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Verlängerung der A 100 (16. Bauabschnitt)
geschrieben von andre_de 
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andre_de
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DerMichael
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SBahner
Für den 17.Bauabschnitt -sofern er denn mal kommt- war es doch zwecks Platzbedarf vorgesehen, die Breite der Elsenbrücke zu verringern oder?
Der Ersatzneubau der derzeit gesperrten Brücke, wird doch sicherlich in selber Breite ausgeführt wie der Istzustand?
Dann blockiert man sich ja wieder gleich einen möglichen Weiterbau der A100.

Naja, woanders würde man sich das vielleicht vorher überlegen. Aber wir sind ja in Berlin und da ist es doch Tradition, dass zunächst mal alles verbaut wird und man sich erst danach überlegt, wie man die vorher schon angedachten Dinge dann doch umsetzt.

Es ist tatsächlich so, wie die folgende Antwort Nr. 3 auf eine Kleine Anfrage bestätigt:
http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-22806.pdf

Danach sieht man seitens Berliner Senat keine Notwendigkeit, sich mit der Autobahnplanungsgesellschaft des Bundes überhaupt auch nur abzustimmen, geschweige denn irgendwas konkret zu berücksichtigen! Und dann wundert man sich, wenn einem das zugehörige Planungsverfahren wieder um die Ohren fliegt.

Das muss man auch erst dann wenn es darum geht die Dimensionierung der östlichen Elsenbrücke festzulegen. Im Falle eines Autobahnbaus braucht man an dieser Stelle nämlich nur noch einen Rad- und einen Gehweg da die westliche Brücke dann breit genug für den gesamten Kfz-Verkehr wäre.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Das muss man auch erst dann wenn es darum geht die Dimensionierung der östlichen Elsenbrücke festzulegen. Im Falle eines Autobahnbaus braucht man an dieser Stelle nämlich nur noch einen Rad- und einen Gehweg da die westliche Brücke dann breit genug für den gesamten Kfz-Verkehr wäre.

Ach was?! Bei der Fragestellung ging es genau darum, nach welchen Prämissen man den Neubau plant! Also auch den Neubau der östlichen Brücke. Der Senat plant derzeit einen 1:1-Ersatz, um diesen dann ggf. ein paar Jahre später wieder abreißen zu lassen. Hast Du das verlinkte Dokument überhaupt gelesen?
Also ich les das irgendwie anders:
Zitat
SenUVK
Auch die neue Elsenbrücke wird ohnehin aufgrund der
vorhandenen Randbedingungen als Brückenbauwerk mit zwei getrennten Überbauten
geplant und gebaut. Damit wird der Weiterbau der BAB 100 planerisch nicht vorbereitet,
auf Grundlage der aktuell vorliegenden Erkenntnisse jedoch auch nicht verhindert.

Was sollen die denn sonst machen? Die Autobahn schonmal mitbauen, für die es keine Planung gibt und die politisch nicht gewollt ist? Oder die Elsenbrücke bewusst zu klein bauen, um Platz für eine Autobahn zu lassen, die niemals kommt, und damit auf ewig zu geringe Kapazität riskieren? Oder ein Kombibrücke bauen, die heute als Stadtstraße funktioniert, morgen als Autobahn? (Wie soll die genau aussehen?) Oder Den Ersatzneubau so lange verzögern, bis für die Autobahn (oder deren nicht-Bau) Planungssicherheit besteht? Wie lange soll das dauern?

Ich verstehe das Problem der zwei kollidierenden Planungen, das du ansprichst, aber was konkret erwartest Du vom Senat für eine Handlung?
Zitat
schallundrausch
Also ich les das irgendwie anders:
Zitat
SenUVK
Auch die neue Elsenbrücke wird ohnehin aufgrund der
vorhandenen Randbedingungen als Brückenbauwerk mit zwei getrennten Überbauten
geplant und gebaut. Damit wird der Weiterbau der BAB 100 planerisch nicht vorbereitet,
auf Grundlage der aktuell vorliegenden Erkenntnisse jedoch auch nicht verhindert.

Was sollen die denn sonst machen? Die Autobahn schonmal mitbauen, für die es keine Planung gibt und die politisch nicht gewollt ist? Oder die Elsenbrücke bewusst zu klein bauen, um Platz für eine Autobahn zu lassen, die niemals kommt, und damit auf ewig zu geringe Kapazität riskieren? Oder ein Kombibrücke bauen, die heute als Stadtstraße funktioniert, morgen als Autobahn? (Wie soll die genau aussehen?) Oder Den Ersatzneubau so lange verzögern, bis für die Autobahn (oder deren nicht-Bau) Planungssicherheit besteht? Wie lange soll das dauern?

Ganz einfach: Auch eine Autobahnbrücke würde/wird aus zwei getrennten Überbauten bestehen. Man kann also die östliche Hälfte der Elsenbrücke so neu bauen, dass sie in Lage und Breite der zukünftigen westlichen Autobahnbrücke entspricht. Oben drauf dann eine andere Fahrbahn/Fußwegaufteilung zu bauen, ist ja kein Problem. Damit ließe sich die Leistungsfähigkeit der Elsenbrücke wiederherstellen, ohne dass man für einen späteren Autobahnbau (ob der nun kommt oder nicht) wieder was abreißen muss.

Zitat
schallundrausch
Ich verstehe das Problem der zwei kollidierenden Planungen, das du ansprichst, aber was konkret erwartest Du vom Senat für eine Handlung?

Ich erwarte, dass sich der Senat aufgrund der Planungsbefangenheit dieser Stelle mit den Planern des Bundes (besagte Autobahn AG) abstimmt, statt die Problematik vorsätzlich zu ignorieren. Darum werden sie ohnehin nicht herum kommen, je später man das aber macht, umso teurer und umständlicher wird es.
Hallo zusammen!

Zitat
andre_de
Ganz einfach: Auch eine Autobahnbrücke würde/wird aus zwei getrennten Überbauten bestehen. Man kann also die östliche Hälfte der Elsenbrücke so neu bauen, dass sie in Lage und Breite der zukünftigen westlichen Autobahnbrücke entspricht. Oben drauf dann eine andere Fahrbahn/Fußwegaufteilung zu bauen, ist ja kein Problem. Damit ließe sich die Leistungsfähigkeit der Elsenbrücke wiederherstellen, ohne dass man für einen späteren Autobahnbau (ob der nun kommt oder nicht) wieder was abreißen muss.

Da würde ich aber mal ein paar Fragezeichen machen. Die Autobahn müsste doch in dem Bereich in der Höhenlage der Eisenbahn verlaufen und die Straße Alt-Stralau überqueren?

Viele Grüße
Manuel
was mich mal interessiert: Der Neubau der Ringbahnbrücke Höhe Kiefholzstr. verzögert sich ja momentan enorm. Nach bisherigen Planungsstand sollte aber dort lediglich die S-Bahn ihre Brücke bekommen. Sind denn eigentlich für die Überführung der beiden Fernbahngleise dafür irgendwelche Bauvorleistungen mit vorgesehen? (Fundament Widerlager etc.)

Gruß Ralf
Zitat
manuelberlin
Hallo zusammen!

Zitat
andre_de
Ganz einfach: Auch eine Autobahnbrücke würde/wird aus zwei getrennten Überbauten bestehen. Man kann also die östliche Hälfte der Elsenbrücke so neu bauen, dass sie in Lage und Breite der zukünftigen westlichen Autobahnbrücke entspricht. Oben drauf dann eine andere Fahrbahn/Fußwegaufteilung zu bauen, ist ja kein Problem. Damit ließe sich die Leistungsfähigkeit der Elsenbrücke wiederherstellen, ohne dass man für einen späteren Autobahnbau (ob der nun kommt oder nicht) wieder was abreißen muss.

Da würde ich aber mal ein paar Fragezeichen machen. Die Autobahn müsste doch in dem Bereich in der Höhenlage der Eisenbahn verlaufen und die Straße Alt-Stralau überqueren?

Die Elsenbrücke ist über der Spree (also in der Mitte) auf gleicher Höhe wie die Eisenbahnbrücke, auf Höhe des nördlichen Widerlagers ist die Fahrbahn 2..3 Meter niedriger als die Eisenbahn, aber noch nicht auf Geländeniveau. Bei einer gleichhohen Brücke müssten diese 2..3 Meter auf der Strecke bis zur Kreuzung mit der Stralauer Allee abgebaut werden. Erscheint mir machbar. Das findet man aber nur genau raus, wenn man sich in den Planungen abstimmt, was der Senat aktuell eben nicht vorhat.

Viele Grüße
André
Hier gibt es mittelbar Infos zu (zukünftigen) Autobahnplanungen:
[www.morgenpost.de]
Es geht um die "Gründung der neuen Bundesfernstraßenverwaltung, der Autobahn GmbH",
was dazu führt, das wohl 145 Vollzeitstellen der Landesverwaltung zum Bund wechseln.

Weiter:
"Zumindest die Planfeststellungs- und Genehmigungskompetenz hätte laut einer Klausel
auf Antrag an das Land Berlin zurückfallen können. Die Frist verstrich Ende 2019 aber
ungenutzt.

Nicht nur wegen des Personalabgangs wird die Kompetenzabgabe an den Bund in der
rot-rot-grünen Koalition kritisch gesehen. Das Land verliere dadurch jeglichen Einfluss
auf Autobahnprojekte in Berlin, kritisieren die Linken-Abgeordneten Katalin Gennburg
und Sebastian Schlüsselburg."

Das bedeutet, dass der Bund den 17. BA einfach durchplanen, genehmigen und
bauen kann, ohne auf ein Zutun von Mitarbeitern der Berliner Verwaltung zu warten,
die ggf. andere politische Anweisungen von oben erhalten.

Ich rechne nach dem Lesen des verlinkten Artikels zwingend damit, dass
A) der 17. BA wirklich kommt und dass
B) ggf. auch darüber hinaus der Ringschluss durch den Bund forciert werden könnte,
ohne das das Land das zukünftig verhindern kann. Denn wenn ich es richtig verstanden
habe, wird es nicht mehr beteiligt.

Ich bin gespannt.
Zitat
TomB
Hier gibt es mittelbar Infos zu (zukünftigen) Autobahnplanungen:

Es geht um die "Gründung der neuen Bundesfernstraßenverwaltung, der Autobahn GmbH",
was dazu führt, das wohl 145 Vollzeitstellen der Landesverwaltung zum Bund wechseln.

Weiter:
"Zumindest die Planfeststellungs- und Genehmigungskompetenz hätte laut einer Klausel
auf Antrag an das Land Berlin zurückfallen können. Die Frist verstrich Ende 2019 aber
ungenutzt.

Nicht nur wegen des Personalabgangs wird die Kompetenzabgabe an den Bund in der
rot-rot-grünen Koalition kritisch gesehen. Das Land verliere dadurch jeglichen Einfluss
auf Autobahnprojekte in Berlin, kritisieren die Linken-Abgeordneten Katalin Gennburg
und Sebastian Schlüsselburg."

Das bedeutet, dass der Bund den 17. BA einfach durchplanen, genehmigen und
bauen kann, ohne auf ein Zutun von Mitarbeitern der Berliner Verwaltung zu warten,
die ggf. andere politische Anweisungen von oben erhalten.

Ich rechne nach dem Lesen des verlinkten Artikels zwingend damit, dass
A) der 17. BA wirklich kommt und dass
B) ggf. auch darüber hinaus der Ringschluss durch den Bund forciert werden könnte,
ohne das das Land das zukünftig verhindern kann. Denn wenn ich es richtig verstanden
habe, wird es nicht mehr beteiligt.

Ich bin gespannt.

Das klingt ja nach dem maximalen worst case. Da muss ich mich mal über die Hintergründe schlau machen. Aber so wie Du das schreibst klingt das echt wie das schlimmste Versagen der Politik und Verwaltung.
Zitat
schallundrausch
Das klingt ja nach dem maximalen worst case. Da muss ich mich mal über die Hintergründe schlau machen. Aber so wie Du das schreibst klingt das echt wie das schlimmste Versagen der Politik und Verwaltung.

Das kann man so sehen. Man könnte aber auch sagen, dass hier eine der schrägen Auswüchse des bundesdeutschen Föderalismus korrigiert wird. Denn wozu wir denn eine BUNDESautobahn durch die jeweiligen LANDESbehörden geplant?

Im Übrigen ist es natürlich nicht so, dass das Land Berlin bei Genehmigungsprozessen nicht mehr beteiligt wird. Was aber wegfällt - und das ist grundsätzlich positiv zu sehen - ist die Möglichkeit, dass eine Landesverwaltung aus POLITISCHEN Gründen dazu missbraucht wird, ein Bundesprojekt zu boykottieren. Hiermit hat Berlin ja Erfahrung, siehe Dresdener Bahn.

Die zitierte Landesverwaltung hat nämlich eigentlich garnicht die Aufgabe, politisch tätig zu werden, sondern lediglich fachlich-inhaltliche Arbeit zu leiten (bisher die Planungsleistungen und Durchführung des Planfeststellungsverfahrens). Leider passiert(e) das trotzdem republikweit viel zu oft, weswegen diese Aufgaben nun konsequenterweise für die Bundesautobahnen und Bundesschienenwege zurück zum Bund gezogen werden.

Die Bewertung, welche Konsequenzen das nun speziell für Stadtautobahnen hat, ist davon losgelöst.

Viele Grüße
André
Zitat
TomB

Das bedeutet, dass der Bund den 17. BA einfach durchplanen, genehmigen und
bauen kann, ohne auf ein Zutun von Mitarbeitern der Berliner Verwaltung zu warten,
die ggf. andere politische Anweisungen von oben erhalten.

Das hört sich ja fast wie Sabotage an... Könnte sein, dass das dann alles tatsächlich um einiges schneller läuft.
Allerdings darf man nicht übersehen, dass auch im Bund die Grünen im Vormarsch sind.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat

"TomB" am 24.3.2020 um 20.13 Uhr:

Hier gibt es mittelbar Infos zu (zukünftigen) Autobahnplanungen: [www.morgenpost.de]

Die im Artikel erwähnte parlamentarische Anfrage ist übrigens diese (PDF-Datei, 147.890 Bytes):

Anfrage der Abgeordneten Katalin Gennburg, Kristian Ronneburg und Sebastian Schlüsselburg (Die Linke) vom 19.2.2020 und Antwort vom 4.3.2020:
Autobahngesellschaft - Headhunter der Bundesregierung graben Bauingenieure ab?


Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Mit dem Autobahnbau durch den Bund ist es ähnlich wie mit dem U-Bahnbau durch das Land Berlin.
Es besteht großer Instandsetzungsbedarf bei den bestehenden Bauwerken, der durch den normalen Verschleiss, verschärft durch Spardiktate verflossener Regierungskoalitionen entstanden ist. In den nächsten Jahren sind deshalb vorrangig Großinstandsetzungen an der Tagesordnung, bevor man an die Vervollständigung begonnener Projekte oder Neubauten gehen kann.
Gleichwohl muss man auch hier aufgrund der extrem langwierigen Prozesse für die Vorplanung, Finanzierung und Genehmigungsverfahren stetig weiter dran bleiben.

Im Bereich der Bundesautobahnen wird seit Jahren an der Grundsanierung von wichtiger Infrastruktur gearbeitet. Vor kurzem fand ein Werkstattverfahren für die Erneuerung des Autobahndreiecks Funkturm / Anschlussstelle Messedamm statt, auch der Ersatzneubau der Rudolf-Wissel-Brücke steht auf der Agenda der DEGES: [www.deges.de]

so long

Mario
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