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Neuer HBF am Berliner Tor
geschrieben von NWT47 
Neuer HBF am Berliner Tor
08.07.2025 13:11
Der Verkehrsclub hat eine Idee für eine Verlegung des HBFs zum Berliner Tor vorgeschlagen.
Hier soll ein neuer HBF auf mehreren Ebenen mit 27 Bahnsteigkanten entstehen.

Link: NDR
irgendwie zehn Jahre zu spät. Jetzt wird ja schon umgebaut.
Träumereien und was soll der Hauptbahnhof da - mitten im Nirgendwo
Kling, Glöckchen, Klingelingeling -

Quatsch, das andere:

Alle Jahre wieder

mit kaum noch zu ertragender Penetranz werden der Öffentlichkeit im Jahresrhythmus tote Pferde zum Reiten offeriert - das Thema ist sowas von abgefrühstückt und hätte zuletzt 1899 bei der Neuordnung des Eisenbahnknotens Hamburg eine Rolle spielen können, schlimm genug, dass der NDR über dieses billige Stöckchen springt.

Man muss sich auch mal mit Begebenheiten abfinden - sonst diskutieren wir hier bald (wieder) über den Tiefwasserhafen Neuwerk, den Großflughafen Kaltenkirchen und die Nutzung weiterer Expressbuslinien auf dem dichten Stadtautobahnnetz.
Zitat
Sonnabend
Man muss sich auch mal mit Begebenheiten abfinden...

Naja, die problematische Situation am heutigen Hauptbahnhof zeigt halt täglich, dass es vermutlich mit dem bisschen Rumdoktorn an einzelnen Symptomen (ob nun Überdachung der Steintorbrücke oder Umbau von Reisezentrum und ein paar Läden) das Kernproblem der Überlastung nicht in den Griff bekommen wird. Insofern finde ich es durchaus berechtigt, eine gute Idee, die zwar nicht wirklich neu ist, immer mal wieder ins Gespräch zu bringen bzw. im Gespräch zu halten.

Und was die bereits begonnenen Maßnahmen angeht: die wären ja auch für einen Regionalbahnhof "Hamburg Heidi-Kabel-Platz" im bisherigen Hauptbahnhofsgebäude sinnvoll.
Moin,

Zitat
Lopi2000
...
Und was die bereits begonnenen Maßnahmen angeht: die wären ja auch für einen Regionalbahnhof "Hamburg Heidi-Kabel-Platz" im bisherigen Hauptbahnhofsgebäude sinnvoll.

das ist aber eine massiv eingeschränkte Sicht auf eine mögliche Lösung eines Problems.

Die "brachliegenden Flächen" und "extrem ineffizient genutzten Flächen" (so VCD Vorstandsmitglied Jonas Spanier im Abendblatt) stehen eben nicht "einfach so" zur Verfügung sondern sind stadtplanerisch ("Rahmenplan Berliner Tor") bereits in einem breit angelegten Diskussionsprozess.
Da in Hamburg jede U- und S-Bahnlinie über den Hauptbahnhof fahren muss, fällt Berliner Tor sowieso als Hauptbahnhofstandort weg.

Grundsätzlich könnte man sich aber in Hamburg Gedanken machen, wie man durch verbesserte Anbindung alternative Regional- und Fernverkehrshalte attraktiviert und so den Hauptbahnhof wirksam entlasten kann.

Gerade der neue Bahnhof Diebsteich würde da sicherlich einiges an Maßnahmen verdienen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.2025 15:46 von Nemo.
Moin,

Zitat
Nemo
...Grundsätzlich könnte man sich aber in Hamburg Gedanken machen, wie man durch verbesserte Anbindung alternative Regional- und Fernverkehrshalte attraktiviert und so den Hauptbahnhof wirksam entlasten kann.

Gerade der neue Bahnhof Diebsteich würde da sicherlich einiges an Maßnahmen verdienen.

Es geht nicht um "man" sondern um deinen konkreten Beitrag, also fang mal an mit "Gedanken machen" und lass uns an deinen Überlegungen und Lösungen(?) teilhaben.

So ist das einfach nur heiße Luft.
Moin Leute,
um den Hauptbahnhof zu entlasten, sollte man ihn wieder so verwenden, wie es damals geplant und durchgeführt wurde. Nämlich als Durchgangsbahnhof. Der eigentliche Endbahnhof war damals "Altona". Das würde ihn erheblich entlasten. Und die Züge pünktlicher fahren lassen.

Gruß Michael
Zitat
DT3Fan
Moin Leute,
um den Hauptbahnhof zu entlasten, sollte man ihn wieder so verwenden, wie es damals geplant und durchgeführt wurde. Nämlich als Durchgangsbahnhof. Der eigentliche Endbahnhof war damals "Altona". Das würde ihn erheblich entlasten. Und die Züge pünktlicher fahren lassen.

War es jemals geplant, die aus Richtung Lübeck, Büchen, Lüneburg, Bremen und Cuxhaven kommenden Regionalzüge über die Verbindungsbahn bis Altona durchzubinden? Würden deren Kapazitäten dafür überhaupt ausreichen? Hier war der Hauptbahnhof ja ursprünglich Ersatz für die umliegenden Kopfbahnhöfe.
Zitat
Lopi2000
War es jemals geplant, die aus Richtung Lübeck, Büchen, Lüneburg, Bremen und Cuxhaven kommenden Regionalzüge über die Verbindungsbahn bis Altona durchzubinden? Würden deren Kapazitäten dafür überhaupt ausreichen? Hier war der Hauptbahnhof ja ursprünglich Ersatz für die umliegenden Kopfbahnhöfe.

In der Vergangenheit gab es vereinzelt ME von und nach Altona und auch Züge von Kiel nach Lübeck über Hamburg. Allerdings beides nur abends vereinzelt wenn ich mich richtig erinnere.
Zitat
Nemo
Da in Hamburg jede U- und S-Bahnlinie über den Hauptbahnhof fahren muss, fällt Berliner Tor sowieso als Hauptbahnhofstandort weg.

Grundsätzlich könnte man sich aber in Hamburg Gedanken machen, wie man durch verbesserte Anbindung alternative Regional- und Fernverkehrshalte attraktiviert und so den Hauptbahnhof wirksam entlasten kann.

Gerade der neue Bahnhof Diebsteich würde da sicherlich einiges an Maßnahmen verdienen.


Das sehe ich ähnlich.

Die Leute müssen irgendwie vom Hauptbahnhof weggelotst werden, um diesen nachhaltig zu entlasten.
Das funktioniert m.E. nur a) durch die Schaffung alternativer Umsteigpunkte und b) durch die Schaffung besserer und schneller Querverbindungen, um idealerweise sogar die Innenstadt umgehen zu können, da fast alle U- und S-Bahnlinien durch über den Hauptbahnhof laufen und man oftmals nicht drumrumkommt hier umzusteigen, egal ob im Nah-, Regional- oder Fernverkehr.

Schade, dass man den S-Bahn-Tunnel parallel zum Elbtunnel (bspw. Fischbek - Altona) der mal kurzzeitig angedacht war, wieder verworfen hat.

Solche Maßnahmen sind langfristig die effektivsten, um das Fahrgastaufkommen am Hauptbahnhof nachhaltig zu reduzieren und das Vorankommen in der Stadt zu verbessern, ohne permanent durch die Innenstadt tingeln zu müssen.
X-Press-Busse sind diesbezüglich ein guter Anfang aber in Sachen Hauptbahnhof-Entlastung irgendwo auch ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ein neuer Bahnhof Berliner Tor würde m.M.n. ebenfalls seinen Teil dazu beitragen, wenn man ihn an den Regional- und Fernverkehr anschließt. Fahrgäste aus dem Osten Hamburgs, dem Kreis Stormarn und Lübeck könnten hier dann schon in die U-Bahn oder S-Bahn umsteigen und müssten dies nicht erst am Hauptbahnhof tun.

Daher wäre ein „echter“ Bf. Berliner Tor m.E. eine Maßnahme die nicht ganz zu verachten ist.
Den Hauptbahnhof an das Berliner Tor zu verlegen ist für das geschätzte südlich der Elbe wohnende Drittel der Hamburger Bevölkerung eine Verschlechterung. Von dort würde ich mit Widerstand und bei einer Volksabstimmung mit vielen Nein-Stimmen rechnen.
Zitat
DT3Fan
Moin Leute,
um den Hauptbahnhof zu entlasten, sollte man ihn wieder so verwenden, wie es damals geplant und durchgeführt wurde. Nämlich als Durchgangsbahnhof. Der eigentliche Endbahnhof war damals "Altona". Das würde ihn erheblich entlasten. Und die Züge pünktlicher fahren lassen.

Gruß Michael

Ich bin da theoretisch ein Stück bei Dir, aber dann hat man Durchbindungen zur Entlastung der Verbindungsbahn auch wieder aufgehoben und (fast) konsequent die Zweiteilung der Bahnsteigkanten vorgenommen. Letztendlich ist im Gegensatz zu früher die Anzahl der An- und Abfahrten, zur Verdichtung des Fahrplanangebots gestiegen.
Zitat
rocco83
Zitat
Nemo
Da in Hamburg jede U- und S-Bahnlinie über den Hauptbahnhof fahren muss, fällt Berliner Tor sowieso als Hauptbahnhofstandort weg.

Grundsätzlich könnte man sich aber in Hamburg Gedanken machen, wie man durch verbesserte Anbindung alternative Regional- und Fernverkehrshalte attraktiviert und so den Hauptbahnhof wirksam entlasten kann.

Gerade der neue Bahnhof Diebsteich würde da sicherlich einiges an Maßnahmen verdienen.


Das sehe ich ähnlich.

Die Leute müssen irgendwie vom Hauptbahnhof weggelotst werden, um diesen nachhaltig zu entlasten.
Das funktioniert m.E. nur a) durch die Schaffung alternativer Umsteigpunkte und b) durch die Schaffung besserer und schneller Querverbindungen, um idealerweise sogar die Innenstadt umgehen zu können, da fast alle U- und S-Bahnlinien durch über den Hauptbahnhof laufen und man oftmals nicht drumrumkommt hier umzusteigen, egal ob im Nah-, Regional- oder Fernverkehr.

Schade, dass man den S-Bahn-Tunnel parallel zum Elbtunnel (bspw. Fischbek - Altona) der mal kurzzeitig angedacht war, wieder verworfen hat.

Solche Maßnahmen sind langfristig die effektivsten, um das Fahrgastaufkommen am Hauptbahnhof nachhaltig zu reduzieren und das Vorankommen in der Stadt zu verbessern, ohne permanent durch die Innenstadt tingeln zu müssen.
X-Press-Busse sind diesbezüglich ein guter Anfang aber in Sachen Hauptbahnhof-Entlastung irgendwo auch ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ein neuer Bahnhof Berliner Tor würde m.M.n. ebenfalls seinen Teil dazu beitragen, wenn man ihn an den Regional- und Fernverkehr anschließt. Fahrgäste aus dem Osten Hamburgs, dem Kreis Stormarn und Lübeck könnten hier dann schon in die U-Bahn oder S-Bahn umsteigen und müssten dies nicht erst am Hauptbahnhof tun.

Daher wäre ein „echter“ Bf. Berliner Tor m.E. eine Maßnahme die nicht ganz zu verachten ist.

Das war auch schon immer mein Gedanke - gerade bei der Neuplanung mit der U5, wieso diese wieder über den HBF fahren muss. In Hamburg ist fast jeder gezwungen über den HBF zu fahren, egal welches Reiseziel er verfolgt.

Ich habe 3 Jahre in Berlin gelebt: Dort gibt es den S-Bahn-Ring. Querverbindungen. Tangenten (U-/S-/Straßenbahn). Daher hat der Berliner HBF auch deutlich geringere Reisendenzahlen als der Hamburger HBF, obwohl Berlin 2-3 mal so viel Einwohner+Touristen hat. Einfach mal drüber nachdenken.
Zitat
Neu Wulmstorf
Den Hauptbahnhof an das Berliner Tor zu verlegen ist für das geschätzte südlich der Elbe wohnende Drittel der Hamburger Bevölkerung eine Verschlechterung. Von dort würde ich mit Widerstand und bei einer Volksabstimmung mit vielen Nein-Stimmen rechnen.
wobei es ja eigentlich Harburg als Fernbahnhof gibt. Warum soll ein Südelber das also machen?
Mir gefällt die Planung gut. Wenn die S-Bahn irgendwann wirklich mal verlässlich werden sollte, könnte man ja doch überlegen gewissen Haltepunkte auszubauen und wieder dezentraler werden. Harburg, Berliner Tor, ("Alte Wöhr"[Ausbau mit einem Regionalbahnsteig]), Bergedorf und natürlich Diebsteich sind dann Endbahnhöfe der Regionalbahn. Im Hauptbahnhof halten nur noch IC(E), optional noch Harburg und Diebsteich.
Verbinden tut das alles ein leistungsstarkes S-Bahn-Netz, was verlässlich alle 5 Minuten fährt und sowas wie Feueralarm, Signalstörungen oder Personen im Gleis nicht mehr kennt.
Zitat
Neu Wulmstorf
Den Hauptbahnhof an das Berliner Tor zu verlegen ist für das geschätzte südlich der Elbe wohnende Drittel der Hamburger Bevölkerung eine Verschlechterung. Von dort würde ich mit Widerstand und bei einer Volksabstimmung mit vielen Nein-Stimmen rechnen.

Wo sollte denn der Ansatzpunkt für eine Volksabstimmung sein? Die Planfeststellung eines neuen Bahnhofs würde durch eine Tochter der bundeseigenen DB AG beantragt und durch das Eisenbahnbundesamt planfestgestellt und auf Bundesebene ist so etwas weder vorgesehen, noch würde wohl für eine Entscheidung mit eher lokaler bis regionaler Bedeutung das erforderliche Quorum bundesweit erreicht.
Zitat
DT3Fan
um den Hauptbahnhof zu entlasten, sollte man ihn wieder so verwenden, wie es damals geplant und durchgeführt wurde.

"Damals" waren die Züge allesamt dampflokbespannt und konnten nicht einfach und schnell in die Gegenrichtung zurückfahren. Soll das dann auch wieder so werden?


Gruß, Matthias
Zitat
Kirk
...ein leistungsstarkes S-Bahn-Netz, was verlässlich alle 5 Minuten fährt und sowas wie Feueralarm, Signalstörungen oder Personen im Gleis nicht mehr kennt.

Wo gibt es denn so etwas und wie wird es erreicht?


Gruß, Matthias
Moin,

Zitat
Lopi2000
...
Wo sollte denn der Ansatzpunkt für eine Volksabstimmung sein?... Die Planfeststellung eines neuen Bahnhofs würde durch eine Tochter der bundeseigenen DB AG beantragt und durch das Eisenbahnbundesamt planfestgestellt und auf Bundesebene ist so etwas weder vorgesehen, noch würde wohl für eine Entscheidung mit eher lokaler bis regionaler Bedeutung das erforderliche Quorum bundesweit erreicht.

Äh - du widerspricht dir:
Entweder ist eine -Volksabstimmung auf Bundesebene vorgesehen, die dann auch das erforderliche Quorum erreichen müsste oder das Bundesrecht sieht keine direkten Bürgerentscheide vor - dann ist die Frage nach irgendwelchen Quoren "lediglich für die Gallerie".
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