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Verlängerung der A 100 (16. Bauabschnitt)
geschrieben von andre_de 
Zitat
Latschenkiefer
Die BVG stellt den Verkehr auf mehreren Buslinien ein. Für mehr Miteinander auf Berlins Straßen!

Welche Linien das betrifft, scheint aber ein Rätsel zu sein. Der Tagesspiegel versteckt die Aussage hinter einer Paywall, und auf der BVG-Seite ist nichts zu finden (also zumindest nicht auf der Startseite und auch nicht, wenn man die am Treptower Park verkehrenden Buslinien in die Verkehrsmeldungssuche eingibt). Weil wir dich lieben!
Zitat
TomB
Zitat
Arnd Hellinger
Na ja, diese "(Umwelt-)Bürokratie und Verhinderungsbeteiligung" geht allerdings schon - wenigstens zu einem großen Teil - durchaus auf Forderungen der Grünen und der die Grünen in den 1980er Jahren maßgeblich gegründet habenden Umweltverbände und Anti-Atomkraft-Initiativen zurück - Ziel war damals natürlich in erster Linie, AKW, Autobahnen oder industrielle Großprojekte in ökologisch sensiblen Gebieten effektiv verhindern oder eine passgenauere Planung durchsetzen zu können.

Daraus ist dann durch Gesetzgebung (Abstraktionsgrundsatz) und Rechtsprechung über inzwischen mehr als 40 Jahre ein System geworden, das schlicht sämtliche Infrastrukturvorhaben oder Wohnneubaugebiete ausbremst - eine ihre eigenen Kinder fressende Revolution.

Wann hatten denn "die Grünen" eine absolute parlamentarische Mehrheit? Und wenn nicht, wann waren sie denn die Mehrheit in einer Koalition? Über Gesetze stimmt der Bundestag ab. Wenn Forderungen dort Mehrheiten finden, nennt sich das Demokratie. Auch wenn dir eine Idee nicht gefällt.

Wo genau weise ich oben "den Grünen" eine Alleinschuld zu oder behaupte, sie hätten jemals über ausreichende eigene Mehrheiten oberhalb der Kommunalebene (=hier in Berlin Bezirke) verfügt? Ich schrieb auch nirgendwo, Anwohnendenbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfung grundsätzlich abzulehnen - das Ganze sollte nur "beherrschbar" bleiben...

Vielleicht bist Du ja einfach noch zu jung, aber ich habe im Westdeutschland der 1980er und frühen 1990er Jahre schon sehr bewusst erlebt, wie der Großteil dieser Regelungen erkämpft und in Gesetzesform gegossen wurde - da ging es häufig um Kompromisspakete, Bundesratsmehrheiten etwa für die Bahn- und Postreform etc.. Die praktische Anwendbarkeit spielte in dieser Gemengelage leider allzu oft nur eine nachrangige Rolle.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Alba Coach
Man könnte ja mal den Versuch unternehmen, eine Lösung zu finden, die nicht im Schließen der Autobahn endet und jetzt mal Kreativität ab.......

Dann leg' Du doch bitte auch mal konkrete Vorschläge auf den Tisch, bevor Du Anderen in der Frage ständig Inkompetenz oder Untätigkeit vorwirfst.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Alba Coach
Man könnte ja mal den Versuch unternehmen, eine Lösung zu finden, die nicht im Schließen der Autobahn endet und jetzt mal Kreativität ab.......

Wenn das nun mal die einzige sinnvolle Lösung ist.

Gucken wir uns mal deine Lösung an: Eine fertige Elsenbrücke (die natürlich aus ganz andern Gründen fertig sein sollte...) würde das Problem ans Ostkreuz verlagern. Dann hast du genauso den Stau (nur 500 m weiter nördlich) und entsprechenden Stauvermeidungsverkehr durch die Wohngebiete. Also ist deine Lösung genauso unbrauchbar.
Zitat
def

Welche Linien das betrifft, scheint aber ein Rätsel zu sein. Der Tagesspiegel versteckt die Aussage hinter einer Paywall, und auf der BVG-Seite ist nichts zu finden (also zumindest nicht auf der Startseite und auch nicht, wenn man die am Treptower Park verkehrenden Buslinien in die Verkehrsmeldungssuche eingibt). Weil wir dich lieben!

Es geht um M43 und 194.
Zitat
Jay
Am sinnfreisten wäre die (ursprüngliche) Variante die Elsenbrücke erst komplett neu zu bauen und dann später die eine Hälfte zugunsten der A100 wieder abzureißen. Dieses Dilemma kommt in der Debatte auch viel zu kurz.

Und genau so wird es kommen. 🙄🤔😉
Alles andere ist/wäre in Berlin doch undenkbar. 😜
Berlin hat doch schließlich Geld 💲💰 en masse im Überfluss 🤞😁
Ich zitiere mal aus dem Artikel:

»Weil die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wegen der Fahrzeugmassen, die von der Autobahn ins Stadtstraßennetz an der Elsenstraße geleitet werden, nicht mehr vorankommen, hat die BVG den Betrieb auf den Linie M43 und 194 abschnittsweise seit dem Dienstagmittag eingestellt.
Die Linien führen „aufgrund eines Staus nicht“, heißt es auf der Internetseite der Verkehrsbetriebe. Bei der Metrobuslinie M43 gilt die Unterbrechung zwischen Tunnelstraße und Elsenstraße/Kiefholzstraße beziehungsweise Beermannstraße und Tunnelstraße.
Der Bus 194 wurde im gesamten Abschnitt zwischen Markgrafendamm und U-Bahnhof Hermannplatz eingestellt. Fahrgäste sollten in dieser Zeit zwischen Treptower Park und Ostkreuz auf die S-Bahn ausweichen.«
Könnte man das auch Auto Benutzern zumuten ? – Mal eben die S-Bahn benutzen … und das (angeblich unverzichtbare) Auto irgendwo stehenzulassen?
Zitat
HiSB
Ich zitiere mal aus dem Artikel:

»Weil die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wegen der Fahrzeugmassen, die von der Autobahn ins Stadtstraßennetz an der Elsenstraße geleitet werden, nicht mehr vorankommen, hat die BVG den Betrieb auf den Linie M43 und 194 abschnittsweise seit dem Dienstagmittag eingestellt.
«

In der Tat wäre eine Teileröffnung der nördlichen Richtungsfahrbahn bis zur Sonnenallee sinnvoll gewesen solange an der Elsenbrücke gebaut wird.
Zitat
Gleisdreiecke
Könnte man das auch Auto Benutzern zumuten ? – Mal eben die S-Bahn benutzen … und das (angeblich unverzichtbare) Auto irgendwo stehenzulassen?

Schonmal überlegt, wie groß der Parkplatz sein müsste? Vielleicht wäre das die Lösung, wir machen aus der A100 einen P+R-Parkplatz.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Könnte man zur Entlastung des regulären Straßenverkehrs nicht erstmal die Ampelphase der Autobahnabfahrt soweit verkürzen, dass nur noch eine zumutbare Anzahl an Autos von der Autobahn runterkommt? Bei beginnender Stauentwicklung könnte man zusätzlich die Fahrspuren reduzieren, so dass sich das Problem der Autobahn größtenteils auf die Autobahnnutzer auswirkt und der restliche Verkehr, insbesondere der ÖPNV, von der Blechwelle verschont bleibt.

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Moin.

Zitat

Die Linien führen „aufgrund eines Staus nicht“, heißt es auf der Internetseite der Verkehrsbetriebe.

Interessant, dass die "Internetseite der Verkehrsbetriebe" nicht genannt wird. Man könnte ja glatt 'mal versucht sein, sich dort über Details zu informieren. Hat jemand diese "Internetseite" schon gefunden? Ich nicht. :-(

Mein Kommentar: Leider ist das Sommerloch noch riesengroß und der Versuch, mit reißerischen Schlagzeilen ein Geschäft zu machen ebenso stark (vielleicht ist aber auch die Pflege der Verkehrsmeldungen bei der BVG immer noch ungenügend).

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
@HiSB: Danke für das Zitat. Wo das auf der BVG-Seite genannt ist, ist mir allerdings schleierhaft. Bei den Verkehrsmeldungen scheint bei M43 und 194 aus dem Bereich weiterhin nur die temporäre Verlegung der Haltestelle Markgrafendamm auf.

Zitat
Tagesspiegel
Die Linien führen „aufgrund eines Staus nicht“, heißt es auf der Internetseite der Verkehrsbetriebe. Bei der Metrobuslinie M43 gilt die Unterbrechung zwischen Tunnelstraße und Elsenstraße/Kiefholzstraße beziehungsweise Beermannstraße und Tunnelstraße.

Nun läge es doch eigentlich nahe, den 194er nach Stralau zu führen und so den Ausfall des M43 wenigstens ein bisschen zu kompensieren. Aber gut, das würde voraussetzen, dass sich in der Politik oder in höheren Führungsebenen der BVG irgendwer für den ÖPNV interessiert.

Zitat
Tagesspiegel
Der Bus 194 wurde im gesamten Abschnitt zwischen Markgrafendamm und U-Bahnhof Hermannplatz eingestellt. Fahrgäste sollten in dieser Zeit zwischen Treptower Park und Ostkreuz auf die S-Bahn ausweichen.

Da wurden die Kieze also TATSÄCHLICH durch die Autobahn entlastet, nur vom Busverkehr zwar, aber immerhin. Vielleicht steigen Menschen von der Lohmühlenstraße zum Hermannplatz dann endlich auf den richtigen Verkehr um, so dass man sich das Gutmenschengedöns "Bus" dauerhaft sparen kann.

Tino Schopf wird sicher entsetzt sein, bevor er zustimmt.

Ist Aute Bonde eigentlich noch im Urlaub oder dreht sie wie üblich Däumchen, bis Anweisungen von Verkehrssenator Stettner kommen?*

Ich meine, da wird eine Autobahn eröffnet, von der seit Jahren gesagt wird, dass bei der Eröffnung Chaos auftreten wird, und die Frau fährt in den Urlaub? Das muss diese Arbeitsmoral sein, die die CDU verkörpert. Kein:e Arbeitnehmer:in im Einzelhandel kann Anfang, Mitte Dezember den Jahresurlaub nehmen; ich weiß auch, dass ich Mitte November keinen Urlaub nehmen sollte, weil da eine für meinen Arbeitgeber wichtiger Veranstaltung ist. Und die Frau fährt in den Urlaub, wenn erwartungsgemäß der Auto- und Busverkehr in ganzen Stadtteilen zusammenbricht?

Andererseits: vielleicht auch gut so. Wahrscheinlich würde sie nur noch mehr Schaden anrichten.
_____
* Bevor mir Sexismus unterstellt wird: den Satz hätte ich auch geschrieben, wenn der Verkehrssenator Uwe Bonde hieße und die Situation ansonsten die gleiche wäre.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.2025 07:02 von def.
Zitat
Nemo
Zitat
Gleisdreiecke
Könnte man das auch Auto Benutzern zumuten ? – Mal eben die S-Bahn benutzen … und das (angeblich unverzichtbare) Auto irgendwo stehenzulassen?

Schonmal überlegt, wie groß der Parkplatz sein müsste? Vielleicht wäre das die Lösung, wir machen aus der A100 einen P+R-Parkplatz.

Oder das Auto dort stehen lassen, vo es vor Fahrtbeginn abgestellt war und zur S-Bahn gleich mit den Öffis anreisen.
Das Problem mit den Buslinien besteht, weil man in dem Abschnitt der Elsenstraße direkt vorm Cinestar-Kino keine Busspur eingerichtet hat - die gibt's davor und danach wieder hinter der Puschkinallee.
So können mehr Rechtsabbieger von der Autobahn geschleust werden, die aber 100 m weiter vor der Elsenbrücke letztlich wieder einspurigig komprimiert werden.

Mit einer Busspur würde sich der Stau noch üppiger auf die BAB100 ausbreiten, was vermutlich die Verantwortlichen vermeiden wollten.
Fraglich ist, wie hier die Belange des ÖPNV berücksichtigt wurden in der Planung.
Die aktuelle Situation rund um den Treptower Park ist nichts anderes als eine Bankrotterklärung der Berliner Verkehrspolitik. Mit der Eröffnung des neuen A100-Abschnitts wurde der ÖPNV im Osten nicht gestärkt, sondern geschwächt. Wenn Buslinien über weite Strecken eingestellt werden müssen, weil sie im Dauerstau schlicht nicht mehr durchkommen, zeigt das, dass die Prioritäten komplett falsch gesetzt wurden.

Statt einer besseren Anbindung haben wir nun Angebotsausfälle. Statt Mobilitätsgewinn erleben wir Stillstand. Dass die Senatsverkehrsverwaltung und die Autobahngesellschaft von „keinen gravierenden Störungen“ sprechen, während ganze Bereiche vom Busverkehr abgeschnitten sind, ist realitätsfern und zynisch gegenüber den Fahrgästen.

Eine Verkehrspolitik, die Milliarden in neue Autobahnkilometer steckt und gleichzeitig zulässt, dass der ÖPNV in zentralen Bereichen kapituliert, hat ihren Anspruch auf Zukunftsfähigkeit verloren. Berlin braucht dringend klare Vorrangflächen für Busse und Bahnen, sonst wird die Verkehrswende hier endgültig an die Wand gefahren.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
Wie will man denn SEV für die S-Bahn von Treptower Park Richtung Schöneweide zukünftig dort fahren lassen, wenn für Busse kein Platz ist wie man sieht?
Zitat
LariFari
Berlin braucht dringend klare Vorrangflächen für Busse und Bahnen, sonst wird die Verkehrswende hier endgültig an die Wand gefahren.

Ich unterstelle der schwarzen und weiten Teilen der roten CDU, dass genau das gewollt ist. Dann kann man das nämlich als grüne Ideologie abtun und noch mehr Straßen bauen. Etwaige Verweise auf andere Städte entgegnet man dann mit "Das kann man gar nicht vergleichen, weil Stadt x ja viel zu groß/ zu klein ist!".
Zitat
Nordender
Wie will man denn SEV für die S-Bahn von Treptower Park Richtung Schöneweide zukünftig dort fahren lassen, wenn für Busse kein Platz ist wie man sieht?

Die Leute sollen Auto fahren. Wer sich diesem Diktat nicht beugt, ist selbst schuld und soll froh sein, wenn er oder sie nur auf einen SEV verzichten muss und nicht totgefahren wird.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.2025 08:25 von def.
Folgende Fragen:
1. Paßt die Autobahnverlängerung Richtung Ostkreuz zwischen die wiederaufgebaute Elsenbrücke und die Eisenbahnbrücken?
Oder müßte dann die Elsenbrücke zumindest teilweise wieder abgerissen werden?
2. Ab wo könnte/müßte eine unterirdische Weiterführung vom bisherigen Ende bis zu den Vorratsbauten unter Ostkreuz im Schildvortrieb (ich kann mir im betreffenden Abschnitt eine offene Bauweise jedenfalls kaum vorstellen) gebaut werden?
Vielleicht weiß jemand Bescheid?
Grüße



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.2025 12:56 von Bauart Bernau.
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