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Vergessene Orte: Die Siemensbahn
geschrieben von Tradibahner 
Zitat
Nemo
Hier ist sie mal wieder ;):

[www.tagesspiegel.de]

"Die S-Bahn quietscht dann nördlich am Rohrbruchteich vorbei bis zum S-Bahnhof Daumstraße"

Sie quietscht? Ist das die neue Terminologie des Tagesspiegels für Schienenverkehr? Dann aber bitte auch ähnliche Attribute z. B. bei Bussen verwenden!

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Nemo
Hier ist sie mal wieder ...

Leider schreiben André Görke und Klaus Kurpjuweit: "Die S-Bahntrasse ist knapp fünf Kilometer lang, führt vom S-Bahnring ins Industriegebiet der Siemensstadt - und ist seit 1980 stillgelegt (und ein spannender Ort für Fotografen)." ohne Hinweis darauf, dass das Betreten nicht entwidmeter Bahnanlagen illegal ist.

so long

Mario
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Harald Tschirner
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Nemo
Hier ist sie mal wieder ;):

[www.tagesspiegel.de]

"Die S-Bahn quietscht dann nördlich am Rohrbruchteich vorbei bis zum S-Bahnhof Daumstraße"

Sie quietscht? Ist das die neue Terminologie des Tagesspiegels für Schienenverkehr? Dann aber bitte auch ähnliche Attribute z. B. bei Bussen verwenden!

Vorallem sind die gegenwärtigen Trassenfreihaltungen ab Gartenfeld unterirdisch...

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Harald Tschirner
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Nemo
Hier ist sie mal wieder ;):

[www.tagesspiegel.de]

"Die S-Bahn quietscht dann nördlich am Rohrbruchteich vorbei bis zum S-Bahnhof Daumstraße"

Sie quietscht? Ist das die neue Terminologie des Tagesspiegels für Schienenverkehr? Dann aber bitte auch ähnliche Attribute z. B. bei Bussen verwenden!

Da sie dort in einer Linkskurve geführt werden würde, kann das durchaus passieren das sie quietscht.
Zitat
Nemo
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Harald Tschirner
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Nemo
Hier ist sie mal wieder ;):

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"Die S-Bahn quietscht dann nördlich am Rohrbruchteich vorbei bis zum S-Bahnhof Daumstraße"

Sie quietscht? Ist das die neue Terminologie des Tagesspiegels für Schienenverkehr? Dann aber bitte auch ähnliche Attribute z. B. bei Bussen verwenden!

Vorallem sind die gegenwärtigen Trassenfreihaltungen ab Gartenfeld unterirdisch...

Schon interessant, die U-Bahn Verlängerung von Ruhleben nach Rathaus Spandau wird (wie jede andere Strecke) mit zu hohen Kosten für den Tunnelbau und die zukünftigen Wartungskosten abgewiegelt. Bei einer unterirdischen S-Bahnstrecke von fast identischer Länge in schwierigem Gelände wird gejubelt, weil eine alte Strecke davor wieder befahren werden würde.
Verstehen muß ich sowas als normaler Mensch wohl nicht.
Zitat
Havelländer
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Nemo
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Harald Tschirner
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Nemo
Hier ist sie mal wieder ;):

[www.tagesspiegel.de]

"Die S-Bahn quietscht dann nördlich am Rohrbruchteich vorbei bis zum S-Bahnhof Daumstraße"

Sie quietscht? Ist das die neue Terminologie des Tagesspiegels für Schienenverkehr? Dann aber bitte auch ähnliche Attribute z. B. bei Bussen verwenden!

Vorallem sind die gegenwärtigen Trassenfreihaltungen ab Gartenfeld unterirdisch...

Schon interessant, die U-Bahn Verlängerung von Ruhleben nach Rathaus Spandau wird (wie jede andere Strecke) mit zu hohen Kosten für den Tunnelbau und die zukünftigen Wartungskosten abgewiegelt. Bei einer unterirdischen S-Bahnstrecke von fast identischer Länge in schwierigem Gelände wird gejubelt, weil eine alte Strecke davor wieder befahren werden würde.
Verstehen muß ich sowas als normaler Mensch wohl nicht.

Wer jubelt denn? Es ist einfach nur Quatsch bei unterirdisch geplanten Strecken von quitschenden S-Bahnen zu schreiben - zumal S-Bahnen auch nur in engen Kurven quitschen. Vermutlich kennt der Journalist die Planungen aber auch nicht.

Wirtschaftlich werden diese Tunnelstrecken der Siemensbahn das Genick brechen, da bin ich mir sicher, ohne Verlängerung und Verdichtung der Bebauung auf und bei Gartenfeld ist sie nach wie vor sinnlos.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.2018 15:22 von Nemo.
Zitat
Mario
Leider schreiben André Görke und Klaus Kurpjuweit: "Die S-Bahntrasse (...) (und ein spannender Ort für Fotografen)." ohne Hinweis darauf, dass das Betreten nicht entwidmeter Bahnanlagen illegal ist.

Du hast aber auch Sorgen. Muss sich doch jeder selbst bewusst sein, ob er sich wissentlich in Gefahr bringt oder nicht. Bevor nicht irgendwann da wer einen Unfall hat und anfängt, sich von der DB oder wem auch immer das Ding gehört was einzuklagen, wird's sowas nicht geben. Steht doch auf den Bauzäunen drumherum, dass das Betreten verboten ist.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat

"der weiße bim" am 5.10.2018 um 13.06 Uhr:

[...] ohne Hinweis darauf, dass das Betreten nicht entwidmeter Bahnanlagen illegal ist.

Ich glaube, Du solltest in diesem Fall die "Kirche im Dorf" lassen. Du weißt doch ebenso wie ich, dass das gerade bei dieser Strecke (siehe Fotoseiten unten) keinen Ordnungshüter oder Bahnpolizisten interessiert (deshalb hatten einige schon den Eindruck, dass die Trasse an Siemens zurückgefallen wäre).

Zitat

"Havelländer" am 5.10.2018 um 14.59 Uhr:

Verstehen muß ich sowas als normaler Mensch wohl nicht.

Verstehen kann man das, wenn man bemerkt, dass sich die Parteien in Spandau momentan mit immer umfassenderen Verkehrskonzepten überbieten, zuletzt die SPD. Realistisch ist das natürlich nicht ... (ist denn schon wieder Wahlkampf?)

Gruß, Thomas

PS: <http://thomas.krickstadt.de/siemensbahn>, <http://thomas.krickstadt.de/s-bahn/ww>, <http://thomas.krickstadt.de/s-bahn/2013-07-07-gtf>

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Harald Tschirner
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Nemo
Hier ist sie mal wieder ;):

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Ich finde auch, dass das Wort "quietschen" nur für Schienenfahrzeuge passt. Bei Straßenfahrzeugen kommt so etwas so gut wie nie vor.
Zitat
Nemo
Wer jubelt denn? Es ist einfach nur Quatsch bei unterirdisch geplanten Strecken von quitschenden S-Bahnen zu schreiben - zumal S-Bahnen auch nur in engen Kurven quitschen. Vermutlich kennt der Journalist die Planungen aber auch nicht.

Du hast völlig Recht. Die S-Bahnen quietschen nur an sehr wenigen Stellen im gesamten Netz.
Zitat
Henning
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
Nemo
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Sie quietscht? Ist das die neue Terminologie des Tagesspiegels für Schienenverkehr? Dann aber bitte auch ähnliche Attribute z. B. bei Bussen verwenden!

Ich finde auch, dass das Wort "quietschen" nur für Schienenfahrzeuge passt. Bei Straßenfahrzeugen kommt so etwas so gut wie nie vor.

Schienenfahrzeuge quietschen und rattern bei Journalisten usw. sprachlich immer. Das Busse oder LKW aber stinken wird sprachlich nie eingeflochten. Solche Attribute setzen Bahnen zumeist unterschwellig sprachlich herab. Darum geht es bei meiner Anmerkung, nicht ob sie wirklich quietschen.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Harald
Das Busse oder LKW aber stinken wird sprachlich nie eingeflochten.

Dafür bist Du ja dann da, obgleich der widerliche Geruch hinter 'nem BVG-Buch meist von diesem abartigen AdBlue kommt, nicht vom normalen Dieselkraftstoff. Wenn ersteres nicht beigemischt ist, riechen (BVG-)Busse heute nach nichts mehr.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Henning
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
Nemo
Hier ist sie mal wieder ;):

[www.tagesspiegel.de]

"Die S-Bahn quietscht dann nördlich am Rohrbruchteich vorbei bis zum S-Bahnhof Daumstraße"

Sie quietscht? Ist das die neue Terminologie des Tagesspiegels für Schienenverkehr? Dann aber bitte auch ähnliche Attribute z. B. bei Bussen verwenden!

Ich finde auch, dass das Wort "quietschen" nur für Schienenfahrzeuge passt. Bei Straßenfahrzeugen kommt so etwas so gut wie nie vor.

Da halte und wette ich gegen. Schon mehr wie einen Solaris mit eklig quietschendem Gelenk als Fahrgast gehabt. Also höre auf, so einen Unsinn zu verbreiten. Überall, wo Metall an Metall reibt, kann es quietschen, und das kann auch abseits der Schiene sein.

Dennis



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.10.2018 17:53 von drstar.
Ich habe das Quietschen bis jetzt aber nur bei Schienen- und nicht bei Straßenfahrzeugen erlebt.
Da der Wiederaufbau der Siemensbahn nun auch in die i2030-Liste aufgenommen wurde, klingt das für mich so, dass man sich dabei auf einen Betrieb mit S-Bahn festlegen wird. Die Straßenbahn wäre damit raus.

Ich bin nach wie vor gegen eine S-Bahn nach Gartenfeld und weiter nach Hakenfelde, insbesondere wegen der teuren und aufwändigen Ingenieursbauwerke, die dafür nötig wären. Das wären einmal der Neubau der Brücke westlich von Jungfernheide und letztendlich auch die Weiterführung hinter Gartenfeld. Hier müsste sowohl die Havel (bei einer Führung bis etwa Streitstraße) als auch der Spandauer Schifffahrtskanal gleich zwei mal unter- oder überquert werden. Die Tram scheint mir da einfach unklompizierter, billiger und in ihrer Erschließungswirkung sogar besser.

Oder sind eine Tram von Jungfernheide nach Rathaus Spandau (vom Senat ab 2030 geplant) und die Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn inklusive Verlängerung bis Hakenfelde zwei getrennt zu betrachtende Vorhaben, die sich nicht gegeneseitig ausschließen?
Zitat
hansaplatz
Da der Wiederaufbau der Siemensbahn nun auch in die i2030-Liste aufgenommen wurde, klingt das für mich so, dass man sich dabei auf einen Betrieb mit S-Bahn festlegen wird. Die Straßenbahn wäre damit raus.

Ich bin nach wie vor gegen eine S-Bahn nach Gartenfeld und weiter nach Hakenfelde, insbesondere wegen der teuren und aufwändigen Ingenieursbauwerke, die dafür nötig wären. Das wären einmal der Neubau der Brücke westlich von Jungfernheide und letztendlich auch die Weiterführung hinter Gartenfeld. Hier müsste sowohl die Havel (bei einer Führung bis etwa Streitstraße) als auch der Spandauer Schifffahrtskanal gleich zwei mal unter- oder überquert werden. Die Tram scheint mir da einfach unklompizierter, billiger und in ihrer Erschließungswirkung sogar besser.

Oder sind eine Tram von Jungfernheide nach Rathaus Spandau (vom Senat ab 2030 geplant) und die Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn inklusive Verlängerung bis Hakenfelde zwei getrennt zu betrachtende Vorhaben, die sich nicht gegeneseitig ausschließen?

Warum die Siemensbahn überhaupt wiederbeleben? Es gibt wesentlich dichter besiedelte Gegenden in Berlin als die Wasserstadt, die auf einen Schienenanschluss warten. Und selbst wenn man in diese Richtung eine Tram bauen wollte, wäre es wohl angebrachter, sie in Haselhorst oder Paulsternstraße (je nach dem ob sie der 236 oder 139 folgen soll) enden zu lassen. Die Siemensbahn betriebstauglich um- bzw. neubauen wäre aufgrund der U7 Geldverschwendung, das wäre ein Schlag ins Gesicht für z.B. Neu-Staaken, Falkenh. Feld oder MV, die immer noch auf eine Schnellbahn warten. Und potentielle Straßenbahnstrecken, die wesentlich billiger wären und eine deutlich größere Nachfrage generieren als so eine Wald- und Wiesenbahn in der WASSERstadt, dürfte es in Berlin zuhauf geben.


Und falls ein Tramzubringer Haselhorst <=> Wasserstadt <=> Hakenfelde überlastet wäre, wenn die Wasserstadt 30.000 Wohnungen und 50.000 Arbeitsplätze erhält, dann dürfte ein Abzweig von der U7 ab Paulsternstraße immer noch um Welten sinnvoller sein, als die ganze Siemensbahn wieder aufzubauen, was in großen Teilen einem kompletten Neubau gleichen würde. Man denke da z.B. auch an Lärmschutzwände.
Oder was sind denn die Zukunftsperspektiven der Wasserstadt? Selbst wenn sich die Einwohnerzahl verdoppeln würde, und die Fahrgastzahl vervierfachen würde, würde eine Tram nach Haselhorst/Paulsternstr vollkommen genügen. Aber so viel Platz gibt es dort auch nicht für Neubauten, die Zurücknahme der dünneren Bebauung würde den eigentlichen Zweck/Charakter der Wasserstadt konterkarieren und dürfte daher in weniger großem Maße stattfinden, wenn überhaupt.

Und für große Teile der Wasserstadt und erst recht Hakenfelde, wäre die Fahrt mit dem Bus nach Rathaus Spandau und von dort mit dem Regio in die Stadt, für viele Relationen immer noch schneller, selbst wenn es da eine angesprochene Tram gäbe.

Noch eine Frage: Wie soll eine Tram von Jungfernheide nach Rathaus Spandau verlaufen? Über Siemensbahn, Gartenfeld, Hakenfelde und Niederneuendorfer Allee?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.10.2018 23:09 von RathausSpandau.
Zitat
hansaplatz
Da der Wiederaufbau der Siemensbahn nun auch in die i2030-Liste aufgenommen wurde, klingt das für mich so, dass man sich dabei auf einen Betrieb mit S-Bahn festlegen wird. Die Straßenbahn wäre damit raus.

Ich bin nach wie vor gegen eine S-Bahn nach Gartenfeld und weiter nach Hakenfelde, insbesondere wegen der teuren und aufwändigen Ingenieursbauwerke, die dafür nötig wären. Das wären einmal der Neubau der Brücke westlich von Jungfernheide und letztendlich auch die Weiterführung hinter Gartenfeld. Hier müsste sowohl die Havel (bei einer Führung bis etwa Streitstraße) als auch der Spandauer Schifffahrtskanal gleich zwei mal unter- oder überquert werden. Die Tram scheint mir da einfach unklompizierter, billiger und in ihrer Erschließungswirkung sogar besser.

Oder sind eine Tram von Jungfernheide nach Rathaus Spandau (vom Senat ab 2030 geplant) und die Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn inklusive Verlängerung bis Hakenfelde zwei getrennt zu betrachtende Vorhaben, die sich nicht gegeneseitig ausschließen?

Es sind zwei unterschiedliche Verfahren, wobei eine zusätzliche Straßenbahn in diesem Bereich natürlich unwahrscheinlicher wird. Ebenso würde eine zusätzliche Straßenbahn eine Havelquerung und generell Tunnelstrecken der S-Bahn unwahrscheinlicher machen ebenso. Man ist aber bei weitem noch nicht so weit, sich an der Stelle entschieden zu haben. Letztendlich besteht natürlich immernoch die Gefahr einer 0,5/Nulllösung, also das man z.B. die S-Bahn vielleicht sogar bis 2030 reaktiviert, dann aber im weiteren nichts passiert, da man ja noch eine Straßenbahn bauen möchte, dieses dann aber nicht tut, weil wir so berlin sind. Und dann stellt man wieder fest, dass sich Grundstücke mit schlechter Verkehrsanbindung schlecht verkaufen lassen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
RathausSpandau
Zitat
hansaplatz
Da der Wiederaufbau der Siemensbahn nun auch in die i2030-Liste aufgenommen wurde, klingt das für mich so, dass man sich dabei auf einen Betrieb mit S-Bahn festlegen wird. Die Straßenbahn wäre damit raus.

Ich bin nach wie vor gegen eine S-Bahn nach Gartenfeld und weiter nach Hakenfelde, insbesondere wegen der teuren und aufwändigen Ingenieursbauwerke, die dafür nötig wären. Das wären einmal der Neubau der Brücke westlich von Jungfernheide und letztendlich auch die Weiterführung hinter Gartenfeld. Hier müsste sowohl die Havel (bei einer Führung bis etwa Streitstraße) als auch der Spandauer Schifffahrtskanal gleich zwei mal unter- oder überquert werden. Die Tram scheint mir da einfach unklompizierter, billiger und in ihrer Erschließungswirkung sogar besser.

Oder sind eine Tram von Jungfernheide nach Rathaus Spandau (vom Senat ab 2030 geplant) und die Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn inklusive Verlängerung bis Hakenfelde zwei getrennt zu betrachtende Vorhaben, die sich nicht gegeneseitig ausschließen?

Warum die Siemensbahn überhaupt wiederbeleben? Es gibt wesentlich dichter besiedelte Gegenden in Berlin als die Wasserstadt, die auf einen Schienenanschluss warten. Und selbst wenn man in diese Richtung eine Tram bauen wollte, wäre es wohl angebrachter, sie in Haselhorst oder Paulsternstraße (je nach dem ob sie der 236 oder 139 folgen soll) enden zu lassen. Die Siemensbahn betriebstauglich um- bzw. neubauen wäre aufgrund der U7 Geldverschwendung, das wäre ein Schlag ins Gesicht für z.B. Neu-Staaken, Falkenh. Feld oder MV, die immer noch auf eine Schnellbahn warten. Und potentielle Straßenbahnstrecken, die wesentlich billiger wären und eine deutlich größere Nachfrage generieren als so eine Wald- und Wiesenbahn in der WASSERstadt, dürfte es in Berlin zuhauf geben.


Und falls ein Tramzubringer Haselhorst <=> Wasserstadt <=> Hakenfelde überlastet wäre, wenn die Wasserstadt 30.000 Wohnungen und 50.000 Arbeitsplätze erhält, dann dürfte ein Abzweig von der U7 ab Paulsternstraße immer noch um Welten sinnvoller sein, als die ganze Siemensbahn wieder aufzubauen, was in großen Teilen einem kompletten Neubau gleichen würde. Man denke da z.B. auch an Lärmschutzwände.
Oder was sind denn die Zukunftsperspektiven der Wasserstadt? Selbst wenn sich die Einwohnerzahl verdoppeln würde, und die Fahrgastzahl vervierfachen würde, würde eine Tram nach Haselhorst/Paulsternstr vollkommen genügen. Aber so viel Platz gibt es dort auch nicht für Neubauten, die Zurücknahme der dünneren Bebauung würde den eigentlichen Zweck/Charakter der Wasserstadt konterkarieren und dürfte daher in weniger großem Maße stattfinden, wenn überhaupt.

Und für große Teile der Wasserstadt und erst recht Hakenfelde, wäre die Fahrt mit dem Bus nach Rathaus Spandau und von dort mit dem Regio in die Stadt, für viele Relationen immer noch schneller, selbst wenn es da eine angesprochene Tram gäbe.

Noch eine Frage: Wie soll eine Tram von Jungfernheide nach Rathaus Spandau verlaufen? Über Siemensbahn, Gartenfeld, Hakenfelde und Niederneuendorfer Allee?

Der einzige Grund, warum die Siemensbahn überhaupt noch in der Diskussion ist, ist dass wir dort eine Bahnstrecke haben, die rechtlich quasi noch in Betrieb ist, nur halt gerade ohne Zugverkehr, man also in einem relativ einfachen Verfahren oberirdisch neubauen könnte ohne Anwohnerklagen zu sehr fürchten zu müssen.

Wie die Straßenbahn von der Jungfernheide nach Spandau verlaufen sollte, steht natürlich nicht fest, die Siemensbahn ist da eine Möglichkeit, alle weiteren Varianten kann sich jeder selbst ausdenken (da gibt es nämlich bisher nicht mehr als Planung als eine Linie auf einer Übersichtskarte).

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wenn man unbedingt Züge auf der Siemensbahn haben will, soll man gucken, wie man ein paar alte Wagen der BR 475 auftreibt und fahrfähig macht und zwischen Wernerwerk und Gartenfeld als Museumsbahn pendeln.
Da wäre ich sogar dafür, denn ich betrachte die Reaktivierungsabsichten als einen Betrieb dem Selbstzwecke willen, um die Infrastruktur zu erhalten und zu nutzen, sodass da irgendetwas entlangfährt, egal ob dadurch eine nennswerte Erschließungsfunktion erfüllt wird oder nicht. Ich bin ja auch dafür, die Trasse zu erhalten, aber ihr eine höhere verkehrliche Bedeutung zuzuschreiben ist nicht zielführend bzw. einfach nur Quatsch (meine Meinung - ich stelle es nicht in Abrede, dass jemand es anders sieht).

Stattdessen würde sich die Strecke dazu anbieten, in ein lebendiges technisches Denkmal "umgewidmet" zu werden, mit Sicherheit könnte sich der Verein Historische S-Bahn über eine Kooperation freuen, wenn durch den Museumsbetrieb dieses Stück Verkehrsgeschichte nicht nur erlebbar wäre, sondern auch stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken könnte. Es dürfte einleuchten, dass eine auf einer festen Strecke verkehrende Museumsbahn stärker auffällt, als wenn sie die meiste Zeit in irgeneiner Wagenhalle herumsteht und zu seltenen Anlässen (wenn überhaupt) auf Sonderfahrt rausgelassen wird, wovon der Großteil der "Normalbevölkerung", die nicht so tief in der Thematik drinsteckt, wie wir Nahverkehrsfans, eigentlich kaum etwas mitbekommt. Selbst wenn der Museumsbetrieb aus einem eingleisigen Pendelverkehr zwischen Wernerwerk und Gartenfeld bestünde.
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