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Schwerer Unfall
geschrieben von NVB 
Re: Schwerer Unfall
15.05.2024 15:28
Moin,

die (zeitlichen) Abläufe sind jetzt in einer Antwort auf eine SKA der Abgeordneten Heike Sudmann (DIE LINKE) vom 29.04.24 zusammengefasst.
Re: Schwerer Unfall
17.05.2024 00:20
Diese „Antwort des Senats“ klingt so, als käme sie ganz überwiegend von der Pressestelle der S-Bahn und dort von denselben Leuten, die den „Easy Peasy“ Quatsch verfasst hatten.
Nirgends auch nur ein Hauch von Kritik an den diversen Schwachpunkten im Krisenmanagement der S-Bahn.
An anderer Stelle hatte ich, mit Bezug auf die DB, schon mal geschrieben: "Der nette Herr Tjarks müsste eigentlich wöchentlich einen öffentlichen Wutanfall bekommen..."
NVB
Re: Schwerer Unfall
17.05.2024 09:27
Diese "Antwort" ist von vorne bis hinten erstunken und erlogen.

Zum Beispiel gab es erst gegen etwa 18.40 Uhr – also drei Stunden später – den ersten Schienenersatzverkehr von der Veddel bis zur U-Bahn Elbbrücken und nicht eine einzige S-Bahn, die bis Hammerbrook fuhr und dort kehrte. Dabei war der Bahnsteig proppenvoll, weil am Hbf unkundige DB-Mitarbeiter alle südwärts wollenden Fahrgäste nach Hammerbrook geschickt hatten.

Die einzige Buslinie, die abschnittsweise noch funktionierte war die 112, doch im Einzugsbereich von Hammerbrook, standen locker eine dreistellige Anzahl Fahrgäste an jeder Haltestelle in beiden Fahrtrichtungen der dort verkehrenden Buslinien. Die oft gar nicht erst angehalten hatten, weil sie schon überfüllt waren.


Ich habe als Kind einmal eine Evakuierung aus der S-Bahn mitgemacht. Nach einer halben Stunde war alles erledigt. An den Türen waren die kleinen Aufkleber: "Beim Halt auf freier Strecke sich sitzend herablassen und nicht auf die Stromabnehmer treten." Der Triebfahrzeugführer kam den Zug entlang und sagte den Fahrgästen, dass wir uns vor dem Zug sammeln sollten und er mit uns dann zum nächsten Bahnhof führt. Meine dumme Frage, warum wir denn nicht nach dem näheren Kornweg statt nach Ohlsdorf laufen würden, erklärte er damit, dass hinter uns eine S-Bahn kommen könnte und vor uns der Weg in der Gleismitte von unserem Zug geschützt sei.

Und als wir in Ohlsdorf angekommen waren, rannte (nicht ging!) der Lokführer zurück zu seinem Zug und kam dann kurze Zeit mit seinem Zug auch in Ohlsdorf an, geschoben von dem nachfolgenden Zug.
Re: Schwerer Unfall
17.05.2024 14:56
Moin,

Zitat
oskar92
Diese „Antwort des Senats“ klingt so, als käme sie ganz überwiegend von der Pressestelle der S-Bahn ...
Nirgends auch nur ein Hauch von Kritik an den diversen Schwachpunkten im Krisenmanagement der S-Bahn.
An anderer Stelle hatte ich, mit Bezug auf die DB, schon mal geschrieben: "Der nette Herr Tjarks müsste eigentlich wöchentlich einen öffentlichen Wutanfall bekommen..."

grundlegende Kenntnisse über das parlamentarische Fragerecht und die Gepflogenheiten bei der Beantwortung hast du nicht?

Dir ist aber schon klar, dass "der Senat" nicht die S-Bahn Hamburg betreibt?
Und dir ist auch klar, was die einleitende Bemerkung:

Zitat
Einleitung zur Beantwortung der Drs 22/15128:
Der Senat beantwortet die Fragen teilweise auf Grundlage von Auskünften der Deutschen Bahn AG (DB), der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) und der Hamburger
Verkehrsverbund GmbH (hvv) wie folgt:

bedeutet?

(und mit etwas Durchblick würdest du auch die Durchsichtigkeit der Frageaktion der linken Sudmann erkennen)
Re: Schwerer Unfall
19.05.2024 09:05
Der "zeitnahe" Betrieb maximal nah an den Hbf (Senat) hieß bei Altona-Sternschanze: nach knapp 16 Stunden. Erst Samstag Vormittag fuhren wieder Züge.

Natürlich war auf allen feststeckenden Zügen der S-Bahn Personal anwesend: die Lokführer.

Natürlich wurde die Störung in die Auskunftsmedien eingepflegt: nur leider viel zu spät. Wann genau, weiß der Senat nicht.

Dass die S-Bahn die Hochbahn-Leitstelle anscheinend auch knapp eine Stunde nach dem fatalen Ereignis nicht informiert hat, spricht kaum für gut funktionierende Prozesse. Jedenfalls liest es sich so, als wenn die Hochbahn-Leitstelle erst 42 Minuten nach dem Unfall und 35 Minuten nach dem Totalausfall der S-Bahn mitten im Berufsverkehr von der Störung erfahren hätte - und dann auch noch vom eigenen Sicherheitsdienst, nicht von der S-Bahn.



6 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.2024 09:14 von Herbert.
Sehr wichtig ist es jetzt, dass das Kommunikationsdesaster aufgearbeitet wird, schon im Sinne der Verkehrswende. Nur: das liest man so nirgendwo.
Hallo,

gibt es eigentlich mittlerweile einen spruchreifen Grund, wieso man mit dem Netz Notfalltechnik-Waggon unbedingt über die S-Bahn Gleise musste?

Offenbar hat es ja den Waggon aus Eidelstedt getroffen, der dort im Bw stand. Den hätte man doch ebenso gut über die GUB direkt dort hinbekommen.

Grüße
Boris
Re: Schwerer Unfall
09.06.2024 14:08
Zitat
Boris Roland
Hallo,

gibt es eigentlich mittlerweile einen spruchreifen Grund, wieso man mit dem Netz Notfalltechnik-Waggon unbedingt über die S-Bahn Gleise musste?

Offenbar hat es ja den Waggon aus Eidelstedt getroffen, der dort im Bw stand. Den hätte man doch ebenso gut über die GUB direkt dort hinbekommen.

Grüße
Boris

Hab gestern ein Bericht gelesen, das der Zug aus Bergedorf kam weil dort eine S Bahn aufgegleist werden musste. Auf dem Hinweg soll er über Gleis 5 am Hbf ins S Bahn Netz geschleust wurden sein. Der Rückweg fand über Gleis 3 statt. Warum und wieso stand da nicht.

Mfg

Sascha Behn
Hallo,

Zitat
Sascha Behn
Hab gestern ein Bericht gelesen, ...

Danke.

Grüße
Boris
Zitat
Sascha Behn
Hab gestern ein Bericht gelesen, das der Zug aus Bergedorf kam weil dort eine S Bahn aufgegleist werden musste. Auf dem Hinweg soll er über Gleis 5 am Hbf ins S Bahn Netz geschleust wurden sein. Der Rückweg fand über Gleis 3 statt. Warum und wieso stand da nicht.

Laut Gleisplan ist das sehr schwierig im laufenden S-Bahn-Betrieb vom stadteinwärtigen Gleis aus Bergedorf auf das Gleis 5 am Hauptbahnhof zu kommen.
Das geht nur über den Gleiswechsel vorm Berliner Tor (oben) auf das stadtauswärtige Gleis (Verlängerung von Hbf Gleis 4) und hinter der harburger Ausfädelung rüber auf Gleis 5. Es scheint, dass da so richtig etwas schief gelaufen ist bei der Planung und "Weichenstellung" zur Rückführung des Arbeitszuges.
NVB
Re: Schwerer Unfall
10.06.2024 11:04
Zitat
Alter_Wedler
Laut Gleisplan ist das sehr schwierig im laufenden S-Bahn-Betrieb vom stadteinwärtigen Gleis aus Bergedorf auf das Gleis 5 am Hauptbahnhof zu kommen. Das geht nur über den Gleiswechsel vorm Berliner Tor (oben) auf das stadtauswärtige Gleis (Verlängerung von Hbf Gleis 4) und hinter der harburger Ausfädelung rüber auf Gleis 5. Es scheint, dass da so richtig etwas schief gelaufen ist bei der Planung und "Weichenstellung" zur Rückführung des Arbeitszuges.


Es gibt nicht den Hilfszug. Nach den mir vorliegenden Informationen gibt es für die Container zwei verschiedene Tragwagen mit zwei verschiedenen Arbeitshöhen, für das Normalprofil und für das S-Bahn-Tunnelprofil. Warum man den Container nicht auf den S-Bahn-tauglichen Tragwagen gesetzt hat, ist wohl noch in der Klärung.
Re: Schwerer Unfall
10.06.2024 13:12
Zitat
NVB
Es gibt nicht den Hilfszug. Nach den mir vorliegenden Informationen gibt es für die Container zwei verschiedene Tragwagen mit zwei verschiedenen Arbeitshöhen, für das Normalprofil und für das S-Bahn-Tunnelprofil. Warum man den Container nicht auf den S-Bahn-tauglichen Tragwagen gesetzt hat, ist wohl noch in der Klärung.

Ohne jetzt spekulieren zu wollen, aber es fällt ja nicht sonderlich schwer, sich Konstellationen vorzustellen, die dazu geführt haben.
- Einsatz des Containers vorher in einem Bereich, der keine Nutzung des S-Bahn-Tunnels erforderte
- Einsatzort in Bergedorf erfordert auch nicht den "Tunnel-Tragwagen"
- man wollte schnell zum Einsatzort in Bergedorf kommen und konnte dies ja auch problemlos (über die GUB oder weil der Zug eh schon auf der "richtigen Seite des Tunnels" war
- danach ein oder mehree Schichtwechsel, so dass die Detailinformation, dass der Zug mit "Nicht-Tunnel-Tragwagen" unterwegs war, irgendwo hängen blieb.

Abhilfe, um solche Unfälle künftig zu vermeiden, könnte sein:
- bei der Zugbildung und -bezeichnung gleich klar machen, dass der Zug nicht für Tunnel geeignet ist
- Zug bzw. "Nicht-Tunnel-Tragwagen" und/oder Tunnel technisch so ausstatten, dass eine Einfahrt in den Tunnel nicht möglich ist

Offensichtlich ist es mit der bisherigen Vorgehensweise, bei der die Information, wo der Zug nicht langfahren sollte/darf, als "Nebeninformation" über mehrere Schichtwechsel weitergegeben werden muss, nicht gelungen, den Unfall zu vermeiden und dies irgendwem persönlich anzulasten, wenn es auch technisch anders lösbar wäre, bringt zur Vermeidung ähnlicher Unfälle wenig.
LH
Re: Schwerer Unfall
10.06.2024 13:30
Zitat
Lopi2000
Ohne jetzt spekulieren zu wollen, aber es fällt ja nicht sonderlich schwer, sich Konstellationen vorzustellen, die dazu geführt haben.
...
- Der Zug fuhr auf den Hinweg via Gleis 5 und hatte damit keine Profilherausforderungen.

Ist der Zug auf dem Rückweg nicht über Gleis 3 oder 4 gefahren, sprich: Hat gar keinen S-Bahn-Tunnel passiert?
Dass dann das Profil unter der Brücke doch nur S-Bahn-tauglich war, ist natürlich besonders fies.
Hallo,

Zitat
NVB
Nach den mir vorliegenden Informationen gibt es für die Container zwei verschiedene Tragwagen mit zwei verschiedenen Arbeitshöhen,...

Gibt es für die Informationen auch eine Quelle?

Die Waggons, die MTF (Modulares Trägerfahrzeug), gibt es in zwei Längen. 17 - wie beim Unglückzug und den Hilfszug-Gerätewagen normal - und 24 mit mehreren AOC (Anwendungsorientierte Container)-Varianten, wie beispielsweise dem Kranzug. Unterschiedliche Höhen sind bei den MTF (-Waggons) nicht zu finden.

Falls es diese undokumentierte Variante doch gibt:
- Wo ist das S-Bahn MFT denn stationiert?
- Wie wird im Notfall verfahren?

Grüße
Boris
Re: Schwerer Unfall
15.06.2024 00:47
Zitat
Boris Roland
Hallo,

Zitat
NVB
Nach den mir vorliegenden Informationen gibt es für die Container zwei verschiedene Tragwagen mit zwei verschiedenen Arbeitshöhen,...

Gibt es für die Informationen auch eine Quelle?

Die Waggons, die MTF (Modulares Trägerfahrzeug), gibt es in zwei Längen. 17 - wie beim Unglückzug und den Hilfszug-Gerätewagen normal - und 24 mit mehreren AOC (Anwendungsorientierte Container)-Varianten, wie beispielsweise dem Kranzug. Unterschiedliche Höhen sind bei den MTF (-Waggons) nicht zu finden.

Falls es diese undokumentierte Variante doch gibt:
- Wo ist das S-Bahn MFT denn stationiert?
- Wie wird im Notfall verfahren?

Grüße
Boris

Unter anderem hier sind einige Informationen zu den MTF und AOC
Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass es die MTF in unterschiedlichen Bauhöhen gibt. Wozu denn auch?
Laut obiger Interseite ist auch "....die Außenkontur bei allen [AOC] Containern identisch".
Ich denke, die NVB "... vorliegenden Informationen...." existieren nur in seiner Fantasie. Alle Spekulationen, die auf diesen »Informationen« beruhen, sind hinfällig.
Ich meine mich zu erinnern, dass in früheren Beiträgen geschrieben wurde, dass es keinen speziellen Hilfszug für die HH-S-Bahn gäbe und dass in Maschen und Neumünster je ein Zug stationiert sei.
Hallo,

wenn NVB Dieter nun eher mit verbogenen Vergleichen von vor 70 Jahren anfängt, anstatt hier zu antworten, habe ich wohl lang genug gewartet.

Zitat
oskar92
Ich denke, die NVB "... vorliegenden Informationen...." existieren nur in seiner Fantasie.

Das war von Anfang an klar. Es ist nur traurig und erschreckend wie gutgläubig viele hier sind und Schwurbeleien offen gegenüberstehen.

Es gibt unzählige Gründe, wieso ein Sonderwaggon für die S-Bahn unwahrscheinlich ist. Alleine, dass keine sonstige (seriöse) Quelle davon spricht und der Waggon in den ganzen Jahren von niemandem gesehen wurde. In einem Notfall verschlingt die ganze Container Umverladerei kostbare Zeit. Liegt kein Notfall vor, braucht man keinen Sonderwaggon, dann gibt es passendere Wege (alleine schon von den Kosten).

Zu dem restlichen zusammengeschwurbelten "Konstellationen" kann man schon gar nichts mehr schreiben. Außer, sowas ist alles in Rils geregelt, da kann nichts einfach so vergessen werden. Wenn doch, dann sollten diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die da herumgeschlampt haben.

Grüße
Boris
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