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Barrierefreier ÖPNV in Berlin
geschrieben von der weiße bim 
Zitat
Philipp Borchert
Außerhalb der Stadt gibt's die schon länger. So z.B. in Neustadt/Dosse am Bahnsteig Richtung Berlin. Aber da kommt man dennoch hin wo man muss.

Gut, in Neustadt/Dosse mag das wegen der Schnellfahrten noch sinnvoll sein, aber in Landsberger Allee und Warschauer Straße habe ich mit E-Rolli kein Problem, die angeblichen Engstellen sicher zu passieren. Da sind wohl wieder "Fachleute" von EBA und/oder EUK (Unfallkasse) am Werk... :-(

Viele Grüße
Arnd
Ein Glück, sonst müsste man diesen Stationen ja den Status "barrierefrei" entziehen. Was nützt denn der Aufzug, wenn man von ihm nicht dorthin zum Zug kommt, wo man einsteigen kann (vorn beim Tf, mittels der Rampe).

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
In der Abendschau lief gerade ein kurzer Beitrag zur barrierefreien Umfahrung der U7-Sperrung mit einem positiven Fazit vor Allem für den angebotenen Rufbus. Was mich stutzig machte: Die Fahrgästin ist an einer Station (es war, glaube ich Bismarckstraße) mit Aufzug eingestiegen und der Fahrer konnte sie mangels Rampe nicht im F-Zug mitnehmen. Wo ist die Rampe hin?

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Hier steht was zu Bahnsteigbreiten:
[www1.deutschebahn.com]

Ich werde aus Kapitel 3.16 aber in Bezug auf die o. g. Situation nicht wirklich schlau :)
Meine Vermutung ist, dass die Werte nur für Neubauten gelten.

Hauptbahnhof oben finde ich aber auch sehr, sehr eng an den Lichtdurchlässen. Und da stehen
keine Schilder.
Zitat
Philipp Borchert
In der Abendschau lief gerade ein kurzer Beitrag zur barrierefreien Umfahrung der U7-Sperrung mit einem positiven Fazit vor Allem für den angebotenen Rufbus. Was mich stutzig machte: Die Fahrgästin ist an einer Station (es war, glaube ich Bismarckstraße) mit Aufzug eingestiegen und der Fahrer konnte sie mangels Rampe nicht im F-Zug mitnehmen. Wo ist die Rampe hin?

"Unberechtigte Entnahme von Volkseigentum"...? :-(

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Philipp Borchert
Außerhalb der Stadt gibt's die schon länger. So z.B. in Neustadt/Dosse am Bahnsteig Richtung Berlin. Aber da kommt man dennoch hin wo man muss.

Gut, in Neustadt/Dosse mag das wegen der Schnellfahrten noch sinnvoll sein, aber in Landsberger Allee und Warschauer Straße habe ich mit E-Rolli kein Problem, die angeblichen Engstellen sicher zu passieren. Da sind wohl wieder "Fachleute" von EBA und/oder EUK (Unfallkasse) am Werk... :-(

Hast du nicht Lust mal anzufragen. Mir fiel dieses Schild auch unangenehm auf. Auch Neukölln wurde nun verschildert. In Gesundbrunnen befindet/befand sich so ein Schild sogar im Warteraum des Fernbahnsteiges.

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Dieser Beitrag ist für Sie kostenlos. Er finanziert sich allein aus der Freizeitspende seines Schreibers.
Na Fehlplanung für Bahnsteige, Hauptsache breite Treppen a la Albert Speer und dicke Freßbuden auf den BahnsteigenDB-Station muß Geld reinbringen. Fühle mich als Fußgänger in den engen Bereichen auch unsicher. Für Rollis, Rollatoren usw. ist das noch schlimmer.

Man sollte mal die Verantwortlichen mal zwingen, eine Woche selbst im Rollstuhl unterwegs zu sein.
Übrigens, für Ergo-Therapeuthen ist es Pflicht in der Ausbildung einen Tag im Rollstuhl zu sitzen versuchen Briefkästen oder Verkehrsmittel zu benutzen. Sinn ist es, daß sich die Leute in die Probleme mobilitätseingeschränkten Menschen hineinzuversetzen können.

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Viele Grüße aus Wedding
Zitat
TomB
Hier steht was zu Bahnsteigbreiten:
[www1.deutschebahn.com]

Ich werde aus Kapitel 3.16 aber in Bezug auf die o. g. Situation nicht wirklich schlau :)
Meine Vermutung ist, dass die Werte nur für Neubauten gelten.

Ich verstehe das so, dass neben dem Gefahrenbereich (der durch den taktilen Blindenleitstreifen begrenzt wird), noch 1,60m Platz sein müssen (bzw. 80cm, wenn der Fußgänger- und Rolliverkehr nur in eine Richtung erfolgt). Und selbst diese 80cm dürfen auf dem Foto nicht eingehalten sein – wohlgemerkt vom Häuschen bis zum Blindenleitstreifen, nicht bis zur Bahnsteigkante.

Zitat
TomB
Hauptbahnhof oben finde ich aber auch sehr, sehr eng an den Lichtdurchlässen. Und da stehen
keine Schilder.

Ja, da mag ich bei Zugfahrten auch nicht lang laufen. Dürfte aber immer noch etwas breiter sein als da auf dem Foto in Landsberger Allee.
Zitat
Logital
Hast du nicht Lust mal anzufragen. Mir fiel dieses Schild auch unangenehm auf. Auch Neukölln wurde nun verschildert. In Gesundbrunnen befindet/befand sich so ein Schild sogar im Warteraum des Fernbahnsteiges.

Draußen gibt es in Gesundbrunnen auch schon lange (von Anfang an?) so ein Schild, und zwar am mittleren Fernbahnsteig, müsste Gleis 8 sein. Dort kommt mir der Platz zwischen Brückenpfeiler und Bahnsteigkante auch recht schmal vor. Allerdings kommt man dort am Nachbargleis unter der Brücke durch.
Zitat
Philipp Borchert



Was ist das denn komisches...auf dem S-Bahnhof Landsberger Alle kleben am ehemaligen Abfertigungsgebäude diese Schilder, die darauf hinweisen, dass der durch die auskragenden Gebäudeteile verengte Bahnsteigbereich nicht für die Durchfahrt mit 'nem Rollstuhl geeignet ist. Und zwar auf beiden Seiten! Nun vermute ich natürlich, dass es sich wieder um irgendeine Richtlinie handelt, die hier umgesetzt wurde und die besagt, dass wahrscheinlich zwei Zentimeter fehlen und daher von der Nutzung als Durchfahrt zumindest abzuraten ist. Und dass in der Praxis eine weitgehend gefahrenlose Durchfahrt selbst mit einem breiten E-Rollstuhl möglich ist. Aber das Schild zeigt: Wenn was passiert, selbst schuld.

Es richtet sich wahrscheinlich danach, dass der Abstand zwischen diesem Abfertigungsraum und der weißen Linie zu schmal für Rollstühle sind. Der Bereich hinter der weißen Linie darf erst nach dem Stillstand des Zuges betreten werden.
Zitat
Philipp Borchert
In der Abendschau lief gerade ein kurzer Beitrag zur barrierefreien Umfahrung der U7-Sperrung mit einem positiven Fazit vor Allem für den angebotenen Rufbus. Was mich stutzig machte: Die Fahrgästin ist an einer Station (es war, glaube ich Bismarckstraße) mit Aufzug eingestiegen und der Fahrer konnte sie mangels Rampe nicht im F-Zug mitnehmen. Wo ist die Rampe hin?

Der Beitrag wurde am Mierendorffplatz gedreht. Sie ist also mit der U-Bahn gekommen, obwohl es keine Rampe/Aufzug gibt. Fazit: selbst Schuld und extrem schlechter Journalismus



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.2018 11:47 von F123.
Zitat
TomB
Hier steht was zu Bahnsteigbreiten:
[www1.deutschebahn.com]

Ich werde aus Kapitel 3.16 aber in Bezug auf die o. g. Situation nicht wirklich schlau :)
Meine Vermutung ist, dass die Werte nur für Neubauten gelten.

Ist o.g. Dokument überhaupt relevant? Die TSI PRM gilt nach Artikel 2 in Verbindung mit VO 2008/57/EG Artikel 1 Abs. 3 nicht für Stadt- und Regionalbahnsysteme, funktional getrennte Eisenbahnnetze nur für die Personenbeförderung im Stadt- und Vorortverkehr und Infrastrukturen und Fahrzeuge für den lokal begrenzten Einsatz. VO 2008/57/EG bestimmt, dass die Mitgliedstaaten vorgenannte Bereiche aus der Anwendung der TSI als Gänze ausnehmen können, die TSI PRM verweist allerdings nur auf die dort genannten "Fälle". Ich bin mir unsicher, ob das direkte Wirkung entfaltet.
Die Bahn kann die TSI PRM aber freiwillig in ihre Anforderungen aufnehmen. So wie der VBB in Ausschreibungen, obwohl er nicht muss :)

Edit: Schreibfehler korrigiert



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.2018 16:33 von TomB.
Das Thema dieses Threads wird hier unter rechtlichen Aspekten etwas näher behandelt...

Viele Grüße
Arnd
Es gibt mal wieder neue Zahlen (und ausnahmsweise keine Kommentar von mir):
Bis 2022 Deswegen müssen Tausende Bushaltestellen umgebaut werden
– Quelle: [www.berliner-zeitung.de] ©2018
Zitat
schallundrausch
Bis 2022 Deswegen müssen Tausende Bushaltestellen umgebaut werden

Ehrlich gesagt halte ich das nicht für zielführend.
Was bringen denn die schönsten Sonderborde, wenn die Haltestelle in einer Busbucht liegt und der Bus nicht gerade ranfahren kann?
Was nutzt das schönste Sonderbord, wenn der Bürgersteig im Haltestellenbereich mit Laternen, Schaltkästen, Bäumen vollgestellt ist?
Was nutzt die schönste barrierefreie Haltestelle, wenn sie zugeparkt wird?
Soll man wirklich für viel Geld alle U-Bahnersatznachtlinienhaltestellen für höchstens acht-zehn Fahrten in der Woche ausbauen?
Darf man ab 2022 keine Haltestellen mehr einfach um ein paar Meter verlegen ohne einen "barrierefreien Ersatzbau"?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
schallundrausch
Bis 2022 Deswegen müssen Tausende Bushaltestellen umgebaut werden

Ehrlich gesagt halte ich das nicht für zielführend.
Was bringen denn die schönsten Sonderborde, wenn die Haltestelle in einer Busbucht liegt und der Bus nicht gerade ranfahren kann?
Was nutzt das schönste Sonderbord, wenn der Bürgersteig im Haltestellenbereich mit Laternen, Schaltkästen, Bäumen vollgestellt ist?
Was nutzt die schönste barrierefreie Haltestelle, wenn sie zugeparkt wird?
Soll man wirklich für viel Geld alle U-Bahnersatznachtlinienhaltestellen für höchstens acht-zehn Fahrten in der Woche ausbauen?
Darf man ab 2022 keine Haltestellen mehr einfach um ein paar Meter verlegen ohne einen "barrierefreien Ersatzbau"?
Die viel spannendere Frage ist: Warum hat die Anstalt in den letzten 20 Jahren dieses Thema, wie so viele anderen Themen, schlichtweg wieder verschlafen? Überall sonst wird schon seit diesem Zeitraum solche Haltestellen gebaut.

Zitat
B-V 3313
Soll man wirklich für viel Geld alle U-Bahnersatznachtlinienhaltestellen für höchstens acht-zehn Fahrten in der Woche ausbauen?
Ja.

Zitat
B-V 3313
Darf man ab 2022 keine Haltestellen mehr einfach um ein paar Meter verlegen ohne einen "barrierefreien Ersatzbau"?
Ich hoffe doch. Andere Städte schaffen das ja schließlich auch (dazu kann man z.B. Prima die Betonplatten, die man auch zwischen die Straßenbahngleise legt benutzten). Stell dir vor: Es gibt sogar Städte, die deshalb auf den Einbau von Kneeling in ihren Bussen verzichten können.
Zitat
Chep87
Zitat
B-V 3313
Darf man ab 2022 keine Haltestellen mehr einfach um ein paar Meter verlegen ohne einen "barrierefreien Ersatzbau"?

Ich hoffe doch. Andere Städte schaffen das ja schließlich auch

Ja, in Basel wird zu diesem Zweck eine Art Bahnsteig aus Holz errichtet, der sogar mit Teppichboden versehen wird.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Chep87
Zitat
B-V 3313
Zitat
schallundrausch
Bis 2022 Deswegen müssen Tausende Bushaltestellen umgebaut werden

Ehrlich gesagt halte ich das nicht für zielführend.
Was bringen denn die schönsten Sonderborde, wenn die Haltestelle in einer Busbucht liegt und der Bus nicht gerade ranfahren kann?
Was nutzt das schönste Sonderbord, wenn der Bürgersteig im Haltestellenbereich mit Laternen, Schaltkästen, Bäumen vollgestellt ist?
Was nutzt die schönste barrierefreie Haltestelle, wenn sie zugeparkt wird?
Die viel spannendere Frage ist: Warum hat die Anstalt in den letzten 20 Jahren dieses Thema, wie so viele anderen Themen, schlichtweg wieder verschlafen? Überall sonst wird schon seit diesem Zeitraum solche Haltestellen gebaut.

Immerhin kann man bei geschickter Planung mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: durch die Errichtung von Haltestellekaps wäre nicht nur die Barrierefreiheit konsequent gegeben (und nicht nur in den seltenene Fällen, wenn sich mal alle Autofahrer der Gegend aufraffen, die StVO einzuhalten - Stichwort "15 Meter"), sondern auch eine gewisse Beschleunigung des Busverkehrs. Und wenn man dann zwischen gegenüberliegenden Haltestellen noch eine langgezogene Mittelinsel einrichtet, die das Überholen des haltenden Busses unmöglich macht, ist auch was für die Sicherheit getan - und für die persönliche Tür-zu-Tür-Reisezeit der Fahrgäste, können diese die Straße i.d.R. schneller queren.
Zitat
Chep87
Zitat
B-V 3313
Zitat
schallundrausch
Bis 2022 Deswegen müssen Tausende Bushaltestellen umgebaut werden
(...)
Was bringen denn die schönsten Sonderborde, wenn die Haltestelle in einer Busbucht liegt und der Bus nicht gerade ranfahren kann?
Was nutzt das schönste Sonderbord, wenn der Bürgersteig im Haltestellenbereich mit Laternen, Schaltkästen, Bäumen vollgestellt ist?
Was nutzt die schönste barrierefreie Haltestelle, wenn sie zugeparkt wird?
Soll man wirklich für viel Geld alle U-Bahnersatznachtlinienhaltestellen für höchstens acht-zehn Fahrten in der Woche ausbauen?
Darf man ab 2022 keine Haltestellen mehr einfach um ein paar Meter verlegen ohne einen "barrierefreien Ersatzbau"?
Die viel spannendere Frage ist: Warum hat die Anstalt in den letzten 20 Jahren dieses Thema, wie so viele anderen Themen, schlichtweg wieder verschlafen? Überall sonst wird schon seit diesem Zeitraum solche Haltestellen gebaut.
Aber ist denn nicht in erster Linie die Politik gefordert? Muß nicht die Politik den Bau barrierefreier Bushaltestellen stärker vorantreiben - und dem Autobus einen größeren Stellenwert im Straßenraum einräumen?
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