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Barrierefreier ÖPNV in Berlin
geschrieben von der weiße bim 
Zitat
Wutzkman
Ah. War der Rolltreppenexperte aus Schweden (oder wo das noch mal war) mal wieder auf Stippvisite in Berlin?

scheinbar hat er gleich neue Rolltreppen mitgebracht, jedenfalls sieht das nach zwischenzeitlicher Entfernung der alten Treppen alles sehr neu aus.
Er hat halt große Tüten für ganz Europa dabei...
Zitat
krickstadt
Heute wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses die elfte parlamentarische Anfrage (und Antworten) von dem Abgeordneten Andreas Geisel zum "People Mover" am S-Bahnhof Betriebsbahnhof Rummelsburg veröffentlicht. Neben ein wenig Ausfallstatistik ist daraus eigentlich nur die dritte Frage und Antwort dazu interessant:

Zitat

Anfrage des Abgeordneten Andreas Geisel (SPD) vom 27.8.2026 und Antwort vom 14.9.2026: Barrierefreier Zugang zum Betriebsbahnhof Rummelsburg XI

[...]

Frage 3: Laut der Antwort auf Frage 3 der Schriftlichen Anfrage 19/25703 gestaltete sich die Prüfung der beiden Alternativen zum bestehenden Peoplemover komplexer als ursprünglich erwartet. Erste Ergebnisse wurden für den Beginn des dritten Quartals 2026 angekündigt. Zu welchem Ergebnis ist die Prüfung gelangt und wie ist der Zeitplan für die Umsetzung?

Antwort zu 3.: Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit: "Die Prüfung der beiden Alternativen hat ergeben, dass ein Ersatz des bestehenden People-Mover-Systems durch eine vergleichbare Neuanlage, die wie bisher sowohl vertikale als auch horizontale Personenbeförderung ermöglicht, nicht weiterverfolgt werden kann. Hintergrund ist, dass die ursprüngliche Errichterfirma diese Technik nicht mehr anbietet und auch intern keine entsprechende Expertise mehr vorhält. Diese Information liegt seit Anfang Juli 2026 vor.

Planerisch weiterverfolgt wird daher der Ersatz der Altanlage durch zwei DB-Standardaufzüge mit Anbindung an die Entfluchtungstreppe. Erste Betrachtungen sowie statische Begutachtungen liegen hierzu bereits vor. Weitere Abstimmungen mit internen Brückenbau-Expertinnen und -Experten finden derzeit statt; zudem laufen erste Gespräche mit Planungsfirmen. Auf dieser Grundlage kann anschließend der weitere Zeitplan für Planung und Umsetzung konkretisiert werden."
.

Ich sehe allerdings nicht, wozu dort unbedingt zwei Aufzüge erforderlich sein sollten. Das einzige zu querende (stadteinwärts führende) Gleis befindet sich ohnehin ca. 25cm über Straßenniveau - also ließe sich doch auch eine Kombination aus Rampe, kurzem Tunnel und nur einem Aufzug realisieren, wobei je nach konkreter Positionierung des Tunnels selbst dieser verbleibende Aufzug noch durch eine zweite - ggf. mit "Spitzkehre" auszuführende - Rampe ersetzbar wäre. Dass derlei auch für die DB unter aktuellen Regelwerken beherrschbar ist, soweit der Aufgabenträger dies bei ihr bestellt, zeigen z. B. die von Offenbach ausgehenden Außenäste der S-Bahn Rhein-Main.

Aus meiner Betroffenenperspektive bedeutet eben jeder durch Rampe unnötig werdende Aufzug einen Zuverlässigkeitsgewinn.

Viele Grüße
Arnd
Rampenlösungen haben neben dem Zuverlässigkeitsgewinn jedoch auch gravierende Nachteile für Fahrgäste mit bestimmten Behinderungen (z.B. Herz- oder Lungenkrankheiten; z.B. COPD oder Krebserkrankungen, die in die Lunge gestreut haben), so dass diese Kunden längere Steigungen nicht mehr bewältigen können.
Zitat
M48er
Rampenlösungen haben neben dem Zuverlässigkeitsgewinn jedoch auch gravierende Nachteile für Fahrgäste mit bestimmten Behinderungen (z.B. Herz- oder Lungenkrankheiten; z.B. COPD oder Krebserkrankungen, die in die Lunge gestreut haben), so dass diese Kunden längere Steigungen nicht mehr bewältigen können.

Der Einwand ist seit Jahren bekannt. Im vorliegenden Fall "S Betriebsbahnhof Rummelsburg" (warum heißt die Verkehrsstation nicht längst "Dolgenseeviertel"?) ginge es allerdings nur um jeweils 2m bzw. 3,25m zu überwindender Höhendifferenz zwischen Straßenniveau, (neuem) Personentunnel und Bahnsteig. Das sind also Situationen, die im Stadtraum schon topografisch bedingt häufig vorkommen und für die nur bei sehr beengten Platzverhältnissen seitens Menschen mit Mobilitätseinschränkung ernsthaft zwingend Aufzüge gefordert werden.

Entscheidend ist vielmehr, die Rampen dann auch tatsächlich regelwerkskonform mit Ruhepodesten, Handläufen, rutschfesten Belegen sowie maximal 6 % Neigung zu realisieren.

Gut - ideal wäre natürlich so etwas wie "Fangschleuse (neu)" oder "U Kienberg - Gärten der Welt" als VBB-weiten Standard zu haben... :-)

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Entscheidend ist vielmehr, die Rampen dann auch tatsächlich regelwerkskonform mit Ruhepodesten, Handläufen, rutschfesten Belegen sowie maximal 6 % Neigung zu realisieren.

Das sollte zwar eigentlich der minimale Standard sein, aber am Betriebsbahnhof Rummelsburg (wie bei vielen Bestands-S-Bahnhöfen) stelle ich es mir zumindest herausfordernd vor. Die Rampe auf dem Bahnsteig müsste ja inkl. Podesten ca. 100m lang werden, um mit 6% Neigung plus Podesten aus 5m Höhe runter zu kommen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.09.2026 19:21 von Lopi2000.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Arnd Hellinger
Entscheidend ist vielmehr, die Rampen dann auch tatsächlich regelwerkskonform mit Ruhepodesten, Handläufen, rutschfesten Belegen sowie maximal 6 % Neigung zu realisieren.

Das sollte zwar eigentlich der minimale Standard sein, aber am Betriebsbahnhof Rummelsburg (wie bei vielen Bestands-S-Bahnhöfen) stelle ich es mir zumindest herausfordernd vor. Die Rampe auf dem Bahnsteig müsste ja inkl. Podesten ca. 100m lang werden, um mit 6% Neigung plus Podesten aus 5m Höhe runter zu kommen.

Der Bahnsteig dort ist aber relativ breit - da ließe sich die Länge der Rampe mittels 180-Grad-Kehre schon unterbringen, ohne Gleisachsen etc. verändern zu müssen...

Viele Grüße
Arnd
Servus,

lt. einer Rundmail der BVG AöR wurden am 18.09.2026 zwei neue Aufzüge in U Residenzstraße in Betrieb genommen.
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