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Barrierefreier ÖPNV in Berlin
geschrieben von der weiße bim 
Hallo!

Dann hat die BVG mit den U-Bahnlinien U5 und U55 zwei komplett barrierefrei erreichbare Schnellbahnlinien. Davon kann sich die S-Bahn eine Scheibe abschneiden!

Mit freundlichen Grüßen und in diesem Sinne
Euer Bürgermeister
Na, also rein subjektiv (und wenn man mal nachzählt sicherlich auch objektiv) ist die S-Bahn weitaus besser aufgestellt, was Barrierefreiheit angeht. Abgesehen vom Ostkreuz sind die innerbetrieblichen Umsteigestellen samt und sonders barrierefrei, sowie gute 80% aller Zugangsstellen. Zudem ist der Großteil der Züge aufgrund der kaum vorhandenen Stufe auch vom Bahnsteig aus leicht zu erreichen, während das Einsteigen insbesondere in die älteren U-Bahnen nahezu immer die Rampen erfordert.

Etwas differenzierter kann man folgende Beobachtung machen: Der ÖPNV im Bezirk Pankow ist bereits komplett barrierefrei* (außer Züge der Straßenbahn, aber mindestens alle zwanzig Minuten kommt ein NF-Wagen), Marzahn-Hellersdorf wird mit dem Bahnhof Kaulsdorf gerade in diese Position gebracht. Vielleicht gibt's auch schon andere Bezirke, aber bei den genannten bin ich mir sicher. Klar, beide Beispiele haben je einen entscheidenden "Vorteil": Marzahn-Hellersdorf verfügt massiv über feste Zugangsrampen, die aber m.E. alle sämtlich als barrierefrei gelten (maximal 6% Steigung, dazu die ebenen Zwischenflächen), während in Pankow nur relativ wenige Schnellbahnhaltestellen existieren.

*Stufenfreie Zugänge

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"Hmmm...Das Heimatland der Schokolade..."



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2013 21:27 von Philipp Borchert.
Es handelt sich um eine feste Installation. Auf den Bordstein werde ich morgen mal achten.
Der Tagesspiegel berichtet, dass der Aufzug am U-Bahnhof Magdalenenstraße seit gestern in Betrieb ist.
[www.tagesspiegel.de]

Viele Grüße
Florian Schulz

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.
Kann es sein, dass die Aufzugsstörungen bei der BVG enorm zugenommen haben? Vor etlichen Monaten gab es Tage, da liefen - laut Webseite - alle bzw es waren vielelicht max. 3-4 defekt. Mittlerweile hat man einen Durchschnitt von 7-8 defekten Lifts am Tag erreicht.
Zitat
TobiBER
Kann es sein, dass die Aufzugsstörungen bei der BVG enorm zugenommen haben? Vor etlichen Monaten gab es Tage, da liefen - laut Webseite - alle bzw es waren vielelicht max. 3-4 defekt. Mittlerweile hat man einen Durchschnitt von 7-8 defekten Lifts am Tag erreicht.

Es werden ja auch tendenziell jedes Jahr mehr Aufzüge und Anlagen der ersten Generation (von Anfang/Mitte der 1990er Jahre) müssen bereits komplett erneuert werden, was jeweils ca. 6 Wochen in Anspruch nimmt - ginge bei optimierten Arbeitsabläufen sicherlich schneller, aber das ist ein anderes Thema...

Hinzu kommt, dass unsere wohlerzogene Dorfjugend gerade in den Wintermonaten verstärkt Gefallen daran findet, mobilitätseingeschränkte VBB-Kunden mit Umwegen und Wartezeiten sowie BVG und DB Station&Service/S-Bahn mit erhöhtem Instandhaltungsbedarf (=Mehrkosten) für Aufzüge zu "erfreuen". :-(

Viele Grüße
Arnd
Mich nervt es eher wenn an einem U-Bahnhof an beiden Zugängen die Rolltreppen ausfallen und eine davon bereits auseinandergenommen wurde und man nun auf die neue Rolltreppe wartet, wie momentan Parchimer Allee. Sowas ist sehr kundenfeindlich!
Zumal die Personen, die wirklich auf einen Fahrstuhl angewiesen sind, eeeeeeewig warten müssen, bis sie endlich mitkommen. Schließlich müssen auch die ganzen jungen gesunden Leute ohne Kinderwagen, Gepäck und Fahrräder anstrengungsfrei an die Oberfläche befördert werden...
Zitat
VvJ-Ente
Zumal die Personen, die wirklich auf einen Fahrstuhl angewiesen sind, eeeeeeewig warten müssen, bis sie endlich mitkommen. Schließlich müssen auch die ganzen jungen gesunden Leute ohne Kinderwagen, Gepäck und Fahrräder anstrengungsfrei an die Oberfläche befördert werden...

Zwar nicht mehr ganz so blutjung benutze ich dann und wann auch ohne Not mal den Aufzug; generell beispielsweise in Neukölln beim Umsteigen von der U- zur S-Bahn. Dabei muß ich sehr oft feststellen, daß sich die Wartezeit erheblich verkürzt, wenn man die Fahrgeschwindigkeit mancher Aufzüge auf ein normales Maß anhebt und sich die Türen nicht so zaghaft schießen würden.
Zitat
Alter Köpenicker
Dabei muß ich sehr oft feststellen, daß sich die Wartezeit erheblich verkürzt, wenn man die Fahrgeschwindigkeit mancher Aufzüge auf ein normales Maß anhebt und sich die Türen nicht so zaghaft schießen würden.

Die Geschwindigkeit ist bewusst so eingestellt, dass die Benutzung keine zeitlichen Vorteile gegenüber den festen Treppen bietet. Der eigentlichen Zielgruppe kommt es eher auf den ebenen Zugang an.

so long

Mario
Genauso bewusst sollte aber auch darauf geachtet werden, dass ein Aufzug gewisse Hauptwege nicht deutlich gegenüber den festen Treppen verkürzt (Beispiele sind z.B. U Lipschitzallee, RB Hohenschönhausen, U Vinetastraße oder baubedingt derzeit S U Gesundbrunnen), um nicht zu attraktiv für alle zu sein. Klingt blöd, aber wenn viel mehr Leute als notwendig die Dinger nutzen, sind sie auch schneller verschlissen...

Die Möglichkeit, bei einem neuen Aufzug gleich noch einen neuen Zugang mittels fester Treppe zu errichten (wie es z.B. am S Friedrichsfelde Ost umgesetzt wurde), sollte stets in Betracht gezogen werden.

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"Hmmm...Das Heimatland der Schokolade..."
@Philipp: Du hast in deiner Aufzählung den U2-U5-Aufzug am Alex vergessen, für dessen Nutzung man bei Saturn erst ne Nummer ziehen muss.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
der weiße bim
Die Geschwindigkeit ist bewusst so eingestellt, dass die Benutzung keine zeitlichen Vorteile gegenüber den festen Treppen bietet. Der eigentlichen Zielgruppe kommt es eher auf den ebenen Zugang an.

Ja, sicher. *augenrollsmiley

Die Geschwindigkeit der Aufzüge beruht auf dem technischen Verfahren und der verbauten Komponenten. Da ist nicht viel mit einstellen. Ist schließlich kein 486er mit Turbo-Taste. Seilaufzüge können je nach Motorleistung recht schnell fahren, haben aber den Nachteil, dass Seile und Gegengewichte seitlich an den Gondeln vorbeigeführt werden müssen und so die Gondel immer sehr viel kleiner ist als der Schacht. Den Nachteil hat man bei pneumatischen oder hydraulischen Verfahren nicht, denn da wird die Gondel von unten gehoben. Nachteil: die überwindbare Höhe ist auf wenige Stockwerke begrenzt und die maximale Geschwindigkeit eignet sich nicht unbedingt für den Massentransport.
Zitat
Philipp Borchert
Genauso bewusst sollte aber auch darauf geachtet werden, dass ein Aufzug gewisse Hauptwege nicht deutlich gegenüber den festen Treppen verkürzt (Beispiele sind z.B. U Lipschitzallee, RB Hohenschönhausen, U Vinetastraße oder baubedingt derzeit S U Gesundbrunnen), um nicht zu attraktiv für alle zu sein. Klingt blöd, aber wenn viel mehr Leute als notwendig die Dinger nutzen, sind sie auch schneller verschlissen...

Ohje, der nächste. Erstmal sind Aufzüge sehr sinnvolle und leistungsfähige Transportmittel, und dazu auch noch vollständig barrierefrei. Da wir auch nicht für den aktuellen sondern den möglichen Bedarf der nächsten Jahrzehnte bauen müssen, wenn wir etwas bauen, so müssen wir auch den demografischen Wandel berücksichtigen. Zusätzlich kommen immer mehr Mobilitätshilfen hinzu, die immer mehr Menschen bei starken oder leichten Verletzungen/Beeinträchtigungen oder bis ins hohe Alter die Fortbewegung ermöglichen: größere Rollstühle, mehr Rollatoren oder auch mehr Fahrräder. Nicht nur deshalb werden an vielen neuen Bahnhofsbauten leistungsfähige Aufzugsanlagen verbaut, häufig in doppelter Ausführung. Sehr große Gondeln trotz Seilaufzügen, daher schnell und leistungsfähig und zudem Durchlader (Türen auf beiden Seiten).

Die Verschleiß-Argumentation ist natürlich grotesk. Die Dinger sind dazu da, Personen zu befördern. Und je mehr sie diesen Zweck erfüllen, umso mehr rentieren sie sich natürlich. Hinzu kommt, ein Aufzug, der durchgängig zur Personenbeförderung genutzt wird, steht in der Zeit nicht für Fremdnutzung wie etwa als Urinal oder Vandalismusempfänger zur Verfügung.

Zitat
Philipp Borchert
Die Möglichkeit, bei einem neuen Aufzug gleich noch einen neuen Zugang mittels fester Treppe zu errichten (wie es z.B. am S Friedrichsfelde Ost umgesetzt wurde), sollte stets in Betracht gezogen werden.

Das stimmt natürlich. Die Anlage Friedrichsfelde Ost ist beispielhaft, attraktive Treppe, UND ein extrem schneller Aufzug. Das funktioniert da sehr gut.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.11.2014 12:14 von DonChaos.
WISSEN tu' ich natürlich nicht, dass der Verschleiß größer ist bei Dauernutzung, ich nehm's mal an. Und dann ist das natürlich auch für die Ausführung relevant, denn ich nehme doch an, dass man bei der Dimensionierung auch auf die Haltbarkeit gewisser Bauteile achten muss. Meiner Logik nach muss eine Anlage in Biesdorf bei Weitem nicht das aushalten, was die Aufzüge am Ostkreuz "bringen" müssen, sodass hier doch mit unterschiedlichen Qualitäten gearbeitet werden kann.

Zitat
DonChaos
Und je mehr sie diesen Zweck erfüllen, umso mehr rentieren sie sich natürlich.

Das stimmt natürlich, wobei Aufzüge ja sicherlich erst auf Umwegen rentabel sein können.
Der Einwand mit dem Vandalismus hat natürlich seine Berechtigung.

In Fredersdorf werden die Aufzüge nachts im Übrigen einfach abgeschaltet, auch in Nächten mit Wochenendnachtverkehr der S-Bahn.
Da würde mich natürlich schon mal interessieren, wie sich das mit der Barrierefreiheit verträgt.

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"Hmmm...Das Heimatland der Schokolade..."
Zitat
Philipp Borchert
In Fredersdorf werden die Aufzüge nachts im Übrigen einfach abgeschaltet, auch in Nächten mit Wochenendnachtverkehr der S-Bahn. Da würde mich natürlich schon mal interessieren, wie sich das mit der Barrierefreiheit verträgt.

Na, gar nicht. Sowas darf nicht passieren!
Zitat
DonChaos
Zitat
Philipp Borchert
In Fredersdorf werden die Aufzüge nachts im Übrigen einfach abgeschaltet, auch in Nächten mit Wochenendnachtverkehr der S-Bahn. Da würde mich natürlich schon mal interessieren, wie sich das mit der Barrierefreiheit verträgt.

Na, gar nicht. Sowas darf nicht passieren!

Richtig. Die Aufzüge dürften per legem natürlich nur während der Betriebsruhe (=kein S-Bahnverkehr) oder zu Wartungs- und Reinigungszwecken abgeschaltet werden. Insofern wäre hier schon interessant, wer das in Fredersdorf so veranlasst und ggf. genehmigt hat und was der Besteller (VBB?) dazu sagt... :-(

Viele Grüße
Arnd
Moin aus Hamburg

Was ich ja ganz amüsant finde, ist die Situation an entweder Rathaus Steglitz oder Schloßstraße*, wo man erst eine kleine feste Treppe hoch muss, um die Rolltreppe nach oben zu erreichen. Irgendwie muss ich jedes mal lachen, wenn ich das sehe - Probleme bereitet es mir - trotz Gehbehinderung - zum Glück nicht, aber irgendwie sieht es nach nem Schildbürgerstreich aus. Oder hat das doch irgendwelche wichtigen Gründe ( Bunkeranlage unter der Treppe etc?)
* ich weis nicht mehr genau, welche Station, aber eine der beiden, da ich häufig an der Bratpfanne esse, wenn ich in Berlin bin
Zitat
Nils
Moin aus Hamburg

Was ich ja ganz amüsant finde, ist die Situation an entweder Rathaus Steglitz oder Schloßstraße*, wo man erst eine kleine feste Treppe hoch muss, um die Rolltreppe nach oben zu erreichen. Irgendwie muss ich jedes mal lachen, wenn ich das sehe - Probleme bereitet es mir - trotz Gehbehinderung - zum Glück nicht, aber irgendwie sieht es nach nem Schildbürgerstreich aus. Oder hat das doch irgendwelche wichtigen Gründe ( Bunkeranlage unter der Treppe etc?)
* ich weis nicht mehr genau, welche Station, aber eine der beiden, da ich häufig an der Bratpfanne esse, wenn ich in Berlin bin

Im BER Bahnhof soll dies auch der Fall sein, da eine Rolltreppe zu kurz geplant wurde.
Zitat
Nils
Moin aus Hamburg

Was ich ja ganz amüsant finde, ist die Situation an entweder Rathaus Steglitz oder Schloßstraße*, wo man erst eine kleine feste Treppe hoch muss, um die Rolltreppe nach oben zu erreichen. Irgendwie muss ich jedes mal lachen, wenn ich das sehe - Probleme bereitet es mir - trotz Gehbehinderung - zum Glück nicht, aber irgendwie sieht es nach nem Schildbürgerstreich aus. Oder hat das doch irgendwelche wichtigen Gründe ( Bunkeranlage unter der Treppe etc?)
* ich weis nicht mehr genau, welche Station, aber eine der beiden, da ich häufig an der Bratpfanne esse, wenn ich in Berlin bin

Das ist am Bhf Rathaus Steglitz der Fall (Nordeingang unter dem Rathaus).

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
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