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Frage zur Entstehung S-Bahn Poppenbüttel
geschrieben von reinhard16 
Ich frage mich, warum der S-Bahnhof Poppenbüttel so gebaut worden ist, wie es der Fall ist. Er muss damals in freier Landschaft gelegen haben. Man hätte ihn m.E. deutlich näher an das damalige Poppenbüttel legen können, wenn man
  1. die Strecke weiter nach Westen gelegt hätte, wo später die Plattenhäuser gebaut wurden,
  2. den Bahnhof dicht an den Saseler Damm gelegt hätte,
  3. den Ausgang auf die Nordseite gelegt hätte.
In Summe hätte das ca. 800 m Fußweg ausgemacht. Jede dieser Maßnahmen hätte auch für sich allein realisiert werden können, wenn bei einer davon etwas dagegen spricht. Allerdings hätte die Kombination von Punkt 2 und 3 auch den Vorteil, dass man keine Brücke über die Gleise braucht, sondern direkt eine Treppe abwärts zum Saseler Damm anlegen kann.

Nachteil von 1 ist ein etwas kurvigerer Verlauf sowohl der Strecke bis zum Bahnhof als auch einer eventuellen Verlängerung. Bei ca. 400 m Kurvenradius ist das aber kaum spürbar. Nachteil von 2 ist, dass die Abstellgleise auf der Südseite liegen müssen, man also zum Abstellen Kopf machen muss (wenn man nicht schon eine Brücke über den Saseler Damm baut, die erst bei einer Verlängerung der Strecke gut genutzt würde). Ist meines Erachtens aber kein großes Problem.

Aus heutiger Sicht kann man allerdings froh sein, dass jedenfalls Punkt 1 nicht umgesetzt wurde. So hatte man genügend Platz auf der Westseite, um einen Busbahnhof und ein Einkaufszentrum zu bauen.
Moin,

die Alstertalbahn war ja ein privatrechliches Konstrukt der Alstertalterraingesellschaft die Ackerland aus Bauernhand gekauft hatte, um Villengrundstücke zu entwickeln und teuer zu verkaufen, nicht um das Alstertal oder den unbedeutenden Ort Poppenbüttel zu entwickeln.
Den Saseler Damm gibt es erst seit Ende der 60er Jahre (Ring 3), Poppenbüttel war in Richtung Sasel über die (spätere) Stadtbahnstraße und den Frahmredder verbunden.
Du kannst ja mal in den Threads "Weiterbau der Alstertalbahn" und "Historisches zu U- und S-Bahn" weitersuchen. Da habe ich auch einiges vom Alsterverein dazu verlinkt.
Alternativ einfach von der KI die Sachen zusammentragen -> [www.perplexity.ai]
Zitat
Sonnabend

Den Saseler Damm gibt es erst seit Ende der 60er Jahre (Ring 3), Poppenbüttel war in Richtung Sasel über die (spätere) Stadtbahnstraße und den Frahmredder verbunden.
Du kannst ja mal in den Threads "Weiterbau der Alstertalbahn" und "Historisches zu U- und S-Bahn" weitersuchen. Da habe ich auch einiges vom Alsterverein dazu verlinkt.

also den Saseler Damm gab es schon vorher. Man wollte die Bahn aber ja noch weiter Richtung Norden leiten. Tatsächlich hat man es nie geschafft, wenigstens einen nördlichen Zu- und Abgang zum PR-Parkhaus/Platz zu schaffen.
Vielleicht in diesem Zusammenhang noch ganz interessant, wie damals die Linienführungen der Verkehrsmittel waren: [www.reddit.com]

In meiner Kinderzeit war auch in Poppenbüttel noch ein richtiger Expressgut-Dienst, wo man gegen Vorzeigen der Fahrkarte auch Reisegepäck aufgegeben konnte, was dann mit den Oberleitungstriebwagen abtransportiert wurde. Und da, wo heute das AEZ ist, war alles mit den Behelfshäuschen vollgebaut, in denen Ausgebombte bis in die 60er Jahre lebten.
Zitat
NVB
In meiner Kinderzeit war auch in Poppenbüttel noch ein richtiger Expressgut-Dienst, wo man gegen Vorzeigen der Fahrkarte auch Reisegepäck aufgegeben konnte, was dann mit den Oberleitungstriebwagen abtransportiert wurde. Und da, wo heute das AEZ ist, war alles mit den Behelfshäuschen vollgebaut, in denen Ausgebombte bis in die 60er Jahre lebten.
Ja, in einem der Hütten war sogar die "PRO(duktion)". Angeblich wurde das Horten Warenhaus am AEZ (in den ersten Jahren) per Bahn beliefert. Theoretisch möglich. Güterbahnhof und Warenhaus lagen ja beide fast gegenüber.
Moin,

Zitat
Kirk
Zitat
Sonnabend

Den Saseler Damm gibt es erst seit Ende der 60er Jahre (Ring 3)...

also den Saseler Damm gab es schon vorher...

ja klar, war blöd formuliert. Aber der Saseler Damm war noch nicht ausgebaut und die Besiedlung war zudem "übersichtlich".
Moin,

Zitat
flor!an
Alternativ einfach von der KI die Sachen zusammentragen -> [www.perplexity.ai]

für historisch beleg- und recherchierbare Fakten? Die KI belegt ja nicht (wie eine wissenschaftliche Arbeit im besten Fall) jede einzelne Darstellung mit Quellen - also, da ist die KI immer nur die letzte Wahl.
Zitat
Sonnabend
Moin,

Zitat
flor!an
Alternativ einfach von der KI die Sachen zusammentragen -> [www.perplexity.ai]

für historisch beleg- und recherchierbare Fakten? Die KI belegt ja nicht (wie eine wissenschaftliche Arbeit im besten Fall) jede einzelne Darstellung mit Quellen - also, da ist die KI immer nur die letzte Wahl.

Draufgeklickt? Genau das macht Perplexity bei jedem Absatz
Moin,

Zitat
flor!an
...
Draufgeklickt? Genau das macht Perplexity bei jedem Absatz

draufgeklickt ja, kam aber nur Fenster, ob ich die Seite auf deutsch haben will
Zitat
reinhard16
Aus heutiger Sicht kann man allerdings froh sein, dass jedenfalls Punkt 1 nicht umgesetzt wurde. So hatte man genügend Platz auf der Westseite, um einen Busbahnhof und ein Einkaufszentrum zu bauen.
In Google Earth kann man bis heute deutlich die geplante Trasse anhand der Geländebebauung erkennen. Damals war oft nicht das Ziel, einen Ortskern zu erreichen - oder es aus übergeordneten Gründen nicht gewollt (Walddörferbahn in Ahrensburg).

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
Zitat
reinhard16
[...]

Aus heutiger Sicht kann man allerdings froh sein, dass jedenfalls Punkt 1 nicht umgesetzt wurde. So hatte man genügend Platz auf der Westseite, um einen Busbahnhof und ein Einkaufszentrum zu bauen.

Finde alles richtig, was Du schreibst. Frage mich nur, wie Du dann zu dem Schluss kommst, dass man froh sein kann? Gerade die Lage des Busbahnhofes nervt extrem, da alle Linien Stichfahrten dorthin machen. Nordausgang + eine etwas nördlichere Lage am Saseler Damm hätten das absolut vermieden, und das AEZ wäre trotzdem noch super erschlossen, selbst wenn es in derselben Lage gebaut worden wäre.
Zitat
Zugfreund2
Gerade die Lage des Busbahnhofes nervt extrem, da alle Linien Stichfahrten dorthin machen. Nordausgang + eine etwas nördlichere Lage am Saseler Damm hätten das absolut vermieden, und das AEZ wäre trotzdem noch super erschlossen, selbst wenn es in derselben Lage gebaut worden wäre.
Die Stichfahrten sorgen aber dafür, im Notfall einen Anschlussbus "abzufangen" ;-). Verstehe aber was du meinst.
Der X27 macht das ja nicht. Bis 2007 fuhr auch der 179 "von Hinten" an den ZOB. Zur Zeit des Umbaus (2007-2009) fuhren ja alle Busse so, bzw umgekehrt da es keine Kehrmöglichkeit gab. Besonders wenn man schon Grotenbleken von Außsetzer. rausgeschmissen wurde, stand immer ziemlicher Fußmarsch an....
Übrigens befindet sich der ZOB auf dem Wentzelplatz. Der Platz war also 1973 schon da. Gegenüber vom AEZ standen private und kleine Gewerbegebäude. Warum abkaufen wenn man da oben ein Platz hatte. Werner Otto und seine ECElefanten haben dort dann alles Stückweise aufgekauft für die Zentrale und Parkhaus.
Übrigens gab es bid 1973 solche Stichfahrt auch zum Stormarnplatz. Mit Haltestelle(n) "Langenstücken". Die, wo auch immer die lag in der Straße, wurde dann aufgegeben. Am Stormarnplatz kann man heute noch die alten Bussteige erkennen.
Achja, für die die es interessiert: Werner Otto wollte das AEZ eigenlich in Meiendorf bauen.
Ich finde die Stichfahrten auch blöd und es kommt täglich vor, dass Fahrgäste in die falsche Richtung einsteigen. Mir wurde allerdings erzählt, dass einflussreiche Herrschaften die Rundfahrten der Busse über Grotenbleken und Poppenbüttler Landstraße zu verhindern gewusst haben.

Wenn ich das richtig im Kopf habe, war das AEZ schon zwei Mal Pleite, bevor Otto das Ding dann in die schwarzen Zahlen gehievt hat. Wobei die Ertragslage auch heute wohl nicht besonders lukrativ sein soll.
Zitat
NVB


Wenn ich das richtig im Kopf habe, war das AEZ schon zwei Mal Pleite, .
Nein nie. Eventuell Hamburg-Meile oder EEZ. Diese wureen erst später übernommen.
Zitat
Kirk
Zitat
NVB


Wenn ich das richtig im Kopf habe, war das AEZ schon zwei Mal Pleite, .
Nein nie. Eventuell Hamburg-Meile oder EEZ. Diese wureen erst später übernommen.

Moin,
die ECE managen bereits seit 1970 das AEZ und haben es mehrfach weiterentwickelt und ausgebaut.
Die ECE selbst ist eine ziemlich erfolgreiche, international agierende Immobilienmanagement-Gruppe.

Die Center haben immer mal wieder Probleme mit Leerständen, weil der stationäre Handel sich nur noch gegenseitig Kapazitäten abgreift.
Die Hamburger Meile war auch schon mehrfach vor der Pleite, aber das ist "Volksmund" und keine reale Betrachtung.
Zitat
Zugfreund2
Zitat
reinhard16
[...]

Aus heutiger Sicht kann man allerdings froh sein, dass jedenfalls Punkt 1 nicht umgesetzt wurde. So hatte man genügend Platz auf der Westseite, um einen Busbahnhof und ein Einkaufszentrum zu bauen.

Finde alles richtig, was Du schreibst. Frage mich nur, wie Du dann zu dem Schluss kommst, dass man froh sein kann? Gerade die Lage des Busbahnhofes nervt extrem, da alle Linien Stichfahrten dorthin machen. Nordausgang + eine etwas nördlichere Lage am Saseler Damm hätten das absolut vermieden, und das AEZ wäre trotzdem noch super erschlossen, selbst wenn es in derselben Lage gebaut worden wäre.
Weil ich nicht denke, dass man in derselben Lage hätte bauen können, jedenfalls wenn es auch die Verschiebung des S-Bahnhofs nach Norden gegeben hätte. Die Bebauung, die zwischen Poppenbüttel und Sasel entstanden ist, hätte man doch nicht 200 m abseits von der S-Bahn enden lassen. Stattdessen wäre eher die Hennebergstraße weggefallen. Das Einkaufszentrum hätte man also höchstens in diesem südlichen Bereich (heutiger Tennigkeitweg) bauen können, also mehr Fußweg von der S-Bahn. Allerdings, das fällt mir jetzt ein, auch nördlich der S-Bahn wäre gegangen (heutiger Basaltweg), wenn man nicht gerade ein paar Jahre zu spät gewesen wäre. Den Busbahnhof hätte man vielleicht auf dem Gelände des Güterbahnhofs anlegen können, aber erst nach Ende des Güterverkehrs.

Zu den anderen Punkten: Dass eine Weiterführung angedacht war, ist mir bekannt. Das wäre aber auch weiter westlich gegangen. Dort hätte es auch keine Rolle gespielt, dass der Saseler Damm unbedeutend war, denn man ist schon ganz dicht an der Bäckerbrücke. Die Alstervillen wären mit einer westlichen Streckenführung noch besser angebunden gewesen. Ein Argument gegen die Nordverschiebung ist das aber tatsächlich.
Zitat
Sonnabend
Moin,

die Alstertalbahn war ja ein privatrechliches Konstrukt der Alstertalterraingesellschaft die Ackerland aus Bauernhand gekauft hatte, um Villengrundstücke zu entwickeln und teuer zu verkaufen, nicht um das Alstertal oder den unbedeutenden Ort Poppenbüttel zu entwickeln.
Den Saseler Damm gibt es erst seit Ende der 60er Jahre (Ring 3), Poppenbüttel war in Richtung Sasel über die (spätere) Stadtbahnstraße und den Frahmredder verbunden.
Du kannst ja mal in den Threads "Weiterbau der Alstertalbahn" und "Historisches zu U- und S-Bahn" weitersuchen. Da habe ich auch einiges vom Alsterverein dazu verlinkt.
Wenn das geht, komme ich nicht damit klar. Wie findet man einen Thread? Wie sucht man innerhalb eines Threads? Und wenn ich im ganzen Forum nach "Alstertalbahn" suche, werden mir nur 4 Threads angezeigt, darunter nicht die beiden von Dir genannten.
Ja die Suche hier im Forum ist wie Schaltgetriebe mit Zwischengas.
Zurückblättern geht schneller:
[www.bahninfo-forum.de]
Moin,

und den anderen Faden findest du hier.

P.S./Edit: Wenn ich in der erweiterten Suche über alle Foren und alle Zeiträume nach "alstertalbahn" suche, bekomme ich 139 Treffer...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.2026 18:53 von Sonnabend.
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