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Straßenbahn zur Turmstraße
geschrieben von Jay 
Zitat
Peter Billtinger
Eine grüne Verkehrssenatorin müsste aber doch zumindest in der Lage sein, einigermaßen realistische Zeiträume anzugeben, innerhalb derer das Projekt erledigt wird. Wenn es statt 2020 aufgrund fehlender Kapazität, fehlender Qualität und fehlendem Willen in der Verkehrsbehörde eben erst 2030 klappt mit der Tram Turmstraße, dann sollte man das so auch kommunizieren. Stattdessen spielt man Wünsch-Dir-Was und verschiebt das Eröffnungsdatum heimlich Jahr für Jahr. Insider aus der Behörde berichten, dass es mit Turmstraße I nicht vor 2025 klappt - falls nicht vorher durch einen Regierungswechsel doch noch die U5-Verlängerung priorisiert wird... Wenn das schon für das am weitesten geplante Tramprojekt gilt, wie sieht es dann erst für die viel aufwändigeren Pläne (Hermannplatz, Steglitz, Jungfernheide) aus? Da reden wir dann bestenfalls vom Zeithorizont 2040-2050. Vielleicht hofft ja die Politik, dass es bis dahin Flugtaxis gibt und man sich den ganzen Ärger sparen kann? Passen würde es jedenfalls zu dem realitätsfernen Dilettieren auf allen Ebenen der städtischen Verkehrspolitik...

Deine bisher 6 Beiträge hier im Forum bestehen allesamt nur aus allgemeinem Rumheulen und wildem Um-sich-Schlagen. Das ist doch wohl hoffentlich nicht alles, was Du zukünftig beizutragen hast? Ansonsten sind solche substanzlosen und erkenntnisfreien Ausführungen in Deinem privaten Notizbuch viel besser aufgehoben, dafür muss man keine öffentliche Aufmerksamkeit verschwenden.

André
Zitat
andre_de
Zitat
Peter Billtinger
Eine grüne Verkehrssenatorin müsste aber doch zumindest in der Lage sein, einigermaßen realistische Zeiträume anzugeben, innerhalb derer das Projekt erledigt wird. Wenn es statt 2020 aufgrund fehlender Kapazität, fehlender Qualität und fehlendem Willen in der Verkehrsbehörde eben erst 2030 klappt mit der Tram Turmstraße, dann sollte man das so auch kommunizieren. Stattdessen spielt man Wünsch-Dir-Was und verschiebt das Eröffnungsdatum heimlich Jahr für Jahr. Insider aus der Behörde berichten, dass es mit Turmstraße I nicht vor 2025 klappt - falls nicht vorher durch einen Regierungswechsel doch noch die U5-Verlängerung priorisiert wird... Wenn das schon für das am weitesten geplante Tramprojekt gilt, wie sieht es dann erst für die viel aufwändigeren Pläne (Hermannplatz, Steglitz, Jungfernheide) aus? Da reden wir dann bestenfalls vom Zeithorizont 2040-2050. Vielleicht hofft ja die Politik, dass es bis dahin Flugtaxis gibt und man sich den ganzen Ärger sparen kann? Passen würde es jedenfalls zu dem realitätsfernen Dilettieren auf allen Ebenen der städtischen Verkehrspolitik...

Deine bisher 6 Beiträge hier im Forum bestehen allesamt nur aus allgemeinem Rumheulen und wildem Um-sich-Schlagen. Das ist doch wohl hoffentlich nicht alles, was Du zukünftig beizutragen hast? Ansonsten sind solche substanzlosen und erkenntnisfreien Ausführungen in Deinem privaten Notizbuch viel besser aufgehoben, dafür muss man keine öffentliche Aufmerksamkeit verschwenden.

André


Die letzte Abgeordnetenhauswahl fand aber am 18.09.2016 statt, also vor knapp zwei Jahren und sieben Monaten. Mehr als die Hälfte der Legislaturperiode ist schon "verbraucht". Seither gab es eine Menge mehr oder weniger schöner Konzepte (je nach Standpunkt) - aber was nutzen die schönsten Konzepte, wenn es wenig wirkliche Bewegung gibt?

Geplante Mehrleistungen, die jedenfalls in den (Schienen-) Bestandsnetzen nur auf dem Papier stattfinden (sh. den hier nicht verlinkten BVG-Jahresabschluß) und keine einzige abgeschlossene Planfeststellung für die Straßenbahnvorhaben des Vorgängersenats (!).

Insbesondere der ungeliebte Straßenbahnausbau wird verwaltungsintern ausgebremst, das ist mein "Außeneindruck".

Da kann einem durchaus schon einmal die Sicherung durchgehen,
meint Marienfelde.
Zitat
Marienfelde
Insbesondere der ungeliebte Straßenbahnausbau wird verwaltungsintern ausgebremst, das ist mein "Außeneindruck".

Da kann einem durchaus schon einmal die Sicherung durchgehen,
meint Marienfelde.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Nur, dass es eigentlich noch schlimmer ist: Unter der parteilosen, aber von den Grünen aufgestellten Senatorin (so korrekt formuliert?) gab es nicht nur keinen Leistungsausbau im ÖPNV - von Neubaustrecken ganz zu schweigen - sondern sogar deutliche Kürzungen: Ausdünnung des U-Bahn-Taktes und demnächst Einkürzung wichtiger Buslinien wie TXL und M48. Man braucht nicht polemisch zu sein, um hier ein Totalversagen der Berliner Verkehrspolitik zu konstatieren. Ein Blick auf die Fakten, auf das seit Ende 2016 „Erreichte“, genügt vollkommen...
Ja, das mit dem 48er ist natürlich Quatsch, man treibt da ja die Reisenden förmlich in die überfüllte U2.

Aber sonst? So ein Planfeststellungsverfahren kann schon ein Jahr dauern. Da ist man jetzt zwar schon etwas drüber, aber noch nicht soviel, dass man da gleich einen Skandal draus machen sollte.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Peter Billtinger
(...)

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Nur, dass es eigentlich noch schlimmer ist: Unter der parteilosen, aber von den Grünen aufgestellten Senatorin (so korrekt formuliert?) gab es nicht nur keinen Leistungsausbau im ÖPNV - von Neubaustrecken ganz zu schweigen - sondern sogar deutliche Kürzungen: Ausdünnung des U-Bahn-Taktes und demnächst Einkürzung wichtiger Buslinien wie TXL und M48. Man braucht nicht polemisch zu sein, um hier ein Totalversagen der Berliner Verkehrspolitik zu konstatieren. Ein Blick auf die Fakten, auf das seit Ende 2016 „Erreichte“, genügt vollkommen...

Selbst eine Senatorin der Yogiflieger-Partei hätte es nicht geschafft, die Risse in den vorhandenen U-Bahnen zu schließen oder weitere S-Bahnen herzuzaubern, mit denen sich irgendwelcher Leistungsausbau bei den Schnellbahnen hätte umsetzen lassen.

Für den Busverkehr und den Straßenbahnverkehr stimmt Deine Behauptung definitiv nicht, denn es hat diverse Leistungsausweitungen gegeben.

Immerhin hat man es endlich geschafft, neue U-Bahnen zu bestellen, was unter der "es muss quietschen"-Politik der vorhergehenden Jahre versäumt wurde. Und die Straßenbahn-Option wurde komplett gezogen (in der größtmöglichen Länge).

Irgendwelche Neubaustrecken sind allerdings in der Tat nicht in Schwung gekommen, was sehr bedauerlich ist.
Zitat
Latschenkiefer
... was unter der "es muss quietschen"-Politik der vorhergehenden Jahre versäumt wurde...

Was bei aller berechtigten Kritik an Fehlern am aktuellen Senat und dessen unmittelbaren Vorgängen oft unter geht: Diese "es muss quietschen"-Politik ist nicht vom Himmel gefallen oder aus sadistischen linken Ideologien zustande gekommen, sondern wurde zu großen Teilen aufgrund politischer Weichenstellungen in den 1970er- bis 1990er-Jahren erforderlich:
- Berlin hatte in den 1970/80er-Jahren aufgrund seines doppelten Sonderstatus verschiedene Privilegien genossen, die abrupter abgebaut wurden, als man die daraus resultierenden Kosten abbauen konnte/wollte,
- im Bankenskandal kamen etliche Milliarden an Kosten und Finanzrisiken dazu
Folgendes Schreiben ging vorhin an SenUVK, BVG sowie Abgeordnetenhaus:

Zitat

Betr.: Offene Planfeststellungsverfahren Straßenbahn

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Klimawandels und der vom motorisierten Individualverkehr bereits seit Jahrzehnten überlasteten Straßen der Bundeshauptstadt ist ein beschleunigter Ausbau des ÖPNV - und hier insbesondere des Verkehrsmittels Straßenbahn - nach einhelliger Ansicht der Fachwelt als unumgänglich anzusehen. Dies erkannten auch BVG AöR und Senat, weshalb sie in den Jahren 2016-2018 zwar einige Projekte anstießen, die dann aber über den Status "Eingeleitetes Planfeststellungsverfahren" nie hinaus kamen. Eingedenk der verkehrlichen wie ökologischen Notwendigkeiten unserer Stadt halte ich diesen Zustand für nicht länger tragbar.

Mit Blick auf die hier
[www.berlin.de]
teilweise schon seit 2016 als "anhängig" bezeichneten Planfeststellungsverfahren im Bereich der Berliner Straßenbahn bitte ich daher um Aufklärung, warum es SenUVK und BVG bis heute nicht möglich war, hier jeweils rechtsverbindliche Planfeststellungsbeschlüsse zu erwirken und in welchem Zeitrahmen mit dem Erlass entsprechender Verwaltungsakte gerechnet werden kann.

Darüber hinaus rege ich an, durch geeignete personelle Umschichtungen oder ggf. Aufstockungen bei SenUVK sowie BVG und - sofern rechtlich möglich - Einbeziehung externer Planungsbüros für eine zügigere Abwicklung der Verfahren Sorge zu tragen-

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen vorab.

Mit freundlichen Grüßen
Arnd Hellinger

--
Mag. Arnd Hellinger
Hönower Straße 36
D-10318 Berlin, Germany

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arndt Hellinger
Dies erkannten auch BVG AöR und Senat, weshalb sie in den Jahren 2016-2018 zwar einige Projekte anstießen, die dann aber über den Status "Eingeleitetes Planfeststellungsverfahren" nie hinaus kamen. Eingedenk der verkehrlichen wie ökologischen Notwendigkeiten unserer Stadt halte ich diesen Zustand für nicht länger tragbar.

Sehr löblich, hier Druck zu machen. Zu vermuten steht freilich, dass es erneut eine nichtssagende Antwort aus der Verkehrsbehörde gibt. Man wird auf den St. Nimmerleinstag bzw. den „Nahverkersplan“ verweisen (der eh nie umgesetzt wird) und ansonsten von Planungs- und Prüfaufträgen schwurbeln. Das nächste Mal hören wir dann Ende 2020 von den Projekten, wenn das Fertigstellungsdatum erneut um ein Jahr verschoben wird. Und so geht das dann immer weiter, bis ein neuer Senat das Vorhaben ganz beerdigt und voll auf die U-Bahn setzt (Fertigstellung 2050 oder später)...
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