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3 Gebiete im HVV vom Bund als Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV gefördert
geschrieben von Herbert 
[www.bmvi.de]

Der Bund hat ein Förderprogramm zum ÖPNV-Ausbau aufgelegt. 3 der 12 ausgewählten Regionen liegen im HVV-Bereich. Gefördert werden u.a. Hamburg mit 29,4 Mio. EUR,

Zitat

Im Zentrum des Modellprojekts steht die Verknüpfung von Mobilitätsangeboten über die Mobilitätsplattform „switch“. Zur Tiefenintegration vorhandener Mobilitätsdienste wird die Mobilitätsplattform um ein Ticketing-Tool für Partnerdienste erweitert. Zudem wird die App technisch so weiterentwickelt, dass Nutzer:innen ihre Abonnements verschiedener Verkehrsdienstleister an einer Stelle sammeln und ggf. vorweisen können. Darüber hinaus wird ein Mobilitätsbudget für Arbeitnehmer:innen geschaffen und eine Prepaid-Karte zur bargeldlosen Bezahlung des ÖPNV eingeführt. Diese ermöglicht Nutzer:innen, auch ohne Nutzung oder Installation der Mobilitätsplattform, anonym Verkehrsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Angebotsseitig wird das bereits existierende Ridepooling-Angebot auf bisher nicht bediente Randgebiete ausgeweitet und die Anzahl an vorhandenen multimodalen Mobilitätsstationen um 134 erhöht. Hierdurch soll inter- und multimodales Mobilitätsverhalten beanreizt und Zugangshürden abgebaut werden. Ein weiterer Baustein ist die Einführung eines Assistenzsystems für seh- und hörgeschädigte Menschen, welches diesen die selbständige Nutzung des ÖPNV-Systems ermöglicht. Ferner wird ein dynamisches Echtzeit-Informationssystem für den Hamburger Hafen eingeführt.

der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit 4,0 Mio. EUR,

Zitat

Das Modellprojekt beabsichtigt eine Stärkung des ÖPNV-Angebots im ländlichen Raum, die durch die Anbindung aller Orte mit über 500 Einwohnern mittels Neustrukturierung und Ausweitung des Haupt- und Nebennetzes sowie 20 Mobilitätsstationen im Landkreis erreicht werden soll. Die Mobilitätsstationen sollen das Angebot mit Fahrrad-, Fahrdienst- und Carsharing-Angeboten verknüpfen sowie Infrastrukturen für E- und automatisierte (Waren-)Verkehre bereitstellen. Eine Handreichung bzw. Toolbox zu Mobilitätsoptionen soll Kommunen die Feinerschließung in partizipativer Umsetzung erleichtern. Das Tarifsystem soll hinsichtlich der Transparenz sowie Kombinationsmöglichkeiten mit Sharing-Angeboten weiterentwickelt werden. Darüber hinaus ist die Entwicklung einer Mobilitätsplattform geplant, welche den Nutzer:innen Echtzeitinformationen, Routenplanung sowie Buchungsmöglichkeiten für alle Angebote bietet.

und der Kreis Herzogtum Lauenburg mit 17,9 Mio. EUR

Zitat

Mithilfe der Schaffung neuer (Express-)Buslinien, der Einführung automatisierter Bus-Shuttles im Linienverkehr sowie dem Ausbau eines On-Demand-Dienstes soll das ÖPNV-Angebot vor Ort signifikant ausgeweitet werden. Ebenso sind die Verlängerung der Betriebszeiten sowie Taktverdichtungen geplant. Um die Nutzung des bestehenden Angebots zu erhöhen, soll der existente Schnellbuszuschlag abgeschafft werden. Zudem werden die bestehenden P+R und B+R Anlagen in den Verbundtarif integriert und die Buchung über die Mobilitätsplattform ermöglicht. Zur besseren Integration verschiedener Verkehrsträger wird eine digitale Anschlusssicherung kreisweit erprobt. Die Entwicklung intermodaler Mobilitätsstationen (RuralHubs) ist für verschiedene Standorte geplant und dient insbesondere der Attraktivitätssteigerung der ÖPNV-Nutzung. Darüber hinaus wird durch die Schaffung einer kreisweiten Mobilitäts- und Klimaschutzberatung gezielt Aufklärung von Bürger:innen im Hinblick auf neue Mobilitätsangebote und CO2-Einsparpotenziale betrieben. Projektbegleitend sind Kommunikations- und Beteiligungsmaßnahmen vorgesehen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.2021 20:33 von Herbert.
Ziemlich nebensächlich, womit man hier den ÖPNV fördern will. Es wäre an der Zeit endlich sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren:

Hamburg:

- Verdichtung des Schnellbahnangebotes, vor allem außerhalb der HVZ (Wo bleiben die Angebotsverdichtungen, die schon zum Fahrplanwechsel Ende 2020 versprochen wurden?)

- Bau weiterer Schnellbahnen über das bestehende Programm hinaus, z.B. U-Bahn nach Bergedorf, Jenfeld - Großlohe und Harburg

Lüchow - Dannenberg:

- Einführung eines Stundentaktes auf der Wendlandbahn, ganztägiger Betrieb,
- Durchbindung der Züge nach HH,
- Verlängerung der Zugfahrten von Dannenberg via Lüchow nach Salzwedel.

Kreis Herzogtum Lauenburg:

- Bahnanbindung nach Geesthacht
- bahnsteiggleiche Verknüpfung von RE1 und S-Bahn an der Endstation der S-Bahn
- Verdichtung des Angebots des RE1
1) Da hat Switch ja tatsächlich noch einen Dummen gefunden der jetzt erstmal die Kosten übernimmt
2) Assisystem für seh- und hörgeschädigte Menschen finde ich eine sehr gute Idee
3) Echtzeitsystem für den Hafen - für wen denn? Container? Die Tiden?
4) Lüchow-Dannenberg hört sich etwas undefiniert an. Aber dass ist auch so dünn besiedelt, was soll man machen?
5) Aber die Mobilitätsstationen, bedeutet dass auch Mieträder an allen Bahnhöfen? Würde die Touristen freuen…
6) Expressbusse in Lauenburg - wo denn bitte?
7) automatisierte Busshuttles im Linienverkehr, was ist das denn auf Deutsch?
Zitat
christian schmidt
6) Expressbusse in Lauenburg - wo denn bitte?

Hier ist sicherlich der Ersatz der Linie 31 durch X31 gemeint. Es ist ja schon länger in Gespräch gewesen, ob die Linie 31 abgeschafft wird oder durch eine Expresslinie ersetzt werden soll. Es ist ja auch die Rede von Kreis Lauenburg.

Eine weitere Expresslinien, die ich mir vorstellen könnte, wäre:
Geesthacht - Schwarzenbek - Ratzeburg

oder auch
Lauenburg - Geesthacht - direkten Weg nach Hamburg Hbf über die Elbbrücken.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.2021 21:35 von Koschi1988.
Züge von Dannenberg nach Hamburg durchbinden wäre sinnvoll und dem Landkreis bestimmt förderlich, klappt aber auch erst, wenn da Trassen zwischen HH Hbf und Lüneburg frei werden. :-/
Warum kann man nicht einfach die RB31 mit einem "Kurswagen" versehen, der ab LG mit einer Lok nach Dannenberg gezogen wird, oder Alternativ Triebzüge auf der Linie einsetzen, die ein Kuppeln mit den (ich glaube es sind LINT) Triebwagen der Wendlandbahn zulassen?
Stadler hat gute diesel-elektrische Triebwagen mit Stromabnehmer. Die können locker von Hamburg nach Dannenberg fahren…
Zitat
Lost Crusader 42
Züge von Dannenberg nach Hamburg durchbinden wäre sinnvoll und dem Landkreis bestimmt förderlich, klappt aber auch erst, wenn da Trassen zwischen HH Hbf und Lüneburg frei werden. :-/

Wieviele Menschen fahren denn täglich aus diesem Streckenast nach Hamburg?
Gibt es da eine Erhebung zu?
Zitat
Djensi
Zitat
Lost Crusader 42
Züge von Dannenberg nach Hamburg durchbinden wäre sinnvoll und dem Landkreis bestimmt förderlich, klappt aber auch erst, wenn da Trassen zwischen HH Hbf und Lüneburg frei werden. :-/

Wieviele Menschen fahren denn täglich aus diesem Streckenast nach Hamburg?
Gibt es da eine Erhebung zu?

Die gibt es bestimmt, werden aber selten veröffentlicht.

Mfg

Sascha Behn
Interessant wäre sowas denke ich tatsächlich eher für die Wochenenden und Feiertage.

Stichwort: Ausflugsverkehr
Zu Zeiten der DB verirrten sich zu Pfingsten bspw. statt der 628 meistens lokbespannte Züge mit drei oder vier Wagen auf die sonst recht beschauliche Wendlandbahn.
Zitat
HOCHBAHN-Fan
Interessant wäre sowas denke ich tatsächlich eher für die Wochenenden und Feiertage.

Stichwort: Ausflugsverkehr
Zu Zeiten der DB verirrten sich zu Pfingsten bspw. statt der 628 meistens lokbespannte Züge mit drei oder vier Wagen auf die sonst recht beschauliche Wendlandbahn.

Das lag an der Veranstaltung Landpartie. Entsprechend fährt der erixx bei der Veranstaltung alle 2 Stunden. Aber mit welchen Material entzieht sich meiner Kenntnis.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Djensi
Zitat
Lost Crusader 42
Züge von Dannenberg nach Hamburg durchbinden wäre sinnvoll und dem Landkreis bestimmt förderlich, klappt aber auch erst, wenn da Trassen zwischen HH Hbf und Lüneburg frei werden. :-/

Wieviele Menschen fahren denn täglich aus diesem Streckenast nach Hamburg?
Gibt es da eine Erhebung zu?

Dies dürften kaum Fahrgäste sein. Die Verschiebung Dannenbergs in den Ring F wurde ja auch damit begründet, dass die meisten Fahrgäste nur bis Lüneburg fahre und sich damit im Preis nichts ändere.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Zitat
Der Hanseat
Dies dürften kaum Fahrgäste sein. Die Verschiebung Dannenbergs in den Ring F wurde ja auch damit begründet, dass die meisten Fahrgäste nur bis Lüneburg fahre und sich damit im Preis nichts ändere.

Dann hätte man diese Verschiebung auch sein lassen können.
Moin,

im Rahmen einer SKA des Abgeordneten Buschhüter hat der Senat Näheres zu den einzelnen Projekten und den Zeitzielen bekanntgegeben (siehe dort, sonst wird der Beitrag hier zu lang).

Danach sollen die Umsetzungen für:

Teilprojekt „Ticketing-Tool für Partnerdienste“: Schaffung der B2B-Schnittstelle bis Ende 2023.
Teilprojekt „Sammlung der Abonnements verschiedener Verkehrsdienstleister an einer Stelle“: Realisierung bis Ende 2023.
Teilprojekt „Mobilitätsbudget für Arbeitnehmer:innen“: Weiterentwicklung des Mobilitätsbudgets bis Mitte 2024.
Teilprojekt „Prepaid-Karte zur bargeldlosen Bezahlung“: Einsatz im gesamten HVV-Gebiet bis Ende 2025.
Teilprojekt „Ausweitung des existierenden Ridepooling-Angebots auf bisher nicht bediente Randgebiete“: Erprobungsphase ab Herbst 2023, ab Herbst 2024 sukzessive Überführung in Regelbetrieb.
Teilprojekt „Erhöhung der Anzahl an vorhandenen multimodalen Mobilitätsstationen um 134“: Realisierung und Inbetriebnahme aller neuen Mobilitätsstationen bis Herbst 2025.
Teilprojekt „Assistenzsysteme für seh- und hörgeschädigte Menschen“: Fahrzeugausstattung bis Ende 2024.
Teilprojekt „DEIN Hafen“: Umsetzung bis zum 1. Quartal 2024.

erfolgen.

Auch wenn ich dieses Vorgehen (Abgeordneter der eigenen Fraktion stellt parlamentarische Anfrage, Senatsantwort wird damit zum Parlamentsdokument - und hebt sich in der Wahrnehmung und "Wertigkeit" von einer schnöden Pressemitteilung ab) etwas fragwürdig finde, habe noch keine bessere Zusammenfassung hierzu gesehen.
Moin,

Zitat
christian schmidt
...
3) Echtzeitsystem für den Hafen - für wen denn? Container? Die Tiden?

Äh, die Hafenfähren sind in Hamburg aber schon ein bedeutender Teil des ÖPNV und befördern jährlich (Stand 2018 vor Corona) rund 9 Mio. Fahrgäste (HGV Geschäftsbericht 2018 S. 14).
Zitat
Computerfreak
Ziemlich nebensächlich, womit man hier den ÖPNV fördern will. Es wäre an der Zeit endlich sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren:

Hamburg:

- Verdichtung des Schnellbahnangebotes, vor allem außerhalb der HVZ (Wo bleiben die Angebotsverdichtungen, die schon zum Fahrplanwechsel Ende 2020 versprochen wurden?)

- Bau weiterer Schnellbahnen über das bestehende Programm hinaus, z.B. U-Bahn nach Bergedorf, Jenfeld - Großlohe und Harburg

Lüchow - Dannenberg:

- Einführung eines Stundentaktes auf der Wendlandbahn, ganztägiger Betrieb,
- Durchbindung der Züge nach HH,
- Verlängerung der Zugfahrten von Dannenberg via Lüchow nach Salzwedel.

Kreis Herzogtum Lauenburg:

- Bahnanbindung nach Geesthacht
- bahnsteiggleiche Verknüpfung von RE1 und S-Bahn an der Endstation der S-Bahn
- Verdichtung des Angebots des RE1

Die Idee ist Super, bis Dannenberg Ost und Lüchow ist es wahrscheinlich eher Machtbar einen Stundentakt zu machen, aber bis Salzwedel eher Unwahrscheinlich, weil Salzwedel in einem anderen Bundesland liegt und da hat für das Bundesland Sachsen-Anhalt leider Magdeburg das Sagen nämlich! Und das ist eine Tatsache, weil man mit Magdeburg darüber absprechen musst, ob die Magdeburger andere Interesse mit der Verbindung verfolgen möchte, und natürlich möchte Magdeburg dafür Geld von HVV / Niedersachsen bekommen!
Gruss Lanci
Für ein Stundentakt auf der Wendlandstrecke, bedarf es große Anstrengungen.

Erstmal muss die Strecke für eine höhere Geschwindigkeit ausgebaut werden und des weiteren müssen manche Haltepunkt entweder geschlossen werden oder wieder zu Bahnhöfen ausgebaut werden.

Mfg

Sascha Behn
Wär aber schon gut. Ich finde schon dass ein Stundentakt auch auf dem Land nötig ist um ein auch nur irgendwie attraktives Angebot zu schaffen...
Das möchte ich nicht bestreiten. Jede Verbesserung im ländlichen Raum ist zu begrüßen.

Mfg

Sascha Behn
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