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Re: U1 Verlängerung 27.02.2026 15:04 |
Zitat
NVB
Ich kann Dich gut verstehen!
Trotzdem kann die Unfähigkeit, pünktlich zu fahren, kein Argument für durchgehende Züge sein. Der (bezahlbare) ÖPNV lebt vom passgenauen Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsmittel, wobei jedes Fahrzeug das machen sollte, was es am besten und am wirtschaftlichsten kann. Und zum Beispiel der S-Bahn nach Stade: Es war eine gute Idee, die viele erfreut hat, doch die Umsetzung war mangelhaft und es vergeht kaum ein Tag, an dem dieses Fehlversagen nicht Negativ-Auswirkungen im gesamten S-Bahnnetz verursacht. Und über die fehlende Lernfähigkeit der Verantwortlichen bei der S4 brauchen wir uns dann auch nicht mehr wundern.
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Re: U1 Verlängerung 27.02.2026 15:52 |
Zitat
NWT47
... Den Punkt mit der Verlängerung nach Stade teile ich komplett. Idee war gut, aber die Umsetzung überstürzt und es wurde (und wird) am falschen Ende gespart. Das beste Argument ist aber: Trotz der Unzuverlässigkeit haben sich die Fahrgastzahlen vervielfacht! ...
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Re: U1 Verlängerung 27.02.2026 16:18 |
Völlig wild, wie sich das alles erst las, als wolltest du mir widersprechen. Aber dann hast du mir im letzten Absatz doch zugestimmt:Zitat
NVB
Der Wirkungsgrad-Unterschied zwischen Fahrleitungs-abhängigen und Batterie-elektrischen Fahrzeugen ist erstaunlich gering. Da die Antriebseinheiten identisch sind, beschränken sich die Unterschiede auf die Fahrleitung versus Akku. Doch die Wirkungsgrade beider System sind fast gleich, irgendwo um die 90 Prozent. Und auch das höhere Gewicht des Akkus relativiert sich unter Berücksichtigung des tonnenschweren Transformators für die Fahrleitungsspannung. Das trotzdem verbleibende Mehrgewicht der Akkus und deren Ladeeinheit wirkt sich kaum aus, weil die notwendige höhere Energieanforderung zur Überwindung der kinetischen Energie beim Anfahren durch die höhere Speicherleistung beim Bremsen zu einem großen Teil wieder ausgeglichen wird. Und beim Fahren der Eisenbahnfahrzeuge ist wegen des sehr geringen Reibungswiderstandes von Stahlrad auf Stahlschiene der Verbrauchsunterschied durch das Mehrgewicht des Akkus vernachlässigbar.
Die Unterschiede liegen im Detail: Die Rückgewinnung der Bremsenergie auf kurzem Wege in den Akku bzw. Akku-Kondensator-Kombi ist um den Faktor 2 effektiver als im Umweg über die Fahrleitung. Dagegen steht die endliche Lebensdauer der Akkus, wobei sich Fahrleitung auch abnutzt und gepflegt werden will.
Allerdings verschleißt ein Akku durch die gleichmäßigeren Zyklen in einem Bahnfahrzeug deutlich langsamer als in einem Bus und die Fahrleitung will auch bezahlt werden. Doch je höher die Energieanforderung des Fahrzeugs und je häufiger die Verkehrsfrequenz ist, desto vorteilhafter wird die Fahrleitung. Als Daumenregel lässt sich sagen, dass vier Regional-Triebwagenzüge je Stunde und Richtung auf einer Strecke das Pendel allmählich zu Gunsten des Fahrdrahtes ausschlagen lassen. Höhere Geschwindigkeiten als 160 km/h eignen sich wegen der hohen Fahrtwindlast kaum für Batteriebetrieb. Das Gleiche gilt für schwere Züge.
Zitat
Olifant
BEMU sind mittlerweile als probates Mittel für die kostengünstige Elektrifizierung angesehen, auch wenn sie grundsätzlich ineffizienter sind als die direkte Stromabnahme während der Fahrt. Schlicht, weil beim Speichern des Stroms Leistung verloren geht und der Akku selbst Gewicht hat und transportiert werden muss. Bei Strecken mit hoher Taktfrequenz (wie die A1 eben) lohnt sich auf lange Sicht dann tatsächlich auch wirtschaftlich eher die Elektrifizierung der Strecke, entweder via Oberleitung oder via Stromschiene.
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Re: U1 Verlängerung 27.02.2026 16:57 |
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Re: U1 Verlängerung 27.02.2026 20:16 |
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Re: U1 Verlängerung 27.02.2026 20:51 |
Zitat
Der_Hamburger
Ich glaube, man könnte erst einmal die U1 bis Quickborner Straße/Norderstedt Nord bauen.
Danach kann man sich überlegen, ob eine Verlängerung bis Ulzburg sinnvoll wäre.
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Re: U1 Verlängerung 28.02.2026 14:06 |
Zitat
Rüdiger
Leute also echt……. warum um alles in der Welt schweift ihr bei fast jedem thread hier ab und seid dann irgendwo im Universum unterwegs, es macht allmählich keinen Spass mehr. Das Thema dieses threads ist die von der Stadt Norderstedt angedachte Verlängerung der U1 bis Quickborner Strasse! Fullstopp
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 13:54 |
Zitat
NVB
Wer sich eine S-Bahn bis Kaltenkirchen überlegt, handelt grob fahrlässig, wenn ihm der Rest des AKN-Netzes am Allerwertesten vorbei geht. Ähnlich ist es jetzt auf der ehemaligen ANB. Während die Verlängerung von Ochsenzoll zunächst nach Garstedt und dann Norderstedt Sinn machte, weil die Fahrgastzahlen und die Ein- und Ausstiege stetig zunahmen, werden sie mit der Verlängerung über Norderstedt-Mitte hinaus zwangsläufig wieder abnehmen.
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 15:19 |
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 16:26 |
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 16:44 |
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 17:40 |
Zitat
PassusDuriusculus
1.) Würden die Fahrgastzahlen auf dem verlängerten Abschnitt der U1 steigen (erwartbar)
Zitat
PassusDuriusculus
2.) Gleicht diese Steigerung den erwartbaren Rückgang auf dem verbliebenen AKN/ANB-Stummel aus oder sinkt durch den veränderten Brechungspunkt sogar die Gesamtfahrgastzahl
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 18:29 |
Zitat
NVB
Doch die gesamte Diskussion (nicht hier im Forum) über diese Idee ist mal wieder typisch hamburgisch, nämlich von vorne bis hinten nicht zu Ende gedacht. Das ursprüngliche Netz der AKN war ja nicht schlecht und die Doppelbefahrung Eidelstedt – Hauptbahnhof war im Grunde genommen eine geniale Idee. Und anstatt sich mit erst einmal mit lokalen Ideen zu befassen, kommt wieder der Vorschlaghammer raus und die AKN wird von allen Seiten platt gemacht.
Zitat
NVB
Wer sich eine S-Bahn bis Kaltenkirchen überlegt, handelt grob fahrlässig, wenn ihm der Rest des AKN-Netzes am Allerwertesten vorbei geht. Ähnlich ist es jetzt auf der ehemaligen ANB. Während die Verlängerung von Ochsenzoll zunächst nach Garstedt und dann Norderstedt Sinn machte, weil die Fahrgastzahlen und die Ein- und Ausstiege stetig zunahmen, werden sie mit der Verlängerung über Norderstedt-Mitte hinaus zwangsläufig wieder abnehmen.
Zitat
NVB
Und ich frage mich, was dann passiert, Pendelbus zwischen S-Bahn-Ulzburg und der neuen U1-Endstation? Wie kann man so bekloppt sein, nie, aber wirklich nie das große Ganze im Blick zu haben? Solange keiner der Verantwortlichen sich echte Gedanken zum Fortbestehen der AKN macht, sind doch alle Gedanken und Vorschläge zur U1-Verlängerung nur für eines gut: Ab in die Tonne!
Man müsste sich erst einmal mit einem leistungsfähigen, attraktiven und vor allem wirtschaftlichen Netz der AKN befassen, also beispielsweise von Norderstedt gen Norden und dann geflügelt weiter nach Elmshorn und Neumünster. Und Norderstedt-Mitte ist eine Hausnummer, doch nicht eine der Folgestationen, wo sich ab bestimmten Zeiten Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Zitat
NVB
Und dazu muss man sich wieder einmal mit dem ÖPNV an sich beschäftigen. Wer ÖPNV als "Taxi" mit direkten Verbindungen ohne Umsteigen auffasst, hat den ÖPNV nicht begriffen. In dem Moment, wo beim ÖPNV Einzelinteressen in den Vordergrund kommen, geht der ÖPNV vor die Hunde. Und genau das passiert gerade mit der AKN, ein Tod auf Raten. Brechpunkt-Diskussionen – und die gibt es, seitdem es den Netzgedanken beim öffentlichen Verkehr gibt – müssen umsichtig und unter Offenlegung sämtlicher Fakten geführt werden.
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 18:30 |
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 19:25 |
Zitat
User Tom
Ich würde von gleichbleibenden Fahrgastzahlen auf dem restlichen Abschnitt ausgehen. Es wird für den größten Teil der Fahrgäste keinen Unterschied machen, ob sie in Norderstedt Mitte oder an der Quickborner Straße unter den gleichen Bedingungen umsteigen. Langfristig wird sich durch den Ausbau der S5 bei den Fahrgästen nördlich von Ulzburg Süd die Strecke, die das beste Verhältnis zwischen Umstiegen, Fahrzeit und Takt hat, durchsetzen.
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 20:01 |
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
User Tom
Ich würde von gleichbleibenden Fahrgastzahlen auf dem restlichen Abschnitt ausgehen. Es wird für den größten Teil der Fahrgäste keinen Unterschied machen, ob sie in Norderstedt Mitte oder an der Quickborner Straße unter den gleichen Bedingungen umsteigen. Langfristig wird sich durch den Ausbau der S5 bei den Fahrgästen nördlich von Ulzburg Süd die Strecke, die das beste Verhältnis zwischen Umstiegen, Fahrzeit und Takt hat, durchsetzen.
Aber für Leute, die aktuell von Norden kommend bis Norderstedt (Mitte) wollen, kommt ein Umstieg hinzu. ;)
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Re: U1 Verlängerung 02.03.2026 22:31 |
Zitat
Djensi
Zitat
NVB
Wer sich eine S-Bahn bis Kaltenkirchen überlegt, handelt grob fahrlässig, wenn ihm der Rest des AKN-Netzes am Allerwertesten vorbei geht. Ähnlich ist es jetzt auf der ehemaligen ANB. Während die Verlängerung von Ochsenzoll zunächst nach Garstedt und dann Norderstedt Sinn machte, weil die Fahrgastzahlen und die Ein- und Ausstiege stetig zunahmen, werden sie mit der Verlängerung über Norderstedt-Mitte hinaus zwangsläufig wieder abnehmen.
Moin, wie meinst Du das?
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Re: U1 Verlängerung 03.03.2026 08:24 |
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Re: U1 Verlängerung 03.03.2026 13:03 |
Zitat
reinhard16
Mich hat die Idee nicht losgelassen, die U1 (mit reduziertem Takt) zu verlängern und zugleich die AKN-Strecke bis NoMi zu erhalten. Wenn es nicht auf denselben Gleisen geht, dann eben mit zwei eingleisigen Strecken. Ich habe ein bisschen mit dem Fahrplan gespielt: Das, was mir bei dem weiter oben beschriebenen künftigen Betriebskonzept am naheliegendsten erscheint, hat eine Begegnung an der Quickborner Straße. Dann würde das prima funktionieren. Wenn man mehr Flexibilität haben will, dann schafft man noch für die AKN eine Kreuzungsmöglichkeit an der Moorbekhalle und für die U1 eine zweigleisige Endstelle (das wären dann insgesamt 4 Gleise in NoNo, aber soweit ich im Internet erkennen kann, ist der Platz dafür vorhanden). Was man ansonsten noch zusätzlich braucht, ist ein U-Bahn-Stumpfgleis zwischen NoMi und Moorbekhalle, um weiterhin zwei Wendemöglichkeiten zu haben. Am besten hält man sich die Option offen, diesem Gleis noch einen Anschluss am Nordende zu verpassen, so dass man es auch als Ausweiche verwenden kann. Damit wäre es möglich, in der HVZ einen 10-Minuten-Takt zu fahren, wenn man mit ein paar Durchfahrten den (eigentlich durch die Großhansdorfer Strecke festgelegten) Begegnungspunkt dorthin verschiebt.
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Re: U1 Verlängerung 03.03.2026 14:07 |
Zitat
Olifant
Und ja @StephanHL, die Infrastruktur der ANB gehörte Norderstedt (genauer VGN), aber zum 01.01.2021 hat die AKN diese wieder übernommen. Ich meine aber mich zu erinnern, dass die NIB noch immer Norderstedt gehört und von der AKN gepachtet wird