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Barrierefreier ÖPNV in Berlin
geschrieben von der weiße bim 
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M48er
Wobei gerade hier die Definitionsfrage strittig ist. Viele Behindertenverbände fordern, dass jegliche Handlungen des Fahrpersonals, die sie zum "Bittsteller" machen, als nicht barrierefrei gilt, weil es keine selbständige Mobilität sei.

Schon im zweiten Gedankengang wird dabei aber klar, dass niemand die Straßenbahn oder den Bus ohne fremde Hilfe nutzen kann, denn irgendwer muss das Ding schon noch führen. Und auch die Leute, die nicht auf Barrierefreiheit angewiesen sind können nur ahnen, was der Mensch da vorn von deren Mobilitätsbedürfnissen hält.

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HUSCHEN - Fortbewegungsmodus der Flinken! Lern' Du es auch!
Zitat
Logital
Eine Fahrt kann aber muss nicht 24h vorher angemeldet werden. Man kann auch ganz spontan reisen.

Was nicht selten weitere Nachteile mit sich bringt. Im besten Fall befindet sich der Schaffner gerade am anderen Ende des Zuges oder ist gar nicht zu sehen, im schlimmsten Fall ist der Zug unbegleitet. So oder so kann es vorkommen, daß man einfach nicht mitkommt und wenn doch muß man sich die Frage gefallen lassen, ob man überhaupt angemeldet sei.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
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Alter Köpenicker
Zitat
Logital
Eine Fahrt kann aber muss nicht 24h vorher angemeldet werden. Man kann auch ganz spontan reisen.

Was nicht selten weitere Nachteile mit sich bringt. Im besten Fall befindet sich der Schaffner gerade am anderen Ende des Zuges oder ist gar nicht zu sehen, im schlimmsten Fall ist der Zug unbegleitet. So oder so kann es vorkommen, daß man einfach nicht mitkommt und wenn doch muß man sich die Frage gefallen lassen, ob man überhaupt angemeldet sei.

Die Frage ob man "überhaupt" angemeldet ist solltest du dir nicht gefallen lassen und dich beim Betreiber beschweren.
Wenn Der Schaffner gerade am anderen Ende des Zuges ist hat ers zur Zugmitte bestenfalls 60 Meter weit. Das sollte in 30 Sekunden zu machen sein. Inder Zeit steigen eh noch die anderen ein.

Wenn kein Schaffner am Zug dann muss der Lokführer aushelfen. Ansonsten bleibt der Zug eben stehen.

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Se srie dji rul äpleis onn trains!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.01.2022 15:22 von Logital.
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Philipp Borchert
Zitat
M48er
Wobei gerade hier die Definitionsfrage strittig ist. Viele Behindertenverbände fordern, dass jegliche Handlungen des Fahrpersonals, die sie zum "Bittsteller" machen, als nicht barrierefrei gilt, weil es keine selbständige Mobilität sei.

Schon im zweiten Gedankengang wird dabei aber klar, dass niemand die Straßenbahn oder den Bus ohne fremde Hilfe nutzen kann, denn irgendwer muss das Ding schon noch führen. Und auch die Leute, die nicht auf Barrierefreiheit angewiesen sind können nur ahnen, was der Mensch da vorn von deren Mobilitätsbedürfnissen hält.

Das Problem bzw. der Unterschied ist aber, dass zum Bedienen der Rampen (beim Bus wie bei der Straßenbahn)i jeweils der Führerstand verlassen werden muss - mit allen davor und danach erforderlichen Sicherungshandlungen. Dies führt zu verlängerten Haltezeiten und oftmals auch zu Unmutsbekundungen des Fahrpersonals... :-(

Hier könnte man sich allerdings auch einmal fragen, warum es der BVG oder generell dem zuständigen Dachverband VDV nicht möglich war/ist, auf die Fahrzeughersteller bzw. deren Sublieferanten einzuwirken, die in den 1990er Jahren in Berliner Niederflurfahrzeugen verbauten elektrischen Rampen/Hublifte in der Weise zu optimieren, dass sie eben nicht bei jedem Sandkorn gleich ausfallen. Mit solchen vom Fahrerplatz aus - oder direkt vom Fahrgast über den blauen Türtastester (früher "Kinderwagenschalter") - bedienbaren Systemen ließe sich nach meiner Überzeugung viel Ärger ersparen.

Ungeachtet dessen bringen komplett stufenlose Haltestellen aber sowohl Fahrgästen als auch Betrieb deutliche Vorteile.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Stichbahn
Heute in der Abendschau wurde die fehlende Barrierefreiheit thematisiert, die eigentlich lt. Personenbeförderungsgesetz seit Jahresbeginn bestehen soll:

[www.rbb-online.de]

Die Sendung habe ich auch gesehen und ich habe mich gewundert, daß immer nur von der BVG die Rede war, die ja wirklich auf einem guten Wege ist. Viel mehr hätte mich interessiert, ob es überhaupt eine Stadt geschafft hat, das Ziel der absoluten Barrierefreiheit zu erreichen und wie man sie in den Regionalbahnen gedenkt herzustellen, wo man eine Mitfahrt immernoch 24 Stunden vorher anmelden soll, was ich als recht lebensfremd empfinde.

Nach Aussage des VBB gibt es bei von ihm bestellten Regionalverkehren keine Anmeldepflicht - notfalls muss man eben bei Zügen ohne Zub/KiN die Tür zum Mehrzweckbereich so lange am Zulaufen hindern, bis der Tf sich bequemt, seinen Führerstand zu verlassen. Im Falle dessen Renitenz kann man die Bundespolizei bitten, ihn auf die Existenz des Art. 3 III 2 GG hinzuweisen - dieses Verfassungsrecht ist gegenüber internen Weisungen eines privatrechtlichen Unternehmens "EVU" jedenfalls vorrangig.

BTW dürfte Heidelberg dem Ziel eines voll barrierefreien ÖPNV doch schon sehr nahe gekommen sein. Wegen ortsansässiger großer (Fach-)Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen begann die Umstellung dort allerdings schon Ende der 1970er Jahre, indem VÖV-Standardgelenkbusse mit Hubliften ausgestattet wurden...

Viele Grüße
Arnd
Und, hat das was gebracht? Heidelberg gehört immerhin zu den Städten, in denen hochflurige Straßenbahnen relativ lange anzutreffen waren. Noch heute gibt's einzelne Kurse die von Rollstuhlfahrern nicht genutzt werden können.

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HUSCHEN - Fortbewegungsmodus der Flinken! Lern' Du es auch!
Hat Heidelberg nicht 2,4m breite Niederflurwagen, die Ex-OEG aber teilweise 2,5m breite Bahnen? Wie passt das denn da?

Müsste nicht Cottbus ganz weit oben sein?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.01.2022 17:32 von B-V 3313.
Cottbus dürfte eine der ersten Städte gewesen sein die nur teilniederflurige Straßenbahnen eingesetzt hat. Auch Schwerin und Jena dürfte da deutlich auf dem Vormarsch gewesen sein. Allerdings gibt es in all diesen Städten bis heute Haltestellen, an denen von der Fahrbahn aus eingestiegen werden muss. Dessau hat sowas m.W. nur noch ein einziges Mal (am Anhaltischen Theater), alle anderen Haltestellen passen zu den ausschließlich eingesetzten Niederflurwagen.

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HUSCHEN - Fortbewegungsmodus der Flinken! Lern' Du es auch!
Aber bei der U-Bahn geht es doch voran? ;-)

Zitat
BVG Pressemitteilung

Berlin, 4. Januar 2022



Das werden wir schon zusammen stemmen



Der Bahnhof Pankstraße wird barrierefrei.
Damit der künftige Aufzug eingebaut werden kann, muss zunächst der Tunnel in diesem Bereich verstärkt werden. Dafür stehen in den kommenden Wochen Stemm- und Betonarbeiten an. Während mit schwerem Gerät gearbeitet wird, können auf diesem Abschnitt der Linie U8 verständlicherweise keine Züge fahren. Die gute Nachricht aber lautet: Um die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten größtenteils wochentags in den Abend- und Nachtstunden erledigt.



Vom 9. Januar bis 17. Februar 2022 wird in den Nächten von Sonntag bis Donnerstag, jeweils von 23 Uhr bis 3:30 Uhr des Folgetages gearbeitet sowie vom 18. bis 20. Februar und 25. bis 27. Februar jeweils durchgehend.



Die Linie U8 ist in diesen Zeiten zwischen den U-Bahnhöfen Wittenau und Osloer Straße sowie zwischen Gesundbrunnen und Hermannstraße im Einsatz. Zwischen dem U-Bahnhof Osloer Straße und dem U-Bahnhof Gesundbrunnen fahren ersatzweise barrierefreie Busse. Der durchgehende Nachtverkehr der U8 an den Wochenenden ist nicht von den Bauarbeiten betroffen.



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Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Harald Tschirner
Aber bei der U-Bahn geht es doch voran? ;-)

Zitat
BVG Pressemitteilung

….. jeweils von 23 Uhr bis 3:30 Uhr des Folgetages gearbeitet sowie vom 18. bis 20. Februar und 25. bis 27. Februar jeweils durchgehend.



Die Linie U8 ist in diesen Zeiten zwischen den U-Bahnhöfen Wittenau und Osloer Straße sowie zwischen Gesundbrunnen und Hermannstraße im Einsatz. Zwischen dem U-Bahnhof Osloer Straße und dem U-Bahnhof Gesundbrunnen fahren ersatzweise barrierefreie Busse. Der durchgehende Nachtverkehr der U8 an den Wochenenden ist nicht von den Bauarbeiten betroffen.

Sehr irritierend bzw. missverständlich.
Den letzten Satz hätte man besser vorher irgendwo einbauen sollen
Heute Gestern wurde der erste Aufzug an einer belebten Straßenbahnhaltestelle in Betrieb genommen.
Seit dem 11.1.22 verbindet er den Fußgängertunnel zwischen dem S-Bahnhof Landsberger Allee mit dem stadtauswärtigen Bahnsteig der Straßenbahn (Linien M5/M6/M8).
Die im Juni 2019 begonnenen Baumaßnahmen am Umsteigeknoten Landsberger Allee sollen demnächst fortgesetzt werden. Die Unterführung und die Vorhalle werden im Senatsauftrag grundsaniert und ein weiterer Aufzug eingebaut.

so long

Mario
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