kurz gesagt: Nein.


Du bist ganz schön naseweis ...

Am Hauptbahnhof auf dem Tunnel-S-Bahnsteig gibt es noch jemand, der am südlichen Drittel des Bahnsteigs bei Langzügen mit abfertigt, weil der Bahnsteig aufgrund seiner geschwungenen Führung nicht durch eine einzelne Aufsicht einsehbar ist. Er beschleunigt durch seine Anwesenheit und Kontrollfunktion die Abfertigung. Wie kannst Du das bestreiten?

Das sind zwei verschiedene Dinge.

Den öA-Helfer gibt es seit den 80er Jahren. Er ist betrieblich erforderlich, weil - auch aus arbeitsrechtlichen Gründen - die Anzahl der Kamerabilder, die für die Aufsicht am Zuge benutz werden müssen, begrenzt ist und man dadurch nicht alles einsehen kann.
Alleine deshalb schon wäre ein kompletter Neubau der der S-Bahnsteige am HBF sinnvoll, um diese personalfrei zu bekommen.

Das andere sind lediglich durch DB-Sicherheit gestellte Personen, die nur den Bahnsteig noch unnötig befüllen und möglicherweise wichtige Anschlüsse verhindern und das für ein paar Sekunden Fahrzeitgewinn.
Zitat
NVB
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Der Hanseat
Kurz gesagt: Nein.


Du bist ganz schön naseweis ...

Am Hauptbahnhof auf dem Tunnel-S-Bahnsteig gibt es noch jemand, der am südlichen Drittel des Bahnsteigs bei Langzügen mit abfertigt, weil der Bahnsteig aufgrund seiner geschwungenen Führung nicht durch eine einzelne Aufsicht einsehbar ist. Er beschleunigt durch seine Anwesenheit und Kontrollfunktion die Abfertigung. Wie kannst Du das bestreiten?

Es ging Neu Wulmstorf aber nicht darum, sondern um das Pilotprojekt der "Türlotsen".

Lang gesagt: Die Fahrgäste sind einfach zur nächsten Tür weitergelaufen und haben diese aufgehalten. Zudem gab es einzelne Türlotsen, die die Tür im Schließvorgang aufgehalten haben, damit noch welche einsteigen könnten. Das hat das ganze natürlich ad absurdum geführt.

Insgesamt konnte die Pünktlichkeit durch diese Maßnahme, die natürlich einen hohen Personaleinsatz erfordert, nicht nachhaltig verbessert werden.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
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Neu Wulmstorf

Das deckt sich mit dem, was wir über unsere japanische Austauschschülerin erfahren haben. Züge sind dort nicht verspätet und fallen auch nicht aus.

Das ist auch eine kulturelle Einstellung. Wenn doch mal ein Zug eine Minute verspätet hat (was so gut wie nie vorkommt), dann schämen sich die Mitarbeiter dafür. Es fällt mir schwer zu glauben, dass sich z.B. ein S-Bahn-Lokführer für sein Unternehmen schämt, wenn er seinen Zug eine Minute zu spät in den Bahnhof einfährt. Daher leider nicht auf Deutschland übertragbar.

Motivierte S-Bahn-Lokführer schämen sich aber für den Investitionsstau in Deutschlands Streckennetz bzw. für Fehlentscheidungen in den Chefetagen und der Politik, die oftmals dafür verantwortlich sind, dass der Mitarbeiter gar keine Chance hat, pünktlich zu sein. Gilt in Teilen auch für Mitarbeiter anderer ÖPNV-Unternehmen. Dies erkennt man auch ab und an in der Ironie mancher Durchsagen an die Fahrgäste.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.08.2020 08:42 von Wolf Tiefenseegang.
Zitat
NVB

Ich bin in Wellingsbüttel aufgewachsen. Wo soll da ein zweiter Zugang gewesen sein? ...

Lieber NVB: Jetzt musst du ganz tapfer sein :-)

Im "Paralleluniversum" drehscheibe-online sind gerade "S1-Wochen" und im Beitrag zum Bahnhof Wellingsbüttel sind sowohl

das Vorhandensein,
die Lage und sogar
die Antrittsrichtung

der damaligen zweiten Treppe (hoch in Richtung Poppenbüttel) belegt worden.
So - Thema durch.
Zitat
NVB
Am Hauptbahnhof auf dem Tunnel-S-Bahnsteig gibt es noch jemand, der am südlichen Drittel des Bahnsteigs bei Langzügen mit abfertigt, weil der Bahnsteig aufgrund seiner geschwungenen Führung nicht durch eine einzelne Aufsicht einsehbar ist. Er beschleunigt durch seine Anwesenheit und Kontrollfunktion die Abfertigung. Wie kannst Du das bestreiten?

Den 2. Mann zur Abfertigung von Langzügen an Gleis 1 braucht man mittlerweile nicht mehr. Durch den wesentlich längeren Einsatz der Langzüge auf der S3 musste da was passieren, da der 2. öA Kollege sonst faktisch die ganze Zeit auf dem Bahnsteig hätte stehen müssen. Von Gleis 1 bis 4 kann also immer die öA alleine die Züge abfertigen und das bleibt hoffentlich auch noch lange so, denn an diesem neuralgischen Netzknoten ist das aus vielerlei Gründen (Fahrgastinfo, Verspätungszettel, Fundsachenannahme, schnellere Abarbeitung von Problemen wie z.B. Türstörungen/Zug räumen/Polizeieinsatz/Einsatz der "Reinigungsfeuerwehr"/RTW-Einsatz am Zug etc. auch dringend geboten.
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Zitat
Neu Wulmstorf

Das deckt sich mit dem, was wir über unsere japanische Austauschschülerin erfahren haben. Züge sind dort nicht verspätet und fallen auch nicht aus.

Das ist auch eine kulturelle Einstellung. Wenn doch mal ein Zug eine Minute verspätet hat (was so gut wie nie vorkommt), dann schämen sich die Mitarbeiter dafür. Es fällt mir schwer zu glauben, dass sich z.B. ein S-Bahn-Lokführer für sein Unternehmen schämt, wenn er seinen Zug eine Minute zu spät in den Bahnhof einfährt. Daher leider nicht auf Deutschland übertragbar.

Motivierte S-Bahn-Lokführer schämen sich aber für den Investitionsstau in Deutschlands Streckennetz bzw. für Fehlentscheidungen in den Chefetagen und der Politik, die oftmals dafür verantwortlich sind, dass der Mitarbeiter gar keine Chance hat, pünktlich zu sein. Gilt in Teilen auch für Mitarbeiter anderer ÖPNV-Unternehmen. Dies erkennt man auch ab und an in der Ironie mancher Durchsagen an die Fahrgäste.

Kann ich für mich zumindest bestätigen:
Mein Anspruch ist eine pünktliche Zugfahrt, alles andere ist nicht mein Anspruch und ärgert mich. Die meisten Dinge kann man dabei aber leider nicht beeinflussen, sei es der technische Zustand des Zuges, Signalstörungen, die üblichen Türaufhalte-Assis, Streckensperrungen wegen allem möglichen etc.

Manchmal blitz dabei in meinen Ansagen auch eine Spur Ironie oder Sarkasmus durch, aber das hat mir bisher meist nur positives Feedback eingebracht.
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