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Barrierefreier ÖPNV in Berlin
geschrieben von der weiße bim 
Der VBB-BAV wäre ja dann selbst für das alte Aufzugersatz System eine mehr als schlechte Fortsetzung, nur per Telefon und nicht über App.
Bei mir lässt sich problemlos in der Muva App eine Flexfahrt am 1. Januar buchen.
Merkwürdig wenn es den Muva in der bisherigen Form dann gar nicht mehr geben soll

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Eisern Union!
Wurde verlängert bis Ende Februar 2026 meldet der RBB.
S-Bahnhof Betriebsbahnhof Rummelsburg: nur noch 35% Ausfallzeiten des Aufzugs im 2. Halbjahr 2025..,,.
Man prüft wie immer mögliche Verbesserungen.
[www.tagesspiegel.de]
Zitat
M69
Der VBB-BAV wäre ja dann selbst für das alte Aufzugersatz System eine mehr als schlechte Fortsetzung, nur per Telefon und nicht über App.

Wieso ist das so viel schlechter? Man muss sich nicht registrieren und kann im Bedarfsfall dasselbe Gerät nutzen wie zuvor, sich aber eine von mittlerweile hunderten lebensnotwendigen Apps sparen.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Zum Monatsende endet mit dem Muva das nächste Sammeltaxi-Experiment der BVG. Ich habe einen kleinen Rück- und Ausblick gemacht und mal ausgerechnet, dass 2024 jede Fahrgastfahrt das Land Berlin 215 Euro kostete.

Mein Artikel in nd.
Ein Gespräch mit einer regelmäßigen MUVA-Nutzerin im Tagesspiegel: [www.tagesspiegel.de]

Die Erfahrungen kann ich bestätigen, mir ist es auch schon passiert, dass ich für meine Mutter ein barrierefreies Taxi gerufen habe, bei dem dann die Rampe fehlte oder defekt war.

Und das man diesem neuen Dienst a) einen möglichst unmerkbaren Namen und b) keine App, sondern nur eine Hotline gegeben hat, spricht m.M.n. nicht dafür, dass man möglichst viele Nutzende erreichen will.
Vor allem die Idee, erst einmal mögliche Alternativen im Bestandsnetz diskutieren zu müssen anstatt den Fahrdienst bedingungslos bestellen zu können, würde mich abschrecken. Dies lese ich so drastisch jetzt das erste Mal, nachdem ich lange nicht verstehen konnte, worin der Rückschritt liegt. Für mich standen der Wegfall einer notwendigen, mit Registrierung einhergehenden App und die Ausweitung auf Berlin ABC im Fokus, sodass ich erst einmal Vorteile erkannt habe.

Zwar mag MUVA ordentlich Geld gekostet haben, aber eigentlich ist die einzige richtige Lösung sehr viel teurer: Redundanzen bei den barrierefreien Zugängen schaffen und für eine massiv verbesserte Zuverlässigkeit der Aufzüge sorgen. Aber es kann ja auch mit den Schultern gezuckt und auf ein auf absolute Notfälle reduziertes Ersatz"konzept" gesetzt werden.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Zitat
Philipp Borchert
Vor allem die Idee, erst einmal mögliche Alternativen im Bestandsnetz diskutieren zu müssen anstatt den Fahrdienst bedingungslos bestellen zu können, würde mich abschrecken.

Ich frage mich auch ob das rechtlich überhaupt zulässig ist, wenn eigentlich seit 2022 der gesamte ÖPNV barrierefrei sein müsste.
Zitat
nicolaas
Zum Monatsende endet mit dem Muva das nächste Sammeltaxi-Experiment der BVG. Ich habe einen kleinen Rück- und Ausblick gemacht und mal ausgerechnet, dass 2024 jede Fahrgastfahrt das Land Berlin 215 Euro kostete.

Oh, das ist absurd viel Geld, deutet aber darauf hin, dass irgendwer damit gut verdient hat und den an sich sehr sinnvollen Ansatz, Fahrten zu bündeln und für die Menschen, die diese zusätzlichen Leistungen benötigen und/oder nutzen wollen, diskreditiert hat.

Es sind ja durchaus sinnvolle Angebote, die preislich und konzeptionell zwischen der 1:1-Betreuung im Taxi und dem Massenbetrieb des ÖPNV liegen.
Meiner Meinung nach hätte man zum BerlKönig zurückkehren sollen, aber mit den MUVA-Fahrzeugen. Dann hätten die zahlenden Fahrgäste ohne Mobilitätseinschränkungen die MUVA-Fahrten querfinanziert. Und dann keine bescheuerten Bediengebiete einrichten, die sich niemand merken kann und dann doch wieder Uber nutzt.
BVG Muva ist seit gestern Abend Geschichte, es wurde nicht mal wie geplant bis zum 28. Februar Betriebsende gefahren. Seit gestern etwa 20 Uhr sind alle Fahrzeuge eingerückt und es lässt sich keine Fahrt mehr über die App buchen, der letzte Muva war gegen 21.30 Uhr am Alexanderplatz unterwegs. Ich finde auch man hätte mit den Muva Fahrzeugen zum Berlkönig Konzept zurückkehren sollen, so wäre weiterhin eine 100% barrierefreie Lösung flächendeckend verfügbar zu niedrigeren Tarifen als dem Taxitarif. Stattdessen wurde die erst ein Jahr alte Fahrzeugflotte in den letzten Betriebswochen regelrecht zu Schrott gefahren, viele Fahrzeuge hatten auf einmal Getriebeprobleme, Lampen waren abgefallen und Wagen 1050 ist seit geraumer Zeit ohne Feuerlöscher an Bord unterwegs.

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Eisern Union!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.02.2026 10:41 von M69.
Moin,

heute Morgen wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses eine parlamentarische Anfrage nebst Antworten veröffentlicht, die sich nur schwer zitieren lässt, da auf neun Seiten mehrere Tabellen aufgeführt sind. Es geht um eine Abfrage welche Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen seit 2023 barrierefrei ausgebaut worden sind:

Anfrage der Abgeordneten Oda Hassepaß und Catrin Wahlen (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 4.3.2026 und Antwort vom 20.3.2026: Barrierefreie Bus- und Tramhaltestellen

Viele Grüße, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
Moin,

heute Morgen wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses eine parlamentarische Anfrage nebst Antworten veröffentlicht, die sich nur schwer zitieren lässt, da auf neun Seiten mehrere Tabellen aufgeführt sind. Es geht um eine Abfrage welche Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen seit 2023 barrierefrei ausgebaut worden sind:

Anfrage der Abgeordneten Oda Hassepaß und Catrin Wahlen (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 4.3.2026 und Antwort vom 20.3.2026: Barrierefreie Bus- und Tramhaltestellen

Viele Grüße, Thomas

Spannend, vielen Dank.

Interessant finde ich die folgende Antwort, die ich kurz und knapp mit Loriot zur Kenntnis nehmen: Achwas!
Zitat

Frage 3b:
An welchen Stellen sieht der Senat die Möglichkeit zur Effizienzsteigerung?
Antwort zu 3b:
Effizienzsteigernd kann die Zusammenführung von Zuständigkeiten und der zweckgebundene Einsatz der dafür notwendigen Ressourcen wie Finanzmittel und Personal wirken. Als nicht in der erwünschten Form beschleunigend hat sich in den letzten Jahren die Etatisierung von Fördermitteln des Landes für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen in der Hauptverwaltung herausgestellt. Dies führt mitunter zu komplexen Bearbeitungsprozessen durch die verschiedenen zu beteiligenden Verwaltungen. Um den barrierefreien Ausbau der Straßenbahnhaltestellen zu beschleunigen, versucht die BVG – soweit möglich – Projekte zu bündeln. Darüber hinaus findet bei der BVG bzgl. der Arbeitsstrukturen aktuell ein Umstrukturierungsprozess statt.

Nur zur Erinnerung: Die Barrierefreiheit hätte bereits vor 5 Jahren vollständig hergestellt sein müssen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
krickstadt
Heute Morgen wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses eine parlamentarische Anfrage nebst Antworten veröffentlicht, die sich nur schwer zitieren lässt, da auf neun Seiten mehrere Tabellen aufgeführt sind. Es geht um eine Abfrage welche Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen seit 2023 barrierefrei ausgebaut worden sind:

Anfrage der Abgeordneten Oda Hassepaß und Catrin Wahlen (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 4.3.2026 und Antwort vom 20.3.2026: Barrierefreie Bus- und Tramhaltestellen

(...)

Nur zur Erinnerung: Die Barrierefreiheit hätte bereits vor 5 Jahren vollständig hergestellt sein müssen.

Auch wenn sie mein Wunsch ist, wird diese Deine hier geäußerte Rechtsauffassung leider auch durch noch so häufiges Wiederholen nicht zutreffender. Es gibt nach PBefG nämlich nur die Verpflichtung, bis 2021 in den jeweiligen NVP der Aufgabenträger konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Barrierefreiheit verbindlich zu benennen - Realisierungsfristen finde ich dort nicht... :-(

Das ändert natürlich nichts daran, dass ich die in der Antwort seitens Bonde und Falk zum Besten gegebenen Ausflüchte für in keinster Weise akzeptabel halte - gerade die Einlassungen zur Frage 3a lassen deutliches Entschlackungspotenzial in den derzeit praktizierten Abläufen erkennen. Mir ist unersichtlich, warum das in Wegners "Jahrhundert-Verwaltungsreform" nicht angegangen wurde oder wird.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Jay
Zitat
krickstadt
Heute Morgen wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses eine parlamentarische Anfrage nebst Antworten veröffentlicht, die sich nur schwer zitieren lässt, da auf neun Seiten mehrere Tabellen aufgeführt sind. Es geht um eine Abfrage welche Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen seit 2023 barrierefrei ausgebaut worden sind:

Anfrage der Abgeordneten Oda Hassepaß und Catrin Wahlen (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 4.3.2026 und Antwort vom 20.3.2026: Barrierefreie Bus- und Tramhaltestellen

(...)

Nur zur Erinnerung: Die Barrierefreiheit hätte bereits vor 5 Jahren vollständig hergestellt sein müssen.

Auch wenn sie mein Wunsch ist, wird diese Deine hier geäußerte Rechtsauffassung leider auch durch noch so häufiges Wiederholen nicht zutreffender. Es gibt nach PBefG nämlich nur die Verpflichtung, bis 2021 in den jeweiligen NVP der Aufgabenträger konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Barrierefreiheit verbindlich zu benennen - Realisierungsfristen finde ich dort nicht... :-(

Das ändert natürlich nichts daran, dass ich die in der Antwort seitens Bonde und Falk zum Besten gegebenen Ausflüchte für in keinster Weise akzeptabel halte - gerade die Einlassungen zur Frage 3a lassen deutliches Entschlackungspotenzial in den derzeit praktizierten Abläufen erkennen. Mir ist unersichtlich, warum das in Wegners "Jahrhundert-Verwaltungsreform" nicht angegangen wurde oder wird.

Der entsprechende Satz ist sehr eindeutig und lässt wenig Interpretationsspielraum: "Der Nahverkehrsplan hat die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen, für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen.", insofern sehe ich hier auch keine Fehleinschätzung. Natürlich ist es eine bewusste Zuspitzung, allerdings ist der folgende Satz: "Die in Satz 3 genannte Frist gilt nicht, sofern in dem Nahverkehrsplan Ausnahmen konkret benannt und begründet werden.", nicht wirklich (bzw. nur mit sehr viel Wohlwollen) erfüllt. Der Berliner Nahverkehrsplan begründet und benennt nämlich nur sehr allgemein und eben nicht konkret, wie es das PBefG fordert.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Die unzähligen Aufkleber an jedem Bahnaufzug mit dem Hinweis auf den VBB-BAV dürften erhebliches an Geld gekostet haben. Besonders kurios ist es auf Regionalbahnsteigen und vor allem oben auf dem Bahnsteig am Aufzug. Ist dieser außer Betrieb und man ist im Rollstuhl aus dem Zug gestiegen wird wohl kaum nach einem telefonischen Verhör das Taxi auf den Bahnsteig fahren. Man ist trotzdem angewiesen darauf auf den Folgezug zu warten und bis zu einem geeigneten Bahnhof weiter zu fahren. Bestes Beispiel dafür war der am Bahnhof Yorckstraße über Stunden gestrandete Mann im Rollstuhl letzten Sommer bei der kurzfristigen Betriebseinstellung wegen des Sturmtiefs.

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Eisern Union!
Die unzähligen Aufkleber haben vermutlich wohl nur ein Tagesbudget des eingestellten BVG-Muva gekostet.

Und der Einzelfall Yorckstraßen-Strandung bei Sturm (so mies der auch war), steht zum Glück nicht für den Regelfall der barrierefreien Störung eines Aufzugs. Eine Hotline mit Hilfe und Aufzeigen von Umfahrungsalternativen und Taxiorganisation bei unzumutbaren Situationen ist für den normalen Aufzugsausfall genau das richtige.
Zitat
Jay
Zitat

Frage 3b:
An welchen Stellen sieht der Senat die Möglichkeit zur Effizienzsteigerung?
Antwort zu 3b:
[...]Als nicht in der erwünschten Form beschleunigend hat sich in den letzten Jahren die Etatisierung von Fördermitteln des Landes für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen in der Hauptverwaltung herausgestellt. Dies führt mitunter zu komplexen Bearbeitungsprozessen durch die verschiedenen zu beteiligenden Verwaltungen. Um den barrierefreien Ausbau der Straßenbahnhaltestellen zu beschleunigen, versucht die BVG – soweit möglich – Projekte zu bündeln.[...]

Die in Berlin als barrierefrei ausgewiesenen Haltestellen sind meist gar nicht wirklich barrierefrei, da die Bahn-/Bussteige viel zu niedrig sind und daher häufig erst die Rampe ausgefahren werden muss. Auch das Personal darum zu bitten, ist eine zusätzliche Hürde, die bei einer anderen Bauweise gar nicht entstehen würde – vom längeren Aufenthalt an den Haltestellen ganz zu schweigen. Diese Bemühungen sind also allesamt für die Katz' und ich kann mir nicht vorstellen, dass es am schmalen Budget liegt.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Im Empfangsgebäude des Bahnhofs Lichtenberg sind beide Rolltreppen und der Aufzug defekt, wie die Abendschau heute berichtet.

Das Absurde dabei: bis zum shoppingmallartigen Umbau um die Jahrtausendwende kam man direkt vom Bahnsteigtunnel ins EG des Empfangsgebäudes, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht, sogar über eine Rampe. Damit man im EG mehr Ladenflächen schaffen und die Beförderungsfälle an mehr Ladenlokalen vorbeilotsen kann, wurde das abgebrochen, seitdem muss man den Umweg übers UG machen. Und nun schafft man es noch nicht mal, dort Aufzug und Rolltreppen in Betrieb zu halten...
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