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Spandau wieder mit Straßenbahn?
geschrieben von Bahnknoten 
Zitat
Pedalritter

So wirklich vermissen tut hier im fernen Spandau niemand eine Tram. Es gäbe, wie so oft schon durchgekaut, auch nur sehr wenige Korridore und der Hauptknackpunkt bleibt die Führung am Rathaus Spandau und Altstädter Ring, ohne das es zum totalen Verkehrschaos kommt.

Wenn es so ist, dürfte es daran liegen, dass hier die wenigsten Menschen eine praktische Vorstellung von einem Straßenbahn-System haben. Ich fahre jeden Tag mit dem M45 nach und von Spandau zur Arbeit. Es vergeht keine Woche, wo ich mir nicht wünsche, dass diese Linie endlich wieder zur Straßenbahn wird. Obwohl der M 45 noch zu den "problemloseren" Buslinien gehört, ist das Angebot trotz der relativ dichten Takte nicht wirklich attraktiv: volle, enge Busse, in denen Kinderwagen und Rollstühle kaum hineinpassen, ständige Pulkbildungen an Nachmittagen, ruckartige Fahrweisen von teilweise unfreundlichen Busfahrern gehören zum Alltag. Und als geübter Radfahrer kann man auch die Reise-Geschwindigkeit des M45 locker topppen.

In meinem Kollegenkreis wird immer wieder über die Spandauer Busse gemeckert - über Probleme, die es mit der Straßenbahn so nicht (oder zumindest weniger ausgeprägt) gäbe. Nur kennt dort eben kaum jemand Straßenbahnen aus eigener Erfahrung. Wenn es anders wäre - und darin bin ich mir absolut sicher - gäbe es weit und breit niemanden, der für den Bus plädieren würde :-) ...
Und wohin soll die Straßenbahn ab Spandau fahren?
Über Golm, Potsdam und Teltow zum BER.
Zitat
Henning
Zitat
Wollankstraße
die Straßenbahn zum Hauptbahnhof kommt erst mit knapp 10 Jahren Verspätung.

Die Straßenbahn zum Hauptbahnhof kommt höchstwahrscheinlich nächstes Jahr. Das sind dann ziemlich genau neun Jahre Verspätung.

Neun sind doch knapp zehn.
Zitat
Bovist66

Wenn es so ist, dürfte es daran liegen, dass hier die wenigsten Menschen eine praktische Vorstellung von einem Straßenbahn-System haben. Ich fahre jeden Tag mit dem M45 nach und von Spandau zur Arbeit. Es vergeht keine Woche, wo ich mir nicht wünsche, dass diese Linie endlich wieder zur Straßenbahn wird. Obwohl der M 45 noch zu den "problemloseren" Buslinien gehört, ist das Angebot trotz der relativ dichten Takte nicht wirklich attraktiv: volle, enge Busse, in denen Kinderwagen und Rollstühle kaum hineinpassen, ständige Pulkbildungen an Nachmittagen, ruckartige Fahrweisen von teilweise unfreundlichen Busfahrern gehören zum Alltag. Und als geübter Radfahrer kann man auch die Reise-Geschwindigkeit des M45 locker topppen.

Das was du hier aufzählst, kann dir mit einer Tram ebenso passieren bzw. hängt doch sehr stark von den eingesetzten Fahrzeugen ab. Auf dem M45 sind die Gelenbusse m.M. fehl am Platz und sollten wieder gegen Doppeldecker ausgetauscht werden. Am besten wären die dreiachsigen Lion's City wie sie auf dem M37 verkehren.


Zitat
Bovist66
In meinem Kollegenkreis wird immer wieder über die Spandauer Busse gemeckert - über Probleme, die es mit der Straßenbahn so nicht (oder zumindest weniger ausgeprägt) gäbe. Nur kennt dort eben kaum jemand Straßenbahnen aus eigener Erfahrung. Wenn es anders wäre - und darin bin ich mir absolut sicher - gäbe es weit und breit niemanden, der für den Bus plädieren würde :-) ...

Eine Tram in Spandau würde nur auf den in älteren Beiträgen schon genannten Korridoren verkehren und nicht den Bus pauschal ersetzen. Auch würde das alte Tramnetz nicht wieder 1:1 aufgebaut.
Für lange Strecken, also z.B. dem M45 von Rathaus Spandau bis Ernst Reuter Platz würde ich lieber in einem Doppeldecker oben sitzen, weil man weit mehr Ruhe hat als im Ein-/Ausstiegsbereich oder dazwischen.
In Berliner Tramzügen und Eindeckern gibt es keine Zonen für Langstreckenfahrgäste.

Gruß
Markus

*** Berlins Straßen sind zu wichtig um sie dem ÖPNV allein zu überlassen ***



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.2014 20:14 von Pedalritter.
Mädels! Fangt jetzt bitte bloß nicht wieder eine Diskussion zu diesem bescheuerten Thema an.
Zitat
Grenko
Mädels! Fangt jetzt bitte bloß nicht wieder eine Diskussion zu diesem bescheuerten Thema an.

Wenn doch wirst du es nicht verhindern können und lesen mußt du es auch nicht!

Gruß
Markus

*** Berlins Straßen sind zu wichtig um sie dem ÖPNV allein zu überlassen ***
Zitat
Pedalritter

Für lange Strecken, also z.B. dem M45 von Rathaus Spandau bis Ernst Reuter Platz würde ich lieber in einem Doppeldecker oben sitzen, weil man weit mehr Ruhe hat als im Ein-/Ausstiegsbereich oder dazwischen.
In Berliner Tramzügen und Eindeckern gibt es keine Zonen für Langstreckenfahrgäste.

Doppeldecker wären m.E. für den M45 aus zweierlei Gründen weniger geeignet: Zum einen handelt es sich um eine Linie mit vergleichsweise starker Inanspruchnahme durch "Rolli-Fahrer", zum anderen durch Fahrgäste mit Kinderwagen. Zum anderen dominieren auf dem M45 eher die Kurzstreckenverkehre - ich bin sozusagen als Stammkunde von Königin Elisabeth-Straße bis Klosterstraße fast schon die Ausnahme. Und noch etwas: Nicht wenige Fahrgäste steigen mit "IKEA-Last" in den Bus. Für das alles sind Doppeldecker nicht die richtige Lösung. Weil eben auf einer weiten Länge des M45 ein freier breiter Mittelstreifen zur Verfügung steht, ist der Ersatz der Linie durch eine Straßenbahnlinie nahe liegend - spätestens dann, wenn das Straßenbahnnetz von Norden her wieder den Bf Zoologischer Garten erreicht (man wird doch wohl ´mal träumen dürfen :-) ).
Zitat
Bovist66
Doppeldecker wären m.E. für den M45 aus zweierlei Gründen weniger geeignet: Zum einen handelt es sich um eine Linie mit vergleichsweise starker Inanspruchnahme durch "Rolli-Fahrer", zum anderen durch Fahrgäste mit Kinderwagen.

Genau für diese Klientel bietet doch der Doppeldecker erheblich mehr Platz als ein Eindecker.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Bovist66
Doppeldecker wären m.E. für den M45 aus zweierlei Gründen weniger geeignet: Zum einen handelt es sich um eine Linie mit vergleichsweise starker Inanspruchnahme durch "Rolli-Fahrer", zum anderen durch Fahrgäste mit Kinderwagen.

Genau für diese Klientel bietet doch der Doppeldecker erheblich mehr Platz als ein Eindecker.

Hallo zusammen,

ich fahre in Berlin selten Bus, aber neulich wieder: Ich finde, dass gerade in den DL-Doppeldeckern gemessen an der Fahrzeuggröße unten recht wenig Platz für Kinderwagen, Rollis usw. ist. Da könnte man m.E. noch ein paar Sitze herausnehmen.

Viele Grüße
Manuel
Na in die DL passt da schon einiges rein. Aber oft sind die Fahrgäste rücksichtslos und nehmen mehr Platz ein, als nötig....

Na zum Thema barrierefreiheit und Kinderwagen ist schon in den letzten Jahren (Jahrzehnten) viel passiert. Ich erinnere nur an die DE-Busse mit Treppen vorn und hinten, Türschranken hinten und Platz nur für einen Kinderwagen (von der Möglichkeit im D2U mal abgesehen)......Ganz klar, man könnte heute noch mehr machen. Ich hab in Bezug auf Kinderwagen oft den Eindruck, daß die immer größer werden und immer mehr Platz brauchen.....Eine Umgestaltug des Innenraumes mit Heckeinstieg für diese Fahrgäste wäre zu begrüßen. Oft ist in der Mitte alles voll und nach hinten kommt man nicht durch. Den überflüssigen Zwangseinstieg vorne abzuschaffen (wie schon oft angemerkt) würde auch Abhilfe schaffen

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Viele Grüße aus Wedding
Zitat
manuelberlin
Ich finde, dass gerade in den DL-Doppeldeckern gemessen an der Fahrzeuggröße unten recht wenig Platz für Kinderwagen, Rollis usw. ist. Da könnte man m.E. noch ein paar Sitze herausnehmen.

Hallo!

Das ist technisch aber unmöglich. Oder du baust im Bus einen Hublift ein, der die Rollis dann auf die Podeste hebt. ;-)

Mit freundlichen Grüßen und in diesem Sinne
Euer Bürgermeister
Zitat
manuelberlin
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Bovist66
Doppeldecker wären m.E. für den M45 aus zweierlei Gründen weniger geeignet: Zum einen handelt es sich um eine Linie mit vergleichsweise starker Inanspruchnahme durch "Rolli-Fahrer", zum anderen durch Fahrgäste mit Kinderwagen.

Genau für diese Klientel bietet doch der Doppeldecker erheblich mehr Platz als ein Eindecker.

Ich finde, dass gerade in den DL-Doppeldeckern gemessen an der Fahrzeuggröße unten recht wenig Platz für Kinderwagen, Rollis usw. ist. Da könnte man m.E. noch ein paar Sitze herausnehmen.

Also ich komme ja auch äußerst selten in die Verlegenheit, mit einem Doppeldecker zu fahren und weiß auch nicht, wieviel verschiedene Bauarten es da gibt. Aber jedesmal, wenn ich in so einen Doppelstockbus einsteige (meist M46, M48, M85), bin ich neidisch auf die große Tanzfläche, die sich da unten drin, zwischen den ersten beiden Türen befindet, während es bei den Eindeckern lediglich gegenüber der zweiten Türe ein "Mehrzweckabteil" gibt.
Zitat
Wollankstraße
Ich erinnere nur an die DE-Busse mit Treppen vorn und hinten

Die DE-Busse hatten nur eine Treppe in der Mitte.
Zitat

Die DE-Busse hatten nur eine Treppe in der Mitte.

Hast Recht Henning, hab mich da in der Formulierung vertan

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Viele Grüße aus Wedding
Hallo allerseits,
dieses hier zur Kenntnis:

"Bezirksbürgermeister Kleebank begrüßt die Pläne einer Straßenbahn nach Spandau

Pressemitteilung vom 23.06.2015
Bezirksbürgermeister Kleebank begrüßt die Pläne einer Straßenbahn nach Spandau: „Es wäre großartig, wenn Spandau an das Berliner Straßenbahnnetz angeschlossen werden könnte.“

Bezirksbürgermeister Kleebank über die Planungen des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, bezüglich einer Straßenbahnerweiterung nach Spandau: „Ich freue mich, dass Spandau in das Konzept einer Streckenerweiterung einbezogen ist. Diese Planung ist ein möglicher Weg, um dem wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Auch die Spandauer Bevölkerung wächst stetig und immer mehr Menschen ziehen hierher. Es ist daher zwangsläufig notwendig, dass auch die Infrastruktur den neuen Anforderungen angepasst werden muss.“

Laut einem Pressebericht ist langfristig geplant, das Straßenbahnnetz im Westen der Stadt auszubauen. Eine Strecke könnte dann zum Rathaus Spandau fahren."


Außerdem noch dieses hier aus dem BUND-Straßenbahn-Newsletter Juli 2015:

"Spandau
Bezirksamt gegen Straßenbahn-Pläne: Bürgermeister vertrat andere Meinung

Spandau. Die CDU-Fraktion interessierte sich in der Sitzung der
Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 8. Juli für mögliche Pläne, in
der Havelstadt die Straßenbahn wieder zu aktivieren. Die war letztmalig
am 2. Oktober 1967 durch Spandau gefahren.
Mehr:
[www.berliner-woche.de]


Geht man davon aus, daß der sozialdemokratische Bezirksbürgermeister auch die Meinung "seiner" Partei vertritt, werden politische Mehrheiten für die Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs in Spandau wahrscheinlicher.

Noch einen schönen Abend wünscht Euch
Marienfelde
Man soll eine eigenständige zweigleisige Straßenbahnstrecke bauen und eröffnen.
Zwischen S+U Rathaus Spandau und S+U Zoologischer Garten über Klosterstraße – Ruhlebener Straße – Charlottenburger Straße – Spandauer Damm – Otto-Suhr-Straße –
Hardenbergstraße und wird mit Niederflur Zweirichtungsfahrzeuge mit einer Länge von 40.000 mm und einer Breite von 2.400 mm werden hier eingesetzt.
Dabei fehlt ein Straßenbahnbetriebshof, dieser entsteht auf einer Freifläche des Oberhafen an der Straßenkreuzung Schuleinburgstraße/Tiefenwirkung/Am Oberhafen in Spandau (Bushaltestelle Tiefwerderweg Omnibuslinie 131).
Von der Straßenkreuzung Schulenburgstraße/Tiefenwerderweg/Am Oberhafen zum Straßenkreuzung Ruhlebener Straße/Pichelswerder Straße/Schulenburgstraße wird eine zweigleisige Straßenbahnbetriebsstrecke durch die Schulenburgstraße gebaut.
Die man später von der Straßenbahnkreuzung Spandauer Damm/Otto-Suhr-Straße/Kaiser-Friedrich-Straße/Tegeler Weg (Straßenbahnhalte Luisenplatz/Schloss Charlottenburg Metrotramlinie M45, heute Metrobuslinie M45) wird eine weitere zweigleisige Straßenbahnstrecke über Tegeler Weg – Osnabrücker Straße – Kaiserin-Augusta-Allee – Beusselstraße – Turmstraße bis Straßenkreuzung Turmstraße/ Bredowsstraße an die vorhandene zweigleisige Straßenbahnstrecke (Straßenbahnhaltestelle U Turmstraße Metrotramlinie M10) angbunden und gebaut,die über Turmstraße – Rathenower Straße – Invldenstraße geführt wird.
Der Abschnitt S+U Rathaus Spandau und S+U Zoologischer Garten Metrobuslinie M45 wird als Metrotramlinie M45 weiter fahren.
Der andere Abschnitt S+U Rathaus Spandau und Spandau, Johannisstift übernimmt die Metrobuslinie M32 oder Omnibuslinie 135.
Es geht wohl weiter:

Tram-Spandau.de

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Auch wenn ich eine Tram in Spandau persönlich sehr gut fände, doch wenn man ganz ehrlich ist, gibt es doch dutzende Strecken in Berlin, die eine höhere Priorität haben dürften als so ein Inselbetrieb. In Spandau bekommt man durch den autogerechten Umbau der 60er und 70er Jahre schon jetzt einen ziemlich zuverlässigen Busbetrieb hin. Mit relativ wenig Geld könnte man hier noch mehr daraus machen, z.B. Vorrangschaltungen an ausgewählten Stellen oder ein paar Kilometer Busspur mehr.
Zitat
hvhasel
In Spandau bekommt man durch den autogerechten Umbau der 60er und 70er Jahre schon jetzt einen ziemlich zuverlässigen Busbetrieb hin.

Auf welchen Linien soll denn das sein? Alle M+X-Linien sowie 130, 136, 137, 236 und 337 sind bei mir zu 95% in der HVZ verspätet.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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