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Umbau Schöneweide
geschrieben von Logital 
Die Morgenpost greift aktuell die Dauerbaustelle ein weiteres Mal auf - leider hinter der Funke-Paywall...

Zitat
Berliner Morgenpost

Noch lange Bauarbeiten am S-Bahnhof Schöneweide: Das kommt auf Anwohner zu

Treptow-Köpenick. Nachdem der Bahnhof modernisiert und die BVG ihre Gleisschleife fertiggestellt hat, geht es weiter auf dem Vorplatz. Doch das dauert.

Von Philipp Hartmann, Bezirksreporter für Treptow-Köpenick
13.05.2026, 06:00 Uhr


Wer regelmäßig den S-Bahnhof Schöneweide nutzt, kennt es fast schon nicht mehr anders. Baustellen, Absperrungen und Umwege sorgen hier seit Jahren für Einschränkungen. Diese Situation wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern, denn nach wie vor ist viel zu tun. Der Abriss des gesperrten Fußgängertunnels und der Bau eines Fahrradparkhauses stehen auf dem Programm. Weiter in der Zukunft liegen die Sanierung des ehemaligen Empfangsgebäudes und die Neugestaltung des Vorplatzes.
(...)

Viele Grüße
Arnd
Haben denn mittlerweile mal die Arbeiten für das richtige Sozialgebäude für die Fahrerinnen und Fahrer begonnen oder möchte man nun ewig in Containern hausen?

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
Philipp Borchert
Haben denn mittlerweile mal die Arbeiten für das richtige Sozialgebäude für die Fahrerinnen und Fahrer begonnen oder möchte man nun ewig in Containern hausen?

Gute Frage, nach einer mir privat zugegangenen Info des Schönweider Direkt-MdA soll das Ding jetzt erst "ab 2028" gebaut werden. Leider waren Bonde, Herz und Falk bisher aber noch nicht einmal gegenüber dem Abgeordneten Willens oder fähig, das irgendwie zu begründen...

Das Demokratie- oder Transparenzverständnis der CDU liegt einfach noch 10.000m unterhalb der tiefsten Moskauer U-Bahnhöfe. :-(

Viele Grüße
Arnd
Re: Umbau Schöneweide
15.05.2026 22:40
Zitat
sebaldus
Zitat
Arnd Hellinger
Die Morgenpost greift aktuell die Dauerbaustelle ein weiteres Mal auf - leider hinter der Funke-Paywall...

Ich habe den Artikel bei "archive.today" gefunden: https://www.morgenpost.de/bezirke/treptow-koepenick/article411972562/berlin-noch-lange-bauarbeiten-am-bahnhof-schoeneweide-das-kommt-auf-anwohner-zu.html]

Na ja, da ich für die drei seriösen Tageszeitungen dieser Stadt Online-Abos habe und beim nd Gelegenheitszahler bin, bin ich auf solche rechtlich fragwürdigen Archivseiten nicht (mehr) angewiesen. Wenn wir weiterhin einigermaßen werthaltigen Lokaljournalismus diesseits von Facebook-Postings und irgendwelchen Blogbeiträgen haben wollen, müssen wir die Leute auch in die Lage versetzen, von ihrem Beruf zu leben...

Mein Hinweis auf die Paywall richtete sich an Jene, welche kein(e) Abo(s) eingerichtet haben.

Viele Grüße
Arnd
Re: Umbau Schöneweide
15.05.2026 23:51
Nach meinem Eindruck fehlt eigentlich ein Gesamtkonzept. Das hätte man doch durch einen Architekten- und Städteplanerwettbewerb vorbereiten müssen. Zumindest ein Architekturbüro sollte das Gesamtkonzept erst einmal entwickeln. So wird das doch nur Stückwerk. z.B. finde ich es aus Denkmalsicht dringend geboten, die Überdachung des Tunnelabgangs zurückzubauen. Beim Fahrradparkhaus ist mir nicht wirklich klar, wo es genau stehen wird, und mich deucht, es wird eine Maximalentfernung zu den Bahnsteigen haben. Aber bevor man sich überhaupt daran macht, ein Konzept zu entwickeln, wird das Parkhaus fertig sein.
Zitat

Philipp Borchert am 15.5.2026 um 21.51 Uhr:

Haben denn mittlerweile mal die Arbeiten für das richtige Sozialgebäude für die Fahrerinnen und Fahrer begonnen [...]?

Da ich dort regelmäßig umsteige, habe ich zuletzt Ende März auf eine ähnliche Frage von Arnd mit zwei Fotos im dafür zuständigen Diskussionsfaden geantwortet. Zusammenfassung: Nein.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Heidekraut
Beim Fahrradparkhaus ist mir nicht wirklich klar, wo es genau stehen wird, und mich deucht, es wird eine Maximalentfernung zu den Bahnsteigen haben.

Es soll an der Ecke Michael-Brückner-Straße/Sterndamm entstehen. Zu den Bahnhofszugängen im Sterndamm ist das gar nicht mal so weit; die Kundschaft des Einkaufzentrums in der Schnellerstraße hat es da deutlich weiter.


Zitat
Heidekraut
Aber bevor man sich überhaupt daran macht, ein Konzept zu entwickeln, wird das Parkhaus fertig sein.

Es wird bestimmt mindestens so schön, wie das total verrückte Fahrradhaus in Hamburg.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Bei aller Ironie, es kann schön werden, aber es ist ja nur eine Einzelleistung und hat keinen Bezug zum Gesamtkonzept, da es ein solches offenbar noch nicht gibt, oder?

An die Zugänge unter der Brücke hatte ich nicht gleich gedacht. Für das Einkaufszentrum gibt es doch bestimmt Fahrradbügel. Zur Straßenbahn ist es eher weit.

Wenn man das alte Empfangsgebäude denkmalgerecht wieder herstellen will und außerdem noch sinnvoll nutzen, dann sollte es möglichst frei stehen, meiner Meinung nach. Da wird das Fahrradhaus vielleicht nicht stören. Aber z.B. was wird aus dem Holzanbau, der uns schon mal sehr beschäftigt hat? Also für die Restaurierung wäre auch ein Architekt nötig. Und dann werden sich die diversen Architekten beißen?
Zitat
Heidekraut
Bei aller Ironie, es kann schön werden, aber es ist ja nur eine Einzelleistung und hat keinen Bezug zum Gesamtkonzept, da es ein solches offenbar noch nicht gibt, oder?

Ob es das jemals geben wird? Und müssen Gesamtkonzepte nicht eruiert werden, bevor man mit ihrer Umsetzung beginnt? Wenn ja, ist es jetzt zu spät dafür.


Zitat
Heidekraut
Für das Einkaufszentrum gibt es doch bestimmt Fahrradbügel.

Ja, drei oder vier am Südende gegenüber der Straßenbahnhaltestelle zwischen dem Quarkkeulchenstand und der Erdbeerhütte sowie am nördlichen Eingang noch so einen komischen "Fahrradständer", an dem man sein Gefährt nicht versicherungskonform anschließen kann, wenn man den betreffenden Reifen aufgrund der eingeschränkten Breite überhaupt in die Halterung klemmen kann.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Also brauchen wir ein Fahrradhaus fürs Einkaufzentrum? Aber sonst hast du recht, es ist zu spät. Das kritisiere ich ja. Aber vielleicht wissen wir halt auch nicht alles. ;-(
Re: Umbau Schöneweide
16.05.2026 12:23
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Heidekraut
Aber bevor man sich überhaupt daran macht, ein Konzept zu entwickeln, wird das Parkhaus fertig sein.

Es wird bestimmt mindestens so schön, wie das total verrückte Fahrradhaus in Hamburg.

Na immerhin sieht man in der Visualisierung schon einmal eine prominente Rampe ins Obergeschoss. Wenn jetzt noch die Werkstatt in EG bliebt, dann ist das schon ein voller Erfolg.
Zitat
Heidekraut
Nach meinem Eindruck fehlt eigentlich ein Gesamtkonzept. Das hätte man doch durch einen Architekten- und Städteplanerwettbewerb vorbereiten müssen. Zumindest ein Architekturbüro sollte das Gesamtkonzept erst einmal entwickeln. So wird das doch nur Stückwerk.

Es hätte in Schöneweide schon ab Mitte/Ende der 1990er Jahre - da begann die DB mit ihrem Projekt "Grundsanierung Görlitzer Bahn" und bei Senat/BVG reifte "Wista II" konzeptionell heran - eine zwischen allen Beteiligten koordinierte planerische Herangehensweise gebraucht, aber stattdessen dachte und denkt vorliegend in berlintypischer Manier jede Behörde (DB/EBA, BVG, Bezirksamt, SenXYZ...) nur jeweils genau bis zum Tellerrand ihrer jeweils eigenen Fachzuständigkeit. Das ging sogar soweit, dass sich noch nicht einmal innerhalb des DB-Konzerns die jeweils für Eisenbahnüberführungen, Stellwerke/LST, Verkehrsstationen sowie Empfangsgebäude verantwortlichen Planungs- und Baumenschen auf ein stimmiges Konzept für das "Gesamtkunstwerk Bahnhof Berlin-Schöneweide" einigen konnten - Senat und BVG wiederum brauchten zwei Anläufe, für ihre "Verkehrslösung" eine Planfeststellung zu erlangen. Letztere scheitern derweil seit mittlerweile 3 Jahren am Bau des damals ebendort eigentlich schon komplett mitgeplanten Betriebs- und Sozialgebäudes...

In diesem Projekt war also von Beginn an der Wurm und es mangelt bis heute an gesamtverantwortlicher Koordination.

Viele Grüße
Arnd
Wahrscheinlich ist Berlin einfach zu groß. In normalen Städten wäre das wohl nicht passiert.
Re: Umbau Schöneweide
18.05.2026 18:09
Zitat
Heidekraut
Wahrscheinlich ist Berlin einfach zu groß. In normalen Städten wäre das wohl nicht passiert.

...hier greifen wohl die Phrasen: "Viele Köche verderben den Brei" und "Jeder ist sich selbst der Nächste"

VG
M69
Re: Umbau Schöneweide
18.05.2026 20:18
Ist die Berliner Toilette auf den Busbahnhof am Sterndamm inzwischen wieder aufgebaut worden? Hat da jemand Bilder gemacht?

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Eisern Union!
Zitat
M69
Ist die Berliner Toilette auf den Busbahnhof am Sterndamm inzwischen wieder aufgebaut worden? Hat da jemand Bilder gemacht?

War die denn irgendwann abgebaut? WIMRE war nur der Zuweg während der Bauarbeiten der "Verkehrslösung" in 2023 ein paar Wochen eingeschränkt, die WALL-Toilette aber durchgehend vorhanden...

Viele Grüße
Arnd
Zitat

"M69" am 18.5.2026 um 20.18 Uhr:

Ist die Berliner Toilette auf den Busbahnhof am Sterndamm inzwischen wieder aufgebaut worden?

Zitat

Arnd Hellinger am 18.5.2026 um 22.42 Uhr:

War die denn irgendwann abgebaut? WIMRE war nur der Zuweg während der Bauarbeiten der "Verkehrslösung" in 2023 ein paar Wochen eingeschränkt, die WALL-Toilette aber durchgehend vorhanden...

Ja, die Wall-Toilette war immer erreichbar, wenn auch nicht immer barrierefrei.

Zitat

"M69" am 18.5.2026 um 20.18 Uhr:

Hat da jemand Bilder gemacht?

Äh ja, wenn auch in einem anderen Diskussionsfaden präsentiert. Hier zuletzt lange nach Fertigstellung dieses Bereichs des "Busbahnhofs" am 16. März 2025 (hinten links im Foto zu sehen):


(Webseite mit Vergrößerungsmöglichkeit)

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Moin,

heute wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses die folgende parlamentarische Anfrage nebst Antworten zu einem "Wartehäuschen" für die Haltestelle der Buslinie 165 stadtauswärts auf dem Vorplatz des Bahnhofs Schöneweide veröffentlicht:

Zitat

Anfrage des Abgeordneten Lars Düsterhöft (SPD) vom 7.5.2026 und Antwort vom 27.5.2026: Wenn Fahrgäste im Regen stehengelassen werden - Fehlendes Wartehäuschen am Bahnhof Schöneweide

Vorbemerkung der Verwaltung: Die Schriftliche Anfrage betrifft (zum Teil) Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl um eine sachgerechte Antwort bemüht und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG) um Stellungnahme gebeten. Sie wird in der Antwort an den entsprechend gekennzeichneten Stellen wiedergegeben.

Frage 1: Aus welchem Grund stehen an der Bushaltestelle der Linie 165 in Richtung Müggelschlößchenweg am Bahnhof Schöneweide derzeit keine ausreichenden Wetterschutz- und Sitzmöglichkeiten zur Verfügung?

Frage 5: Wurde geprüft, während des geplanten Umbaus des Bahnhofsvorplatzes temporäre Unterstellmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten einzurichten?

Frage 6: Welche kurzfristigen Maßnahmen sind geplant, um die Situation für die Fahrgäste vor Ort zu verbessern?

Antwort zu 1., 5. und 6.: Auf Grund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 1, 5 und 6 gemeinsam beantwortet.

Die BVG teilt hierzu mit: "Für die Errichtung eines Wartehäuschens an der Haltestelle Schöneweide wurde im Oktober 2024 beim Bezirk ein Antrag auf Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes gestellt, der unserer Kenntnis nach in Prüfung ist."

Solange keine Sondernutzungserlaubnis vorliegt, kann die Einrichtung der Wartehäuschen weder regulär noch temporär erfolgen.

Frage 2: Warum wurden die vorhandenen Wetterschutz- und Sitzmöglichkeiten der ehemaligen Tramhaltestelle abgebaut, obwohl sich dort weiterhin die Bushaltestelle befindet?

Antwort zu 2.: Die BVG teilt hierzu mit: "Die vorhandenen Wetterschutz- und Sitzmöglichkeiten waren in zu großem Abstand zur Bushaltestelle angeordnet und zudem nicht in Fahrtrichtung beziehungsweise nicht zur Haltestelle hin ausgerichtet."

Frage 3: In welchem Zusammenhang steht die derzeitige Situation mit den laufenden sowie der geplanten Bauarbeiten im Bereich des Bahnhofs Schöneweide?

Antwort zu 3.: Die BVG teilt hierzu mit: "Es besteht kein Zusammenhang zwischen den Bauarbeiten und dem Aufstellen eines Wartehäuschens."

Frage 4: Welche Anforderungen gelten bei länger andauernden Baumaßnahmen an wichtigen Umsteigepunkten hinsichtlich Wetterschutz, Sitzgelegenheiten und Barrierearmut für Fahrgäste?

Antwort zu 4.: Entsprechend Kapitel III.2.5.1. des gültigen Nahverkehrsplans des Landes Berlins sind an Bushaltestellen mit hoher verkehrlicher Bedeutung ein Witterungsschutz (Wartehalle oder Bahnsteigdach) sowie Sitzgelegenheiten und/oder Anlehnhilfen in der Regel vorzusehen. Die Errichtung einer Wartehalle ist aber stets von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Bei Störungen und Baustellen ist nach Kapitel III.4.5.3. des Nahverkehrsplans grundsätzlich eine barrierefreie Gestaltung erforderlich.

Frage 7: Wann ist mit einer Verbesserung beziehungsweise einer regulären Ausstattung der Haltestelle zu rechnen?

Antwort zu 7.: Die BVG teilt hierzu mit: "Sobald die Zustimmung des Bezirksamts vorliegt, kann die Errichtung der Wartehalle beauftragt werden. Dabei ist zu beachten, dass hierfür gegebenenfalls zusätzlich eine verkehrsrechtliche Anordnung erforderlich ist."
.

Die Haltestelle der Buslinie 165 (und anderen Buslinien, Haltestellenposition 16) habe ich zuletzt am 17. Juni 2025 fotografiert (man beachte das Daisy-Gerät, das als einziges noch von der Straßenbahnhaltestelle übrig geblieben ist):


(Webseite mit Vergrößerungsgmöglichkeit)

Vor dem Herausnehmen der alten Straßenbahntrasse habe ich nicht so sehr auf die Haltestellen an der Michael-Brückner-Straße geachtet, aber am 18. September 2023 habe ich doch noch ein Foto der Straßenbahnhaltestelle in Fahrtrichtung Brückenstraße aufgenommen. Auch darauf ist das Daisy-Gerät zu erkennen, und damit auch die Nähe der in Frage 2 erwähnten "vorhandenen Wetterschutz- und Sitzmöglichkeiten" zur Haltestelle der Buslinie 165:


(Webseite mit Vergrößerungsgmöglichkeit)

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.2026 08:02 von krickstadt.
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