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Wann Comeback der Straßenbahn?.
geschrieben von trains-fan 
Zitat
Sascha Behn
Wo soll bitte in Wilhelmsburg dafür dann der Betriebshof sein? Auf dem Gelände des Inselpark, super Idee! ;)

Die Linke hatte es wirklich vorgeschlagen in Wilhelmsburg die Straßenbahn einzuführen.Was Depot angeht,man kann auch ein Industriegelände kaufen und es umfunktionieren in ein Tram Depot.
Zitat
Djensi
Edit: Letzte Woche in Bremen gewesen, die haben ja eine schöne Straßenbahn. Allerdings ist auf meinem Weg zurück zum Bahnhof die Straßenbahn durch einen Autounfall auf einer Kreuzung aufgehalten worden. Da wäre ein Bus einfach drum rum gekurvt.

Wenn ausreichend Straßenraum zur Verfügung steht, mag das so stimmen. Vorausgesetzt der Bus steht wegen des Unfalls nicht im Stau. Bei vielen Unfällen wird die Stelle jedoch weiträumig abbesperrt, wegen der Einsatzfahrzeuge als auch für die Unfallaufnahme. Dann kommt auch der ach so flexible Bus nicht mehr durch. Und einfach Busse umleiten geht auch nicht immer, da nicht jede Straße bustauglich ist.

Davon abgesehen gäbe es für das der Straßenbahn zugeschriebene Problem eine simple Lösung: Ausreichend Gleiswechsel vorsehen und die Flotte aus Zweirichtungsfahrzeugen zusammensetzen. Andere Verkehrsbetriebe bekommen das auch hin.

Zitat
Nemo
Wer soll denn in einer Bahn sitzen, die überall dort vorbei fährt, wo die Leute hin wollen? Sinnvollerweise baut man eine Straßenbahn so, dass sie die zentren erreicht, dort im Zweifel langsamer ist und zwischen den Zentren Tempo macht.

Ich würde Dir da zustimmen, aber wenn man die Straßenbahn micht als eigenständiges Verkehrsmittel sieht, sondern in erster Linie als U-Bahn Ersatz plant, der auch lange Strecken abdecken soll, gewinnt Geschwindigkeit aus Fahrgastsicht natürlich an Bedeutung.

Die Linkenvorschläge gingen teils von einer durschnittlichen Reisegeschwindigkeit von fast 30 km/h aus. Wenn man das erreichen will, muss man halt entsprechende Kompromisse eingehen.
Leute, Ihr enttäuscht mich. Schon 4 Seiten und immer noch kein
A. Liniennetzplan....
B. ....mit Fahrplänen
C. Eröffnung des Threads "Straßenbahn statt U5"

Das muss besser werden.
Zitat
Pommes Schranke
Leute, Ihr enttäuscht mich. Schon 4 Seiten und immer noch kein
A. Liniennetzplan....
B. ....mit Fahrplänen
C. Eröffnung des Threads "Straßenbahn statt U5"

Das muss besser werden.

Wieso wenn ,,Wann Comeback der Straßenbahn?." Gut passt?.
Zitat
Florian Schulz

Davon abgesehen gäbe es für das der Straßenbahn zugeschriebene Problem eine simple Lösung: Ausreichend Gleiswechsel vorsehen und die Flotte aus Zweirichtungsfahrzeugen zusammensetzen. Andere Verkehrsbetriebe bekommen das auch hin.

oder sich den Luxus gönnen, genug Querverbindungen anzulegen um auszuweichen. Das haben aber viele Straßenbahnbetriebe nicht (mehr).
Einfach neue Linienwege mit dem Bus fahren ist auch nicht immer möglich. Mit dem CapaCity oder (damals) Van Hool, bleibt man auch besser auf dem Linienweg.
Ahlhaus war nunmal seinerzeit der Bürgermeister, also musste er das Proejkt beenden.
Das hätte er aber nicht getan, wenn die Grünen die Koalition nicht aufgekündigt hätten.
Insofern haben die Grünen das Ende der Straßenbahn voll zu verantworten.
Zitat
AJL
Ahlhaus war nunmal seinerzeit der Bürgermeister, also musste er das Proejkt beenden.
Das hätte er aber nicht getan, wenn die Grünen die Koalition nicht aufgekündigt hätten.
Insofern haben die Grünen das Ende der Straßenbahn voll zu verantworten.
Er musste es doch nicht zwangsläufig beenden... Aber die Logik ist ja schon echt spannend. Wenn man das weiter spinnt: Aber die GAL hat (nach eigenen Aussagen) die Koalition wegen Ahlhaus verlassen. Also war er doch schuld. Hätte er sich besser verhalten, hätte die GAL nicht die Koalition beendet, und es gäbe heute die Stadtbahn.
Zitat
STH

Ahlhaus war nunmal seinerzeit der Bürgermeister, also musste er das Proejkt beenden.
Naja zum wohle seiner Wählerschaft, die Autofahrenden, hat er das gemacht. CDU und Straßenbahn, wie Föhn und Wanne. Klar kann man der GAL vielleicht eine Mitschuld geben, man verlässt ja nicht einfach eine geschlossene Koalition. Ahlhaus war aber auch etwas untypisch für einen Hamburger Bürgermeister. Fette Villa, kam aus Süddeutschland und hoffierte seine Frau als "First Lady". Sowas gab es ja in Hamburg sonst eher weniger.
Zitat
Kirk
Zitat
STH

Ahlhaus war nunmal seinerzeit der Bürgermeister, also musste er das Proejkt beenden.
Naja zum wohle seiner Wählerschaft, die Autofahrenden, hat er das gemacht. CDU und Straßenbahn, wie Föhn und Wanne. Klar kann man der GAL vielleicht eine Mitschuld geben, man verlässt ja nicht einfach eine geschlossene Koalition. Ahlhaus war aber auch etwas untypisch für einen Hamburger Bürgermeister. Fette Villa, kam aus Süddeutschland und hoffierte seine Frau als "First Lady". Sowas gab es ja in Hamburg sonst eher weniger.

Olaf Scholz ist verantwortlich das wir keine Straßenbahn mehr haben denn die Pläne waren fest und kurz davor denn ersten Abschnitt zu bauen
Genau - und die Erde ist eine Scheibe und wenn die Segler nicht aufpassen, fallen sie hinten runter.
Spannend hier :-). Die Schuldfrage hatten wir bereits vor 15 Jahren ausführlich diskutiert. Letztlich hat Scholz gegen den Widerstand der SPD und natürlich der dann oppositionellen Grünen die Planung in die Tonne getreten. O-Ton: "Wir können uns eine Straßenbahn nicht leisten, da wir schon die S4 bauen."

Was haben wir heute? Keine Straßenbahn (Eröffnung wäre 2013 gewesen) und keine S4. Stattdessen eine teure U-Bahn, die laut Scholz ohne spürbare Einschränkungen gebaut werden kann :-).

Es ist schon traurig diese Entwicklung, zumal man andernorts sehen kann wie schnell eine Tram dann doch fahren kann, wenn man erstmal loslegt.

Bespiel München: Spatenstich Westtangente Juni 2024, Eröffnung erster Teilabschnitt Februar 2026. Leitungen und Layout von Hauswand zu Hauswand ändern, neue Hauptwasserleitung unter die Trasse legen, Autobahnbrücken erneuern, Bahnunterführung mit Tram ausstatten etc. pp. Die Gesamtstrecke mit 8,3 km und 17 Haltestellen geht bis Ende 2028 in Betrieb nach gut 4,5 Jahren. 1. Stadtratsbeschluss war allerdings auch im März 1991 (einstimmig). Nach ewigen Verzögerungen durch CSU und SPD wird es dann fast 40 Jahre gedauert haben, wobei 10-15% auf die eigentliche Bauzeit entfallen :-).

Beispiel Turmstraße Berlin: Baubeginn August 2021, fertig September 2023. Das ganze für lächerliche 33 Mio. bei 2,2 km Strecke.

Allein der Bahnhof Barmbek-Nord an der Nordheimstraße: Baubeginn März 2024, Baugrube bis vsl. 2033 lt. Hochbahnblog.

Bahnhof "Baumschule Pasing" bei der U5-Verlängerung in M: Baubeginn mit Schlitzwandarbeiten in 2022, Rohbau 2028 fertig, Eröffnung 2030.
Zitat
trains-fan
Olaf Scholz ist verantwortlich das wir keine Straßenbahn mehr haben denn die Pläne waren fest und kurz davor denn ersten Abschnitt zu bauen

So isses!

Denn, so O-Ton Scholz, einen U-Bahnbau, hört man nicht und sieht man nicht. Und Forist Samstag ist trotzdem wieder am Nölen, weil er mal wieder die Fahne hochhalten muss und ihm wie immer nichts besseres einfällt.

Und was die vorher erwähnte Tram nach Kirchdorf-Süd betrifft, mit der hatte Günter Elste noch versucht, die auch von ihm gewollte und für gut befundene Straßenbahn einzuführen. Leider hat der Straßenbahnhasser Scholz ihn rausgeschmissen, als Elste ihm diesen Vorschlag – Arbeitstitel Wilde 13 – gemacht hatte. Danach hat Günter Elste seinen Abschied von der Hochbahn eingereicht.


@NVB Ich dachte immer, Elster wäre von sich aus regulär mit 67 in den Ruhestand gegangen. Gibt es eine Quelle, die belegt, dass er gegangen worden ist?

Also strenggenommen ist auch Scholz nicht dran schuld, dass die Straßenbahnpläne ad Acta gelegt worden sind, sondern der Wähler, der Scholz gewählt hat. Stand ja im SPD-Wahlprogramm drin.
Zitat
STH
@NVB Ich dachte immer, Elster wäre von sich aus regulär mit 67 in den Ruhestand gegangen. Gibt es eine Quelle, die belegt, dass er gegangen worden ist? ...


Nein, natürlich ist Elste aus freien Stücken gegangen, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Scholz hatte ihn nur mit dem Plan der Wilden 13 rausgeschmissen, weil Scholz das auf keinen Fall wollte.


Zitat
STH
... Also strenggenommen ist auch Scholz nicht dran schuld, dass die Straßenbahnpläne ad Acta gelegt worden sind, sondern der Wähler, der Scholz gewählt hat. Stand ja im SPD-Wahlprogramm drin.


Da hast Du sicherlich Recht, doch es gab ja etliche in der SPD, die trotzdem die Straßenbahn wollten.
Moin,

30.11.2010: Entscheidung Bgm Ahlhaus, die Stadtbahnplanung zu beenden
hier auf Bahninfo, 30.11.2010
Spiegel, 30.11.2010
Abendblatt, 01.12.2010
Daraus Zitat:
Zitat

Ich bin nicht bereit, ein Projekt gegen die Widerstände der Hamburger fortzuführen, das vor allem dem ehemaligen Koalitionspartner wichtig gewesen ist", sagte Ahlhaus.

15. Dezember 2010: Beschluss der Bürgerschaft zur

Neuwahl Bürgerschaft 20 Februar 2011

07. März 2011: Wahl Olaf Scholz' zum 1. Bürgermeister

23. März 2011: Wahl der Senatoren (Senat Scholz )I

Also, man kann sich ja gerne an Scholz politisch-gesellschaftlich abarbeiten - aber eine politische Entscheidung des seinerzeitigen Bürgermeisters dem Nachfolger "unterzuschieben", das ist offensichtlich der Versuch von Verdummung.
Zitat
Sonnabend
Also, man kann sich ja gerne an Scholz politisch-gesellschaftlich abarbeiten - aber eine politische Entscheidung des seinerzeitigen Bürgermeisters dem Nachfolger "unterzuschieben", das ist offensichtlich der Versuch von Verdummung.

Das mag ja sein, dass Ahlhaus beschlossen hat, die Straßenbahn nicht mehr zu bauen. Aber nach dem Regierungswechsel hat Olaf Scholz die Absicht zum Bau der Straßenbahn in HH nicht wieder aufgenommen und somit endgültig "in die Tonne getreten". Er hat sie sozusagen "beerdigt", obwohl es möglich gewesen wäre sie zu bauen. Also wer schiebt hier wem etwas unter?
Zitat
Sonnabend
Moin,

30.11.2010: Entscheidung Bgm Ahlhaus, die Stadtbahnplanung zu beenden
hier auf Bahninfo, 30.11.2010
Spiegel, 30.11.2010
Abendblatt, 01.12.2010
Daraus Zitat:
Zitat

Ich bin nicht bereit, ein Projekt gegen die Widerstände der Hamburger fortzuführen, das vor allem dem ehemaligen Koalitionspartner wichtig gewesen ist", sagte Ahlhaus.

15. Dezember 2010: Beschluss der Bürgerschaft zur

Neuwahl Bürgerschaft 20 Februar 2011

07. März 2011: Wahl Olaf Scholz' zum 1. Bürgermeister

23. März 2011: Wahl der Senatoren (Senat Scholz )I

Also, man kann sich ja gerne an Scholz politisch-gesellschaftlich abarbeiten - aber eine politische Entscheidung des seinerzeitigen Bürgermeisters dem Nachfolger "unterzuschieben", das ist offensichtlich der Versuch von Verdummung.

Moment. Das stimmt nicht ganz! Die CDU konkretisierte diese oben verlinkten Berichte wenige Tage später dahingehend, dass sie das Planfeststellungsverfahren für die erste Stadtbahnstrecke doch nicht gestoppt habe. Die Christdemokraten sprachen nur noch davon, dass die weiteren – über das Planfeststellungsverfahren des ersten Bauabschnitts hinausgehenden – Stadtbahnplanungen vorübergehend eingestellt seien. Bürgermeister Ahlhaus betonte im NDR, dass er an der Idee einer Stadtbahn in Hamburg generell festhalte – allerdings mit einer veränderten Streckenführung. Angesichts der Verkehrsprobleme führe an der Stadtbahn kein Weg mehr vorbei, so Ahlhaus. Siehe: [www.nahverkehrhamburg.de]

Gestoppt wurde das Planfeststellungsverfahren dann erst von Olaf Scholz nach seiner gewonnenen Bürgerschaftswahl am 6.5.2011: [www.nahverkehrhamburg.de]

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Jeden Morgen um 6:30 die wichtigsten Mobillity-News & HVV-Updates per E-Mail: nahverkehrhamburg.de/newsletter-home
Christoph Ahlhaus konnte das Projekt Stadtbahn im November 2010 stoppen, stieß aber genau auf die juristische und bürokratische Hürde, die das sofortige Ende der Planungen durch die Hamburger Hochbahn AG tagelang verzögerte.

Nach dem Platzen der schwarz-grünen Koalition und der Entlassung der Grünen-Senatorin Anja Hajduk passierte im Detail Folgendes: Der politische Stopp: Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) verkündete am 30. November 2010 das Aus für das grüne Lieblingsprojekt der Stadtbahn. Er wies die Hamburger Hochbahn AG schriftlich an, die Planungen sofort einzustellen. Das juristische Problem: Die Hochbahn teilte rechtlich mit, dass sie die Planungen gar nicht ohne Weiteres einstellen durfte. Formell war dafür ein Beschluss des Aufsichtsrates der Hochbahn notwendig. Die fehlende Senatorin: Die Vorsitzende dieses Aufsichtsrates war bis zu ihrer Entlassung am Tag zuvor Anja Hajduk (Grüne/GAL). Weil sie und ihre Staatsrätin nicht mehr im Amt waren, war der Aufsichtsrat der Hochbahn vorübergehend handlungs- und führungslos.

Es gab schlicht niemanden, der die entscheidende Sitzung zur Beendigung des Projekts rechtssicher einberufen oder leiten konnte. Das Ergebnis: Die Planer bei der Hochbahn mussten aus rechtlichen Gründen zunächst tagelang weiterarbeiten, obwohl der Bürgermeister das Projekt politisch bereits beerdigt hatte. Erst nachdem die CDU den Aufsichtsrat mit neuen Vertretern besetzte und die Gremien formal zustimmten, trat der Planungsstopp endgültig in Kraft.

Nach der anschließenden Bürgerschaftswahl im Frühjahr 2011 übernahm die SPD unter Olaf Scholz die Regierung und verwarf die Stadtbahn-Pläne. Keine andere Partei hätte diese Pläne übernommen. Auch Ahlhaus hat gegenüber der Presse erklärt, das er die Pläne so nicht umsetzen würde. Aber es ist natürlich für einige die erfolglose Grundlage jemanden dafür verantwortlich machen zu können. Zwar sehr billig, aber wenn man sonst auch nicht auf die Reihe bekommt, ist das nun mal so.
Scholz hat sich gegen eine erneute Planung einer Stadtbahn entschieden und stand zu dieser Zeit sicher nicht alleine damit da.

Der Baustopp erfolgt nur zwei Tage nach dem Bruch der ersten schwarz-grünen Koalition auf Landesebene, als die Grün-Alternative Liste (GAL) das Bündnis verlässt. Ahlhaus begründet den Schritt mit massiven Bedenken bezüglich der Wirtschaftlichkeit und starkem Protest betroffener Anwohner.

Die wichtigsten Hintergründe zum Stadtbahn-Stopp:

Das Projekt: Die Stadtbahn gilt als das wichtigste verkehrspolitische Kernprojekt der Grünen (GAL) im schwarz-grünen Koalitionsvertrag von 2008. Sie soll als moderne Niederflur-Straßenbahn das Hamburger Nahverkehrsnetz ergänzen.

Der Ablauf des Stopps: Unmittelbar nach dem Koalitionsaus nutzt Ahlhaus seine verbleibende Regierungszeit ohne die Grünen, um mehrere ökologische Vorhaben zu kippen. Für die Stadtbahn sind zu diesem Zeitpunkt bereits rund 8 Millionen Euro an Planungskosten geflossen.

Die Begründung der CDU: Ahlhaus betont, er sei nicht bereit, ein millionenschweres Großprojekt „gegen den Willen der Bürger“ durchzusetzen. Zudem sieht die Hamburger CDU das Verkehrsmittel angesichts hoher Kosten bei relativ kurzen Strecken als unwirtschaftlich an.

Aber nicht wenige Tage später!
Dann die Strategische Kehrtwende vor der Neuwahl: Ende Dezember 2010 – im beginnenden Wahlkampf für die vorgezogene Bürgerschaftswahl im Februar 2011 – ruderte Ahlhaus leicht zurück. Er behauptete, das Verkehrsmittel Stadtbahn sei für ihn "nicht erledigt", sprach sich jedoch für eine völlig veränderte, alternative Trassenführung aus. Diese politische Volte führte zu scharfer Kritik der Opposition und beschädigte die Glaubwürdigkeit des Projekts nachhaltig.
Selbst wenn die Presse hier nun unterschiedliches angibt, ist es von der Rolle her völlig egal, denn der Strick kam so oder so am 06.05.2011.


Ende Oktober 2010 kam der Antrag für das Planfeststellungverfahren, man rechnete bis Ende 2011 mit einer Planfeststellung. Man wollte dann 2012 anfangen und die erste Strecke sollte Ende 2014 in den Betrieb gehen, nicht 2013. Ist schon mehr als arm da Beispiele aus Städten bringen zu wollen, wo eine schon vorhanden war.

Der Bund gab ein positives Zeichen für eine Förderung, es gab aber noch keinen Bescheid.

Hier war somit noch nichts fest und in trocknen Tüchern gewesen, wie es immer behauptet wird.
Das wäre erst mit dem Planfestellungsbeschluss gewesen. Also um Ende 2011.

Und in der Zeit war auch schon die Bürgerinitiative gegen die Stadtbahn mit Andreas Wagener da und hat später noch der taz gegenüber erklärt, das es ein kurzes Gespräch (wo steht da nicht bei) mit Scholz gab, wo er klar gemacht habe, das er alle rechtlichen Wege gehen wird um das Projekt zu verhindern, über Jahre zu Klagen und das auch bis zum Volksbegehren durchgezogen hätte.

Das Scholz weder die Pläne der Grünen, was auch keine andere Partei gemacht hätte, so zu übernehmen, die Stimmung dafür eh im Keller war, noch eine weitere Stadtbahn bauen wollte, war sein gutes Recht.
Aber die Schuld für alles immer wieder in die Schuhe zu schieben, das macht man nur um einen Anklagen zu wollen, damit man irgendwo seinen Frust loswerden kann.
Bemängeln kann man, das es ein Tabu Thema in der Zeit war. Aber er war bis 2018 in Hamburg und bei Peter Tschentscher ist es nichts anderes. Die Fegebank kam mal mit zwei Strecken an und hat dafür Fahrradwege versprochen bekommen.

Und ob Mitte der 2020er Jahre eine Stadtbahn durch Osdorf gefahren wäre, ist reine Spekulation, sonst nichts.

Und, es ist weiterhin kein Thema, obwohl man gerade mit der U5 eine oder zwei richtige Tangenten planen könnte, die einfach fehlen. Aber nun zwei Buslinien als Tangenten zu trennen, macht ja auch so einen Sinn. Ein 5 Minuten Takt zwischen Veddel-Rothenburgsort-Burgstraße als eine Alternative verkaufen zu wollen, ist schon genial. Da ist mit der Ersatzlinie 554 ein 20 Minuten Takt und das zum Berliner Tor mit wesentlich größerer Verteilung, die aber mehr als halbleer durch die Gegend kurven. In der Nebenzeit fuhr man dort mit den Linien 107/261 einen 40 Minuten Takt. Es gibt kein Verlangen der Leute zwischen Veddel und Rothenburgsort. Wenn die S-Bahn mal wieder nicht fährt, dann stehen überall welche und haben keine Alternative, das rechtfertig keine 5 Minuten Straßenbahn.
Das löst wirklich unsere ÖPNV Probleme. Man fährt mit dem Bus bis Kelle, darf dann auf die andere Seite, die Bahn ist weg und man hat 7 Minuten Minus. Ist aber mit einer Supergeschwindigkeit 7 Minuten eher in Altona. Genau mein Humor! Und was ist mit den Fahrgästen über Kelle-Eppendorfer Marktplatz (ach ja, das geht ja gar nicht)-Goldbekplatz-Hofweg-Mundsburg-Burgstraße? Da darf der Bus die Hauptlast fahren, da die Bahn bis Borgweg fährt und die Leute dann an der Mundsburg noch einmal umsteigen dürfen. Und die Osdorfer machen erst msl nee Stadtrundfahrt und dürfen Stellingen umsteigen. Da möchte ich mal konkrete Baupläne sehen.
Und ja, das ist meine Meinung und eigentlich einiges mehr dazu, was ich auch anmerken und schreiben darf.

Beispiel:
Bergedorf-Mümmel-Billstedt-Jenfeld-Tonndorf-Farmsen-Seilshoop-Rübenkamp-Eppendorf-UKE-Siemersplatz-Niendorf.
Rothenburgsort-Innenstadt-weiter?
Da gibt es genug, wo msn richtig wad bewegen könnte, als verkehrsstarke Linien nur zu Trennen.

Wenn man nur bis Borgweg die U5 baut, wie wäre dann der NKF?
Wenn der unter 1 fällt, dann muss man doch damit rechnen, das der Bund seine 3 Mrd. Euro Fördergeld wieder zurück fordert? Wer zahlt das dann pus den 25% Eigenanteil?



12 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.2026 13:15 von Heiko T..
Zitat
Heiko T.
... Wenn man nur bis Borgweg die U5 baut, wie wäre dann der NKF? Wenn der unter 1 fällt, dann muss man doch damit rechnen, das der Bund seine 3 Mrd. Euro Fördergeld wieder zurück fordert? Wer zahlt das dann pus den 25% Eigenanteil?


Der fällt nicht unter 1, denn der war noch nie höher als 0,45. Den miesen Wert wollte man ja mit dem Weiterbau nach oben treiben. Wenn man jatzt aus Geldmangel die U5 ab Borgweg oder Saarlandstraße auf der U3 weiterlaufen lassen würde, kann man ja den gleichen Trick wie bei der U4 anwenden, denn die Verlängerung bis zur Horner Geest hat auch nie 1 erreicht. Doch mit der Gesamtlinie Horner Geest – Elbbrücken gelang es wohl. Dass das Mittelstück schon fertig und finanziert war, scheint in Berlin keiner gemerkt zu haben.

Ansonsten insgesamt ein schöner und sehr informativer Beitrag, danke!


Zitat
Heiko T.
... Und, es ist weiterhin kein Thema, obwohl man gerade mit der U5 eine oder zwei richtige Tangenten planen könnte, die einfach fehlen. Aber nun zwei Buslinien als Tangenten zu trennen, macht ja auch so einen Sinn. Ein 5 Minuten Takt zwischen Veddel-Rothenburgsort-Burgstraße als eine Alternative veeraufen zu wollen, ist schon genial. Da ist mit der Ersatzlinie 554 ein 20 Minuten Takt und das zum Berliner Tor mit wesentlich größerer Verteilung, die aber mehr als halbleer durch die Gegend kurven. In der Nebenzeit fuhr man dort mit den Linien 107/261 einen 40 Minuten Takt. Es gibt kein Verlangen der Leute zwischen Veddel und Rothenburgsort. Wenn die S-Bahn mal wieder nicht fährt, dann stehen überall welche und haben keine Alternative, das rechtfertig keine 5 Minuten Straßenbahn. ...


Du spielst auf die "Neuordnung" der Buslinien zur U5 an, vermute ich mal? Als ich erst jetzt den Schlussbericht vom Mai 2023 zur Nutzen-Kosten-Untersuchung für die U-Bahn-Linie U5 [suche.transparenz.hamburg.de] (Seite 25) gelesen hatte, habe ich mich auch gefragt, wer sich das denn ausgedacht hat? Auch die Kompletteinstellung der M6. Wenn erst einmal die Massen vom Goldbekplatz jeden Tag, also auch im hamburgischen Nieselregen, zur Haltestelle Jarrestraße "wandern" müssen, dann kommt garantiert Freude auf. Auch ansonsten strotzt die Seite nur so von Fehlern (siehe beispielsweise Buslinie 8) oder ist zumindest missverständlich abgefasst.
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