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Frage zur Reaktivierung der Heidekrautbahn zwischen Basdorf - Wilhelmsruh
geschrieben von Bahnfreund Schranke 
Zitat
DerMichael
Es geht direkt weiter in Wilhelmsruh:
1) Schwellen und Gleise wurden geliefert

Die Schwellen hatte ich schon am Dienstag aus der S-Bahn gesehen, aber ich hatte den Fotoapparat nicht schnell genug draußen und hab leider auch vergessen, es gleich hier mitzuteilen.

Trotzdem Danke für die unermüdliche Fotodokumentation.
Ein Beispiel, dass man Nägel mit Köpfen machen kann, als Vorleistung. Denn das Planfeststellungsverfahren für weitere Abschnitte ist ja noch lange nicht durch.
Schotter next!


Wasserbau!

Diesem seitlichen Graben, teils auch auf der linken Seite vorhanden, steht das Giebelhaus definitiv im Wege.


Über diese hohe Gasse führt der Mauerweg (schlecht zu erkennen).


Erde wird angefahren für den Grabenbau, natürlich rückwärts.


Heute wurden weitere Abschnitte an der Spundwand betoniert und auf dem Bahnsteig wird gerade die hintere Abschlusskante aufgebaut.
Zitat
Heidekraut
Wasserbau!

Diesem seitlichen Graben, teils auch auf der linken Seite vorhanden, steht das Giebelhaus definitiv im Wege.

Der nordwestliche Teil der Entwässerung im Anschluss an diesen Graben ist offenbar verrohrt und dürfte wsl. in Richtung Nord / Nordost abknicken und über den östlichen Grundstücksteil des Hauses zur Hertzstraße führen. Oder aber das Rohr führt in ausreichender Tiefe direkt an der Fundamentecke des Hauses vorbei und ist so kein Problem für die Bahntrasse bzw. umgekehrt.
Am nordwestlichen Ende des Grabens meine ich auch einen Kanalschacht mit Deckel im Bild zu erkennen.(?)

Dann also kein Problem für das Haus.

Und: Vielen Dank für deinen Bildbericht!!!

Gruß
Die Ferkeltaxe



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2026 10:51 von Ferkeltaxe.
Ja, die geplante Verrohrung habe ich auch bemerkt. Was soll man auch anders machen. Ich frage mich aber, ob eine Bebauung so dicht an die Trasse heranragen darf. Klar, auf der anderen Seite haben wir die Brandmauer der Werkhalle, die übrigens entkernt ist und wohl einer neuen Verwendung zugeführt werden wird. Auf der linken Seite im Bild befindet sich ein gleicher Graben (nicht mehr zu sehen), der dann aber auf die Werkhallenmauer stößt. Also da wird dann vermutlich keine Entwässerung möglich sein.

Interessant, auf dem Bild wie tief der Boden ausgehoben wurde, um den Schotteraufbau zu ermöglichen. Sicherlich ca. 1 m wenn nicht noch mehr. Gespannt bin ich auch auf die Lösung des dann im Norden anschließenden Bahnübergangs. Wird man nur eine Signalanlage bauen oder aber einen beschrankten Bahnübergang an der Einfahrt zum Pankowpark?
Wir haben ja zunächst mal mit beiden Gebäuden links und rechts der Trasse Bestandsbauten, also südwestlich die alte Halle und nordöstlich das Haus. Die standen nach meinen Infos auch schon vor dem Mauerbau genau so dort. Einem alten Gleisplan (Sven Okas hatte ihn mal in einem seiner YouTube-Videos mit gezeigt) ist zu entnehmen, dass früher südöstlich vor dem Haus ein Stumpfgleis vom Bahnhof Wilhelmsruh her mit Prellbock endete. Und die eigentliche Streckentrasse der Heidekrautbahn führte schon damals mittendurch zwischen den beiden Gebäuden. Diese Trasse ist zwischen Hertzstraße und dem östlichen Ende des früheren BB-Geländes formal wohl auch ein Wiederaufbau.

Profilfreiheit für das neue Streckengleis dürfte also von vornherein gegeben gewesen sein. Gut, heute haben wir in Vielem veränderte Anforderungen und Rahmenbedingungen. Wenn aber diese beiden Gebäude heute stören würden, wäre das Haus Hertzstr. 59 schon der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Zumindest teilweise.

Wie im Luftbild bei Google Maps ebenfalls zu sehen ist, besteht kein Grund zur Sorge, die Breite der "Gasse" könnte nicht ausreichen. An der engsten Stelle sind es gut 6 Meter. Und diese befindet sich nicht an der Ecke des eigentlichen Hauses, sondern beim zu sehenden Nebengebäude. Man beachte auch den alten Gleisrest in der Hertzstraße:

Edit Forummaster: Google-Maps-Screenshot entfernt

Gruß
Die Ferkeltaxe



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2026 21:27 von Forummaster Berlin.
Den Gleisplan habe ich mit dem Prellbock. Aber ich bin immer noch der Meinung, dass das Gibelhaus erst später dort hingebaut wurde. So meine Erinnerung. Auf dieser Seite der Strecke endete die Bebauung mit dem Mietshaus, das heute noch dort steht. Wir hatten das schon mal besprochen. Nicht unbedingt nach 1961, sondern schon früher, denn der Zugverkehr an der betreffenden Stelle war schon früher eingestellt worden.

Es ist ja auch offenkundig, dass die NEB-Strecke älter ist, als das Giebelhaus, aber wohl nicht älter als die Werkhalle und das nächste Mietshaus.

Da das Haus Hertzstr. 59 jetzt als Baulogistik funktioniert, ist gar nicht gesagt, dass es stehenbleiben wird.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2026 15:54 von Heidekraut.
Das Häuschen gehört ja wohl der NEB, wie ebenfalls hier schon zu lesen war.

Ich bin aber der festen Meinung, dass man nicht erst die Trasse und das Gleis an dieser Stelle inkl. gebäudenah verlaufender Entwässerung errichtet, um dann anschließend das sie einschränkende Haus oder wenigstens dessen Ecke abzureißen. Das wäre etwas sinnfrei. Man muss dazu ja auch mit an den Keller ran - sofern die Hausecke unterkellert ist.

Auf der anderen Seite habe ich ja vorhin schon nachvollziehbar dargelegt, dass das Haus nicht stört. Selbst dann nicht, wenn hier später Zugverkehr stattfindet. Warum sollte man es also abreißen? (Seinen Zustand freilich kann ich aus der Ferne nicht einschätzen.) Möglicherweise wird es ja das künftige Bahnhofs- bzw. Sozialgebäude der NEB für den Hp. Wilhelmsruh?? ;-)

Wann wurde denn der Zugverkehr auf der Heidekraut-'Stammtrasse' zwischen Hertzstr. und früherem Bhf. Wilhelmsruh (inkl.) tatsächlich eingestellt? Meiner Kenntnis nach erst 1963, also ca. 2 Jahre nach den ersten Grenzzäunen dort, da ja alles im Osten gelegen war. Man verschärfte nur immer weiter das Grenzregieme und schloss dann eben auch dieses Stück Strecke mit Bhf. wegen der Lage im Grenzgebiet. Später wurde der Personenverkehr hier auch noch in Etappen von der DR weiter gen Norden zurückgezogen.

--> Weiß jemand Genaueres zum Einstellungszeitpunkt des Bhf. Wilhelmsruh der Heidekrautbahn und des Streckenstücks ab Hertzstr. zum Bhf.?

Gruß
Die Ferkeltaxe
Wir wissen es nicht, ebenso wenig, ob das Haus immer schon der NEB gehörte.

Die Einstellung des Rangierbahnhofs Wilhelmsruh betrifft ja vor allem den Güterverkehr. Der wurde nicht erst beim Mauerbau eingestellt.

Eine andere Frage, die mich wieder umtreibt, ist: Warum man nicht die NEB direkt am S-Bahnsteig halten lässt. Wenden könnte man dann in Schönholz. Schließlich funktioniert das in Karow mit der gleichen Bahn ja auch. Hält und wendet am S-Bahnsteig in der Gegenrichtung. Das wäre doch viel mehr Komfort für den Fahrgast. Hat man bestimmt abgelehnt mit dem Hinweis, dass die Bahn in Zukunft ja bis Gesundbrunnen fahren soll. Aber das erlebt doch niemand mehr, der heute am Leben ist.
Ist es denn sicher, dass das Haus zumindest heute der NEB gehört?

Bzgl. der Einstellung des Streckenstücks von der Herzstraße bis in den Bhf. Wilhelmsruh ging es mir eigentlich um den Personenverkehr an den beiden Gleisen des dortigen überdachten (!) Bahnsteigs. Und da meine ich mich an 1963 zu erinnern...

Gruß
Die Ferkeltaxe
Der Halt am S-Bahnsteig wäre max. am nordwärtsführenden Gleis möglich. Vom S-Bahnsteig Wilhelmsruh bis Schönholz müsste die Heidekrautbahn also im Gegengleis verkehren. Oder aber südlich des S-Bahnsteigs in das Gleis stadteinwärts wechseln bis Schönholz. Das wird die DB sicher nicht wollen auch wegen der möglichen Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr. Und wegen der dafür erforderlichen technischen Erweiterungen. Zudem ist die Heidekrautbahn eine Privatbahn, die man eher unwillig in die DB-Infrastruktur integriert. Außerdem ist die aktuell gültige Planfeststellung erstmal nur für die Lösung ohne eine Form der Anbindung an die Nordbahn der DB erfolgt und wir müssen ja froh sein, dass wenigstens dies gebaut wird...

Gruß
Die Ferkeltaxe
Gegengleis tut sie doch auch in Karow. Aber ansonsten hast Du recht. Es hätte vermutlich die Planfeststellung noch viel länger gedauert, wenn man die DB mit eingebunden hätte. In Karow war ja die Situation schon von der Reichsbahn geschaffen.
Zitat
Ferkeltaxe
Der Halt am S-Bahnsteig wäre max. am nordwärtsführenden Gleis möglich. Vom S-Bahnsteig Wilhelmsruh bis Schönholz müsste die Heidekrautbahn also im Gegengleis verkehren. Oder aber südlich des S-Bahnsteigs in das Gleis stadteinwärts wechseln bis Schönholz. Das wird die DB sicher nicht wollen auch wegen der möglichen Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr. Und wegen der dafür erforderlichen technischen Erweiterungen. Zudem ist die Heidekrautbahn eine Privatbahn, die man eher unwillig in die DB-Infrastruktur integriert. Außerdem ist die aktuell gültige Planfeststellung erstmal nur für die Lösung ohne eine Form der Anbindung an die Nordbahn der DB erfolgt und wir müssen ja froh sein, dass wenigstens dies gebaut wird...

Privatbahn oder nicht spielt keine Rolle. Ziel ist es, die S-Bahn weitgehend zu entflechten. In Strausberg ist das bereits gelungen, in Birkenwerder und Karow zumindest angedacht. Problematik ist neben der betrieblichen Beeinträchtigung und unterschiedlichen Zugsicherungssystemen vor allem die Bahnsteighöhe. Insofern ist es sinnvoll einen getrennten Bahnsteig zu errichten, um einen barrierefreien Fahrzeugzugang und zu schaffen und die Unabhängigkeit in der Fahrplanplanung zu ermöglichen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Aber das Umsteigen wird dann zur Tortur.
Zitat
Heidekraut
Wir wissen es nicht, ebenso wenig, ob das Haus immer schon der NEB gehörte.

Die Einstellung des Rangierbahnhofs Wilhelmsruh betrifft ja vor allem den Güterverkehr. Der wurde nicht erst beim Mauerbau eingestellt.

Eine andere Frage, die mich wieder umtreibt, ist: Warum man nicht die NEB direkt am S-Bahnsteig halten lässt. Wenden könnte man dann in Schönholz. Schließlich funktioniert das in Karow mit der gleichen Bahn ja auch. Hält und wendet am S-Bahnsteig in der Gegenrichtung. Das wäre doch viel mehr Komfort für den Fahrgast. Hat man bestimmt abgelehnt mit dem Hinweis, dass die Bahn in Zukunft ja bis Gesundbrunnen fahren soll. Aber das erlebt doch niemand mehr, der heute am Leben ist.

Du hast schon bemerkt, dass mit der S85 dort im 5 Minuten Abstand gefahren wird?
Die S-Bahn wird kaum einem solchen Zwangspunkt zustimmen.
Ist in Karow weniger los?
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