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Straßenbahn zur Turmstraße
geschrieben von Jay 
Zitat
phönix
nach der Morgenpost Baubeginn und Fertigstellung 2020. Nach den Erfahrungen der Invalidenstr. wohl eher ein Scherz?
[www.morgenpost.de]

Einfach n bisschen schlampig formuliert. Nach derzeitigem Stand ist mit einem PFB Anfang 2019 zu rechnen, evtl. sogar noch etwas früher. 2019 sollen dann auch alle bauvorbereitenden Leitungsumverlegungen stattfinden. Die sind strenggenommen kein Straßenbahnbau, werden aber subjektiv als die 'eigentlichen' Bauarbeiten empfunden, weil Tiefbau am längsten dauert und die meisten Behinderungen und Einschränkungen verursacht. Gleisbau soll nach Ende der Frostperiode im Frühjahr 2020 starten und im selben Jahr abgeschlossen sein. Inbetriebnahme ist für den Fahrplanwechsel im Dezember geplant. Alles plausibel und locker zu schaffen. Es gibt bestimmt noch größere Katastrophen, die den Zeitplan aus der Bahn werfen könnten, doch mir fällt gerade kein wahrscheinliches Ereignis ein.

Gleisbau ist ein no-brainer. Die Bautiefe beträgt hier regelmäßig 70 cm. Alles tried and tested. Es gibt keinen Grund, dort mit irgendwelchen Verzögerungen zu rechnen. Gleiches gilt für den Fahrleitungsbau und die Streckenausrüstung.
Einzig die Versorgungsleitungen machen regelmäßig Ärger. Das wurde der Invalidenstraße zum Verhängnis. Ähnliches ist hier aber nicht zu erwarten. Es gibt wesentlich weniger Leitungsquerungen, die Leitungen sind in einem wesentlich besserem Zustand, und deren Lage ist sauber dokumentiert. Kein Vergleich zur Invalidenstraße. Hier musste ja quasi alles totalsaniert werden. Außerdem waren die Kanäle nicht dort, wo sie eingezeichnet waren, oder Pläne fehlten völlig.
Wenn das PFV sauber durchgeht - und auch hier zeichnet sich nichts Gegenteiliges ab -, steht einem pünktlichen Baustart nichts im Wege.
Nur der Vollständig halber: die offizielle Bekanntmachung. Darin auch die Deadline für Einwendungen; diese ist am 19.1.2018.
http://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/planfeststellungen/de/oepnv/bekanntmachung.shtml
Jo, ich habe mir auch mal die Planungen angesehen auf der Präsentation. Da wird ja entlang der Turmstraße kein einziger Parkplatz (oder nur rudimentäre Reste) mehr vorhanden sein. Das wird ein Spaß werden. Ebenso ist der größere Parkplatz vor dem Gefängnis Geschichte. Ob da die Moabiter (Bandelstraße, Rathenower Straße usw.) sooo glücklich drüber sein werden, lasse ich mal dahingestellt. Das wird vor Baubeginn bestimmt nochmal ne Diskussion geben geben.
Zitat
Reißwolf
Das wird vor Baubeginn bestimmt nochmal ne Diskussion geben geben.

Die Diskussion dürfte ins Leere laufen, da es keinen Anspruch auf Lagerung privater Blechteile auf öffentlichen Straßen gibt.
Hunderttausende Berliner (mich ausdrücklich eingeschlossen) stellen ihr privates Fahrzeug regelmäßig auf ihrem eigenen oder angemieteten Stellplatz ab. Der Rest wird das auch noch lernen ;-)

so long

Mario
Dann frage ich mich, warum es so viele Bügel neuerdings auf öffentlichen Bürgersteigen gibt. Kann mich nicht erinnern, dass die Zweiräder heutzutage aus Kunststoff wären.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Dann frage ich mich, warum es so viele Bügel neuerdings auf öffentlichen Bürgersteigen gibt. Kann mich nicht erinnern, dass die Zweiräder heutzutage aus Kunststoff wären.

Solche Fahrräder gibt es längst: [www.testberichte.de]
Wahrscheinlich nicht deine Preisklasse ;-)
Die Bügel sind in Ordnung, da sie bei durchdachtem Aufstellkonzept das Anschließen der Tretmühlen an weniger störenden Stellen unterstützen.

so long

Mario
Du meinst Carbon, wären sie nicht so hässlich, hätte ich längst eines. Ich stehe mehr auf klassisches Rennrad, aber die sind mir langsam zu schwer. Mein müdes Alter. Und ich trag es trotz Bügel doch lieber zwei Treppen hoch, bei dem Preis. Von wegen privater Stellplatz und so.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Dann frage ich mich, warum es so viele Bügel neuerdings auf öffentlichen Bürgersteigen gibt. Kann mich nicht erinnern, dass die Zweiräder heutzutage aus Kunststoff wären.

Fahrräder sind zwar meistens aus Metall, aber nicht aus Blech. Das Grundmaterial ist meistens Metallrohr.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat

"schallundrausch" am 23.11.2017 um 18.21 Uhr:

Nur der Vollständig halber: die offizielle Bekanntmachung. [...]
http://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/planfeststellungen/de/oepnv/bekanntmachung.shtml

Auf dieser Seite stehen jetzt auch 154 Megabyte (161.929.970 Bytes) gezippter Planfeststellungsunterlagen zur Verfügung.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Erläuterungsbericht
4.3 Geplantes Betriebsprogramm Es ist geplant die Straßenbahnlinie M10 über den Hauptbahnhof hinaus zum U-Bahnhof Turmstraße zu verlängern. Dabei ist folgender Betrieb vorgesehen:

Mo-Fr: 06:00 - 22:00 Uhr 5-Min.-Takt
22:00 - 06:00 Uhr 10-Min.-Takt

Sa-So: 06:00 - 10:00 Uhr 10-Min.-Takt
10:00 - 20:00 Uhr 5-Min.-Takt
20:00 - 06:00 Uhr 10-Min.-Takt

Das wären 3x soviel Fahrten wie aktuell.
Die ganze Nacht im 10er Takt? LoL, das kann man vermutlich leider nachher nichtmehr einklagen - oder?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Die ganze Nacht im 10er Takt? LoL, das kann man vermutlich leider nachher nichtmehr einklagen - oder?

Da das Betriebsprogramm nicht Teil der Planfeststellung ist, sondern nur nachrichtlich aufgeführt... leider nicht ;)
Umgekehrt wird ein Schuh draus - wenn hier mit Halbstundentakt geplant würde, und später wesentlich häufiger gefahren wird, dann könnten Anwohner auf die Idee kommen, wegen Lärmschutz zu klagen.
Ich gebe zu, es ist das erste Mal, dass ich mir Planfeststellungsunterlagen anschaue. Nach Lektüre des Erläuterungsberichts bestätigt sich allerdings der Eindruck, dass die Bauarbeiten relativ zügig vorangehen sollte – die Eingriffe [außerhalb des Straßenlandes] halten sich stark in Grenzen. Abgesehen von der Trasse selbst trifft es ein paar Bäume, ein Gleichrichterwerk, eine Kabeltrasse vom bestehendem U-Bahngleichrichterwerk und ein WC-Häuschen müssen gebaut werden. Oder übersehe ich irgendwas gravierendes?

Die Endstellenuntersuchung (S. 14 im Erläuterungsbericht) fand ich ja sehr putzig, einige Varianten sind schon ausgesprochen kreativ (wie bspw. eine Schleife um den Ottoplatz oder die Arminiusmarkthalle).

Grüße
Cornelius
Die Haltestelle Lesser-Ury-Weg (Ri Osten) wird mit 50m (inkl. Absenkungen), 36m Bahnsteiglänge, sehr kurz, gegenüber der 62m Normallänge. Ist denn das so richtig, oder hab ich was übersehen?

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Zitat
Untergrundratte
Die Haltestelle Lesser-Ury-Weg (Ri Osten) wird mit 50m (inkl. Absenkungen), 36m Bahnsteiglänge, sehr kurz, gegenüber der 62m Normallänge. Ist denn das so richtig, oder hab ich was übersehen?

Ist richtig so.

Die letzten beiden Türen sind dann nicht barrierefrei.
Zitat
Untergrundratte
Die Haltestelle Lesser-Ury-Weg (Ri Osten) wird mit 50m (inkl. Absenkungen), 36m Bahnsteiglänge, sehr kurz, gegenüber der 62m Normallänge. Ist denn das so richtig, oder hab ich was übersehen?

In der Tat, da hast Du leider recht. Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Ist, sagen wir, 'unglücklich'.
Ok. Danke. Na wenigstens hat die Haltestelle Ri Osten überhaupt Barrierefreiheit. Die andere Richtung wird davon noch viele Jahre von träumen dürfen...

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Zitat
F123
Zitat
Untergrundratte
Die Haltestelle Lesser-Ury-Weg (Ri Osten) wird mit 50m (inkl. Absenkungen), 36m Bahnsteiglänge, sehr kurz, gegenüber der 62m Normallänge. Ist denn das so richtig, oder hab ich was übersehen?

Ist richtig so.

Die letzten beiden Türen sind dann nicht barrierefrei.

Wegen der nicht verlegbaren Grundstückseinfahrt der Polizei/Staatsanwaltschaft ist eine Bordkante hinten nicht möglich.

Was mir aber fehlt, ist eine Bushaltestelle in Richtung Hauptbahnhof vor dem Gerichtsgebäude in der Turmstraße. Die bestehende ist im Plan gestrichen, Richtung Norden ist eine neue hinter der Einmündung Turm-/Rathenower Straße vorgesehen. In Richtung Osten gibt es erst wieder in der Straße Alt-Moabit in Höhe der nächsten Straßenbahnhaltestelle eine Bushaltestelle am Straßenrand.
Dabei sollte für Straßenbahnstrecken im 24-Stundenbetrieb immer auch ein Ersatzverkehr einzurichten sein, um tagsüber Wartungsarbeiten auszuführen. Schließlich stellen die in den nächsten Jahren eingesetzten schweren Multgelenkfahrzeuge bei der kurvigen Streckenführung höhere Ansprüche an die Gleisinstandhaltung.

so long

Mario



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.2017 19:17 von der weiße bim.
SEV-Haltestellen werden nicht berücksichtigt und selbst die anderen Haltestellen sind eigentlich nur nachrichtlich aufgenommen und nicht Teil des Planfeststellungsverfahrens. Beim Verfahren in Friedrichshagen hatte man gar die Nachtbushaltestelle Müggelseedamm/Bölschestraße vergessen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
der weiße bim
Zitat
F123
Zitat
Untergrundratte
Die Haltestelle Lesser-Ury-Weg (Ri Osten) wird mit 50m (inkl. Absenkungen), 36m Bahnsteiglänge, sehr kurz, gegenüber der 62m Normallänge. Ist denn das so richtig, oder hab ich was übersehen?
Ist richtig so. Die letzten beiden Türen sind dann nicht barrierefrei.
Wegen der nicht verlegbaren Grundstückseinfahrt der Polizei/Staatsanwaltschaft ist eine Bordkante hinten nicht möglich.

Hallo zusammen!

Aber warum verlängert man das Kap dann nicht nach Osten? Wegen des dann zusätzlich zu fällenden Baums?

Viele Grüße
Manuel
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