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Vergessene Orte: Die Siemensbahn
geschrieben von Tradibahner 
Hallo!

Jeder Tag an dem TXL eher dicht ist, ist ein guter Tag für Berlin. Der Flughafen ist weder zeitgemäß noch zumutbar.

Mit freundlichen Grüßen und in diesem Sinne
Euer Bürgermeister
Zitat
IL-62M
Sinnlosen Kram, der mit Kultur, Musik oder Tourismus zu tun hat, gibt es dank unserer genialen Stadtführung bereits zuviel. Dies ist u.a. auch der Grund, warum in Berlin seit Jahren nach der Wende keine erfolgreichen Unternehmen der Privatwirtschaft investieren, sondern nur subventionierte und unfähige Kolosse. Die Auswirkungen auf das hiesige Lohnniveau sind für jeden Menschen erkennbar.
Kultur ist nie sinnlos, sondern eine Investition in den Wohlstand. Nicht nur Touristen werden von Berlins kulturellen Angeboten angezogen, sondern auch höher gebildete Fachkräfte.

Das hiesige Lohnniveau ist immer noch folge der Teilung Berlins und der Isolation West-Berlins. Von heute auf morgen ändert sich das nicht. Wobei Berlin es richtig macht, indem verschiedene Branchen angelockt werden statt auf eine Monokultur zu setzen.
Hallo zusammen,

als Anwohner von Hakenfelde würde ich es begrüßen, wenn eines Tages die S-Bahn von Hakenfelde durch die Wasser- und Siemenstadt in die City fährt.
Doch glaube ich, dass es für die wachsende Wasserstadt eher eine TRAM oder einen Metrobus geben wird.

Der Siemensbahn wurde mit der Verlängerung der U7 der Todesstoß verpasst.
In Gartenfeld reichen die beiden Bus-Linien X33 + 133 längst aus, die damalige Linie 223 wurde eingestellt.
Selbst der wachsende Siemens Technopark Berlin ist besser mit Bus 139 und U 7 erschloßen.

Die Zukunft der Siemensbahn ist besiegelt: Die Strecke hat keine Zukunft mehr.
Anders bei der Strecke nach Düppel ...
Wohlstand gibt es nicht wirklich in Berlin. Wohlstand gibt es hier nur für Großteile von Beamten, Lehrern, Rentnern und Angestellten großer öffentl. Unternehmen - einige Reiche natürlich auch. Wer hier angelockt wird, kann der geneigte Beobachter am Zoo, auf dem Alex und allen anderen Szene-Kiezen beobachten.

Die Teilung ist seit 1989 vorbei, als angeblich stolze und selbstbewußte (Haupt-)Stadt hätte Berlin bis 2014 deutlich mehr erreichen müssen und können. Diese Meinung vertrete ich als Ur-Berliner. Die wenigsten Menschen und Institutionen der Stadt lassen sich hinterfragen und suchen konstruktive Kritik. Wenn hier Alles so prima läuft, können doch der Länderfinanzausgleich und der Soli abgeschafft werden.

Bitte nicht die internen Griechenländer vergessen, die seit 1990 aufgebläht werden und die Gemütlichkeit der Bewohner erhöhen. Dazu sei ergänzt, dass es sich nicht nur um die "Neuen Bundesländer" handelt. Zeit und Kraft zum Blockieren von verschiedenen ÖPNV-Projekten wird dabei immer gefunden und es geht nicht nur der Verkehrsbranche in Deutschland so...

Schlussendlich kann in Zusammenhang mit der Siemensbahn gesagt werden, dass seit 1990 infrastrukturell für ÖPNV und SPV viel mehr hätte erreicht werden können - hier hat zumeist die Politik versagt. Die Bürger haben ihren Teil auch dazu geleistet. Für die Zukunft sollten Optionen offen gehalten werden und das betrifft besonders die innerstädtischen Schienenwege.
Zitat
Bürgermeister
Hallo!

Jeder Tag an dem TXL eher dicht ist, ist ein guter Tag für Berlin. Der Flughafen ist weder zeitgemäß noch zumutbar.

Diese Aussage zeugt von der fachlichen Unkenntnis des Autors zum Thema!

Gruß
Markus

*** Berlins Straßen sind zu wichtig um sie dem ÖPNV allein zu überlassen ***
Zitat
IL-62M
Wohlstand gibt es nicht wirklich in Berlin. Wohlstand gibt es hier nur für Großteile von Beamten, Lehrern, Rentnern und Angestellten großer öffentl. Unternehmen - einige Reiche natürlich auch. Wer hier angelockt wird, kann der geneigte Beobachter am Zoo, auf dem Alex und allen anderen Szene-Kiezen beobachten.

Das hängt wohl eher davon ab was der geneigte Autor als Wohlstand uns definieren will.


Zitat
IL-62M
Schlussendlich kann in Zusammenhang mit der Siemensbahn gesagt werden, dass seit 1990 infrastrukturell für ÖPNV und SPV viel mehr hätte erreicht werden können - hier hat zumeist die Politik versagt. Die Bürger haben ihren Teil auch dazu geleistet. Für die Zukunft sollten Optionen offen gehalten werden und das betrifft besonders die innerstädtischen Schienenwege.

Die Siemensbahn ist hierbei die falsche Option und es sollten endlich Taten folgen und kein weiteres Papperlapapp. Die Bahn erschließt nichts mehr und wird auch in Zukunft nichts erschließen.

Gruß
Markus

*** Berlins Straßen sind zu wichtig um sie dem ÖPNV allein zu überlassen ***
Zitat
IL-62M
Wohlstand gibt es nicht wirklich in Berlin. Wohlstand gibt es hier nur für Großteile von Beamten, Lehrern, Rentnern und Angestellten großer öffentl. Unternehmen - einige Reiche natürlich auch.
... Berlin ist halt groß und die "normalen" Wohlstandsbürger lungern eher weniger auf Bahnhöfen und Plätzen herum.
Und wozu soll es gut sein die Trasse abzureißen, außer vielleicht der Gewinnung von Altmetall, der wohl kaum die Abrißkosten deckt ? Zu den Forderung nach Ansiedlung von Gewerbe auf der Fläche: Erst mal muß Gewerbe vorhanden sein, und in Berlin gibt es genug Industriebrache für diesen Zweck.

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Viele Grüße aus Wedding
Zitat
Heidekraut
Die Argumente wiederholen sich. eigentlich müsste doch Tegel jetzt schon mit seinem enormen Flugaufgebot die Wiederinbetriebnahme und Verlängerung amortisieren. Hätte man nur schon vor 10 Jahren damit angefangen. ;-) Im Schwunge der Projekte Deutsche Einheit. Wie wäre es mit der M-Bahn als Zwischenlösung?

Eine M-Bahn als Zwischenlösung? Etwa die M-Bahn (M1), die auf der Hochbahntrasse zwischen Gleisdreieck und Kemperplatz gefahren ist? Nicht wirklich, oder? Die diente doch schonmal als Zwischenlösung und mußte der U2/A weichen, war auch nur ein Experiment, um die Magnetbahntechnologie als solches zu erforschen. Wenn man die M-Bahn wirklich wieder aus dem Grab holen sollte, dann auf einer Trasse mit dauerhaftem Einsatz, aber wo?

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[[["Aber! Das ist ja eine Kinderkarte!" "Da sieht man mal, was für Verspätung eure Züge haben"]]]
Eine M-Bahn, die dem Verlauf des Landwehr-Kanals folgt, das wäre doch was.
Das dürfte viele Fragen beantworten:

[www.stadtschnellbahn-berlin.de]

[www.stadtentwicklung.berlin.de]


Ein Dilemma für die Wasserstadt: Entwickelt sie sich so schleppend, weil sie so schlecht erschlossen ist oder ist es umgekehrt? Man kann aber eines beobachten: Bei der Erneuerung des Bahnhofes Jungfernheide ist die Siemensbahn nach Gartenfeld nicht wirklich eingeplant, und Peter Bley [www.google.de] hat in seinem Buch über die Berliner S-Bahn der Siemensbahn keine Zukunft gegeben. O.K. die Kremmener Bahn nach Heiligensee kommt auch nicht gut dabei weg, und wenn es nach Edmund Wronsky geht, würde nicht die S25 sondern immernoch der BUS 224 fahren. Man soll eben niemals "Nie" sagen.

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[[["Aber! Das ist ja eine Kinderkarte!" "Da sieht man mal, was für Verspätung eure Züge haben"]]]
Die Wasserstadt entwickelt sich so schleppend, weil

a) sie in der Einflugschneise von Tegel liegt
b) junge Familien nicht im "HartzIV Bunker" leben wollen, sondern im Eigenheim.

Letztere werden auf dem Gelände der Wasserstadt wieder vermehrt gebaut. Damit geht allerdings einher, daß nur ein Bruchteil der projektierten Bevölkerungszahlen dort leben werden.
Da lohnt sich keine S-Bahn mit ihren teuren Kunstbauten, welche notwendig wären.

Gruß
Markus

*** Berlins Straßen sind zu wichtig um sie dem ÖPNV allein zu überlassen ***
Zitat
Mäuserich
Ein Dilemma für die Wasserstadt: Entwickelt sie sich so schleppend, weil sie so schlecht erschlossen ist oder ist es umgekehrt?
Das berühmte Henne-Ei-Problem.

Inzwischen entwickeln sich die an der Hamburger Bahn gelegenen Vororte Falkensee etc dank des existierenden Bahnanschlusses prächtig. Allerdings sind die Bahnen zu den Hauptverkehrszeiten brechend voll, und die Pläne der DB AG, ab 2015 zwei mal pro Stunde einen ICE von Hamburg nach Berlin und umgekehrt fahren zu lassen, läßt viele um die Fahrplanstabilität der Regionalzüge bangen. Eine mit Berliner S-Bahn-Technik elektrifizierte Strecke könnte die Lösung sein, wenn gleichzeitig eine solche Verbindung von Stresow nach Jungfernheide entstehen würde.


heute mal keine sig
Die S-Bahn Stresow - Jungfernheide hat man sich verbaut, da dürfte nichts mehr gehen, jedenfalls nicht ohne teure Umbauten. Und wenn sie käme, würde man den Ring noch weiter destabilisieren, ob das so gut wäre, wage ich auch mal zu bezweifeln.

Dennis
Wie wäre es denn mit einer Straßenbahn auf der Trasse der ehemaligen Siemensbahn, die im Norden ab Gartenfeld die Wasserstadt erschließt und im Süden Jungfernheide, Moabit und den Hauptbahnhof?
Man müsste dafür nicht mal die alte Brücke über der Spree wiederherstellen.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
L.Willms
Inzwischen entwickeln sich die an der Hamburger Bahn gelegenen Vororte Falkensee etc dank des existierenden Bahnanschlusses prächtig.

Ein wunderbares Beispiel, dass die fehlende S-Bahn nicht an der Misere der Wasserstadt schuld ist! Im Gegenteil, die Anzahl der Pendeler, die den ÖPNV nutzen, dürfte mit der lahmarschigen S-Bahn statt der schnellen Regionalbahnen, sinken.

Zitat
L.Willms
Allerdings sind die Bahnen zu den Hauptverkehrszeiten brechend voll, und die Pläne der DB AG, ab 2015 zwei mal pro Stunde einen ICE von Hamburg nach Berlin und umgekehrt fahren zu lassen, läßt viele um die Fahrplanstabilität der Regionalzüge bangen.

Nur gut, dass die Berliner S-Bahn ist ja seit 2009 für ihre Fahrplanstabilität bekannt...
(Dafür ist ja wenigstens die Betriebsreserve derzeit hoch genug um noch ungefähr 150km weitere S-Bahnstrecken zu eröffnen).

Zitat
L.Willms
Eine mit Berliner S-Bahn-Technik elektrifizierte Strecke könnte die Lösung sein, wenn gleichzeitig eine solche Verbindung von Stresow nach Jungfernheide entstehen würde.

Genau, lasst uns blind Nachkriegsprovisorien wieder aufbauen. Ohne Rücksicht auf Bedarf, Kosten und Verträglichkeit mit vorhandenen Systemen...

Mit freundlichen Grüßen und in diesem Sinne
Euer Bürgermeister
Zitat
Stefan Metze
Wie wäre es denn mit einer Straßenbahn auf der Trasse der ehemaligen Siemensbahn, die im Norden ab Gartenfeld die Wasserstadt erschließt und im Süden Jungfernheide, Moabit und den Hauptbahnhof?
Man müsste dafür nicht mal die alte Brücke über der Spree wiederherstellen.

Das führt sicherlich auch am Bedarf vorbei. Man hat die Straßenbahn doch nicht umsonst zum U-Bahnhof Haselhorst geplant und nicht nach Gartenfeld.

Mit freundlichen Grüßen und in diesem Sinne
Euer Bürgermeister
Zitat
Stefan Metze
Wie wäre es denn mit einer Straßenbahn auf der Trasse der ehemaligen Siemensbahn, die im Norden ab Gartenfeld die Wasserstadt erschließt und im Süden Jungfernheide, Moabit und den Hauptbahnhof?
Man müsste dafür nicht mal die alte Brücke über der Spree wiederherstellen.

Eine Straßenbahn gehört auf die Straße, sonst hieße sie nicht Straßenbahn. Auf einem ausgedienten Bahndamm bringt sie niemandem was.

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[[["Aber! Das ist ja eine Kinderkarte!" "Da sieht man mal, was für Verspätung eure Züge haben"]]]
Zitat
Bürgermeister
Zitat
L.Willms
Inzwischen entwickeln sich die an der Hamburger Bahn gelegenen Vororte Falkensee etc dank des existierenden Bahnanschlusses prächtig.

Ein wunderbares Beispiel, dass die fehlende S-Bahn nicht an der Misere der Wasserstadt schuld ist!

Ersetze "S-Bahn" durch schnelle, komfortable ÖPNV-Anbindung. Wie die heißt, ist unwichtig, wichtig wäre: auf Schienen.

Zitat
Bürgermeister
Im Gegenteil, die Anzahl der Pendeler, die den ÖPNV nutzen, dürfte mit der lahmarschigen S-Bahn statt der schnellen Regionalbahnen, sinken.

Lahmarschig ist die S-Bahn von Spandau zur und über die Stadtbahn. Die Bahn-Anbindung über die Jungfernheide ist wesentlich schneller (4 bis 5 Minuten), und wäre sie auch mit der S-Bahn.

Zwischen Nauen und Spandau macht es keinen zeitlichen Unterschied, ob die Bahn mit Oberleitung und 15 kV@16,7Hz fährt oder Stromschiene und 800V=. Hätte sich die Reichsbahn 1924 nicht in letzter Minute gegen die schon beschlossene Standardelektrifizierung entschieden, und auf Stromschiene mit Gleichstrom bei den Stadt-, Ring- und Vorortbahnen gesetzt, würde es reichen, zwischen Spandau und Nauen ein drittes Gleis zu legen, und man könnte dort S-Bahn, Regionalexpreß und ICE freizügig auf die Gleise verteilen.
Zitat
Bürgermeister

Zitat
L.Willms
Allerdings sind die Bahnen zu den Hauptverkehrszeiten brechend voll, und die Pläne der DB AG, ab 2015 zwei mal pro Stunde einen ICE von Hamburg nach Berlin und umgekehrt fahren zu lassen, läßt viele um die Fahrplanstabilität der Regionalzüge bangen.

Nur gut, dass die Berliner S-Bahn ist ja seit 2009 für ihre Fahrplanstabilität bekannt...

Danke für den Scherz... aber es ist doch schon wieder besser geworden, nicht wahr? (Während die geplante Zerschlagung des einheitlichen Betriebs die Chose wieder verschlechtern wird, fürchte ich).

Zitat
Bürgermeister
(Dafür ist ja wenigstens die Betriebsreserve derzeit hoch genug um noch ungefähr 150km weitere S-Bahnstrecken zu eröffnen).

Für neue Strecken braucht man natürlich auch immer neue Fahrzeuge. Die gehören mit zur Investition.

Zitat
Bürgermeister
Zitat
L.Willms
Eine mit Berliner S-Bahn-Technik elektrifizierte Strecke könnte die Lösung sein, wenn gleichzeitig eine solche Verbindung von Stresow nach Jungfernheide entstehen würde.

Genau, lasst uns blind Nachkriegsprovisorien wieder aufbauen. Ohne Rücksicht auf Bedarf, Kosten und Verträglichkeit mit vorhandenen Systemen...
Es geht nicht um ein Nachkriegsprovisorium, sondern um die historische S-Bahn-Strecke, die schon seit Urzeiten von Nauen bzw. Wustermark zum Lehrter Bahnhof führte. Und in einigen Jahren über Potsdamer Platz, Julius-Leber-Brücke und den Südring mit der jetzt S46 genannten Vorortbahn nach Königs Wusterhausen zusammengeschlossen werden könnte.

Teuer ist der Luxus von fünf miteinander inkompatiblen elektrisch betriebenen Schienenbahnsystemen, mit dem Berlin gestraft ist. Zu Dampflokzeiten konnte man auf demselben Gleis noch einen dampfgezogenen Fernzug und einen aus Stromschiene gespeiste Vorortbahn fahren lassen (z.B. Dresdner Bahn), aber Dampf ist ausgestorben, und gedieselt wird auch fast nur noch auf Nebenbahnen. Die Stromschiene im Eisenbahnnetz ist eine technische Sackgasse, und teuer.


heute mal keine sig



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.2014 16:59 von L.Willms.
Zitat
Mäuserich

Eine Straßenbahn gehört auf die Straße, sonst hieße sie nicht Straßenbahn. Auf einem ausgedienten Bahndamm bringt sie niemandem was.

Und was macht die Strassenbahn dann in Ahrensfelde in der Botanik?
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