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Sammelthread: Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
der weiße bim
Zitat
schallundrausch
Und da kommen wir schon zum zweiten und viel größeren Problem, ein Großteil der durch Stadtflucht zusätzlich und unnötigerweise verursachten Mobilitätskosten werden nicht von den Verursachern getragen, sondern der Gesellschaft aufgebürdet. Noch mehr, es wird verlangt und davon ausgegangen, dass die Gesellschaft diese tragen müsse. Das erste passiert recht automatisch durch die genannte Pendlerpauschale, das zweite durch die nicht vorhandene Bereitschaft, für Straßenbenutzung, innerstädtischen Parkraum, ja stellenweise noch nichtmal für die eine zusätzliche Bahnstation im C-Bereich zusätzlich Geld zu bezahlen.

Mit dieser Begründung müsste man ebenso kostendeckende Preise für Regionalverkehrsleistungen und sogar den C-Bereich bedienenden S-Bahn-Fahrleistungen fordern. Dann würde es keine Überfüllungen und Engpässe im Schienenverkehr mehr geben.
Und noch weniger Motive für die Zersiedelung der Landschaft.

Wo schrieb ich was von komplett kostendeckend? Selbst bei massiver Erhöhung der Kfz-Steuer, Einführung von Pkw-Maut, Abschaffung der Dieselsubventionen, Einschränkung des Dienstwagenprivilegs, Reduktion der Pendlerpauschale und flächendeckender Parkraumbewirtschaftung ist eine Nullsubvention des MIV nicht zu erreichen. Und, festhalten, nichtmal ich bin so radikal, so etwas zu fordern.

Ich bin nicht gegen eine Subventionierung von Mobilitätsangeboten. Ganz im Gegenteil. Das ist eine der staatlichen Kernaufgaben.

Ich finde aber, dass
- die Subventionen für MIV mit überschlägig 20 bis 30 ct / Personenkilometer viel zu hoch sind und deswegen Schrittweise reduziert werden müssen
- wenn schon zugeschossen wird, dann als allererstes das effizienteste, gesellschaftlich nützlichste Verkehrsmittel (ÖV) unterstütz wird, und nicht das platz- und energiemäßig ineffizienteste, das dazu auch noch die negativsten gesellschaftlichen Auswirkungen hat.
geistige Umnachtung....

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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.03.2020 09:39 von PassusDuriusculus.
Zitat
hvhasel
187 als Ersatz für den TXL in Moabit finde ich etwas mau. Warum nicht einen X27 einführen, der die zukünftige Streckenführung der Straßenbahn bis Jungfernheide vorweg nimmt? Das hat man damals beim X26 doch auch erfolgreich gemacht (auch wenn es eigentlich der Ersatz für den Nordring war). Außerdem könnte man mit einer solcher Linie später durch unwesentliche Verlängerung die beiden Campus der Beuth-Hochschule verbinden.

Und was wird aus der Haltestelle Quedlinburger Straße? Die Anwohner hatten sich schon 2012 - wie ich finde, zurecht - über die dann fehlende Anbindung beschwert. Das ist insofern in diesem Thread relevant, weil die Bezirkspolitik damals und heute in dieser Frage sehr alert ist, siehe auch zusätzlicher Stop des X9 am Richard-Wagner-Platz.

Sehe ich auch so. Vielleicht sollte man in Erwägung ziehen den 109er einzustellen und dafür lieber den X9 weiter zu betreiben.

Viele Grüße von
Möckernbrücke
Dipl.-Fahrgast h.c.
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