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Barrierefreier ÖPNV in Berlin
geschrieben von der weiße bim 
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Bw Steg
Zitat
Arnd Hellinger
Von der BVG-Pressestelle wird soeben per E-Mail mitgeteilt, dass von Stund' an auch der U-Bahnhof Pankestraße (U8) barrierefrei nutzbar sei...

Sicher?

Servus,

hier die Mitteilung:
[www.bvg.de]

Seit heute ist der U-Bahnstation Pankstr. barrierefrei zugänglich.
Eventuell wurde es hier schon mal thematisiert, aber vielleicht bin ich auch nicht der einzige, der sich daran nicht erinnert:

Ich bin heute nach Ewigkeiten mal wieder am Kaiserdamm von der Ringbahn zur U2 umgestiegen und habe mich bei der Gelegenheit gefragt, wie eigentlich der Stand beim barrierefreien Ausbau ist. Vor Ort steht nämlich, dass der Ausgang vom Bahnsteig Richtung Zoo zur Rognitzstraße seit 2022 bis voraussichtlich April 2026 geschlossen ist. Eine kurze Google-Suche hat ergeben, dass zwischenzeitlich der Bau inzwischen sogar mindestens eine Geschäftsaufgabe verursacht hat. Auch der CDU-Abgeordnete Ariturel hat dazu eine Anfrage gestellt, in deren Antwort es u.a. hieß, dass die BVG die notwendigen Unterlagen im November 2025 zur Verfügung stellt.

Dass man erst während der Bauarbeiten feststellt, dass man mit der Autobahn GmbH sprechen muss (oder dass die Autobahn GmbH das erst während der Bauarbeiten merkt), ist das eine. Aber wenn Bauarbeiten auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden - warum ist es nicht möglich, den Ursprungszustand oder zumindest einen weniger störenden Zustand (wieder) herzustellen, bis es weitergeht? Zeigt im Grunde mal wieder, wie egal öffentlichen Stellen (inkl. BVG & Co) eine funktionierende Stadt ist.

Weitere Frage: Wird naheliegenderweise auch der Übergang zur S-Bahn barrierefrei ausgebaut? Dann bräuchte man nicht nur einen Aufzug auf der Nordseite des S-Bahnhofs, sondern auch eine Rampe vom Dresselsteg zur Rognitzstraße, was auch alles andere als profan scheint.
Zitat
def
Aber wenn Bauarbeiten auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden - warum ist es nicht möglich, den Ursprungszustand oder zumindest einen weniger störenden Zustand (wieder) herzustellen, bis es weitergeht? Zeigt im Grunde mal wieder, wie egal öffentlichen Stellen (inkl. BVG & Co) eine funktionierende Stadt ist.

Möglich ist das sicherlich, aber wenn das oberste Ziel ein ausgeglichener Haushalt ist, haben sich solche Details nun mal unterzuordnen. Eine zusammengesparte Verwaltung mit knappem Budget hat natürlich für solche Dinge kein Geld. Hätte man Haushaltsposten für unerwartete Aufgaben zur Verfügung, könnte man sich einen solchen Luxus sicher leisten. Wer eine Stadt wie ein Unternehmen führen möchte, kann auch überlegen, ob die Steuereinnahmen, die die Unternehmen geleistet hätten, größer wären als die Zusatzkosten, die der Rückbau der Baustelle gekostet hätte.
Man könnte ja zur Finanzierung eine City-Maut heran ziehen...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
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def
Eventuell wurde es hier schon mal thematisiert, aber vielleicht bin ich auch nicht der einzige, der sich daran nicht erinnert:

Ich bin heute nach Ewigkeiten mal wieder am Kaiserdamm von der Ringbahn zur U2 umgestiegen und habe mich bei der Gelegenheit gefragt, wie eigentlich der Stand beim barrierefreien Ausbau ist. Vor Ort steht nämlich, dass der Ausgang vom Bahnsteig Richtung Zoo zur Rognitzstraße seit 2022 bis voraussichtlich April 2026 geschlossen ist. Eine kurze Google-Suche hat ergeben, dass zwischenzeitlich der Bau inzwischen sogar mindestens eine Geschäftsaufgabe verursacht hat. Auch der CDU-Abgeordnete Ariturel hat dazu eine Anfrage gestellt, in deren Antwort es u.a. hieß, dass die BVG die notwendigen Unterlagen im November 2025 zur Verfügung stellt.

(...)

Weitere Frage: Wird naheliegenderweise auch der Übergang zur S-Bahn barrierefrei ausgebaut? Dann bräuchte man nicht nur einen Aufzug auf der Nordseite des S-Bahnhofs, sondern auch eine Rampe vom Dresselsteg zur Rognitzstraße, was auch alles andere als profan scheint.

Es gibt übrigens auch einen Direktlink zur AGH-Drucksache 19/24.231...

Wegen des barrierefreien Übergangs zur S-Bahn kann ich ab dem 05.01.2026 gerne einmal bei BVG und DB nachfragen - vorher sind meine Kontaktpersonen dort im Urlaub bzw. nehmen Brückentage.

Viele Grüße
Arnd
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Nukebro
Man könnte ja zur Finanzierung eine City-Maut heran ziehen...

In Berlin liegt das Geld in großen Haufen auf der Straße, das habe ich ja schon öfter angemerkt. Allerdings scheut die Stadt die Ausgabe, es einzusammeln. Offenbar weiß man ja noch nicht mal etwas mit dem vorhandenen Geld anzufangen und verprasst es daher sinnlos.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
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Nukebro
Man könnte ja zur Finanzierung eine City-Maut heran ziehen...

In Berlin liegt das Geld in großen Haufen auf der Straße, das habe ich ja schon öfter angemerkt. Allerdings scheut die Stadt die Ausgabe, es einzusammeln. Offenbar weiß man ja noch nicht mal etwas mit dem vorhandenen Geld anzufangen und verprasst es daher sinnlos.

Womit wird denn konkret Geld verprasst? A100?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
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Nukebro
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Alter Köpenicker
Offenbar weiß man ja noch nicht mal etwas mit dem vorhandenen Geld anzufangen und verprasst es daher sinnlos.

Womit wird denn konkret Geld verprasst? A100?

Nunja, die A100 ist ein Fall für sich, ich weiß gar nicht, inwieweit das Land Berlin überhaupt an der Finanzierung beteiligt ist, da es ja ein Projekt des Bundes ist. Man leistet sich aber beispielsweise außerordentlich viele, nicht oder falsch durchdachte Ampelschaltungen, wodurch eine Menge Geld verbrannt wird. Wenn eine Straßenbahn zwischen zwei Haltestellen dreimal anfahren muß, steigen die Stromkosten schon signifikant, es müssen durch die so vertrödelte Zeit zudem mehr Züge als nötig eingesetzt werden, wodurch natürlich auch mehr Personal benötigt wird.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Nukebro
Womit wird denn konkret Geld verprasst? A100?
Sicherlich. Und auch bei vielen anderen Straßenverkehrsprojekten wie der TVO. Oder mit unzureichenden Gebühren fürs Anwohnerparken. Auch mit überflüssigen Brücken (Ersatzneubau Wuhletalstraßenbrücke als Beispiel).

Leider auch im Öv, etwa bei i2030, weil man keine Projektpriorisierung vor Planungbeginn gemacht hat und jetzt viele Projekte bei niedriger Leistungsphase stoppt.

Aber auch bei der U3, die statt 50 nun vielleicht 250 Mio € oder noch mehr kostet.
Oder bei den ganzen U-Bahn-Planungen, wo Planungsgelder ohne Realisierungsaussicht ausgegeben werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.12.2025 13:44 von M48er.
Zitat
Lopi2000
Zitat
def
Aber wenn Bauarbeiten auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden - warum ist es nicht möglich, den Ursprungszustand oder zumindest einen weniger störenden Zustand (wieder) herzustellen, bis es weitergeht? Zeigt im Grunde mal wieder, wie egal öffentlichen Stellen (inkl. BVG & Co) eine funktionierende Stadt ist.

Möglich ist das sicherlich, aber wenn das oberste Ziel ein ausgeglichener Haushalt ist, haben sich solche Details nun mal unterzuordnen. Eine zusammengesparte Verwaltung mit knappem Budget hat natürlich für solche Dinge kein Geld. Hätte man Haushaltsposten für unerwartete Aufgaben zur Verfügung, könnte man sich einen solchen Luxus sicher leisten. Wer eine Stadt wie ein Unternehmen führen möchte, kann auch überlegen, ob die Steuereinnahmen, die die Unternehmen geleistet hätten, größer wären als die Zusatzkosten, die der Rückbau der Baustelle gekostet hätte.

Naja, für gewöhnlich berücksichtigt ein seriöses Projektbudget auch einen gewissen Prozentsatz für Risiken und Unvorhergesehenes. Sonst hätte man hier allein durch die zeitliche Verschiebung Probleme, günstiger werden die Arbeiten nämlich sicher nicht, wenn sie Jahre später stattfinden. Nebenbei bleibt bei vielen mal wieder der Eindruck einer völlig dysfunktionalen Stadt mit einer unfähigen Verwaltung.

Vielleicht sollte die Inanspruchnahme öffentliches Landes, auch durch Bauarbeiten, prinzipiell Geld kosten, für jeden einzelnen Tag und für jeden einzelnen Quadratmeter. Aus Steuerzahlendensicht wäre das bei öffentlichen Projekten ein Linke-Tasche-Rechte-Tasche-Spiel, aber vielleicht haben die Straßenbauträger und öffentlichen Unternehmen dann zur Abwechslung mal ein Interesse, dass nicht jede Kleinigkeit zur Jahrhundertbaustelle aufgeblasen wird.
Zitat
M48er
Leider auch im Öv, etwa bei i2030, weil man keine Projektpriorisierung vor Planungbeginn gemacht hat und jetzt viele Projekte bei niedriger Leistungsphase stoppt.

Ich habe vorhin sogar eine Lok mit i2030-Werbung gesehen. Man muss halt Prioritäten setzen.
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Alter Köpenicker
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Nukebro
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Alter Köpenicker
Offenbar weiß man ja noch nicht mal etwas mit dem vorhandenen Geld anzufangen und verprasst es daher sinnlos.

Womit wird denn konkret Geld verprasst? A100?

Nunja, die A100 ist ein Fall für sich, ich weiß gar nicht, inwieweit das Land Berlin überhaupt an der Finanzierung beteiligt ist, da es ja ein Projekt des Bundes ist. Man leistet sich aber beispielsweise außerordentlich viele, nicht oder falsch durchdachte Ampelschaltungen, wodurch eine Menge Geld verbrannt wird. Wenn eine Straßenbahn zwischen zwei Haltestellen dreimal anfahren muß, steigen die Stromkosten schon signifikant, es müssen durch die so vertrödelte Zeit zudem mehr Züge als nötig eingesetzt werden, wodurch natürlich auch mehr Personal benötigt wird.

Nicht zu vergessen das weit verbreitete kostenlose bis spottbillige Parken.
Zum Thema Ampeln, ist dieses Video bekannt? [www.youtube.com]

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Johannisthaler Aufzug dauert angeblich "nur" noch 6 Monate
[www.morgenpost.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.12.2025 14:46 von phönix.
Zitat

"phönix" am 29.12.2025 um 14.29 Uhr:

Johannisthaler Aufzug dauert angeblich "nur" noch 6 Monate [...]

"Baubeginn ist [...] für den 5. Januar geplant" und "der Aufzug [...] voraussichtlich im Frühsommer 2026 betriebsbereit sein". (Archiv)

Gruß, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Mir wurde heute von meinem Muva Fahrer mitgeteilt das der BVG Muva für das gesamte Jahr 2026 gesichert ist.
Ich habe dazu aber bislang nichts hier im Forum oder in der Presse gehört.
Gibt es dazu weitere Informationen?

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Eisern Union!
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M69
Mir wurde heute von meinem Muva Fahrer mitgeteilt das der BVG Muva für das gesamte Jahr 2026 gesichert ist. Ich habe dazu aber bislang nichts hier im Forum oder in der Presse gehört.

Gibt es dazu weitere Informationen?

Es gibt einen internen Newsletter der Landesbehindertenbeauftragten, Frau Braunert-Rümenapf, wonach die Trägerschaft des dann als "BAV - Barrierefreier alternativer Verkehr" firmierenden Angebots übermorgen auf den VBB übergehen und der Betrieb sodann vom Taxigewerbe durchgeführt werden soll. Näheres wird unter https://www.vbb.de/bav/ nachlesbar sein...

Viele Grüße
Arnd
Wieso sollte man das auch offensiv kommunizieren, zumal noch von der BVG aus?
Zitat
def
Wieso sollte man das auch offensiv kommunizieren, zumal noch von der BVG aus?

Allerdings ist MUVA/BAV nicht die einzige "Baustelle", an der sich derzeit rächt, dass das AGH den neuen Doppelhaushalt erst am letzten vollen Arbeitstag vor Weihnachten (dem 18.12.2025) beschlossen hat, so dass jetzt diverse Einrichtungen, Projektträger etc. offiziell noch nicht wissen, was denn jetzt spätestens ab kommenden Montag für sie gilt...

Ich selbst weiß deshalb z. B. auch noch nicht, ob ich meine Assistenten im Januar weiter nach E5 des TV-L bezahlen darf oder auf E3 herabstufen muss, weil dem LAGeSo noch keine neue Weisung der Senatssozialverwaltung vorliegt.

Viele Grüße
Arnd
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Arnd Hellinger
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Wieso sollte man das auch offensiv kommunizieren, zumal noch von der BVG aus?

Allerdings ist MUVA/BAV nicht die einzige "Baustelle", an der sich derzeit rächt, dass das AGH den neuen Doppelhaushalt erst am letzten vollen Arbeitstag vor Weihnachten (dem 18.12.2025) beschlossen hat, so dass jetzt diverse Einrichtungen, Projektträger etc. offiziell noch nicht wissen, was denn jetzt spätestens ab kommenden Montag für sie gilt...

Ich selbst weiß deshalb z. B. auch noch nicht, ob ich meine Assistenten im Januar weiter nach E5 des TV-L bezahlen darf oder auf E3 herabstufen muss, weil dem LAGeSo noch keine neue Weisung der Senatssozialverwaltung vorliegt.

Die Politik muss sich halt um wirklich Wichtiges wie die Olympia-Bewerbung und Fotoshootings kümmern, da ist kaum Zeit für Nebensächlichkeiten wie einen beschlossenen Haushalt, Assistenzen oder berufliche Existenzen.

Jedenfalls Dir und Deinen Assistenzen alles Gute fürs neue Jahr, die Situation ist ja wahrscheinlich für alle Beteiligten ziemlich bescheiden.
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