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Olympiabewerbung und ÖPNV Ausbau
geschrieben von MisterX 
Zitat
DT5-Online
Würde man jetzt einen 200 Seiten-Masterplan Verkehr für Olympia vorlegen würde man Gefahr laufen, nächstes Jahr im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler zu landen, wenn Hamburg dagegen stimmt (...)
Gab es denn 2016 einen Eintrag im Schwarzbuch? 2015 gab es ein Konzept mit 408 Seiten.
Moin,

Zitat
heini44
...
Gab es denn 2016 einen Eintrag im Schwarzbuch? 2015 gab es ein Konzept mit 408 Seiten.

nun legt doch nicht jedes Wort auf die Goldwaage.
Es geht doch um die Aussage, dass man ein richtiges Konzept nicht "für lau" bekommt und dass zum jetzigen Zeitpunkt eine große Ausgabe dafür "hochriskant" ist.
Ob man die selbsternannten Kassenwärter nun mit Bund der Steuerzahlungsvermeider und deren jährlicher Publikation oder sonstwie bezeichnet, ist doch an dieser Stelle egal.
Der NDR schreibt allerdings das Wort Dieselbusse...

[www.ndr.de]
Moin,

am 07. Mai 2026 hat der Verkehrsausschuss sich (auch) mit dem Thema Olympiabewerbung / Verkehr beschäftigt --> Wortprotokoll mit Präsentation.

*Das ist aber schon deutlich mehr, als nur Arbeitsgruppenergebnisse.
[www.youtube.com]

Mobilitätskonzept für Olympia in Hamburg: Was bedeuten Spiele für die Infrastruktur? | NDR Info

Hamburg bewirbt sich erneut um Olympische Spiele – und setzt dabei auf ein deutlich anderes Mobilitätskonzept als noch vor einigen Jahren. Im Mittelpunkt stehen Busse, Bahnen, Fahrradverkehr und kurze Wege zwischen den Sportstätten. Autos sollen bei den Olympia-Plänen möglichst keine Rolle spielen. Zuschauerinnen und Zuschauer sollen vor allem mit dem öffentlichen Nahverkehr, über neue Park-and-Ride-Anlagen oder zu Fuß zu den Veranstaltungsorten gelangen. Geplant sind unter anderem neue Fußwege, ein erweitertes Radwegenetz sowie zusätzliche Stadträder. Gleichzeitig sollen zentrale Olympia-Standorte wie die Science City und der Volkspark enger an den Nahverkehr angebunden werden.

U5, S6 und Brückenbau als Schlüsselprojekte

Für das Konzept wären jedoch große Infrastrukturprojekte notwendig. Dazu gehören die geplante U5, eine neue S6-Verbindung zum olympischen Dorf sowie zusätzliche Busse und Bahnkapazitäten. Auch bestehende Großprojekte wie die Erneuerung der Köhlbrandbrücke oder der Ausbau der A1-Norderelbbrücke spielen eine wichtige Rolle. Verkehrsplaner sehen in Olympischen Spielen die Chance, Projekte mit festem Zeitrahmen schneller umzusetzen und Bundesmittel verlässlicher einzuplanen. Kritiker verweisen dagegen auf bestehende Probleme im Hamburger Verkehrssystem – darunter der überlastete Hauptbahnhof und die marode Bahninfrastruktur.

Wie realistisch sind Olympische Spiele 2040?

Offen bleibt, ob der ambitionierte Zeitplan realistisch ist. Während Olympische Spiele 2036 als kaum erreichbar gelten, könnte ein Termin 2040 theoretisch machbar sein. Voraussetzung wäre allerdings, dass zentrale Verkehrsprojekte rechtzeitig fertiggestellt werden. Auch die Frage, wie ein Olympia-Konzept mit möglichst wenig Individualverkehr praktisch funktionieren soll, dürfte weiter diskutiert werden. Klar ist: Die Bewerbung würde weitreichende Folgen für Hamburgs Infrastruktur und den öffentlichen Nahverkehr haben.
Zitat
zurückbleiben-bitte
[www.youtube.com]

Mobilitätskonzept für Olympia in Hamburg: Was bedeuten Spiele für die Infrastruktur? | NDR Info

Gibt es dann auch ein "olympisches Sonderbaurecht"? Und olympische "Sonder-Bauarbeiter"? Und gibt es "olympische Sonderstraßen" für die vielen Umleitungen um die ganzen maroden Brücken und Straßen gleichzeitig rechtzeitig für Olympia sanieren zu können?
Und es gibt auch eine olympische Beschleunigung der bereits jetzt schon Jahre verzögerten in Bau befindlichen neuen Schnellbahnstrecken? Und es gibt eine "olympische Fahrzeugbeschaffungsbeschleunigung"?

Wenn ich in meine Glaskugel schaue, sehe ich Olympia inmitten einer riesigen Baustelle, die Hamburg heißt, nicht rechtzeitig fertig wird und bewegen kann sich dann gar nichts mehr, außer die Fußgänger und Fähren vielleicht.

Olympia-Bewerbung? Okay! Aber lieber gleich für 2140? Oder einen "olympischen Infarkt"? Viel Spaß beim Abstimmen, liebe Hamburger!
Tja

[www.ndr.de]

Freundliche Grüße

Roman – Der Hanseat
Hier ein sehr guter Kommentar dazu:

[www.mopo.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.05.2026 23:00 von rocco83.
Zitat
Der Hanseat
Tja

[www.ndr.de]

Prima! Dann kann sich ja jetzt alles auf den "Zuendebau" der bestehenden Projekte und Baustellen konzentrieren. Wenn dann in Hamburg alles gut "läuft", äh fährt, "liebe Politik", kann sich die Hansestadt ja nochmal ins "olympische Rennen" werfen.
Zitat
Alter_Wedler
Zitat
Der Hanseat
Tja

[www.ndr.de]

Prima! Dann kann sich ja jetzt alles auf den "Zuendebau" der bestehenden Projekte und Baustellen konzentrieren.

Tja, allerdings sinkt die Priorität bei der Zuwendung von Bundesmitteln. Insbesondere die S6 dürfte ohne die olympischen Spiele nicht vor 2060 fertig sein, sofern sie überhaupt gebaut werden sollte. Auch bei der U5-West kann man sich auf eine fehlende Beschleunigung einstellen. Das heißt übrigens auch für alle Straßenbahnfreunde: Da die Kapazitäten länger gebunden sind, rückt ein möglicher Bau noch weiter in die Ferne.

Freundliche Grüße

Roman – Der Hanseat
Die S6 ist ohnehin nicht umsetzbar da auf der Infrastruktur keinerlei Platz mehr ist für zusätzliche Züge schon die S4 wird ein großes Problem die unterzubringen auch ein Austausch der signaltechnik wird daran nichts ändern.
Zitat
sylt33
Die S6 ist ohnehin nicht umsetzbar da auf der Infrastruktur keinerlei Platz mehr ist für zusätzliche Züge schon die S4 wird ein großes Problem die unterzubringen auch ein Austausch der signaltechnik wird daran nichts ändern.

Durch moderne Leit- und Sicherheitstechnick können mit mehr Signalen die Blöcke zwischen den einzelne Zügen verkleinert werden.

Was wiederum Platz schafft.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
sylt33
Die S6 ist ohnehin nicht umsetzbar da auf der Infrastruktur keinerlei Platz mehr ist für zusätzliche Züge schon die S4 wird ein großes Problem die unterzubringen auch ein Austausch der signaltechnik wird daran nichts ändern.

Die S6 kommt sowieso, nur bleibt es dann eben bei Elbgaustraße - Harburg (- Neugraben) statt Osdorf / Bahrenfeld - Harburg (- Neugraben).
Zitat
Bendix
Die S6 kommt sowieso, nur bleibt es dann eben bei Elbgaustraße - Harburg (- Neugraben) statt Osdorf / Bahrenfeld - Harburg (- Neugraben).
Das ist doch die S5?
Zitat
christian schmidt
Zitat
Bendix
Die S6 kommt sowieso, nur bleibt es dann eben bei Elbgaustraße - Harburg (- Neugraben) statt Osdorf / Bahrenfeld - Harburg (- Neugraben).
Das ist doch die S5?
Geht um die S6 Süd [ausbau-s2-s6-hamburg.deutschebahn.com]
Zitat
STH
Zitat
christian schmidt
Zitat
Bendix
Die S6 kommt sowieso, nur bleibt es dann eben bei Elbgaustraße - Harburg (- Neugraben) statt Osdorf / Bahrenfeld - Harburg (- Neugraben).
Das ist doch die S5?
Geht um die S6 Süd [ausbau-s2-s6-hamburg.deutschebahn.com]
Bei diesen Takten kommt die S-Bahn schneller, als man Moin sagen kann.
Da kennt wieder ein Unternehmen nicht sein Betrieb...
Man weiß doch inzwischen, wie lange die (S-)Bahn an sowas "kaut". Selbst Strecken die kein Neubau sind, brauchen ewig. Siehe S 32.
Zitat
STH
Geht um die S6 Süd [ausbau-s2-s6-hamburg.deutschebahn.com]

warum braucht man um eine neue Linie da fahren zu lassen, x-neue Gleichrichterwerke? Ist das ein vorgeschobenes Argument dass man sie bauen möchte und mit der S6 rechtfertigt?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.2026 20:54 von flor!an.
Zitat
flor!an
Zitat
STH
Geht um die S6 Süd [ausbau-s2-s6-hamburg.deutschebahn.com]

warum braucht man um eine neue Linie da fahren zu lassen, x-neue Gleichrichterwerke? Ist das ein vorgeschobenes Argument dass man sie bauen möchte und mit der S6 rechtfertigt?

Mehr Züge brauchen mehr Strom. Warum muss man da gleich wieder Verschwörungstheorien ("vorgeschobenes Argument") auspacken?
Welcher Hamburger braucht schon eine Polit-Propagandaschau wie 1936 in Berlin oder Doping-Weltmeisterschaften mit tödlichen islamistischen Terrorvorführungen wie 1972 in München? Ich nicht. Und Hamburg ist ja beliebter Arbeitsplatz für Terroristen, u. a. der WTC-Angriff in NY am 11.09.2001 konnte hier erfolgreich ungestört organisiert werden und beim G20 Gipfel 2017 komplettes Versagen der Sicherheits- Verantwortlichen, die dem gewalttätigen Bürgerkriegs-Mob tatenlos zuschauten, falls sie sich nicht in irgendwelchen Bunkern verkrochen hatten. ÖPNV umfangreich eingestellt oder gar lebensgefährlich. Alles schon vergessen? Olympia-Sicherheitskosten "sicherheitshalber" jetzt im Lachnummern-Konzept gar nicht erst enthalten. "Sicheres" Olympia in Deutschland oder gar in Hamburg? Wie naiv muss man da sein?

Mit Sport hat Olympia eher wenig zu tun, eher ein "Event", mit dem man Geld risikolos verdienen möchte und wenn es ein tragfähiges Finanzierungskonzept gegeben hätte, hätten Banken das auch gerne finanzieren wollen, oder? Das ist aber offenbar nicht der Fall, also braucht man jemanden, der alle Risiken übernimmt und nicht pleite gehen kann, das ist dann Vater Staat, der als offizieller Veranstalter aufzutreten und alle Risiken zu übernehmen hat. Gute Geschäftsidee für die Initiatoren. Jahrelang "bewährte" ÖPNV-Konzepte bei Veranstaltungen hat Hamburg ja auch: Busverkehr frühzeitig und großräumig einstellen und U-Bahnen am Veranstaltungsort durchfahren lassen, wenn die Bahnsteige überfüllt sind. Bei Olympia sollte doch sowieso alles bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sein?

Mit dem Olympia-Entfall hat die Politik ja nun Zeit und Gelegenheit, sich um die realen Probleme der Stadt zu kümmern, gerade auch bei Verkehr, Verkehrswende und ÖPNV, da gäbe es viel zu tun.
Zitat

Jahrelang "bewährte" ÖPNV-Konzepte bei Veranstaltungen hat Hamburg ja auch: Busverkehr frühzeitig und großräumig einstellen und U-Bahnen am Veranstaltungsort durchfahren lassen, wenn die Bahnsteige überfüllt sind.

Mit dem Olympia-Entfall hat die Politik ja nun Zeit und Gelegenheit, sich um die realen Probleme der Stadt zu kümmern, gerade auch bei Verkehr, Verkehrswende und ÖPNV, da gäbe es viel zu tun.

Das Prinzip ist im Straßenverkehr längst etabliert. Im Ruhrgebiet und vielen anderen Regionen werden an Autobahnauffahrten Zuflussregelungsanlagen (Ampeln) eingesetzt. Diese bremsen den Verkehr auf der Auffahrt bewusst aus, damit die Autobahn selbst nicht überlastet wird und der Verkehrsfluss erhalten bleibt.

Nach derselben Logik werden bei Großveranstaltungen im ÖPNV Bahnsteige zeitweise gesperrt oder Züge lassen einzelne Stationen aus. Für die unmittelbar Betroffenen ist das zwar unbequem, verhindert aber, dass sich Störungen auf das gesamte Netz ausbreiten oder gefährliche Situationen durch überfüllte Bahnsteige entstehen.

Dass Stationen zeitweise nicht bedient werden, ist daher kein Zeichen für ein schlechtes Verkehrskonzept. Im Gegenteil: Es ist Ausdruck einer gezielten Betriebssteuerung, um Sicherheit und Netzstabilität zu gewährleisten und wird nicht nur in Hamburg angewendet.

Die Annahme, dass nach dem Olympia-Aus automatisch mehr Zeit und Geld für andere Projekte vorhanden sind, überzeugt nicht. Großprojekte werden häufig gerade deshalb beschleunigt umgesetzt, weil es einen festen Endtermin gibt. Ohne Olympiabewerbung entfällt nicht nur das Ereignis, sondern auch der Druck, bestimmte Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen bis zu einem konkreten Datum fertigzustellen. Dass diese Projekte nun schneller kommen, ist höchst unwahrscheinlich, zumal die zusätzlichen Gelder für Infrastruktur nun auch nicht nach Hamburg kommen.
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