Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Neue S-Bahnen ins Hamburger Umland
geschrieben von Der_Hamburger 
15 kV 16,7 Hz Hannover - Hamburg-Eidelstedt ab 6.4.1965, die "Rollbahn" Osnabrück - Hamburg-Harburg und weiter bis Stade ab 28.9.1968.
Zitat
wgr22453
15 kV 16,7 Hz Hannover - Hamburg-Eidelstedt ab 6.4.1965, die "Rollbahn" Osnabrück - Hamburg-Harburg und weiter bis Stade ab 28.9.1968.

Oh, ja, stimmt! Hannover - Hamburg Hbf 1965, da hatte ich mich bei Wikipedia verlesen. Da steht aber nichts von Eidelstedt. Aber das wird schon stimmen wegen dem für den Betrieb notwendigen BW. [de.wikipedia.org]
@Alter_Wedeler: Die Jahreszahlen hatte ich noch im Kopf, genauer verifiziert in Wikipedia. Die Fernzüge von/nach Süden/Westen fuhren eigentlich alle ab/bis Altona elektrisch - nicht nur ab/bis Hbf. Die Kurve Rainweg diente bis auf ganz wenige Regionalzüge fast nur dem Güterverkehr. Ich meine, auch die Güterzüge fuhren ab/bis Eidelstedt Rbf elektrisch. Auch die E-Loks der Fernzüge fuhren mit eigener Kraft zum/vom Heimat-Betriebswerk Eidelstedt. Elektrischen 15 kV Personenverkehr gab es nördlich Altona aber nicht. Das Schieben der ein-/aussetzenden Reisezüge mit der Zuglok von/nach Langenfelde gab es anfangs meine ich noch nicht und Steuerwagen im Fernverkehr kamen erst sehr viel später.
Wenn man bei Wikipedia liest, dass quasi das ganze Land in den 60er durchelektrifiziert wurde, aber Hamburg - Kiel erst 1995 und nach Lübeck 2008 !!!!, weiß man wie schwach oder schlecht sich Schleswig-Holstein dafür eingesetzt haben muss.
Das kann man auch mit nichts begründen.
Moin,

Zitat
AJL
Wenn man bei Wikipedia liest, dass quasi das ganze Land in den 60er durchelektrifiziert wurde, aber Hamburg - Kiel erst 1995 und nach Lübeck 2008 !!!!, weiß man wie schwach oder schlecht sich Schleswig-Holstein dafür eingesetzt haben muss.
Das kann man auch mit nichts begründen.

kann "man" doch:
Schleswig-Holstein war bis 1990 geostrategisch der "wunde Punkt" oder die "offene Flanke" der NATO - von den internationalen Nord-Süd-Verkehrsachsen ebenso leicht abzutrennen wie vom europäischen (Strom)Verbundnetz. Erst nach dem Wegfall der Bedrohungslage wurden Planungen für Elektrifizierungen aufgenommen.
Deswegen der langfristige Einsatz der Dieseltraktionen.
@ Sonnabend: Interessante Ansicht, gibt es dazu Belege? Diesel/Erdöl war in der "alten" Bundesrepublik ja ohne jederzeit unterbrechbare Importe keineswegs ausreichend verfügbar, demnach hätte man in SH doch den Dampfbetrieb mit reichlich verfügbarer inländischer Kohle beibehalten müssen? Und hat Herr Pistorius schon dagegen protestiert, dass die Hamburger Bahn-Elbquerungen bereits mit einem brennenden Sportboot komplett lahmlegbar sind? Ach, wie war doch noch das eigentliche Thema?
Moin,

Zitat
wgr22453
@ Sonnabend: Interessante Ansicht, gibt es dazu Belege? Diesel/Erdöl war in der "alten" Bundesrepublik ja ohne jederzeit unterbrechbare Importe keineswegs ausreichend verfügbar,...

Ob es dazu Belege gäbe? Ja, jede Menge, aber die Recherche dazu nehme ich dir nicht ab.
Nur mal so als Denkansatz: Diesel(öle) kann man in Tanks beliebiger Größe bevorraten und dezentral lagern - und diese Infrastruktur ist deutlich resilienter als eine auf wenige Orte konzentrierte zentrale Großkraftwerksinfrastruktur. Zudem brauchst du für Elektromobilität immer mindestens eine durchgängige, funktionierende Leitung zwischen Kraftwerk und Verbraucher.
Zitat
Sonnabend

kann "man" doch:
Schleswig-Holstein war bis 1990 geostrategisch der "wunde Punkt" oder die "offene Flanke" der NATO - von den internationalen Nord-Süd-Verkehrsachsen ebenso leicht abzutrennen wie vom europäischen (Strom)Verbundnetz. Erst nach dem Wegfall der Bedrohungslage wurden Planungen für Elektrifizierungen aufgenommen.
Deswegen der langfristige Einsatz der Dieseltraktionen.

Also das gibt für mich als Erklärung überhaupt keinen Sinn ? Was hätte also wie in welcher negativen Form passieren können, dass die "offene Flanke" zur Gefahr wird, wenn man die Strecken elektrifiziert hätte ?
Und mit der Strecke nach Lübeck hat man dann nochmal bis 2008 gewartet ?

Darüber kann man auch im Internet nichts finden, wo auf diese Weise das Versagen begründet wird.
Zitat
AJL
Zitat
Sonnabend

kann "man" doch:
Schleswig-Holstein war bis 1990 geostrategisch der "wunde Punkt" oder die "offene Flanke" der NATO - von den internationalen Nord-Süd-Verkehrsachsen ebenso leicht abzutrennen wie vom europäischen (Strom)Verbundnetz. Erst nach dem Wegfall der Bedrohungslage wurden Planungen für Elektrifizierungen aufgenommen.
Deswegen der langfristige Einsatz der Dieseltraktionen.

Also das gibt für mich als Erklärung überhaupt keinen Sinn ? Was hätte also wie in welcher negativen Form passieren können, dass die "offene Flanke" zur Gefahr wird, wenn man die Strecken elektrifiziert hätte ?
Und mit der Strecke nach Lübeck hat man dann nochmal bis 2008 gewartet ?

Darüber kann man auch im Internet nichts finden, wo auf diese Weise das Versagen begründet wird.

Wo hast du denn geschaut?

Das Vorhaben der Deutschen Bundesbahn, eine sukzessive Elektrifizierung vorzunehmen, ist sehr schön bei [www.rheinmodellbahn.de] in Karten dargestellt, einen Bericht dazu mit Details [www.rheinmodellbahn.de].

Neben der seitens sonnabend erwähnten militärischen Gründen, die ich aus den 80ern auch "mit operativen Gründen des Heeres" irgendwo im Hinterstübchen vergraben hatte, war es auch eine Frage der Lokdispositionen. Beheimatungen von Lokomotiven wurden den Bedarfen angepasst. Während zunächst Dampflokomotiven durch Dieselloks ersetzt wurden, kamen dann mit zunehmender Elektrifizierung auch die Bestandserweiterungen durch E-Loks hinzu. Die Bundesbahn-BW waren gehalten keine unwirtschaftlichen Überkapazitäten vorzuhalten und es kam daher immer wieder zu Wechsel des Heimatbahnhofs. Da allerdings viele der modernen Diesellokomotiven(BR 215 ff) im Zeitraum ab 1966 bis 1979 in Betrieb genommen wurden, war es aus wirtschaftlichen Gründen schon nicht ratsam, deren zusammenhängende Einsatzgebiete noch weiter zu begrenzen. So blieb Schleswig-Holstein länger Einsatzgebiet der Dieseltraktion, weil es mehr als ausreichend betriebsfähige Dieselloks gegeben hat und deren vorgegeben Nutzungsdauer auf mindestens 25-30 Jahre festgelegt war.

Sorry für off-topic
Ich denke es lag auch an dem mangelnden Bedarf. Der Nahverkehr nördlich von Hamburg war deutlich dünner als jetzt. Es gab auch weniger Fernverkehr. Dazu kam dass Wagen und Lok getrennt gewartet/gesäubert wurden. Es wurde also sowieso bei jedem D-/IC-Zug in Altona die Lok gewechselt. Güterverkehr war auch noch überwiegend Wagenverkehr (und nicht Ganzzüge), uns es doch auch nur wenige schwere Züge in SH. (Nach Dänemark musste z.B. alles auf die Fähren.)
Welche konkreten millitärischen Nachteile hätte Schleswig-Holsten bzw. Deutschland und die NATO gehabt, wenn die Strecke nach Kiel elektrifiziert gewesen wäre ?

Alles in allem war der Fernverkehr in den 70er Jahren sicher weitaus umfangeicher als heute. Auch in Schlewig-Holstein.

Wollen wir wirklich die Elektrifizierungsliste mal durchgehen, ob nicht auch andere Strecken in Deutschland zu Gunsten Schleswig-Holsteins auf eine Elektrifizierung hätten verzichten können, wenn man nicht zuviele Dieselloks in die Arbeitslosigkeit hätte treiben wollen ?
Aber bitte nicht in diesem Thread.
Zitat
AJL
Welche konkreten millitärischen Nachteile hätte Schleswig-Holsten bzw. Deutschland und die NATO gehabt, wenn die Strecke nach Kiel elektrifiziert gewesen wäre ?

Alles in allem war der Fernverkehr in den 70er Jahren sicher weitaus umfangeicher als heute. Auch in Schlewig-Holstein.

Wollen wir wirklich die Elektrifizierungsliste mal durchgehen, ob nicht auch andere Strecken in Deutschland zu Gunsten Schleswig-Holsteins auf eine Elektrifizierung hätten verzichten können, wenn man nicht zuviele Dieselloks in die Arbeitslosigkeit hätte treiben wollen ?

Schleswig-Holstein hatte einfach nur weniger Verkehr als die meisten anderen Bundesländer und sehr viel mehr "frische Luft". Das ist doch allein schon Grund genug erstmal woanders zu elektrifizieren und im echten Norden "rum zu dieseln".
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen