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Sammelthread: Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von Arnd Hellinger 
Ein Journalist als Lobby-ist ist schon mal ganz daneben. Sollte das Journalisten-Ethos eigentlich verhindern.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
andre_de
Zitat
schallundrausch
Ich kenn den Typ nicht. Aber er ist mir schon sympathisch.

+1

Wobei er den Twitter-Fotos nach ja bei der Barbara-Feier direkt neben uns gestanden haben muss, offensichtlich hat er uns aber nicht erkannt ;-)

Mir ist unklar, wie man ihm angesichts dessen noch irgendwelche fachliche Kompetenz nachsagen kann. :-)

SCNR,
GF



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.12.2018 01:24 von Global Fisch.
Zitat
Latschenkiefer
Noch ein Artikel zur Verkehrssenatorin, der kein gutes Licht auf sie wirft

Egal wie man zu Frau Günther steht, die hiesige Euphorie über diesen Artikel kann ich nicht nachvollziehen: Es gibt eine neue Information, 90% des Inhalts sind nur aufgewärmte Sachen um die Zeilen voll zu bekommen - da erwarte ich irgendwie etwas anderes von einem qualitativ hochwertigen Medium.
Zitat
schallundrausch
Während Kurpjuweit meist süffisant-distanziert blieb und journalistische Unparteilichkeit oft dahingehend missverstand, dass er selbst positiven Meldungen noch einen - und sei es ein noch so bemühter und gesuchter - Wermutstropfen hinzufügen musste, in kritischen Berichten oft überheblich daherkam, und ansonsten oft mit Unkenntnis oder verfälschenden Vereinfachungen herumhantierte, ist Hasselmann fast das genaue Gegenteil. Klar, versiert, haltungsbewusst. Er hat eine klaren Wertekompass und bringt das in seinen Artikeln eindeutig zum Ausdruck.

Und das soll jetzt für den Mann sprechen? Ein Journalist macht sich niemals mit einer Sache gemein. Auch nicht mit einer Guten.


Zitat

Mag vielleicht nicht jedem hier schmecken, aber ich sage es dazu, damit das allen klar ist: Er ist Teil der Radlobby und nutzt seine journalistische Arbeit auch dafür, um für die Rechte von Radfahrern zu kämpfen, überall dort wo diese von Verwaltung und Polizei missachtet werden. Sein Twitteraccout offenbart eine Mischung aus Wutbürger und Verkehrsversteher:
https://twitter.com/Polizeihassel

Ich kenn den Typ nicht. Aber er ist mir schon sympathisch.

Ich habe meine Zweifel, dass er als bisheriger Polizeireporter und Wutbürger eine Bereicherung für das Leitmedium der Hauptstadt ist.
Zitat
Nicolas Jost
Zitat
schallundrausch
Während Kurpjuweit meist süffisant-distanziert blieb und journalistische Unparteilichkeit oft dahingehend missverstand, dass er selbst positiven Meldungen noch einen - und sei es ein noch so bemühter und gesuchter - Wermutstropfen hinzufügen musste, in kritischen Berichten oft überheblich daherkam, und ansonsten oft mit Unkenntnis oder verfälschenden Vereinfachungen herumhantierte, ist Hasselmann fast das genaue Gegenteil. Klar, versiert, haltungsbewusst. Er hat eine klaren Wertekompass und bringt das in seinen Artikeln eindeutig zum Ausdruck.

Und das soll jetzt für den Mann sprechen? Ein Journalist macht sich niemals mit einer Sache gemein. Auch nicht mit einer Guten.

Jein. Wichtig ist das journalistische Grundprinzip, dass man Fakten und Meinungen trennt, ja. Soweit bin ich bei Dir.

Aber mir scheint es aber unmöglich zu sein, sich mit einem Thema intensiv zu befassen, ohne dazu auch eine Meinung zu haben. Und intensiv befassen muss man sich als Journalist zwar nicht mit allen, aber mit den wesentlichen Themen schon.

Und zwischen "haltungsbewusst", einen "klaren Wertekompass" zu haben einerseits und sich "mit einer Sache gemein" zu machen andererseits, liegt m.E. durchaus noch ein Unterschied.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.12.2018 21:52 von Global Fisch.
Gut gesagt.

Ein Artikel (oder alles) ohne Werte ist im wahrsten Sinne des Wortes wertlos. ;)

Man kann sich eh nie komplett von seinen Ideologien und Weltbildern befreien. Das einzige, was möglich ist, ist das Erlernen der Wahrnehmung der vielen subtilen Meinungen. Das ist vermutlich für Journalisten sehr wichtig, aber ebenso für die Lesenden.
Ramona Pop im Interview mit Peter Neumann:
Zitat

Berlin wächst, die BVG soll und muss mitwachsen. Das Streckennetz, das in den vergangenen Jahren kaum ausgebaut worden ist, muss erweitert werden. Die Zahl der Fahrten muss weiter steigen, auch außerhalb des S-Bahn-Rings soll künftig mindestens alle zehn Minuten ein Bus fahren. Was Berlin und die BVG jetzt brauchen, sind große Investitionen in die Zukunft. Deshalb werden im neuen Verkehrsvertrag nicht die alten Summen stehen, die Zahlungen an die BVG müssen steigen. Der heutige Verkehrsvertrag wurde abgeschlossen, als Thilo Sarrazin Finanzsenator war. Er sah ihn als Sparinstrument. Der neue Verkehrsvertrag wird einen neuen Geist atmen.

Der ganze Artikel:
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/ramona-pop-ueber-bvg--das-u-bahn-netz-soll-wachsen--31827934
Zitat
schallundrausch
Ramona Pop im Interview mit Peter Neumann:
Zitat

Berlin wächst, die BVG soll und muss mitwachsen. Das Streckennetz, das in den vergangenen Jahren kaum ausgebaut worden ist, muss erweitert werden. Die Zahl der Fahrten muss weiter steigen, auch außerhalb des S-Bahn-Rings soll künftig mindestens alle zehn Minuten ein Bus fahren. Was Berlin und die BVG jetzt brauchen, sind große Investitionen in die Zukunft. Deshalb werden im neuen Verkehrsvertrag nicht die alten Summen stehen, die Zahlungen an die BVG müssen steigen. Der heutige Verkehrsvertrag wurde abgeschlossen, als Thilo Sarrazin Finanzsenator war. Er sah ihn als Sparinstrument. Der neue Verkehrsvertrag wird einen neuen Geist atmen.

Der ganze Artikel:
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/ramona-pop-ueber-bvg--das-u-bahn-netz-soll-wachsen--31827934

Bis sich wieder einmal die Frage der Finanzierbarkeit stellt. Spätestens dann, wenn der Länderfinanzausgleich Ende 2019 ausläuft, dürfte es doch die nächste größere Lücke geben? Die bayerischen und baden-württembergischen Milliarden haben doch bisher dem Berliner Staatshaushalt sehr gut getan...

Mit besten Grüßen

phönix
Vor der Finanzierbarkeit erstmal den Bedarf festlegen.
Auch wenn mit "außerhalb des Ringes" sicher nicht Linien wie 218, 234 oder 309 gemeint sind, brauchen diese sicher keinen Zehnertakt.

Dieses "außerhalb des Ringes" suggeriert ja, das alle Linien verdichtet werden.
Zitat
micha774
Vor der Finanzierbarkeit erstmal den Bedarf festlegen.
Auch wenn mit "außerhalb des Ringes" sicher nicht Linien wie 218, 234 oder 309 gemeint sind, brauchen diese sicher keinen Zehnertakt.

Du willst den 10 Minuten-Takt auf dem 234er wieder abschaffen?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Ein guter Teil der bayrischen Ausgleichszahlungen stammt aus Steuergeldern, die ohne deutsche Teilung nie in Bayern gelandet wären. Stichwort Siemens. Erst mehrheitlich braun wählen, dann massiv von den Kriegsfolgen profitieren, und jetzt einen auf dicke Hose machen.

Der Spruch vom kleinen diebischen Bergvolk, Copyright Otto Waalkes in den 70ern, enthält mehr als nur ein Körnchen Wahrheit.
Zitat
VvJ-Ente
Ein guter Teil der bayrischen Ausgleichszahlungen stammt aus Steuergeldern, die ohne deutsche Teilung nie in Bayern gelandet wären.

Das ändert ja nichts daran, dass ab 2020 wieder Gelder im Berliner Haushalt fehlen dürften. Für meinen Geschmack versprechen die Berliner Politiker aktuell sehr viel...

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
VvJ-Ente
Ein guter Teil der bayrischen Ausgleichszahlungen stammt aus Steuergeldern, die ohne deutsche Teilung nie in Bayern gelandet wären. Stichwort Siemens. Erst mehrheitlich braun wählen, dann massiv von den Kriegsfolgen profitieren, und jetzt einen auf dicke Hose machen.

Ist das Unwissenheit oder schon boshafte Verzerrung der Realität? Bayern hat von 1950 bis 1987 durchgehend Leistungen aus dem Länderfinanzausgleich bezogen und ist mittlerweile zum Zahlmeister mit jährlich knapp 6 Mrd. Euro mutiert. Das hat mit der deutschen Teilung wirklich gar nichts zu tun. Ansonsten: Hätte, hätte, Fahrradkette.
Zitat
schallundrausch
Ramona Pop im Interview mit Peter Neumann:
Zitat

Berlin wächst, die BVG soll und muss mitwachsen. Das Streckennetz, das in den vergangenen Jahren kaum ausgebaut worden ist, muss erweitert werden. Die Zahl der Fahrten muss weiter steigen, auch außerhalb des S-Bahn-Rings soll künftig mindestens alle zehn Minuten ein Bus fahren. Was Berlin und die BVG jetzt brauchen, sind große Investitionen in die Zukunft. Deshalb werden im neuen Verkehrsvertrag nicht die alten Summen stehen, die Zahlungen an die BVG müssen steigen. Der heutige Verkehrsvertrag wurde abgeschlossen, als Thilo Sarrazin Finanzsenator war. Er sah ihn als Sparinstrument. Der neue Verkehrsvertrag wird einen neuen Geist atmen.

Der ganze Artikel:
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/ramona-pop-ueber-bvg--das-u-bahn-netz-soll-wachsen--31827934

Geiler Artikel. Die Überschrift: Ramona Pop über BVG „Das U-Bahn-Netz soll wachsen“
Man denkt sich: "Au weia, die Grünen wollen doch neue U-Bahnen bauen!" Aber was steht tatsächlich im Artikel?

"Ohne neue U-Bahnen wird es aber nicht gehen" (gemeint sind aber hier Fahrzeuge!).
Sie setzen sich dafür ein, darüber nachzudenken, wo neue U-Bahn-Strecken entstehen könnten. Welche Netzerweiterungen wären sinnvoll? "Zu diesem Thema läuft eine Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse ich abwarten möchte."

Ich weiß schon, warum ich nicht die Mottenpost lese ...
Zitat
Latschenkiefer


Ich weiß schon, warum ich nicht die Mottenpost lese ...

Und diese andere Zeitung, aus der du gerade zitiert hast, auch nicht. ;-)
Zitat
Nicolas Jost
Zitat
VvJ-Ente
Ein guter Teil der bayrischen Ausgleichszahlungen stammt aus Steuergeldern, die ohne deutsche Teilung nie in Bayern gelandet wären. Stichwort Siemens. Erst mehrheitlich braun wählen, dann massiv von den Kriegsfolgen profitieren, und jetzt einen auf dicke Hose machen.

Ist das Unwissenheit oder schon boshafte Verzerrung der Realität? Bayern hat von 1950 bis 1987 durchgehend Leistungen aus dem Länderfinanzausgleich bezogen und ist mittlerweile zum Zahlmeister mit jährlich knapp 6 Mrd. Euro mutiert. Das hat mit der deutschen Teilung wirklich gar nichts zu tun.

Was ist daran boshafte Verzerrung der Realität? Ohne den Länderfinanzausgleich stünde Bayern nicht so erfolgreich dar. Es ist ja auch kein Geheimnis, daß viele Firmen ihren Firmensitz nach dem Krieg aus der sowjetischen vorwiegend in die amerikanische Zone verlegten. Diese leisten einen nicht unerheblichen Anteil an den Steuereinnahmen des Freistaates.
Oh, wir können die Realität noch viel böswilliger verzerren, beispielsweise in dem wir davon reden, dass Gelder nicht nur über den Länderfinanzausgleich fließen. Es gibt Agrarsubventionen, die sich ein gewisses Bundesland immer gerne einsteckt. Oder wie wäre es mit Kernkraftwerken, die vor allem deswegen profitabel sind, weil man jahrzehntelang allerlei Zuschüsse abgegriffen hat und im Gegenzug erwartet, dass die doofen Nordlichter solidarisch 100.000 Jahre lang den anfallenden Atommüll bei sich verbuddeln und bewachen?

Wobei man kaum widersprechen könnte, wäre der Hinweis darauf, dass Berlin mit den Einnahmen aus dem Länderfinanzausgleich nicht immer pfleglich umgegangen ist. Aber die Zahlungen an sich in Frage zu stellen, ist ausgesprochen schäbig.
Zitat
Nicolas Jost
Zitat
Latschenkiefer


Ich weiß schon, warum ich nicht die Mottenpost lese ...

Und diese andere Zeitung, aus der du gerade zitiert hast, auch nicht. ;-)

Oops, ich nehme alles zurück ... und behaupte das Gegenteil!
Nun ist sogar der Regierende unzufrieden mit Frau Nikutta (und mit Frau Günther sowieso):

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-buergermeister-teilt-aus-mueller-kritisiert-bvg-chefin-und-verkehrssenatorin/23869822.html

Zitat

Der Regierende zählte aber auch die BVG-Chefin Sigrid Nikutta an. Ihr gegenüber müsse man „andere Saiten aufziehen“.

Viele Grüße
André
Tendenziell richtig, aber irgendwie wohlfeil und vor allem viel zu spät. Andere Seite der Medaille ist doch, dass der RegBM bisher zu Verkehrsthemen (jenseits der A100) komplett nicht in Erscheinung getreten ist und seine Senatorin weder kontrolliert noch positiv unterstützt hat. Er hat diesen Blindflug erst ermöglicht.
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