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Wann Comeback der Straßenbahn?.
geschrieben von trains-fan 
Zitat
NVB
Du spielst auf die "Neuordnung" der Buslinien zur U5 an, vermute ich mal? Als ich erst jetzt den Schlussbericht vom Mai 2023 zur Nutzen-Kosten-Untersuchung für die U-Bahn-Linie U5 [suche.transparenz.hamburg.de] (Seite 25) gelesen hatte, habe ich mich auch gefragt, wer sich das denn ausgedacht hat? Auch die Kompletteinstellung der M6. Wenn erst einmal die Massen vom Goldbekplatz jeden Tag, also auch im hamburgischen Nieselregen, zur Haltestelle Jarrestraße "wandern" müssen, dann kommt garantiert Freude auf. Auch ansonsten strotzt die Seite nur so von Fehlern (siehe beispielsweise Buslinie 8) oder ist zumindest missverständlich abgefasst.

Moin,

zur Neuordnung von Busverkehren zeichnen sich in den Planungsunterlagen des LSBG und Vorhabenträgern durchaus schon Dinge ab. Auch wenn wir thematisch damit eigentlich ins Busforum abbiegen müssten...

- Es gibt offenbar Pläne, die Metrobuslinie 20 nach Steilshoop zu führen, das könnte die 26 auf ihrem westlichen Ast ersetzen.
- damit könnte man zugleich die bauzeitlich komplett über die Fuhle geführte Linie 7 komplett streichen und nur die 37 übrig lassen. (Gibt ja auch noch die 17...)
- Es gibt offenbar zwischenzeitlich ad acta gelegte, aber in Plänen weiterhin nicht verbaute / trotzdem berücksichtigte Ideen, eine X26 Rahlstedt - Langenfelde anzubieten
- Es werden derzeit im Bereich Bramfeld/Hinschenfelde/usw diverse Vorleistungen für eine Linie 117 Bramfeld Heukoppel - Wandsbek-Gartenstadt - Am Stadtrand - Horner Geest geschaffen (neue Querverbindung U4/U5), die könnte vielleicht nächstes Jahr schon kommen? Dabei handelt es sich um fertige Bushaltestellen, nur ohne Mast und Fahrgastunterstand.
- die Buskehre Heukoppel (künftig wohl U Bramfeld) ist ausreichend dimensioniert für Großraumgelenkbusse, dh die 26 könnte von Osten kommend dorthin verkürzt werden

Wenn man im Parldok und LSBG-Planungen mitliest, kann man grobe Richtungen sicher schon erkennen, jedenfalls was die Neuordnung von Verkehren nach Inbetriebnahme der U5-Ost angeht. Aber bis dahin wird noch viel Wasser die Elbe herunterfließen.

Das mal als Exkurs zu Busverkehren nach U5-IBN im Straßenbahnthread abseits des Busforums. :D

VG

DT5 Online - Seit 2012 die Website rund um Hamburgs Nahverkehr: [www.dt5online.de]
Der NKF liegt bei 1.23 für die Gesamtstrecke fest und die Fördergelder laufen durch dem Bund. Das ist ja schon der Zwang das man bis zum Ende eigentlich bauen müsste.
Ob der nun so liegt, oder angezweifelt wird, ist im Moment nicht relevant.
Einen NKF konnte ich nirgendwo im Netz für die Strecke Bramfeld bis Borgweg ermitteln.
Ob die 16,5 Mrd. reichen werden, steht auf einem anderen Blatt und gehen nicht morgen aus.
Auch bei Neubau von Straßenbahnlinien ist die vorher kalkulierte Summe keine Garantie, die insofern ohne Puffer abgegeben wird.

Die Antwort auf die Frage, wenn man nur bis Borgweg baut, kann man davon ausgehen, das die 3 Mrd. Euro an Fördergelder zurückgefordert werden.
Wer will die dann bezahlen, zu den 25% an Eigenanteil?
Man zahlt somit knapp 4 Mrd. Euro, wähend man bei den 16,5 Mrd. um die 4,125 Mrd. für die Gesamtstecke zahlen müsste?

Zusätzliche Kosten kommen für die U5 dazu, wenn man nur bis Borgweg baut.
Werkstatt, Abstellfläche, Personal wird für den Betrieb der Einheiten benötigt.


Straßebahnpläne A bis D.
Ich schrieb über die Neuordnung der Straßenbahnlinien A bis D, die in der Verlinkung zur "Die Linke" hier eingefplegt wurde. Und dort gibt es keine Verbesserungen, sondern wichtige Fahrgasströme werden zwangläufig getrennt werden.
Dazu waren meine Bedenken aufgeschrieben worden.

Zudem bedeutet es, das die Anlagen Veddel, Tunnelbereich, Rothenburgsort, Burgstraße, Mundsburg, Borgweg, Kelle, Altona Stellingen, Niendorf und ein paar Brücken komplett neu aufgebaut werden müssten.
Und da nehme ich mal die Anlage Harburg, was ja nun richtig schnell umgesetzt wird.


Über die die Neuordnung der U5 kann man noch nicht viel drüber lesen.
Die Linie 5 soll insoweit eingestellt werden. Dort vetkehrt dann ja noch die Linie 4.
Der Abschnitt Siemersplatz zum Niendorf Markt soll durch eine Buslinie bleiben.
Die Linien 6/17 und andere Linien sollen entlastet oder geändert werden.
Eine Verbindung Goldbekplatz in Richtung Innenstadt, kann auch die Linie 17 übernehmen.
Also, da mache ich mir bei der Planung der HOCHBAHN keine Sorgen.

Die U5 wird nun gebaut und dadurch werden sich Linienänderungen ergeben.
Aber genau hier hätte man die Möglichkeit der Politik und den Bürger klarzumachen, das eine oder zwei Tagenten um es Rund zu machen würden und wichtig wären.
Genau hier hat man einen Grund den man eigentlich nicht anzweifen kann.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.2026 12:57 von Heiko T..
Zitat
AJL
Die Grünen haben das fast sichere Comeback der Straßenbahn 2010 leider für alle Zeiten zerstört.
Alles was danach gefaselt wurde war einfach nur Phantasterei und sonst nichts.
Das wird sich zu unseren Lebzeiten auch nie mehr ändern.

Das stimmt einfach nicht. Die schwarz-grüne Koalition hat die Straßenbahnpläne so schnell wie möglich vorran getrieben und die Straßenbahn stand vor der Planfeststellung. In der CDU war die Straßembahn zwar umstritten aber Ole stand dahinter. Nur als er dann aus ganz anderen Gründen genug hatte und zurück getreten ist gab es halt in der CDU keine Mehrheit mehr für die Straßenbahn - oder halt auch für schwarz-grün, was nun wirklich damals ganz selten und nicht unumstritten war
Moin,

Zitat
Christian H.
...
Moment. Das stimmt nicht ganz! Die CDU konkretisierte diese oben verlinkten Berichte wenige Tage später dahingehend, dass sie das Planfeststellungsverfahren für die erste Stadtbahnstrecke doch nicht gestoppt habe. Die Christdemokraten sprachen nur noch davon...Siehe: [www.nahverkehrhamburg.de]
...

daddeldu ist mit "siehe".
Hier schlägt wieder die Bezahlschranke für (angeblich?) öffentlich getätigte Äußerungen zu.
Zitat
christian schmidt
Zitat
AJL
Die Grünen haben das fast sichere Comeback der Straßenbahn 2010 leider für alle Zeiten zerstört.
Alles was danach gefaselt wurde war einfach nur Phantasterei und sonst nichts.
Das wird sich zu unseren Lebzeiten auch nie mehr ändern.

Das stimmt einfach nicht. Die schwarz-grüne Koalition hat die Straßenbahnpläne so schnell wie möglich vorran getrieben und die Straßenbahn stand vor der Planfeststellung. In der CDU war die Straßembahn zwar umstritten aber Ole stand dahinter. Nur als er dann aus ganz anderen Gründen genug hatte und zurück getreten ist gab es halt in der CDU keine Mehrheit mehr für die Straßenbahn - oder halt auch für schwarz-grün, was nun wirklich damals ganz selten und nicht unumstritten war

Ohne dem Aufkündigen der Koalition wären die Pläne weiter umgesetzt worden. Erst hinterher stoppte die CDU die Planungen.
Man kann es verdrehen wie man will - die Grünen haben die Straßenbahn aus grössenwahnsinniger Machtgier einfach für alle Zeiten abgeschenkt .
Um noch einen weiteren Schuldigen zu präsentieren: Die SPD unter Klose 1978.
Zitat
STH
Um noch einen weiteren Schuldigen zu präsentieren: Die SPD unter Klose 1978.


Klose war von 1974 bis 1981 Bürgermeister in Hamburg.
Da waren die Weichen schon lange gestellt gewesen und die Stadt war Pleite, sonst hätte man mit dem U-Bahnbau der U4 nach Osdorf angefangen. Da war an Straßenbahnmaterial nicht mehr viel brauchbares übrig geblieben, da man nur noch geflickt hatte und von den Triebwagen mal abgesehen, wenn die nicht noch einmal überlackiert wurden.

Man sollte immer von der Zeit und den damaligen Stand und den Verlauf zu heute unterscheiden.
Hinterher ist es immer leichter über etwas zu urteilen.

Zudem hatte die HHA den Übergang logistisch und personell jahrelang vorbereitet. Neue Dieselbusse waren bereits angeschafft, Linienpläne umgestellt und das Personal für den Busbetrieb umgeschult worden. Ein plötzlicher Stopp des Programms hätte zu logistischem Chaos und massiven Vertragsstrafen bzw. Fehlinvestitionen bei den Bussen geführt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.2026 16:43 von Heiko T..
Schuld hat der Senat von 1955 und irgendwie die Bevölkerung Hamburg selbst ,denn die Menschen wussten man konnte die Abschaffung verhindern was natürlich scheiterte und anstatdessen eine Museumstrassenbahnlinie zu bauen schickte man die V6E nach Schöneberger Strand,Skjoldeansholm und San Francisco.
Dann einigen wir uns doch darauf, dass "Schwarz-Grün-Rot" in ihrem "Machtgeschacher" die Stadtbahn (Straßenbahn) "versenkt" haben unter Mitwirkung von Bürgerinitiativen. Soweit die Vergangenheit und nicht die "alle Ewigkeit"! Und was sagt die "Verkehrswissenschaft"? Ist es sinnvoll in Hamburg wieder ein Straßenbahnnetz "erwachsen" zu lassen? Im Zuge des nächsten "Wirtschaftswunders" vielleicht? Im Rahmen eines "Groß-Hamburger Gesamt-Verkehrsplanes" für die nächsten 100 Jahre? Oder organisieren wir den Verkehr in Kürze ganz anders mit "fliegenden Autos", betrieben mit Neutrino-Voltaik? [www.youtube.com]
Zitat
trains-fan
Schuld hat der Senat von 1955 und irgendwie die Bevölkerung Hamburg selbst ,denn die Menschen wussten man konnte die Abschaffung verhindern was natürlich scheiterte und anstatdessen eine Museumstrassenbahnlinie zu bauen schickte man die V6E nach Schöneberger Strand,Skjoldeansholm und San Francisco.

Es wäre vielleicht angebrachter, wenn man sich erst über etwas informiert, als dauernd nach allem nachzufragen und hier im Thread nur drauf los zu schreiben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.2026 16:33 von Heiko T..
Moin,

Zitat
Alter_Wedler
...Und was sagt die "Verkehrswissenschaft"? Ist es sinnvoll in Hamburg wieder ein Straßenbahnnetz "erwachsen" zu lassen?
...

Willkommen in der Realität.
"Die Verkehrswissenschaft" "sagt", dass es g... wäre, ein Straßenbahnnetz zu haben.
"Die Verkehrswissenschaft" kümmert sich aber einen [Wort nach belieben einsetzen] um Realisierung, Finanzierung, Konkurrenzen im urbanen Siedlungsraum, politische Mehrheiten usw.
Ist eben eine Elfenbeinturmwissenschaft. Um das andere Gedöns muss sich dann eben "man" kümmern.
Zitat
Sonnabend
Moin,

Zitat
Alter_Wedler
...Und was sagt die "Verkehrswissenschaft"? Ist es sinnvoll in Hamburg wieder ein Straßenbahnnetz "erwachsen" zu lassen?
...

Willkommen in der Realität.
"Die Verkehrswissenschaft" "sagt", dass es g... wäre, ein Straßenbahnnetz zu haben.
"Die Verkehrswissenschaft" kümmert sich aber einen [Wort nach belieben einsetzen] um Realisierung, Finanzierung, Konkurrenzen im urbanen Siedlungsraum, politische Mehrheiten usw.
Ist eben eine Elfenbeinturmwissenschaft. Um das andere Gedöns muss sich dann eben "man" kümmern.

Es ist nur zulässig andere in der Realität willkommen zu heißen, wenn wir uns selbst in ihr befinden!

Ich kenne Verkehrswissenschaftler, die ganz klar sagen: "Ja, Straßenbahn in Hamburg ist sinnvoll, auch wenn wir sie noch nicht haben."

U5 haben wir ja auch noch nicht und dafür ist angeblich genug "anderes Gedöns" da!

Um das "andere und grundsätzliche Gedöns" haben wir uns alle zu kümmern und kümmern sich viele "Verkehrswissenschaftler" durchaus auch.
Im Wesentlichen geht es um die Einsicht, den "Willen" und darum, die (finanziellen) Mittel DAFÜR (und nicht GEGENJEMAND, z.B. Krieg) einzusetzen.
Aber wir verlassen hier den Boden des "Verkehrs". Über das "andere Gedöns" darf man hier nicht ausführlich schreiben. Man gilt dann auch schnell als "Gedöns-Theoretiker"! Deshalb bleibt es hier beim "verkehrswissenschaftlichen" Austausch ohne viel Gedöns.
Zitat
Sonnabend
"Die Verkehrswissenschaft" "sagt", dass es g... wäre, ein Straßenbahnnetz zu haben.
"Die Verkehrswissenschaft" kümmert sich aber einen [Wort nach belieben einsetzen] um Realisierung, Finanzierung, Konkurrenzen im urbanen Siedlungsraum, politische Mehrheiten usw.

Es gibt zahlreiche Abhandlungen über die Straßenbahn als ganzheitliche städtebauliche Maßnahme. Da werden sehr wohl über Raumneuaufteilungen, Finanzierungsstrukturen, Realiserungszeiträume und Umsetzung geschrieben. Bis hin zu soziotopischen Fallstudien. Jedes Tram-Projekt wird im Anschluss evaluiert, was entsprechende Erkenntnisse über sich verändernde Mobilitätsverhalten, wirtschaftliche Auswirkungen auf die Mikoökonomie, soziale Aspekte mitbringt. Allein der Wikipedia-Artikel zur Renaissance der Straßenbahn enthält 81 Querverweise. Nur weil man keine wissenschaftlichen Abhandlungen kennt, heißt das nicht, dass es keine gibt.

Moin,

Zitat
Florian Schulz
...
Es gibt zahlreiche Abhandlungen über die Straßenbahn als ganzheitliche städtebauliche Maßnahme. Da werden sehr wohl über Raumneuaufteilungen, Finanzierungsstrukturen, Realiserungszeiträume und Umsetzung geschrieben. Bis hin zu soziotopischen Fallstudien. ...
Nur weil man keine wissenschaftlichen Abhandlungen kennt, heißt das nicht, dass es keine gibt.

Das habe ich überhaupt nicht in Abrede gestellt.
Aber, die von dir erwähnten "Abhandlungen" (das ist ja nun auch keine wissenschaftliche Kategorie) sind eben keine verkehrswissenschaftlichen Abhandlungen sondern diese betrachten verkehrliche Prognosen oder Gegebenheiten eben aus ihrem wissenschaftlichen Blickwinkel.
Nur, weil man die Tiefe niedergeschriebener Gedankengänge beim oberflächlichen Lesen nicht erkennt, muss man dem Autor keine Unkenntnis unterstellen.
Zitat
Sonnabend
"Die Verkehrswissenschaft" kümmert sich aber einen [Wort nach belieben einsetzen] um Realisierung, Finanzierung, Konkurrenzen im urbanen Siedlungsraum, politische Mehrheiten usw.
Ist eben eine Elfenbeinturmwissenschaft. Um das andere Gedöns muss sich dann eben "man" kümmern.

Zitat
Sonnabend
Nur, weil man die Tiefe niedergeschriebener Gedankengänge beim oberflächlichen Lesen nicht erkennt, muss man dem Autor keine Unkenntnis unterstellen.

Bitte Dein eigenes Zitat (das 2.) auf Dich selbst (bzw. das 1. Zitat und die darin enthaltene Unterstellung) anwenden! Danke!
Eng mit der Entwicklung der Straßenbahn verknüpft war der sogenannte Hamburg-Block, der von 1953 bis 1957 den Senat stellte und entgegen den Plänen der SPD, die Straßenbahn abzuschaffen, noch drei neue Linien baute und etliche Strecken sanierte, was teilweise einem Neubau gleich kam.

Danach kam wieder die SPD und setzte ihr geplantes Zerstörungswerk fort. Da wurden nach nur wenigen Jahren sogar gerade neugebaute Strecken wieder stillgelegt. So richtig an Personen festmachen, lässt sich das nicht. Es gab durchaus Persönlichkeiten, welche die Straßenbahn beibehalten wollten und welche, die sie um jeden Preis loswerden wollten.

Wobei es auch bei der SPD damals noch niemanden gab, der die Straßenbahn so verdammte wie später Scholz. Es war eher so, dass bei den (Straßen-)Neubauten in Hamburg immer irgendwo Straßenbahngleise im Weg waren und man sich ständig vorrechnete, wie teuer das wäre, wenn man die Gleise an den "Störstellen" erhalten würde.

Es gab dann mehrere Versuche, ein Restnetz zu erhalten. Sie kamen von jemanden, der als Totengräber der Straßenbahn in die Geschichte eingegangen ist, zu Unrecht, wie man heute weiß. Nur am Rande, die zweitwichtigste Linie nach der Niendorfer Linie 2 war die Linie 14 als Alsterhalbring zur Veddel.

Die verschiedenen Versuche, die Straßenbahn wieder einzuführen, sind letzten Endes an den ständig wechselnden Mehrheiten gescheitert. Hamburg ist nicht nur die einzige Großstadt ohne Straßenbahn, sondern auch die einzige ohne einen anständigen Verkehrsentwicklungsplan. Günter Elste, der seiner Zeit immer voraus war, hatte damals gewarnt, sich auf die enge Ohlsdorfer Straße mit den sich dort abzeichnenden Protesten festzulegen. Er wollte sicherheitshalber die auch schnellere Strecke über Lattenkamp mitbetrachten, doch die damalige Verkehrssenatorin wusste bekanntermaßen alles besser. Und so kam wie es kommen musste.

Noch etwas zu CDU vor Ahlhaus: Bis auf zwei waren alle Stadtteil"fürsten" aus vollem Herzen für die Straßenbahn. Dagegen waren nur Ahlhaus und Wankum. Das Pech war nur, dass Anja Hayduk absolut beratungsresistent war.

Und nun zu Scholz: Abgesehen davon, dass ihm eine Straßenbahnphobie nachgesagt wird, hat er sich die Straßenbahn-Abkehr mit dem "modernsten Bus-System" erschlichen und dann, als das Ganze in die Grütze ging, mit dem U-Bahnbau, wo er gelogen hat, dass sich die Balken gebogen haben. Die seinerzeitige Begründung war seine Behauptung, dass es mit der Straßenbahn nur Ärger gibt und im Gegensatz dazu von dem U-Bahnbau keiner was mitbekommen würde.

Dass der Straßenbahnbau nur einen kleinen Bruchteil des U-Bahnbaus kostet, wesentlich schneller und mit deutlich geringeren Behinderungen vonstatten geht, hatte man damals eben nicht wahr haben wollen.
Und das ist alles kalter Kaffee. Man sollte aber auch hier fair sein, denn die CDU und die FDP haben den Grundsatzbeschluss zur schrittweisen Einstellung der Hamburger Straßenbahn im Jahr 1958 mitgetragen und unterstützt.
Im Jahr 1958 wurde Hamburg von einer Koalition aus SPD und FDP regiert, obwohl die SPD eine absolute Mehrheit hatte. Und gerade die FDP war damals eine treibende Kraft hinter dieser Verkehrspolitik gewesen. Nur, das fällt warum auch immer hinten runter, es ist immer allein die SPD gewesen.

Es war Scholz sein gutes Recht dagegen zu sein (also von der Praxis her) und seine Geschichte als Ersatz war schon eine sehr schlechte Ausrede gewesen. Keine Frage, ist aber auch Geschichte. Tschentscher macht es nicht anders, wo ist da also ein Unterschied.
Der ist nun solange dabei wie vorher Scholz und es hat sich nach dem Wegang von Scholz nichts, aber auch gar nichts geändert. Auch wenn ein paar wenige Leute zu der Zeit was ganz anderes meinten und damit richtig Baden gegangen sind.

Die Politik (gerade hier) tickt nun mal anders und Tjarks ist ja auch ein super Verkehrssenator.
Das ist ja nun auch nicht nur im ÖPNV Bereich so, wo man sich bei einigen Sachen an den Kopf fassen könnte.
Zitat
Heiko T.
Es war Scholz sein gutes Recht dagegen zu sein (also von der Praxis her) und seine Geschichte als Ersatz war schon eine sehr schlechte Ausrede gewesen.

Wunderschön! Hausfrauen(plusquam)perfekt und "der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" in einem Satz!


Gruß, Matthias
Zitat
masi1157

Wunderschön! Hausfrauen(plusquam)perfekt und "der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" in einem Satz!
Gruß, Matthias

Määäh.
Zitat
AJL
Ahlhaus war nunmal seinerzeit der Bürgermeister, also musste er das Proejkt beenden.
Das hätte er aber nicht getan, wenn die Grünen die Koalition nicht aufgekündigt hätten.
Insofern haben die Grünen das Ende der Straßenbahn voll zu verantworten.

Der Grund des Endes der Koalition war de-facto die CDU. Genauer gesagt der Rücktritt des CDU-Finanzsenator - bei der Vorstellung des Haushaltes! Damit war die CDU am Ende. Die GAL wartete noch 2 Tage, ob es denn noch Signale der CDU gab wie man weiter regieren könnte (ein Haushalt braucht man ja nun doch…) Gab es aber nicht.

Das Ende der Straßenbahn war reine Rache der CDU
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