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Olympiabewerbung und ÖPNV Ausbau
geschrieben von MisterX 
Zitat
wgr22453
Welcher Hamburger braucht schon eine Polit-Propagandaschau wie 1936 in Berlin oder Doping-Weltmeisterschaften mit tödlichen islamistischen Terrorvorführungen wie 1972 in München? Ich nicht. Und Hamburg ist ja beliebter Arbeitsplatz für Terroristen, u. a. der WTC-Angriff in NY am 11.09.2001 konnte hier erfolgreich ungestört organisiert werden und beim G20 Gipfel 2017 komplettes Versagen der Sicherheits- Verantwortlichen, die dem gewalttätigen Bürgerkriegs-Mob tatenlos zuschauten, falls sie sich nicht in irgendwelchen Bunkern verkrochen hatten. ÖPNV umfangreich eingestellt oder gar lebensgefährlich. Alles schon vergessen? Olympia-Sicherheitskosten "sicherheitshalber" jetzt im Lachnummern-Konzept gar nicht erst enthalten. "Sicheres" Olympia in Deutschland oder gar in Hamburg? Wie naiv muss man da sein?

Mit Sport hat Olympia eher wenig zu tun, eher ein "Event", mit dem man Geld risikolos verdienen möchte und wenn es ein tragfähiges Finanzierungskonzept gegeben hätte, hätten Banken das auch gerne finanzieren wollen, oder? Das ist aber offenbar nicht der Fall, also braucht man jemanden, der alle Risiken übernimmt und nicht pleite gehen kann, das ist dann Vater Staat, der als offizieller Veranstalter aufzutreten und alle Risiken zu übernehmen hat. Gute Geschäftsidee für die Initiatoren. Jahrelang "bewährte" ÖPNV-Konzepte bei Veranstaltungen hat Hamburg ja auch: Busverkehr frühzeitig und großräumig einstellen und U-Bahnen am Veranstaltungsort durchfahren lassen, wenn die Bahnsteige überfüllt sind. Bei Olympia sollte doch sowieso alles bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sein?

Mit dem Olympia-Entfall hat die Politik ja nun Zeit und Gelegenheit, sich um die realen Probleme der Stadt zu kümmern, gerade auch bei Verkehr, Verkehrswende und ÖPNV, da gäbe es viel zu tun.

Die Entscheidung ist jetzt für Hamburg zu akzeptieren, da kann ich als Olympiabefürworter mit leben.

Allerdings ist der Rest den Du hier von Dir gibst echt unterirdisch bis widerlich.
Olympischen Spielen in Hamburg (oder wo auch immer in Deutschland) mit der Hakenkreuz-Veranstaltung 1936 ein Gleichnis zu setzen oder gleich davon auszugehen, dass es dann hier eine Terror-Inszenierung wie 1972 geben wird, weil Hamburg ein beliebter Arbeitsplatz von Terroristen ist.
Ich frage mich was bei Menschen mit solchen Herleitungen in der Oberstube alles kaputt gegangen sein muss?

Offensichtlich muss für jede Großveranstaltung die Hamburg in Planung setzt, das Versagen beim G20-Gipfel herhalten. Bei aller berechtigten Kritik dazu, allmählich wird es langweilig. Vielleicht holt man auch noch das Vorgehen bei den AKW-Demos, Hafenstraßen oder Einkesselungen aus dem Archiv? Könnte den Unterhaltungswert in der Kommentierung erhöhen.

Und das olympische Spiele nichts mit Sport zu tun haben, kann man ja mal den vielen Sportlern auf dieser Welt erzählen, die im täglichen Training darauf hinarbeiten, bei solchen Spielen mitzumachen und daran arbeiten, nur um sich für dieses Sportereignis zu qualifizieren.
Natürlich dopen die sich alle und deswegen sind das natürlich Doping-Weltmeisterschaften, auch so eine Dauerschleife/Sprachdiarrhö, meist von Zeitgenossen, die die eigene Adipositas auf dem Sofa pflegen oder vor Eingabegeräten sitzen und die da schon mal etwas drüber gelesen haben. Natürlich besteht da Verallgemeinerungspflicht und ist in den eigentlich wertfreien Kommentaren auch so zu hinterlegen.

Und zum ÖPNV, um dem Kerngeschäft dieses Forums wieder zu entsprechen, ich treibe mich ja nun gerne auf Großveranstaltungen (nicht nur in HH) herum. Da ist es voll, ja und da muss man wie Nachts mit Dunkelheit, mit sehr vielen Menschen rechnen und da kommt es vor, dass man die U-Bahn mal durchfahren lässt, weil es sicherheitstechnisch nicht zu verantworten ist, dass wie z. B. zuletzt beim Hafengeburtstag an den Landungsbrücken, sich noch mehr Menschen auf den Bahnsteig ergießen.
Das wurde angesagt und da ist man dann Rödingsmarkt oder Baumwall schon raus - kein Problem. Es sei denn man will eines konstruieren...
Das ist mir sogar schon in Köln und München passiert - OMG und in Amsterdam fuhr die Metro in der Nacht erst gar nicht und die Busse haben die Tür zugemacht weil überfüllt. Die ganze ÖPNV-Welt scheint voll mit "bewährten" Konzepten.
Ich sagst mal so, Terroristen spielen mit den Ängsten der Gesellschaft. Aber die Gesellschaft darf sich nicht von Terroristen einschüchtern.

Aber zurück zum Thema Olympia, die Niederlage muss man demokratisch respektieren und akzeptieren. Klar brauchen manche Projekte (auch außerhalb der Thema Verkehr) aber sei es drum. Verloren ist nichts, das Nein ist ja auch kein Nein zum Breitensport, man bekennt sich ja weiterhin zur Sportstadt Hamburg und deren Veranstaltungen.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Djensi
Die Entscheidung ist jetzt für Hamburg zu akzeptieren, da kann ich als Olympiabefürworter mit leben.

Allerdings ist der Rest den Du hier von Dir gibst echt unterirdisch bis widerlich.
Olympischen Spielen in Hamburg (oder wo auch immer in Deutschland) mit der Hakenkreuz-Veranstaltung 1936 ein Gleichnis zu setzen oder gleich davon auszugehen, dass es dann hier eine Terror-Inszenierung wie 1972 geben wird, weil Hamburg ein beliebter Arbeitsplatz von Terroristen ist. Ich frage mich was bei Menschen mit solchen Herleitungen in der Oberstube alles kaputt gegangen sein muss?
(.....)

Exakt und Zustimmung


@wgr22453 = vielleicht vor dem Abschicken solcher Texte doch mal kritisch drüberlesen und sich fragen, ob das so sein muss?

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Moin,

da das Thema ja doch noch nicht totzukriegen ist, hier mal ein Hinweis auf einen Gastbeitrag des ehemaligen Bürgermeisters Ole von Beust im Abendblatt (Bezahlschranke).

Neben den sattsam bekannten (und ja auch hier dargelegten) "Argumenten" wie Vertrauensverlust, "Dagegen ist immer einfacher", Erstarken außerdemokratischer Gruppen usw. bleibt er aber leider eine Antwort schuldig, warum es in Hamburg (erneut) nicht gereicht hat.
Volle Zustimmung für djensi. Ich finde es sehr befremdlich, dass dem Senat oder der Bundesregierung unterstellt wird, Propagandaspiele wie 1936 zu veranstalten.

Mich lässt das Ergebnis des Bürgerentscheid auch eher ratlos zurück, im Vergleich zu München/Rhein-Ruhr. Klar gibt es da Unterschiede (Rhein-Ruhr ist dezentraler daher weniger Belastung für die einzelne Stadt usw.), aber so ganz verstehe ich es nicht.
Zitat
Djensi
Offensichtlich muss für jede Großveranstaltung die Hamburg in Planung setzt, das Versagen beim G20-Gipfel herhalten. Bei aller berechtigten Kritik dazu, allmählich wird es langweilig. Vielleicht holt man auch noch das Vorgehen bei den AKW-Demos, Hafenstraßen oder Einkesselungen aus dem Archiv? Könnte den Unterhaltungswert in der Kommentierung erhöhen.
Bei meinen Gesprächen um Olympia in den letzten Wochen, kam der G-20 immer wieder als Thema vor. Und dabei ging es nicht um die Gewalt oder einen Unterhaltungswert, sondern um das damalige Verkehrschaos und die Befürchtung, dass sich das wiederholt.
Übrigens war der G20 bei den Menschen aus Altona/St. Pauli mit denen ich sprach kein Thema (die sind sowieso / aus anderen Gründen dagegen, siehe Mopo oben). Es waren entweder Menschen, die im Hamburger Norden leben oder dort beruflich zu tun hatten, für die die negativen Erinnerungen an den G20 ein Grund waren, gegen die Bewerbung zu stimmen.
Zitat
STH


Mich lässt das Ergebnis des Bürgerentscheid auch eher ratlos zurück, im Vergleich zu München/Rhein-Ruhr. Klar gibt es da Unterschiede (Rhein-Ruhr ist dezentraler daher weniger Belastung für die einzelne Stadt usw.), aber so ganz verstehe ich es nicht.

Danke, mich auch. Ich hätte mir auch einen positiven Ausgang des Referendums gewünscht, aber, es ist nun mal wie es ist und ich akzeptiere das auch.

Wenn ich mir allerdings die Wahlbeteiligung anschaue, frage ich mich schon, warum nur knapp 50% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Ging den anderen, knapp über 50% das Thema am Allerwertesten vorbei oder war es ihnen schlichtweg egal?

Und, das der gesamte Bezirk Harburg mit "nein" gestimmt hat, spricht doch mal wieder für sich: Harburger waren schon immer, und sind es immer noch, Hamburger zweiter Klasse. Denn, korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege: Keiner der Wettbewerbe wäre in Harburg ausgetragen worden.
Zitat
Rüdiger
Wenn ich mir allerdings die Wahlbeteiligung anschaue, frage ich mich schon, warum nur knapp 50% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Ging den anderen, knapp über 50% das Thema am Allerwertesten vorbei oder war es ihnen schlichtweg egal?
Wieder der Vergleich: Wahlbeteiligung München war 42%; RheinRuhr 32% (Köln 41%). Da waren wir in HH zumindest besser.
Beim letzten Mal gab es eine sehr emotionale Kampagne, "Feuer und Flamme für Hamburg 2012". Diesmal wirkte die Kampagne wie die formale Bitte zur Zustimmung eines Verwaltungsaktes.

Ich selbst bin kein Hamburger und durfte nicht abstimmen. Auch wenn meine Grundhaltung eher positiv zur Bewerbung war, so hatte ich auch Zweifel, ob Milliardenausgaben für zwei Wochen Party gerechtfertigt sind.

  • Wie viele Milliarden sollen ausgegeben werden? Wurde nicht kommuniziert.
  • Wie viel hätte das IOC dazu gegeben? Unbekannt. Vielleicht nichts. Dann wäre die Aussage, dass am Ende keine zusätzliche Kosten entstehen nicht glaubwürdig.
  • Wieso sollte man glauben, dass der Hamburger Senat die Probleme mit der S-Bahn zu den Olympischen Spielen lösen kann wo er es Jahrzehnte vorher nicht konnte? (Wir hier wissen, dass der Senat das weder vorher noch jetzt kann)
  • Wieso sollte man glauben, dass eine komplett neue S-Bahn-Linie zum Olympischen Dorf innerhalb von nur 10 Jahren fertiggestellt wird, wenn doch andere S-Bahn-Projekte auf der Stelle treten?
  • Wieso sollte man glauben, dass auf einmal der Radwegebau vorrangeht? Werden dafür Parkplätze verschwinden?
  • Wieso sollte man glauben, dass der viel zu kleine Flughafen und die wenig leistungsfähigen Bahnstrecken dem Ansturm gewachsen sind?

Alles Zweifel die man haben kann und die nicht wirklich ausgräumt wurden.

Warum also hätte einkommensschwache Leute vermuten sollen, dass zwei Woche Party und umgelenkte Gelder ihnen mehr helfen als wenn die Gelder direkt zum Lösen ihrer Probleme verwendet werden?

Es hätte besser erklärt werden müssen und / oder mit mehr Emotionen geworben werden müssen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.2026 20:04 von Neu Wulmstorf.
Zitat
Neu Wulmstorf
Beim letzten Mal gab es eine sehr emotionale Kampagne, "Feuer und Flamme für Hamburg 2012". Diesmal wirkte die Kampagne wie die formale Bitte zur Zustimmung eines Verwaltungsaktes.

Ich selbst bin kein Hamburger und durfte nicht abstimmen. Auch wenn meine Grundhaltung eher positiv zur Bewerbung war, so hatte ich auch Zweifel, ob Milliardenausgaben für zwei Wochen Party gerechtfertigt sind.

  • Wie viele Milliarden sollen ausgegeben werden? Wurde nicht kommuniziert.
  • Wie viel hätte das IOC dazu gegeben? Unbekannt. Vielleicht nichts. Dann wäre die Aussage, dass am Ende keine zusätzliche Kosten entstehen nicht glaubwürdig.
  • Wieso sollte man glauben, dass der Hamburger Senat die Probleme mit der S-Bahn zu den Olympischen Spielen lösen kann wo er es Jahrzehnte vorher nicht konnte? (Wir hier wissen, dass der Senat das weder vorher noch jetzt kann)
  • Wieso sollte man glauben, dass eine komplett neue S-Bahn-Linie zum Olympischen Dorf innerhalb von nur 10 Jahren fertiggestellt wird, wenn doch andere S-Bahn-Projekte auf der Stelle treten?
  • Wieso sollte man glauben, dass auf einmal der Radwegebau vorrangeht? Werden dafür Parkplätze verschwinden?
  • Wieso sollte man glauben, dass der viel zu kleine Flughafen und die wenig leistungsfähigen Bahnstrecken dem Ansturm gewachsen sind?

Alles Zweifel die man haben kann und die nicht wirklich ausgräumt wurden.

Warum also hätte einkommensschwache Leute vermuten sollen, dass zwei Woche Party und umgelenkte Gelder ihnen mehr helfen als wenn die Gelder direkt zum Lösen ihrer Probleme verwendet werden?

Es hätte besser erklärt werden müssen und / oder mit mehr Emotionen geworben werden müssen.



Super gute und richtige Fragen, auf die viele Hamburgerinnen und Hamburger (wie auch ich) eine Antwort für sich gefunden haben.

Man hätte es besser ganz sein lassen sollen.
2015 hat Hamburg bereits zurückgemeldet, dass es sich nicht für solch ein Event hergeben möchte und es ist ja nicht so, dass die Probleme in unserer Stadt seit dem weniger wurden.

Schade um die Gelder, die für die m.E. von Anfang an aussichtslose Kampagne versenkt wurden…
Zitat
Djensi
Allerdings ist der Rest den Du hier von Dir gibst echt unterirdisch bis widerlich. Olympischen Spielen in Hamburg (oder wo auch immer in Deutschland) mit der Hakenkreuz-Veranstaltung 1936 ein Gleichnis zu setzen oder gleich davon auszugehen, dass es dann hier eine Terror-Inszenierung wie 1972 geben wird, weil Hamburg ein beliebter Arbeitsplatz von Terroristen ist.

Ich war am Pfingstmontag beim TAZ-Salon und da diskutierte unter anderem der von der Stadt bestimmte Olympia-Beauftragte mit. Trotz aller Gegensätze war das übrigens eine sehr sachliche Veranstaltung. Selbst der Olympia-Beauftragte hatte größte Bedenken mit dem Jahr 2036 und bedauerte, dass man sich nur für den gesamten Block 2036, 2040 und 2044 entscheiden könne und man sich dem IOC unterwerfen muss, welches Jahr es denn letztendlich wird. Gleichzeitig sprach er die Hoffnung aus, dass es beim IOC soviel Einfühlungsvermögen gibt, um zu erkennen, dass 2036 für Deutschland kein besonders gutes Jahr wäre.

Und der Mitschreiber wgr22453 denkt ja in die gleiche Richtung, wenn auch etwas überspitzt formuliert.
Zitat
Ingo Lange
Wer sich dem ganzen wissenschaftlich nähern möchte: Hamburgs Olympia-Referendum: Meinungsbildung, Identitäten und Emotionen


Klasse, danke für den Link! Die haben also schon im Mai gewusst, dass die Olympiade in die Grütze geht. Reife Leistung ...
Zitat
NVB
Und der Mitschreiber wgr22453 denkt ja in die gleiche Richtung, wenn auch etwas überspitzt formuliert.

Nein, tut er nicht.

Zitat
wgr22453
Welcher Hamburger braucht schon eine Polit-Propagandaschau wie 1936 in Berlin oder Doping-Weltmeisterschaften mit tödlichen islamistischen Terrorvorführungen wie 1972 in München?

Das ist nicht "richtiger Gedanke, falsch ausgedrückt", es ist etwas völlig anderes. Aber weiter will ich mich mit dem Mist nicht mehr befassen.


Gruß, Matthias
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