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MetroTram Hamburg
geschrieben von NVB 
Re: MetroTram Hamburg
11.01.2021 08:13
Am ende scheitert sowas doch immer am Bürger. Nicht vor meiner Haustür, nicht mit meinen Steuergeldern. Aachen und Wiesbaden hat ja gezeigt wie leicht es ist solche Projekte auszuhebeln. Die Argumente der "MetroTram" von der CDU hat sie 2001 nicht gehindert die Stadtbahnpläne zu beerdigen.
Re: MetroTram Hamburg
11.01.2021 10:07
Moin,

ich selbst bin nicht gegen eine Straßenbahn und halte sie auf einigen Strängen auch durchaus für zielführend, was die Kapazität usw. gegenüber den Bussen betrifft.
Allerdings ist auch nicht mal eben Straße auf, Gleise rein. Darüberhinaus haben wir da leider auch ein Akzeptanzproblem, was natürlich immer wieder zu prüfen wäre.

Was die Flexibilität gegenüber dem Bus betrifft, insbesondere die Planung neuer oder anderer Streckenverläufe, die Reaktion auf veränderte Bedarfe, da ist der Bus für mich ganz klar im Vorteil. Das zeigt auch die Angebotsveränderung aus den beiden letzten Jahren.

Eine Straßenbahn würde in einem Straßenraum mit hoher Verkehrsdichte auch nur auch auf eigener Trasse Sinn machen um einen störungsfreien und an möglichst wenigen Stellen mit dem Autoverkehr kreuzenden Betrieb sicherzustellen. Bei DSO sieht man nahezu alltäglich irgendwelche Meldungen aus den Tram-Städten, wo es
Unfälle mit dem anderen Individualverkehr gibt.
Zitat
Kirk
Am ende scheitert sowas doch immer am Bürger. Nicht vor meiner Haustür, nicht mit meinen Steuergeldern. Aachen und Wiesbaden hat ja gezeigt wie leicht es ist solche Projekte auszuhebeln. Die Argumente der "MetroTram" von der CDU hat sie 2001 nicht gehindert die Stadtbahnpläne zu beerdigen.

Naja, ich denke wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - wie ja viele andere Städte gezeigt haben. Wenn die Mehrheitsparteien der Meinung sind sie müssten nicht mehr tun was ihre Wähler wollen, sondern tun was die Wähler von den Partein die gerade die Wahl verloren haben wollen, dann darf man sich nicht wundern wenn das nicht wird (und die Mehrheitsparteien dann bald nicht mehr Mehrheitsparteien sind...)
Re: MetroTram Hamburg
11.01.2021 12:22
Zitat
christian schmidt


Naja, ich denke wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - wie ja viele andere Städte gezeigt haben. Wenn die Mehrheitsparteien der Meinung sind sie müssten nicht mehr tun was ihre Wähler wollen, sondern tun was die Wähler von den Partein die gerade die Wahl verloren haben wollen, dann darf man sich nicht wundern wenn das nicht wird (und die Mehrheitsparteien dann bald nicht mehr Mehrheitsparteien sind...)

Wenn ich mich richtig erinnere war damals der große Wortführer in Winterhude gegen die Strassenbahn ein CDU-abgeordneter - ist zwar schon ein paar Jahre her aber - das stimmt also nur begrenzt! auch die Parteien selber sind da nicht ganz unbeteiligt
NVB
Re: MetroTram Hamburg
11.01.2021 18:30
Zitat
StephanHL
Wenn ich mich richtig erinnere war damals der große Wortführer in Winterhude gegen die Strassenbahn ein CDU-Abgeordneter - ist zwar schon ein paar Jahre her aber - das stimmt also nur begrenzt! Auch die Parteien selber sind da nicht ganz unbeteiligt


Die ersten Straßenbahnpläne hat die CDU beerdigt, auf Drängen des damaligen Koalitionspartners Schill Partei. Bei der zweiten (Allein)Regierung der CDU hatte man sich der Straßenbahn schon wieder angenähert und dann in der dritten Legislatur zusammen mit den Grünen erneut den Startschuss gegeben. Die Grünen hatten dann unmittelbar vor dem Planfeststellungsverfahren die Koalition verlassen und dieser Kurzzeitbürgermeister hat dann die Straßenbahn-Planfeststellung aus Wut darüber gestoppt. Sein Verhalten fand bis auf einen CDU-Abgeordneten bei CDU keine Zustimmung. Doch man konnte das wohl nicht mehr rückgängig machen.

Fest steht jedenfalls, wenn den Grünen die Straßenbahn wichtig gewesen wäre, hätten Sie die Koalition nur zwei Wochen später verlassen brauchen, um kein Unheil anzurichten.

Der Aufstand in Winterhude ging vom Freund einer Boutiquenbesitzerin aus, meines Wissens parteilich nicht gebunden. Doch Anja Hajduk war leider auch beratungsresistent. Ich hätte beide möglichen Strecken über Lattenkamp und Winterhuder Marktplatz parallel betrieben, denn das hätte dem Protest in großen Teilen die Grundlage entzogen, zumal Günter Elste bei jeder Bürger-Versammlung eine Wahnsinns-Überzeugungskraft hatte.
Zitat
NVB
Zitat
Neu Wulmstorf
... Die Straßenbahn verbindet die Nachteile des Busses mit den Nachteilen der U-Bahn. ... Ich fahre lieber U/S-Bahn als Bus oder als Straßenbahn. Das mag aber anderen anders gehen.


Warum, ich verstehe es nicht?

Der Fußweg zu einer Straßenbahn ist – abgesehen von der Pariser Metro – kürzer als bei bei einer U-Bahn. Eine moderne Straßenbahn fährt genauso ruhig wie eine U-Bahn und ist geräumiger als die Kleinprofil-U-Bahn in Hamburg. Der Fahrgastwechsel bei einer Straßenbahn geht deutlich schneller als beim Bus und die Fahrzeiten sind auch kürzer. Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung sind bei U-Bahn und Straßenbahn gleich. Die Straßenbahn hat zudem mehr Türen und kann ohne jede Hilfsmittel ebenerdig bestiegen werden. Und im Mischverkehr auf der Straße haben moderne Straßenbahnen stets Vorfahrt. Prof. Brändli aus der Schweiz hat immer gesagt (und natürlich auch umgesetzt): Eine Tram braucht sofort "Grün", doch sie braucht es nur ganz kurz. Und im Gegensatz zum Bus kann eine Straßenbahn durhaus im Autoverkehr mitschwimmen, weil sie in ihren Fahrleistungen dem Auto nicht nachsteht.

Im Vergleich U/S-Bahnen zu Straßenbahn ist die U/S-Bahn schneller als die Straßenbahn, weil sie schneller als 50 km/h fährt und nur an den Stationen hält, wohingegen die Straßenbahn mit dem Verkehr mitschwimmen und an den Ampeln halten muss.

Es sei denn, die Straßenbahn fährt auf eigenen Spuren und hat eine Vorrangschaltung an der Ampel. Das aber ist keine Eigenschaft der Straßenbahn, sondern der Infrastruktur der Straße.

Wenn ich aber schon eigene Spuren und Vorrangschaltung habe, wozu muss ich dann die Fahrzeuge per Schiene an ihren Fahrweg zu fesseln? Schiene heißt störanfällig. Glaub mir, als Nutzer der S3 weiß ich wovon ich spreche. Es reicht die Störung eines einzigen Fahrzeugs oder die Störung an einer einzige Stelle im Gleis und der gesamte Linienast kommt zum Stehen.

Sollte sich die Politik trauen, eine Straßenbahn einzuführen, sollte sich in drei Schritten vorgehen.

1. Schritt: Sich ähnlich wie bei der Olympia-Bewerbung freiwillig einem Referendum stellen. Denn ohne abgefragte Mehrheit hält das Projekt nur bis zur nächsten Wahl.

2. Schritt: Auf den geplanten Trassen Busspuren mit Vorrangschaltungen einrichten.

3. Schritt: Wenn die Kapazität von Doppelgelenkbussen nicht mehr ausreicht, können Schienen verlegt werden.

Billig wird Schritt 2 nicht: Für die bisherige Busbeschleunigung war eine Viertelmilliarde Euro eingeplant für verhältnismäßig kleines Stückwerk. Ich denke, zwei bis drei Milliarden müssten schon eingeplant werden. Aber: Das Geld kann schrittweise ausgegeben werden. Anders als bei einer Straßenbahn, die erst ab einem riesigen Anfangsinvest funktioniert.
Zitat
Neu Wulmstorf
...

2. Schritt: Auf den geplanten Trassen Busspuren mit Vorrangschaltungen einrichten.

3. Schritt: Wenn die Kapazität von Doppelgelenkbussen nicht mehr ausreicht, können Schienen verlegt werden.

Billig wird Schritt 2 nicht: Für die bisherige Busbeschleunigung war eine Viertelmilliarde Euro eingeplant für verhältnismäßig kleines Stückwerk. Ich denke, zwei bis drei Milliarden müssten schon eingeplant werden. Aber: Das Geld kann schrittweise ausgegeben werden. Anders als bei einer Straßenbahn, die erst ab einem riesigen Anfangsinvest funktioniert.

Fun fact: Der erste Abschnitt der Straßenbahn wäre günstiger gewesen als die Busbeschleunigung. Unter anderen, da Straßenbahnbau zur Hälfte vom Bund bezuschusst wird, während es für kosmetische Maßnahmen am Bussystem verständlicherweise keine Fördermittel gibt. Wie bescheiden der Effekt der bisherigen Busbeschleunigung ausfällt, wurde in anderen Threads schon aufgezeigt. Und man kann es jeden Tag erleben, wie auch "beschleunigte" Buslinien von roten Ampeln ausgebremst werden.
In Köln hingegen ist zu bewundern, wie gut die Vorrangschaltung bei einer Straßenbahn mit klar definiertem Fahrweg funktioniert.
NVB
Re: MetroTram Hamburg
11.01.2021 23:26
Zitat
Neu Wulmstorf
1.
Im Vergleich U/S-Bahnen zu Straßenbahn ist die U/S-Bahn schneller als die Straßenbahn, weil sie schneller als 50 km/h fährt und nur an den Stationen hält, wohingegen die Straßenbahn mit dem Verkehr mitschwimmen und an den Ampeln halten muss.

2.
Es sei denn, die Straßenbahn fährt auf eigenen Spuren und hat eine Vorrangschaltung an der Ampel. Das aber ist keine Eigenschaft der Straßenbahn, sondern der Infrastruktur der Straße.

3.
Wenn ich aber schon eigene Spuren und Vorrangschaltung habe, wozu muss ich dann die Fahrzeuge per Schiene an ihren Fahrweg zu fesseln? Schiene heißt störanfällig. Glaub mir, als Nutzer der S3 weiß ich wovon ich spreche. Es reicht die Störung eines einzigen Fahrzeugs oder die Störung an einer einzige Stelle im Gleis und der gesamte Linienast kommt zum Stehen.


Sorry, doch Du schreibst hier so einen Stuss, wie ich ihn selten gelesen habe.

Zu 1:

Die Fahrzeit eines Nahverkehrsmittels setzt sich im Wesentlichen aus Fahrgastwechsel, Anfahren, Bremsen und Anhalten zusammen. Das Zauberwort für eine schnelle Fahrzeit heißt daher exzellente Beschleunigung, also genau das, was beim Bus immer fehlt. Bei längeren Stationsabständen gibt es auch noch ein gewisse Fahrzeit mit Höchstgeschwindigkeit. Und wenn Du hier ernsthaft mitdiskutieren willst, musst Du bereit sein, Dich mit den physikalischen Gesetzen zu befassen.

Ich habe schon versucht, es Dir klarzumachen, doch du musst auch mal zuhören: Solange der Mensch nur mit 5 km/h läuft, sparen die kürzeren Wege zu und von den Haltestellen im Durchschnitt mehr Zeit ein, als eine U-Bahn durch ihre vielleicht etwas höhere Durchschnittsgeschwindigkeit überhaupt einsparen kann.

Eine Straßenbahn, die an roten Ampeln halten muss, ist schlecht geplant. Es gehört zur Gerechtigkeit in der Aufteilung der Verkehrsflächen, dass eine Straßenbahn mit mehreren hundert Fahrgästen gegenüber den Autos mit durchschnittlich 1,3 Personen stets bevorrechtigt ist und nur an Haltestellen anhalten muss. Und der Fahrgastwechsel bei einer Straßenbahn mit ihrer gegenüber U-Bahn und Bus deutlich höheren spezifischen Türbreite geht in der Regel am schnellsten.


Zu 2:
Was soll denn der Unsinn, dass die (unübertroffene) Schnelligkeit einer Straßenbahn auf eigenen Spuren (in Bremen bis 80 km/h) keine Eigenschaft der Straßenbahn sein soll? So verquer kann man doch eigentlich gar nicht denken?


Zu 3:
Fahrzeuge an ihren Fahrweg zu fesseln? Was soll das denn? Schienenverkehrsmittel vereinen alle Vorteile der Fahrgastbeförderung, Sie sind unübertroffen sicher, übrigens auch bei Schnee und Eis, erlauben die Zugbildung, können also sehr viele Fahrgäste mit nur einem Fahrer befördern.

Und als Nutzer der S3 hast Du überhaupt keine Ahnung, denn diese Störungen liegen an einer mangelhaften Planung der Verkehrsgrundlagen, an einer miserablen Betriebsdurchführung und -überwachung, doch keineswegs grundsätzlich am Schienenverkehrsmittel. Es gibt genügend gute Beispiele mit ordentlicher Betriebs(durch)führung.
Verstärkt werde ich den Verdacht nicht los, das manche beharrt ihre Meinung zum Thema Stadtbahn aufzwingen wollen.

Aber wenn man alles nüchtern betrachtet hat jedes heutige Verkehrssystem seine Daseinsberechtigung.

Ob und wie die Stadtbahn den Verkehr entlastet hätte oder würde kann niemand sagen.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Sascha Behn
Verstärkt werde ich den Verdacht nicht los, das manche beharrt ihre Meinung zum Thema Stadtbahn aufzwingen wollen.

Aber wenn man alles nüchtern betrachtet hat jedes heutige Verkehrssystem seine Daseinsberechtigung.

Ob und wie die Stadtbahn den Verkehr entlastet hätte oder würde kann niemand sagen.

Ja, das sehe ich auch so. Für NVB ist die Stadtbahn das einzig wahre Verkehrsmittel für alle Relationen von Bremen bis Tokio, da dieses System seltsamerweise nur Vorteile hat. Er selbst mag gerne Straßenbahn fahren (ich auch) und deshalb müssen das doch alle anderen auch mögen.

Die Kunst in der Verkehrsplanung besteht aber darin, seine eigenen Verkehrspräferenzen nicht allen "Verkehrslaien" (95% aller Verkehrsteilnehmer) aufzwingen zu wollen, sondern Mehrheiten für Verkehrsentwicklung zu formen, wie es aktuell mit Schnellbahnausbau und Radverkehrsförderung funktioniert. Daher - statt gegen die jetzigen Maßnahmen zu wettern - wäre es deutlich zielführender, ein positives Bild einer ergänzenden Stadtbahn auf Tangenten oder in Wilhelmsburg oder oder oder zu schaffen.
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Und man kann es jeden Tag erleben, wie auch "beschleunigte" Buslinien von roten Ampeln ausgebremst werden.
In Köln hingegen ist zu bewundern, wie gut die Vorrangschaltung bei einer Straßenbahn mit klar definiertem Fahrweg funktioniert.

Müsste eigentlich ausrechenbar sein, was so die Durchschnittsgeschwindigkeit der Hamburger Buslinien gegenüber der Kölner Straßenbahnen ist - wobei Köln viel langsamer ist wenn man den Einstrurz des Stadtarchivs mitberücksichtigt ;-)

Ein anderer Unterschied ist die gefühlte Wartezeit. Bei Buslinien ist die immer relative länger als bei Bahnlinien, d.h. wer z.B. 5 Minuten auf den Bus wartet denkt im Durchschnitt er warte 10 Minuten, wer 5 Minuten auf die Metrotram wartet denkt im Durchschnitt er warte 8 Minuten, die Metrolink ist also subjektiv 2 Minuten schneller. (Jedenfalls war das früher so, ob das bei Leuten die ihren Weg per App bestimmen auch so ist weiß ich nicht.)
Ich mag auch Stadt/Straßenbahnen keine Frage. Nur finde ich persönlich, dass Hamburg weitaus andere (wichtigere) Baustellen hat, als das man eine Stadtbahn bauen muss.

Aber hast schon recht man muss das große Ganze sehen und nicht etwas einzelnes.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
christian schmidt
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Und man kann es jeden Tag erleben, wie auch "beschleunigte" Buslinien von roten Ampeln ausgebremst werden.
In Köln hingegen ist zu bewundern, wie gut die Vorrangschaltung bei einer Straßenbahn mit klar definiertem Fahrweg funktioniert.

Müsste eigentlich ausrechenbar sein, was so die Durchschnittsgeschwindigkeit der Hamburger Buslinien gegenüber der Kölner Straßenbahnen ist - wobei Köln viel langsamer ist wenn man den Einstrurz des Stadtarchivs mitberücksichtigt ;-)

Als Kritik an der Straßenbahn auf ein Unglück infolge Pfusch am Bau bei einer U-Bahn-Strecke zu verweisen ist schon etwas seltsam...
Re: MetroTram Hamburg
12.01.2021 12:41
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Zitat
christian schmidt
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Und man kann es jeden Tag erleben, wie auch "beschleunigte" Buslinien von roten Ampeln ausgebremst werden.
In Köln hingegen ist zu bewundern, wie gut die Vorrangschaltung bei einer Straßenbahn mit klar definiertem Fahrweg funktioniert.

Müsste eigentlich ausrechenbar sein, was so die Durchschnittsgeschwindigkeit der Hamburger Buslinien gegenüber der Kölner Straßenbahnen ist - wobei Köln viel langsamer ist wenn man den Einstrurz des Stadtarchivs mitberücksichtigt ;-)

Als Kritik an der Straßenbahn auf ein Unglück infolge Pfusch am Bau bei einer U-Bahn-Strecke zu verweisen ist schon etwas seltsam...

Fährt dort an der Baugrube überhaupt eine Straßenbahn, die behindert wird?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Zitat
christian schmidt
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Und man kann es jeden Tag erleben, wie auch "beschleunigte" Buslinien von roten Ampeln ausgebremst werden.
In Köln hingegen ist zu bewundern, wie gut die Vorrangschaltung bei einer Straßenbahn mit klar definiertem Fahrweg funktioniert.

Müsste eigentlich ausrechenbar sein, was so die Durchschnittsgeschwindigkeit der Hamburger Buslinien gegenüber der Kölner Straßenbahnen ist - wobei Köln viel langsamer ist wenn man den Einstrurz des Stadtarchivs mitberücksichtigt ;-)

Als Kritik an der Straßenbahn auf ein Unglück infolge Pfusch am Bau bei einer U-Bahn-Strecke zu verweisen ist schon etwas seltsam...

Fährt dort an der Baugrube überhaupt eine Straßenbahn, die behindert wird?

Nein, bisher fahren die Züge weiter westlich in einem Tunnel.
Re: MetroTram Hamburg
12.01.2021 14:34
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Zitat
Nemo
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Zitat
christian schmidt
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Und man kann es jeden Tag erleben, wie auch "beschleunigte" Buslinien von roten Ampeln ausgebremst werden.
In Köln hingegen ist zu bewundern, wie gut die Vorrangschaltung bei einer Straßenbahn mit klar definiertem Fahrweg funktioniert.

Müsste eigentlich ausrechenbar sein, was so die Durchschnittsgeschwindigkeit der Hamburger Buslinien gegenüber der Kölner Straßenbahnen ist - wobei Köln viel langsamer ist wenn man den Einstrurz des Stadtarchivs mitberücksichtigt ;-)

Als Kritik an der Straßenbahn auf ein Unglück infolge Pfusch am Bau bei einer U-Bahn-Strecke zu verweisen ist schon etwas seltsam...

Fährt dort an der Baugrube überhaupt eine Straßenbahn, die behindert wird?

Nein, bisher fahren die Züge weiter westlich in einem Tunnel.

Gut, dann hat das Stadtarchiv also mit der Durchschnittsgeschwindigkeit einer fiktiven Hamburger Straßenbahn genausoviel zu tun wie mit der Kölner.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zum Thema Falschparker ein recht interessantes Beispiel:
Auf der Linie 2 hier in Bremen fahren Fahrzeuge die nur 2,3m breit sind. Es passt mit parkenden Autos oftmals nur knapp. Als baustellenbedingt einige Zeit die 2,65m breiten Flexitys dort fuhren haben sich die Autos sehr schnell angepasst und es gab keine wirklichen Probleme. Anwohner wissen sowieso wieviel Platz die Straßenbahn braucht. Wirklich AUF den Gleisen kommt in den seltensten Fällen vor, subjektive ist die Hemmschwelle bei Busspuren niedriger.

Verkehrsunfälle kommen bei der klassichen Straßenbahn naturgemäß öfter vor, das ist zweifelsohne ein Systemvorteil der Schnellbahn. (Wobei die Straßenbahn hier teilweise auch auf unabhängigen Strecken fährt)
Bei schadhaften Fahrzeuge kommt es natürlich je nach Streckenabschnitt zu erheblichen Behinderungen, Abhilfe schaffen da in gewissen Rahmen Zwischenschleifen und Gleiskreuzungen die Fahrten in alle Richtungen erlauben. Zweirichtungsfahrzeuge können die Flexibilität da auch noch weiter erhöhen. (Sofern man nicht im Gegenverkehr fährt und Gleiswechsel vorhanden sind)

Baustellen schränken tatsächlich oftmals nur den MIV ein während die Straßenbahn in gewissen Umfang weiterfahren kann.
Als Beispiel der Umbau der Strecke der Li 2/10, während der Bus wochenlang Umleitung fahren musste, konnte die Bahn einen Großteil der Zeit weiterfahren. So kann sowas aussehen

Die großzügigen Fahrzeuge vom Typ GT8N-1 empfinde ich persönlich als deutlich angenehmer als die verbauten Gelenkbusse, zumal zumindest bei diesem Fahrzeugtyp trotz mehrerer Mehrzweckflächen noch reichlich Sitzplätze vorhanden sind. Auch ist die Fahrt bei modernen Niederflurfahrzeugen deutlich ruhiger als sie in jedem Omnibus je sein wird.
Die DT4/5 fand ich mit ihren 2+2 Sitzen immer etwas beengt, dahingegen haben mir die großzügigen Fahrzeuge der S-Bahn immer gefallen. Aber das sind Dinge die bei der Bestands-U-Bahn nicht geändert werden können.

Gruß Cedric



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2021 18:16 von cedric30003.
Re: MetroTram Hamburg
12.01.2021 18:41
Persönlich ist mir seit der Abkehr der Kfz-fokussierten Stadtplanung der Nachkriegszeit, die seit geraumer Zeit mindestens als "bedauernswert" gilt, keine Stadt in Deutschland bekannt, die plant oder geplant hat oder umgesetzt hat, ihr Straßenbahnsystem zugunsten von anderen ÖPNV-Systemen bzw. Bussen abzuschaffen oder signifikant zurückzubauen.

Als letzte, die diese Entwicklung abgewendet haben dürfte aus meiner Erinnerung München gelten:
(siehe Link)
"In den 1970er Jahren war geplant, die Münchner Trambahn allmählich komplett stillzulegen und das Restnetz, welches nach Fertigstellung der U-Bahn verbleiben würde, auf Busbetrieb umzustellen. Im Münchner Stadtrat wurde der „Vorteil“ der „flexibleren“ Busse gegenüber der Trambahn unterstrichen."
"Im Juli 1986 beschloss der Stadtrat, die Trambahn als Teil des Gesamtsystems zu erhalten."

(Anmerkung: Interessant, wie sich die Argumentation damals mit der hier & jetzt gleicht...)

Seitdem erlebt die Straßenbahn in ihren jeweiligen Städten hauptsächlich Verbesserungen hinsichtlich Netz, Trassenführung und Fahrzeugtechnik.
Brauchste nicht nach Tokio, Straßburg oder sonstwo gucken, Michel!

Ach ja, E-Mobilität kann die Staßenbahn übrigens auch - eigentlich schon immer, seitdem die Pferde wieder zurück auf die Koppel durften.
Heutztage der heißeste Scheiß:
Hält sich ein ganzes Parlament auf mit dieser Debatte und "Forum-Experten" sowieso...


Um es kurz zu machen:
In Hamburg weiß man es besser.
Die Bürger erfreut es seit 1978 so sehr im leistungfähigen Bus zu sitzen oder ihr grandioses U-/S-Bahnsystem zu nutzen, dessen Station
a) sich wenigstens in 1000m oder mehr Entfernung befindet,
b) irgendwann in 40 oder 70 Jahren gebaut werden wird oder soll,
dass sie lieber ihr Auto nehmen.

Der Hamburger Weg.
Re: MetroTram Hamburg
12.01.2021 20:38
Zitat
christian schmidt


Müsste eigentlich ausrechenbar sein, was so die Durchschnittsgeschwindigkeit der Hamburger Buslinien gegenüber der Kölner Straßenbahnen ist - wobei Köln viel langsamer ist wenn man den Einstrurz des Stadtarchivs mitberücksichtigt ;-)

In Bochum hat man für einen klassischen Straßenbahnbau auch 8 Jahre gebraucht. Einfach Gleise hinschmeißen und los war da auch nicht. Da brauch man garnicht nach Köln schauen. Übrigens: Warum wird eigentlich so der Name Straßenbahn gemiden? Beim Namen Stadtbahn muss ich immer an das Ruhrpott denken mit sein marodes halbfertige möchte-gern-U-Bahn-System. Das ist doch kein Vorbild.
NVB
Re: MetroTram Hamburg
12.01.2021 21:35
Zitat
Kirk
... Warum wird eigentlich so der Name Straßenbahn gemiden? Beim Namen Stadtbahn muss ich immer an das Ruhrpott denken mit sein marodes halbfertige möchte-gern-U-Bahn-System. Das ist doch kein Vorbild.


Hast Du Recht ...

Ein Auszug aus Wikipedia:

Am 3. März 2011 wurde mit dem Bau der am 6. Dezember 2010 planfestgestellten Strecke von der Tullastraße durch die Schlachthofstraße und Ludwig-Erhard-Allee zur Baumeisterstraße (Straßenbahn Südost bzw. Südostbahn) begonnen. Die 2,2 Kilometer lange und circa 30 Millionen Euro teure Strecke mit vier neuen Haltestellen wurde nach 18 Monaten Bauzeit am 8. September 2012 eröffnet (ursprünglich zum Fahrplanwechsel 2012/2013 im Dezember 2012 vorgesehen, wurde es wegen raschen Baufortschritts vorgezogen) und wird durch die ab dem Hauptbahnhof verlängerte Linie 6 im Zehn-Minuten-Takt bedient.

...

Die Planungen sahen vor, dass die bisherige Endhaltestelle Lasallestraße entfällt und die etwa 1,5 km lange Neubaustrecke die barrierefreien Haltestellen Sudetenstraße, Pionierstraße, Egon-Eiermann-Allee und als Endpunkt mit einer Wendeschleife Knielingen Nord erhält. Das Projekt sah Investitionen in Höhe von 14 Millionen Euro vor, an denen sich das Land Baden-Württemberg mit 6,1 Millionen Euro beteiligte. Vorbereitende Arbeiten begannen im Februar 2019 mit der Rodung von Bäumen. Spatenstich war am 29. April 2019. Seit dem 28. November 2020 befindet sich die Erweiterung im regulären Betrieb.



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