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Kreuzungsbauwerk Holstenstraße
geschrieben von DT5-Online 
Zitat
Kirk
Was ich mich aber frage: hat man denn vor August das Bauwerk nie kontrolliert? Oder hat man nach dem (Brücken)Fall in Dresden strengere Vorgaben?

Die Prüfungen waren häufig, wie die von Gastrobetrieben.
Und ja, nach Dresden wurde da hektisch regiert und etwas in Prüfungen investiert.
Wie man sieht glücklicherweise. Was da alles hätte passieren können, mag man sich nicht ausmalen...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.12.2025 17:29 von zurückbleiben-bitte.
Nach Dresden hat die Intervalle bei Brücken ähnlicher Bauart gekürzt. Bin nicht sicher aber eigentlich ist die besagte Brücke eine andere Bauart, aber kann mich da auch irren.

Mfg

Sascha Behn
Moin,

mal wieder der Versuch, hier etwas Sachlichkeit in die Abläufe zu bringen:

In der Veröffentlichung vom 26. August 2025 heißt es:

Zitat

Bei vorangegangenen turnusmäßigen Inspektionen im Juli waren Mängel an den zu Anfang der 1960er Jahre errichteten Bauwerken festgestellt worden.

Macht was draus.
Zitat
Sonnabend
Zitat

Bei vorangegangenen turnusmäßigen Inspektionen im Juli waren Mängel an den zu Anfang der 1960er Jahre errichteten Bauwerken festgestellt worden.

Macht was draus.

Anfang der 1960er? Das kann dann doch eher nicht die "Überwerfungsbrücke" zum Spurwechsel Rtg. Altona sein. Die wurde doch erst im Zusammenhang mit dem City-Tunnel gebaut. Doch die Brücke über die Holstenstraße oder Harkortstraße? Für mich klang das bisher immer anders und es sieht auch vor Ort anders aus.


Gruß, Matthias
Zitat
masi1157
Anfang der 1960er? Das kann dann doch eher nicht die "Überwerfungsbrücke" zum Spurwechsel Rtg. Altona sein. Die wurde doch erst im Zusammenhang mit dem City-Tunnel gebaut. Doch die Brücke über die Holstenstraße oder Harkortstraße? Für mich klang das bisher immer anders und es sieht auch vor Ort anders aus.
Anfang 60er sollte hinkommen - da wurde die Pinneberger S-Bahn gebaut, 1. Etappe bis Langenfelde. Für die City-S-Bahn wurde dann 1979 die Strecke Holstenbstraße - Altona auf Linksverkehr umgestellt, aber das müsste rein durch einen anderen Anschluss des dann linken Streckengleises Altona - Holstenstraße erfolgt sein. Auf den Luftbildern lässt sich sogar noch die ursprüngliche Gleisführung des Rechtsverkehrs erahnen.
Zitat
LH
Anfang 60er sollte hinkommen - da wurde die Pinneberger S-Bahn gebaut, 1. Etappe bis Langenfelde. Für die City-S-Bahn wurde dann 1979 die Strecke Holstenbstraße - Altona auf Linksverkehr umgestellt, aber das müsste rein durch einen anderen Anschluss des dann linken Streckengleises Altona - Holstenstraße erfolgt sein. Auf den Luftbildern lässt sich sogar noch die ursprüngliche Gleisführung des Rechtsverkehrs erahnen.

Für die Ausfädelung der Pinneberger Strecke musste ja nur ein Gleis überbrückt werden, die heutige Brücke überquert aber zwei. Von den Bauarbeiten Anfang der 60er habe ich nichts mitbekommen. Von den Umbauten in den 70ern habe ich aber einiges mitbekommen (mein regelmäßiger Weg von Billstedt zur Fabrik und zurück), und das war in meiner Erinnerung mehr als nur einfach ein anderer Gleisanschluss. Aber das ist soooo lange her.


Gruß, Matthias
Zitat
masi1157
Zitat
LH
Anfang 60er sollte hinkommen - da wurde die Pinneberger S-Bahn gebaut, 1. Etappe bis Langenfelde. Für die City-S-Bahn wurde dann 1979 die Strecke Holstenbstraße - Altona auf Linksverkehr umgestellt, aber das müsste rein durch einen anderen Anschluss des dann linken Streckengleises Altona - Holstenstraße erfolgt sein. Auf den Luftbildern lässt sich sogar noch die ursprüngliche Gleisführung des Rechtsverkehrs erahnen.

Für die Ausfädelung der Pinneberger Strecke musste ja nur ein Gleis überbrückt werden, die heutige Brücke überquert aber zwei. Von den Bauarbeiten Anfang der 60er habe ich nichts mitbekommen. Von den Umbauten in den 70ern habe ich aber einiges mitbekommen (mein regelmäßiger Weg von Billstedt zur Fabrik und zurück), und das war in meiner Erinnerung mehr als nur einfach ein anderer Gleisanschluss. Aber das ist soooo lange her.


Gruß, Matthias

Es gibt genug Ausfädelungen, wo ein Gleis erst nach außen abzweigt um dann das innen liegende Gleispaar zu überqueren.
Quasi so ähnlich wie nördlich von Ohlsdorf, wo das von Poppenbüttel kommende Gleis beide Flughafengleise überquert, obwohl theoretisch ja reichen würde, wenn nur das Gegengleis überquert wird. (Hier durch den Tunnel natürlich nochmal ne leicht andere Situation, nur als Veranschaulichung)
Zitat
LH
Zitat
masi1157
Anfang der 1960er? Das kann dann doch eher nicht die "Überwerfungsbrücke" zum Spurwechsel Rtg. Altona sein. Die wurde doch erst im Zusammenhang mit dem City-Tunnel gebaut. Doch die Brücke über die Holstenstraße oder Harkortstraße? Für mich klang das bisher immer anders und es sieht auch vor Ort anders aus.
Anfang 60er sollte hinkommen - da wurde die Pinneberger S-Bahn gebaut, 1. Etappe bis Langenfelde. Für die City-S-Bahn wurde dann 1979 die Strecke Holstenbstraße - Altona auf Linksverkehr umgestellt, aber das müsste rein durch einen anderen Anschluss des dann linken Streckengleises Altona - Holstenstraße erfolgt sein. Auf den Luftbildern lässt sich sogar noch die ursprüngliche Gleisführung des Rechtsverkehrs erahnen.

So ist es! Die heutige marode Überwerfungsbrücke über die beiden "inneren" Gleise von und nach Diebsteich wurde Anfang der 60er gebaut. Bis 1979 gab es keinen Linksverkehr nach Altona und man sieht auf den Luftbildern den genauen Gleisverlauf und die Stelle der ehemaligen Weiche der Zusammenführung der beiden Streckengleise Richtung Hbf. !979 mit der Umstellung auf Linksverkehr wurde einfach das vorherige Gleis Richung Altona aufgetrennt und etwas nach Norden verschwenkt, herab zum Gleis aus Richting Diebsteich geführt, mithilfe einer neuen Weiche eingefädelt und so unter der Brücke und dem Gleis Richtung Altona durchgeführt. Eine zweite Brücke hat es dort zu keiner Zeit gebraucht und gegeben.

Zitat
masi1157
...Für die Ausfädelung der Pinneberger Strecke musste ja nur ein Gleis überbrückt werden...

Man hat es damals aber gleich so gebaut, dass beide Gleise mit der Brücke überquert werden. Das machte sicher von der Trassenplanung her Sinn und vielleicht gab es auch damals tatsächlich schon voraus schauende Vorplanungen zur City-S-Bahn und dem zukünftigen Linksverkehr von Altona nach Holstenstraße. Wer weiß!
Wäre der Neubau der Brücke nicht die Gelegenheit die gesamte Strecke neu zu gestalten zusammen mit Bauvorleistungen zu treiben für einen Tunnel nach Osdorf?

Darüber hinaus bräuchte man das Brückenbauwerk nicht, wenn die S-Bahn nach Altona nicht aufs Gegengleis fahren müsste.

Man könnte ja auch mit dem Gedanken spielen, die S2 und S7 als zwei Ringlinien einzuführen, die im HVZ jeweils im 10-Minuten Takt und sonst jeweils 20 Minuten-Takt fahren.

Meine Hoffnung ist, dass man sich etwas Neues einfallen lässt und die aktuelle Situation für ein zukünftiges und sinnvolles S-Bahn nutzt!
Zitat
PassusDuriusculus
Es gibt genug Ausfädelungen, wo ein Gleis erst nach außen abzweigt um dann das innen liegende Gleispaar zu überqueren.

Natürlich gibt es die. Aber haben die schon in den 60ern für die Ausfädelung der Pinneberger Bahn quasi "ohne Not" so eine eher aufwändige Führung gebaut? Wie gesagt, ich erinnere mich dunkel, dass dort in den 70ern massiv gebaut wurde, mehr als nur ein paar Gleise verschwenkt.

Und je länger ich mir das im "Satellitenfoto" bei google maps angucke, desto weniger erkenne ich da einen alten Gleisverlauf. Und wenn die Brücke, die heute das linke Gleis Rtg. Altona trägt, vorher das rechte Gleis trug, wo war dann das linke? Es muss ja südlich der Brücke bis zum Bahnsteig geführt haben. Leider ist da der Schatten des ICE, aber nach ausreichend Platz dafür sieht es nicht aus.

Aber egal, ich habe das damals nur eher aus der Ferne beobachtet, vielleicht täusche ich mich.


Gruß, Matthias
Zitat
Koschi1988
Wäre der Neubau der Brücke nicht die Gelegenheit die gesamte Strecke neu zu gestalten zusammen mit Bauvorleistungen zu treiben für einen Tunnel nach Osdorf?
Es ist ja nun beschlossen, dass es keine S6 nach Osdorf geben wird, sondern die U5 über Arenen hinaus bis Osdorf verlängert wird. Und ob eine S6 nur bis Bahrenfelder Trabrennbahn sich rechnet, sei dahin gestellt. Eigentlich war ja geplant, den VET zu bauen. Dann wäre das ganze Entfädelungsbauwerk der 3 S-Bahnstrecken westlich der Holstenstraße (Altona, Osdorf, Diebsteich) sowieso unter der Erde neu gebaut worden und die jetzige marode alte Brücke abgrissen. Man hatte sicher gehofft, dass sie noch bis zur Inbetriebnahme des VET halten würde. Da vollkommen unklar ist, ob der VET überhaupt gebaut wird (auch aus finanziellen Aspekten heraus) bleibt auch völlig unklar, welche Bauvorleistungen sinnvoll wären. Also ist der Bau einer provisorischen Brücke, die 30-40 Jahre hält, jetzt gerade wohl der sinnvollste Schritt für die Zukunft.

Zitat
Koschi1988
Darüber hinaus bräuchte man das Brückenbauwerk nicht, wenn die S-Bahn nach Altona nicht aufs Gegengleis fahren müsste.
Das ist ein fataler Irrtum! Das Brückenbauwerk wird ja nicht nur für den "Gleistausch" der Gleise Richtung Altona benötigt, sondern für die Überführung der abzweigenden Gleise Richtung Diebsteich. Das Brückenbauwerk wird dort zwingend gebraucht.

Zitat
Koschi1988
Man könnte ja auch mit dem Gedanken spielen, die S2 und S7 als zwei Ringlinien einzuführen, die im HVZ jeweils im 10-Minuten Takt und sonst jeweils 20 Minuten-Takt fahren.
Das macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn und verwirrt nur. Und die Überwerfungsbrücke würde trotzden gebraucht.

Zitat
Koschi1988
Meine Hoffnung ist, dass man sich etwas Neues einfallen lässt und die aktuelle Situation für ein zukünftiges und sinnvolles S-Bahn nutzt!
Ganz sicher wird dieses "Brückenunglück" genutzt werden, um sich grundsätzlich Gedanken zu machen, wie das hamburger S-Bahn-Netz zugleich optimiert und weiter finanziert werden kann. Aber dieser Prozess wird sehr lange dauern. Es braucht also eine schnelle und finanziell möglichst günstige provisorische Ersatzbrücke, bis klar sein wird, ob und wie das S-Bahn-Netz und insbesondere die Verbindungsbahn weiter ausgebaut wird.

Edit: Rechtschreibfehler



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.12.2025 09:13 von Alter_Wedler.
Zitat
Alter_Wedler


Ganz sicher wird dieses "Brückenunglück" genutzt werden, um sich grundsätzlich Gedanken zu machen, wie das hamburger S-Bahn-Netz zugleich optimiert und weiter finanziert werden kann.

du hast recht. Diese "easyPeasy" vor einem Jahr, hat eigentlich keiner Linie geholfen. Nach einem Jahr die Fehler zu korrigieren, gibt ein blödes Bild ab. So hat man aber jetzt die Möglichkeit unter einem "Deckmantel-Kreuzungsbauwerk" nochmal nach zu bessern.
Zitat
Kirk
Diese "easyPeasy" vor einem Jahr, hat eigentlich keiner Linie geholfen.

Aber selbstverständlich hat es. Es war dadurch nicht perfekt, aber besser als vorher.

Zitat
Kirk
Nach einem Jahr die Fehler zu korrigieren, gibt ein blödes Bild ab. So hat man aber jetzt die Möglichkeit unter einem "Deckmantel-Kreuzungsbauwerk" nochmal nach zu bessern.

Echt? Die wollen was vertuschen? Verschwörungstheorien kommen ja immer mehr in Mode. Weiter so!


Gruß, Matthias



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.12.2025 09:49 von masi1157.
Zitat
masi1157
Zitat
Kirk
Diese "easyPeasy" vor einem Jahr, hat eigentlich keiner Linie geholfen.

Aber selbstverständlich hat es. Es war dadurch nicht perfekt, aber besser als vorher.

Gruß, Matthias

Wenn DAS eine Verbesserung ist, möchte ich erleben, wie es ohne wäre...
Zitat
zurückbleiben-bitte
Wenn DAS eine Verbesserung ist, möchte ich erleben, wie es ohne wäre...

Das konntest Du vorher jahrelang beobachten. Die Neuordnung der Linien hat nun mal nichts mit kaputten Brücken und dergleichen zu tun.


Gruß, Matthias
Zitat
masi1157
Zitat
zurückbleiben-bitte
Wenn DAS eine Verbesserung ist, möchte ich erleben, wie es ohne wäre...

Das konntest Du vorher jahrelang beobachten. Die Neuordnung der Linien hat nun mal nichts mit kaputten Brücken und dergleichen zu tun.

Gruß, Matthias

Das ist klar. Aber auch sonst gab es vor den Brücken/Tunnel/Strecken-Schäden nicht weniger Ausfälle.
Zitat
zurückbleiben-bitte
Das ist klar. Aber auch sonst gab es vor den Brücken/Tunnel/Strecken-Schäden nicht weniger Ausfälle.

Ich zähle nicht mit. Das neue Linienschema finde ich sehr viel sinnvoller als das alte. Aber hier geht es um was anderes.


Gruß, Matthias
Zitat
masi1157
Zitat
zurückbleiben-bitte
Das ist klar. Aber auch sonst gab es vor den Brücken/Tunnel/Strecken-Schäden nicht weniger Ausfälle.

Ich zähle nicht mit. Das neue Linienschema finde ich sehr viel sinnvoller als das alte. Aber hier geht es um was anderes.


Gruß, Matthias

Naja, andere aber schon. Und zu Anfang, als wirklich alles wie vorher war außer dem Linienschema war die S-Bahn schon klar pünktlicher.
Zitat
christian schmidt
Naja, andere aber schon. Und zu Anfang, als wirklich alles wie vorher war außer dem Linienschema war die S-Bahn schon klar pünktlicher.

Na um so besser! Aber hier geht es ja nicht um das neue Linienschema, sondern um die kaputte Brücke an der Holstenstraße.


Gruß, Matthias
Zitat
Kirk
Was ich mich aber frage: hat man denn vor August das Bauwerk nie kontrolliert? Oder hat man nach dem (Brücken)Fall in Dresden strengere Vorgaben?

Na klar hat man es kontrolliert. Aber eben nur das. Kontrolliert. Nicht proaktiv instandgesetzt bzw erhaltende Maßnahmen ergriffen, sondern lediglich den Verfall dokumentiert. Wie bei allen anderen Eisenbahnbrücken der letzten 30 Jahre unter LuFV I+II.
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