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Olympiabewerbung und ÖPNV Ausbau
geschrieben von MisterX 
Seit kurzem online verfügbar: Mobilitätskonzept Olympia-Bewerbung Hamburg 2026. Dort findet man reichlich Lachnummern, wie die jüngst verstorbene S6 zur "Science City" als "Olympischen Dorf" zu exhumieren (wie Mehrverkehr auf den nur 4 S-Bahn Gleisen am Hbf. zuverlässig realisierbar sein könnte, steht dort nicht) oder den X22 (Derzeit Hagenbeck - Jenfeld), wo die 25 Sitzplätze Busse dann zeitweilig alle 5 statt 10 Min. fahren sollen. Viel Spaß beim Märchengenuss!
Moin,

geht's nicht noch ein bischen tendenziöser?

Diskutieren ja - aber doch nicht so!

Oder wo nimmst du die Weisheit her, dass die Taktverdoppelung der X22 die alleinige Verkehrsverstärkung wäre?
Und - Hm - wie kann man auf der viergleisigen S-Bahn am Hauptbahnhof tagsüber Mehrverkehre zuverlässig realisieren? (Tipp: Informier dich mal über "Hauptverkehrszeit")

**
Mit der S6 zur Sciencecity muss ich recherchieren. Aber hat man nicht die S-Bahn nach Lurup / Osdorf sterben lassen?
Ich meine der Stummel nach Bahrenfeld wäre unkritisch.
Zitat
wgr22453
Seit kurzem online verfügbar: Mobilitätskonzept Olympia-Bewerbung Hamburg 2026.
Zusammengefasst: "wir wollen ein paar mehr Busse und Bahnen fahren lassen. Und die Ausschilderungen an den Bahnhöfen verbessern. Achja und ein paar Radwege mehr bauen." na dann ist ja alles erledigt
Zitat
flor!an
Zitat
wgr22453
Seit kurzem online verfügbar: Mobilitätskonzept Olympia-Bewerbung Hamburg 2026.
Zusammengefasst: "wir wollen ein paar mehr Busse und Bahnen fahren lassen. Und die Ausschilderungen an den Bahnhöfen verbessern. Achja und ein paar Radwege mehr bauen." na dann ist ja alles erledigt

??
Das verstehe ich als zusätzliche Maßnahme, zu den ohnehin unter 6. angestrebten Bau von U5 und S6.
Ich halte das Konzept auch für ziemlich dünn. Der Flughafen reicht nicht, es sollen auch Frankfurt, Kopenhagen und Hannover einspringen. Bei einer jetzt schon überlasteten Bahnstrecke Hamburg Hannover.

Hamburg bewirbt sich für Spiele in 2036. In zehn Jahren soll die S6 fertig sein. Das mag ich nicht glauben.
Zitat
Neu Wulmstorf
Ich halte das Konzept auch für ziemlich dünn. Der Flughafen reicht nicht, es sollen auch Frankfurt, Kopenhagen und Hannover einspringen. Bei einer jetzt schon überlasteten Bahnstrecke Hamburg Hannover.

Hamburg bewirbt sich für Spiele in 2036. In zehn Jahren soll die S6 fertig sein. Das mag ich nicht glauben.

Nie und nimmer ist eine S6 dann fertig! Sollen sie ihre Olympiade gleich in Hannover, Frankfurt und Kopenhagen machen. Bevor der Hauptbahnhof nicht erweitert ist (z.B. unterirdisch) und die meisten anderen Verkehrsprobleme in Hamburg beseitigt, sollte man sich solche Olympia-Ideen komplett schenken. Erst zuhause renovieren und aufräumen und dann erst Gäste einladen, das ist die richtige Reihenfolge.
Bei der S6 geht es um keinen Neubau nach Bahrenfeld, sondern v. a. um ausreichend Strom - wie auch bei der nichterwähnten S2.
Sie soll wohl zwischen Harburg Rathaus und Elbaustrasse verkehren. Ein Grund wird sein, dass es an der Elbgaustraße zumindest in der HVZ einen Bedarf nach einem 5-Min-Takt gibt und die S5 soll ja nach Kaltenkirchen führen.
Es soll ein paar neue Bahnsteigzuänge geben (wo genau steht da aber nicht).

Das einzig wirklich neue: eine Fähre nach Harburg wird geprüft.

Es ist aber eigentlich interessanter, was da nicht steht: kein Wort über die U4 zum Grasbrook. Nichts zur U3, weder Fuhle noch Bahnsteigverlängerung. Auch nichts zur S4 oder Regionalverkehrshalten.
Zitat
heini44
Bei der S6 geht es um keinen Neubau nach Bahrenfeld, sondern v. a. um ausreichend Strom - wie auch bei der nichterwähnten S2.
Sie soll wohl zwischen Harburg Rathaus und Elbaustrasse verkehren. Ein Grund wird sein, dass es an der Elbgaustraße zumindest in der HVZ einen Bedarf nach einem 5-Min-Takt gibt und die S5 soll ja nach Kaltenkirchen führen.
Es soll ein paar neue Bahnsteigzuänge geben (wo genau steht da aber nicht).

Das einzig wirklich neue: eine Fähre nach Harburg wird geprüft.

Es ist aber eigentlich interessanter, was da nicht steht: kein Wort über die U4 zum Grasbrook. Nichts zur U3, weder Fuhle noch Bahnsteigverlängerung. Auch nichts zur S4 oder Regionalverkehrshalten.

Moin,

ohje! Ein Olympia-Konzept ist kein Nahverkehrsplan, der sämtliche - teilweise schon in Planfeststellung oder Bau befindliche - Projekte auflisten muss. (Ich schicke vorweg, das Konzept nicht gelesen zu haben...) Aber fangen wir mal vorn an.

Die S6 soll ins olympische Dorf. Nicht erst, wenn die Spiele vorbei sind. Beworben wird sich um 2036 oder 2040 oder 2044. Von 2036 spricht doch niemand realistisch?! Die Verstärkerlinie S6 (ab Elbgaustraße) kommt mit der Eröffnung der S5 bis Kaltenkirchen in 12/2028, sobald die Korridormaßnahme Harburg dann 2029+x fertig ist, wird sie auch über die Elbe geführt. (Das hängt nicht nur mit Strom zusammen, sondern auch mit der Stellwerkstechnik).

Ob es einen Bedarf in Elbgaustraße für 2 Züge pro 10 Minuten gibt, mögen bitte regelmäßige Nutzer einschätzen. Wenn die S6 in die Science City kommt, wird der Ast Diebsteich - Elbgaustraße aber ohnehin diese Zuggruppe verlieren... Wozu also künstlich am Leben halten?

Die U4 bis Moldauhafen ist in Planfeststellung und kein Olympia-Projekt, also auch nicht Gegenstand von Olympia-Planungen (Sowieso-Maßnahme).
Die U3-Haltestelle Fuhlsbüttler Straße hat mit Olympia überhaupt nichts zu tun, und ist ebenfalls eine Sowieso-Maßnahme.
Die Bahnsteigverlängerungen auf der U3 hat Senator Tjarks doch als vorrangig für die Bewerbung bezeichnet, dürfte hier einen "Turbo" zünden und die Priorisierung verbessern.
Die S4-Ost ist in Bau und in Planfeststellung und kein Olympia-Projekt, also auch nicht Gegenstand von Olympia-Planungen (Sowieso-Maßnahme).

Wenn ich nach dieser Logik gehe, müsste mir auch ganz dringlich U-Bahn100 oder die U4-Verlängerung bis Horner Geest fehlen. Tun sie nicht - Sowieso-Maßnahmen. Wie du siehst / ihr seht, sind viele hier eben angesprochenen Projekte überhaupt nicht im Olympia-Kontext zu sehen und finden auch bei einem negativen Referendum genauso statt. Ganz zu schweigen von der U5, dessen Bau ich seit geraumer Zeit jeden Tag erleben darf.

Und noch allgemein zum Thema Zugfolgen und S-Bahn, weil es auch schon angesprochen wurde: Beide Stammstrecken haben fünf mögliche Trassen pro 10 Minuten, von der künftig ganztags 2 bzw. 3 und in der HVZ jeweils 4 pro 10 Minuten genutzt werden sollen. Die fünfte Trasse bleibt frei. Das lässt sich theoretisch auch mit dem Sv-Signalsystem wie es derzeit vorhanden ist fahren - es braucht demnach nichtmal ein DSTW mit ETCS und ATO. Aber: Das eine sind die technisch möglichen Zugfolgezeiten, das andere ist der Faktor Mensch: Haltezeiten. Fahren mehr Züge, steigen pro Zug auch theoretisch weniger Menschen ein. Bleibt nur das Problem der zusätzlichen Nachfrage.

Ich fasse zusammen: Es wird mal wieder vieles in eine Schale geworfen, was gar nicht in eine gehört.

VG

DT5 Online - Seit 2012 die Website rund um Hamburgs Nahverkehr: [www.dt5online.de]
Der Kern ist eine Neubaustrecke ins olympische Dorf in Bahrenfeld bei der Trabrennbahn, Arbeitstitel S6.

Bis 2036 völlig unrealistisch.

Bis 2040 sind es auch nur noch 14 Jahre. Das ist sportlich ( passt zu einem Sportereignis :-) ), aber bitte nicht vergessen, wir sind in Deutschland und nicht in China. Es ist zudem der VET noch nicht 100%-ig beerdigt, sodass die Frage der Ausfädelung noch offen ist.

Es gibt bis heute noch nicht einmal Gewissheit, dass der Kosten-Nutzen-Faktor der neuen S6 größer 1 liegt.

Was ist der Plan B? Viele viele Busse? Hieße ein Bussystem auf hohem Niveau zu bauen, das schmälert die Chancen auf einen Kosten-Nutzen-Faktor größer 1.

Hamburgs Infrastruktur ist noch nicht reif für so ein Großereignis.

Aber: Wollen die Hamburger wirklich München den Vortritt lassen?
Zitat
Neu Wulmstorf
Der Kern ist eine Neubaustrecke ins olympische Dorf in Bahrenfeld bei der Trabrennbahn, Arbeitstitel S6.

Bis 2036 völlig unrealistisch.

Bis 2040 sind es auch nur noch 14 Jahre. Das ist sportlich ( passt zu einem Sportereignis :-) ), aber bitte nicht vergessen, wir sind in Deutschland und nicht in China. Es ist zudem der VET noch nicht 100%-ig beerdigt, sodass die Frage der Ausfädelung noch offen ist.

Es gibt bis heute noch nicht einmal Gewissheit, dass der Kosten-Nutzen-Faktor der neuen S6 größer 1 liegt.

Was ist der Plan B? Viele viele Busse? Hieße ein Bussystem auf hohem Niveau zu bauen, das schmälert die Chancen auf einen Kosten-Nutzen-Faktor größer 1.

Hamburgs Infrastruktur ist noch nicht reif für so ein Großereignis.

Aber: Wollen die Hamburger wirklich München den Vortritt lassen?

Plan B wäre die U6 (Arbeitstitel) (B auch für Besser)
Wo und wie könnte sie fahren?
Von der Science-City wie die S6 Richtung Diebsteich, dort aber (unterirdisch) halten und dann mit einem Zwischenhalt an der Rellinger Straße mit der U2 im Bereich Fruchtallee / Christuskirche Korrespondieren und via Moorkampkurve in die U3 einfädeln und diese bis Barmbek begleiten, ab da den Abschnitt nach Wandsbek Gartenstadt übernehmen. (Angebot: 5-Minuten-Takt HVZ+NVZ, sonst 10-Minuten-Takt, Tagesrand- und Nachtverkehr 20-Minuten-Takt). Neubau also nur Science-City- Christuskirche und Ausbau Moorkampkurve. Damit Verbesserung der U3-Linienführung (echter Ring) Passt im Gegensatz zur S6 zur Science-City gut ins Netz. Die s6 wird halt in Elbgaustraße gebraucht als Ersatz für die ausfallende S5 (wg. Kaltenkirchen. Die U6 könnte wohl in der gleichen Zeit gebaut werden wie die S6 oder schneller. Die Priorisierung der Haltestellenverlängerung des Westrings hilft dabei sehr gut.
Zitat
Computerfreak
. Die s6 wird halt in Elbgaustraße gebraucht als Ersatz für die ausfallende S5 (wg. Kaltenkirchen. .
Da würde ich mal ein Fragezeichen dran machen. Die Fahrgäste, die jetzt aus Eidelstedt kommen , dürften zum Teil am Eidelstedter Platz in die S5 einsteigen. Ein Teil der Fahrgäste aus Lurup dürfte zukünftig die U5 nutzen.
Zitat
Neu Wulmstorf


Was ist der Plan B? Viele viele Busse? Hieße ein Bussystem auf hohem Niveau zu bauen, das schmälert die Chancen auf einen Kosten-Nutzen-Faktor größer 1.

oder man kommt wieder mit Plan C, einer Seilbahn, um die Ecke.
Zitat
Kirk
Zitat
Neu Wulmstorf


Was ist der Plan B? Viele viele Busse? Hieße ein Bussystem auf hohem Niveau zu bauen, das schmälert die Chancen auf einen Kosten-Nutzen-Faktor größer 1.

oder man kommt wieder mit Plan C, einer Seilbahn, um die Ecke.

Eigentlich sind doch gerade Magnetbahnen in aller Munde!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.03.2026 12:06 von Nemo.
Moin,

Zitat
Neu Wulmstorf


Was ist der Plan B? Viele viele Busse? Hieße ein Bussystem auf hohem Niveau zu bauen, das schmälert die Chancen auf einen Kosten-Nutzen-Faktor größer 1.

Na hoffentlich!
Niemand braucht irgendwelche Projekte mit "...einen Kosten-Nutzen-Faktor größer 1" - wozu soll man irgendetwas haben wollen, bei dem die Kosten größer sind als der Nutzen??

Zitat
Kirk

oder man kommt wieder mit Plan C, einer Seilbahn, um die Ecke.

die Seilbahn von Doppelmayr kommt aber regelhaft immer erst ein Jahr nach dem Scheitern stadtzerschneidender Schienenbahnprojekte aus der Versenkung.
Moin,

ich hatte in letzter Zeit Gelegenheit mit vielen jüngeren Menschen, also ungefähr U35, zur Thematik zu sprechen, bzw. Beiträge einzusehen.
Menschen, die viel in der Welt rumreisen und nicht nur die glänzenden Seiten von Metropolen dieser Welt kennengelernt haben. Um es kurz zu machen,
davon hatte niemand Zweifel, dass Hamburg eine Großveranstaltungen wie Olympia durchführen kann, insbesondere auch was den ÖPNV betrifft.


Wenn ich mir dann die Beiträge einer Vielzahl hier in diesem Forum anschaue, scheinen hier die meisten nicht nur statistisch sondern auch im Kopf viel zu alt.
Zweifel und besseres Wissen sind der Hemmschuh von Motivation und Innovation. Hamburg kann jetzt schon Großveranstaltungen und wird mit ein paar Verbesserungen auch Olympia schaffen.
Der demografische Wandel führt an einigen Stellen wahrscheinlich dazu, dass die "Alten" mit ihrer zahlenmäßigen Mehrheit, den jüngeren Generationen an einigen Stellen die Chancen nehmen und wenn es nur Olympia ist. Das ist sehr bedauerlich und tut mir für die nachfolgenden Generationen leid.
@Sonnabend: "Tendenziös" (einseitig ausgerichtet) finde ich das "Mobilitätskonzept" der "Olympiabewerbung" auch, das ist ja auch der Sinn eines solchen Werbeprospekts von RotGrün, die angeblichen Vorteile zu loben und Nachteile zu ignorieren. Aber schon dies wird offenbar von allen Steuerzahlern finanziert und keineswegs nur von Befürwortern, Spendern und Sponsoren.

Die X22 ist das einzige angeführte Beispiel der Olympia-Busverbesserungen, wobei ich mich frage, welche Berührungspunkte diese Linie mit Olympia überhaupt haben könnte. Meine bisherigen Erfahrungen mit "Sport"-Großveranstaltungen sind, dass der Busverkehr im Umfeld frühzeitig und großräumig ersatzlos eingestellt wird. Und beim Beispiel U2 gibt es nur noch U150 statt U100, was auch ohne Olympia kommen soll? Wo habe ich geschrieben, dass dies die "einzigen" Verbesserungen sein sollen?

Das "olympische Dorf" soll ja anschließend arbeitsplatznahe Wohnungen in der "Science City" anbieten. Wozu bräuchte man dort dann noch eine S6? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese überdimensionierte Stummellinie einen Nutzen/Kosten Faktor >1 erreichen könnte. Da wäre die ursprünglich geplante U4-Straßenbahn (auf eigenem Bahnkörper) zum Osdorfer Born über das Altonaer Zentrum die deutlich bessere Lösung.

Und wo bitte, sollte ich mich über "Hauptverkehrszeit" am Hbf. informieren? Sicherlich kann man eine 2 Min. S-Bahn Zugfolge auf einem Gleis auch mit herkömmlicher Signaltechnik realisieren, sofern sie dort pünktlich eintreffen und nicht anhalten. Eigentlich nur die Halte bestimmen die Streckenkapazität und da ist man mit ab heute 30.3. wieder im Berufsverkehr 4 Zügen / 10 Min. am Hbf. Richtung Altona wieder ziemlich am Ende. Morgens mit überwiegend Aussteigern und Einsteigern, die mit Zielen bis Altona den nächstbesten Zug nehmen können, klappt das noch leidlich. Nachmittags mit mehr Einsteigern und weiteren Zielen ist die Zahl der Wartenden schon deutlich höher und es kommt zu zeitraubendem Gedrängel und das Schlangestehen der Züge vor dem Hbf. ist nicht selten. In der Gegenrichtung sind es nur max. 3 Züge / 10 Min. und Gleis, aber die 3 Zielrichtungen erzeugen bereits zu viele vergeblich Wartende, die Aus- und Einstieg vom "falschen" Zug behindern. Viel mehr geht hier auch nicht ohne Probleme. Da müsste sich bis Olympia noch manches ändern, zumindest ETCS soll ja auch bis 2037 kommen.

@alle: Olympia ist nach meiner Ansicht eine völlig kommerzialisierte Veranstaltung, die mit Sport wenig, mit kriminellen Machenschaften wie Doping schon eher zu tun hat. Es geht nur um eines, ums Geld. Für private Veranstalter zu risikoreich, kaum eine Bank würde sowas finanzieren wollen, also drückt man das den Gebietskörperschaften aufs Auge, da haften dann letztlich die Steuerzahler. Sollte es zu keinem Bewerbungszuschlag für Hamburg kommen, sind alle bis dahin entstandenen Kosten sowieso Verluste, für die es keinen gefüllten Spendentopf gibt. Und, etwaige Bundeszuschüsse kommen wohl auch kaum vom Spendenkonto des Finanzministers.

Eines ist sicher: Für die zu erwartenden Besucherzahlen sind in nur wenigen Veranstaltungswochen deutlich höhere Kapazitäten für Personenverkehr, Unterbringung, Verpflegung, Sportstätten, touristische Angebote, Polizei und Sicherheit usw. erforderlich, die anschließend weitgehend überflüssig sind und zurückgefahren werden müssen. Wie denn bei einem Zuschlag die Verträge mit dem IOC tatsächlich aussehen könnten, ist auch noch völlig offen. Und wie beworbene Senatsvorhaben so ausgehen, kennen die Hamburger Steuerzahler ja gut.

Ach ja, den 3. Weltkrieg müssen wir bis dahin ja auch noch gewinnen (und bezahlen).
Zitat
Djensi
Wenn ich mir dann die Beiträge einer Vielzahl hier in diesem Forum anschaue, scheinen hier die meisten nicht nur statistisch sondern auch im Kopf viel zu alt.

Auch, wenn ich "statistisch" wohl zu den älteren zähle, jedenfalls älter als einige, die sich selber "alt" nennen: Vielen Dank!


Gruß, Matthias
Zitat
Neu Wulmstorf
Ich halte das Konzept auch für ziemlich dünn. Der Flughafen reicht nicht, es sollen auch Frankfurt, Kopenhagen und Hannover einspringen. Bei einer jetzt schon überlasteten Bahnstrecke Hamburg Hannover.

Hamburg bewirbt sich für Spiele in 2036. In zehn Jahren soll die S6 fertig sein. Das mag ich nicht glauben.

Das Konzept ist ziemlich dünn, d‘accord! Ist aber bislang ja auch nur ein Konzept und kein ausgearbeiteter Plan zur Umsetzung!

Dass der Flughafen nicht ausreicht steht dort nicht, nur dass man mit anderen Flughäfen kooperieren will. 50.000 Fluggäste pro Tag werden übrigens schon seit Jahren in Spitzenzeiten überschritten (2019 betrug die durchschnittliche Fluggastzahl pro Tag bereits über 47.000 (17.300.000/365), an Spitzentagen waren es knapp 65.000).

Dass die S6 bis zu Olympia fertig sein soll, steht ebenfalls nicht im Konzept. Lediglich, dass Olympia Projekte wie die U5 und S6 bis 2040 „voranbringen“ wird.
Zitat
Djensi
Moin,

ich hatte in letzter Zeit Gelegenheit mit vielen jüngeren Menschen, also ungefähr U35, zur Thematik zu sprechen, bzw. Beiträge einzusehen.
Menschen, die viel in der Welt rumreisen und nicht nur die glänzenden Seiten von Metropolen dieser Welt kennengelernt haben. Um es kurz zu machen,
davon hatte niemand Zweifel, dass Hamburg eine Großveranstaltungen wie Olympia durchführen kann, insbesondere auch was den ÖPNV betrifft.


Wenn ich mir dann die Beiträge einer Vielzahl hier in diesem Forum anschaue, scheinen hier die meisten nicht nur statistisch sondern auch im Kopf viel zu alt.
Zweifel und besseres Wissen sind der Hemmschuh von Motivation und Innovation. Hamburg kann jetzt schon Großveranstaltungen und wird mit ein paar Verbesserungen auch Olympia schaffen.
Der demografische Wandel führt an einigen Stellen wahrscheinlich dazu, dass die "Alten" mit ihrer zahlenmäßigen Mehrheit, den jüngeren Generationen an einigen Stellen die Chancen nehmen und wenn es nur Olympia ist. Das ist sehr bedauerlich und tut mir für die nachfolgenden Generationen leid.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das eine Frage des Alters ist – weder biologisch noch „im Kopf“.

Was man hier eher sieht, ist für mich ein gesellschaftlicher Wandel der letzten Jahrzehnte: Der Blick hat sich zunehmend vom Gemeinwohl hin zum Individuum verschoben. Das ist in vielen Bereichen nachvollziehbar und auch nicht per se negativ – führt aber dazu, dass große Projekte heute sehr stark danach bewertet werden, welchen unmittelbaren Nachteil oder Vorteil sie für den Einzelnen haben.

Großveranstaltungen wie Olympia funktionieren aber anders. Sie entfalten ihren Nutzen oft erst mittel- bis langfristig und vor allem auf gesamtstädtischer Ebene – Infrastruktur, internationale Wahrnehmung, wirtschaftliche Impulse.

Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass sich in Deutschland eine Haltung etabliert hat, bei der man Projekte zunächst einmal primär unter Risiko- und Kostenaspekten betrachtet. Das ist grundsätzlich sinnvoll – schlägt aber manchmal in eine Form von grundsätzlicher Skepsis um, bei der Chancen kaum noch eine Rolle spielen.

Gerade beim Thema Olympia habe ich oft das Gefühl, dass weniger die Frage im Raum steht „Was kann das bringen?“, sondern eher „Was könnte ich verlieren?“.

Vielleicht fehlt uns heute ein Stück weit die Bereitschaft, auch größere, langfristige Visionen zuzulassen – selbst wenn sie mit Unsicherheiten verbunden sind.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt zumindest, dass solche Projekte Wirkung entfalten können: München hat durch die Olympischen Spiele 1972 einen erheblichen Entwicklungsschub bekommen, der die Stadt nachhaltig geprägt hat.

Die Frage ist am Ende weniger, ob man Risiken komplett ausschließen kann – sondern ob man bereit ist, sie verantwortungsvoll einzugehen, wenn die potenziellen Chancen entsprechend groß sind.
Ich glaube, dass eine Straßenbahn gut für Hamburg wäre.

Eine Linie für den Bus 5, eine nach und durch Harburg und eine ins Olympische Dorf mit Anschluss an die U5 in Lurup/Osdorf. Die S6 wäre dann unnötig, trotzdem gibt es eine Anbindung mit viel Kapazität.

Aber lieber wird so eine Seilbahn/Magnetschwebebahn/... in den Raum geworfen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.2026 07:38 von Der_Hamburger.
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