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U5 Alexanderplatz - Brandenburger Tor (Bauzeitraum ab 10/2014)
geschrieben von manuelberlin 
Zitat
eebln
… wird mit Inbetriebnahme der Strecke Alexanderplatz-Hauptbahnhof dann auch der Waisentunnel, der für Betriebsfahrten genutzt wird, wieder geöffnet oder bleibt er weiterhin die nächsten Jahre geschlossen? Seit gut 3 Jahren herrscht schon der Inselbetrieb auf der U5 durch die Sanierungsarbeiten. Ich frage daher, weil ich mir wünsche, die restlichen H-Züge, die in Britz stationiert sind, wieder auf der U5 sehen zu können, das vermisse ich irgendwie, das geht aber nur wenn der Tunnel wieder offen ist.

Der Waisentunnel hat mit dem Neubau Lückenschluss nur insoweit was zu tun, dass die Aufstellgleisanlage des Bahnhofs Alexanderplatz grundlegend erneuert und umgebaut wird. Darum war der Waisentunnel U5-seitig seit dem 24.5.2016 ohnehin nicht erreichbar. Der Neubau geht aber voran und für Baufahrzeuge ist eine Durchfahrt zur Klosterstraße seit einigen Tagen wieder möglich.
Auch der Waisentunnel wurde in dieser Zeit instand gesetzt, außer dem unter der Spree gelegenen Abschnitt zwischen den Wehrtoren. Die Bauexperten sind sich über die Sanierbarkeit des leider in Kriegsjahren mangelhaft errichteten Tunnels uneinig. Nachhaltig wäre nur ein Ersatzneubau, da man den wirklichen Zustand der Bausubstanz unter mehreren nachträglich eingebauten Innenschalen nicht feststellen kann. Niemand wird für einen weiteren Betrieb die Verantwortung übernehmen.
Ein Neubau muss aber erstmal finanziert werden und würde je nach gewählter Bauweise zu Verkehrseinschränkungen für die Schifffahrt aber auch auf der Brückenstraße für den Straßenverkehr führen. Während des Neubaus der Mühlendammbrücke wird die VLB keine Einschränkungen an der Jannowitzbrücke genehmigen.

Die in Britz unterhaltenen H-Züge werden auch auf den früheren Friedrichsfelder Linien U8 und U9 gebraucht. Erst gestern wechselte der H01 5028 auf Schwertransportern von Ost nach West. Damit sind nur noch 10 H-Züge auf der Insel U5 vorhanden. Die Umstationierung von Fahrzeugen geht also auch ohne Verbindungstunnel.

so long

Mario
Wäre es dann nicht günstiger, den Verbindugnstunnel an anderer Stelle neu zu errichten? Beispielsweise durch die Voltairestraße, dann ist man doch auch an der U8 dran? Allerdings baut man da ja gerade alles zu, sodass die Radien für die U-Bahn wohl zu eng wären.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Wäre es dann nicht günstiger, den Verbindugnstunnel an anderer Stelle neu zu errichten? .

"Parallel einen neuen Tunnel zu bauen, erfordere ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren, was weitere zwei Jahre dauern könnte, sagte Kutscher. Und billiger würde es auch nicht. Bleibt also der unter Wasser entstehende Tunnel im Tunnel."
[www.tagesspiegel.de]

Und mit 2 Jahren ist der Mann schon ganz hochgradig optimistisch

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
phönix
Und mit 2 Jahren ist der Mann schon ganz hochgradig optimistisch

Ich finde, es ist überhaupt eine Glanzleistung, dass er im Alter von zwei Jahren eine so ranghohe Position innehat. :)
^^

Stefan, danke für die Bilder! Erschreckend, dass man sich nicht mal die Mühe macht, die Wagenübergänge irgendwie zu schützen oder abzudecken.

Was der blöde Seitenhieb auf Lastenräder da zu suchen hat, muss Du mir an anderer Stelle erklären.

Im Übrigen ist der Waisentunnel nicht per politischem Beschluss abgesoffen.

Im übrigen Übrigen wird das nicht nur mit der netzinternen Umsetzung sondern schon mit der schienengebundenen Auslieferung ein großes Problem werden. Gerade wenn das Hauptlos der 483/4 UND die J/JK ausgeliefert werden sollen, wird Stadler absehbar auf längere Zeit seinen Schienenanschluss verlieren (Heidekrautbahnstammstreckenreaktivierung).
Zitat
schallundrausch
Was der blöde Seitenhieb auf Lastenräder da zu suchen hat, muss Du mir an anderer Stelle erklären.

Das wird eines dieser seltsamen Phänomene gewesen sein, die sich seit einiger Zeit in der Bevölkerung breit machen. Keiner hat je gefordert, Schwertransporte aufs Fahrrad zu verlagern oder von Hauskrankenpflegern erwartet, künftig überall hin zu fußeln anstatt ihre Kleinstwagen zu nutzen. Aber da man sich gewagt hat, bestimmte Verkehre nach Möglichkeit künftig umweltfreundlicher zu gestalten und sich derzeit in einer Art Testphase befindet, kommt es nun zu solchen Reflexen.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Stefan Metze
Wie hier am Montag ist das dann das Ergebnis:

Wenn so die 1500 neuen Wagen wegen des fehlenden Waisentunnels angeliefert und die Ausmusterungen so abtransportiert werden müssen, dann wird die gesamt Berliner Verkehrspolitik ad absurdum geführt.
Da lässt sich doch sicherlich eine Lösung per Lastenfahrrad finden.


Was soll diese Polemik? Vor 1989 wurden sämtliche U-Bahnzüge - wenigstens für das Westnetz - auf der Straße geliefert und niemand beabsichtigt, derartige Schwertransporte zu untersagen.

Wenn sich der Waisentunnel tatsächlich nur für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag sanieren oder neu bauen lässt, muss man als BVG/Land schon überlegen, ob solch eine Investition tatsächlich sinnvoll und zweckmäßig ist. Man könnte ja z. B. auch überlegen, im Raum Olympiastadion/Westend sowie in Tegel Übergabegleise zwischen DB Netz und BVG zu realisieren bzw. warum dies etwa in 192x beim Bau der Bw Grunewald verabsäumt wurde...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger

Wenn sich der Waisentunnel tatsächlich nur für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag sanieren oder neu bauen lässt, muss man als BVG/Land schon überlegen, ob solch eine Investition tatsächlich sinnvoll und zweckmäßig ist. Man könnte ja z. B. auch überlegen, im Raum Olympiastadion/Westend sowie in Tegel Übergabegleise zwischen DB Netz und BVG zu realisieren bzw. warum dies etwa in 192x beim Bau der Bw Grunewald verabsäumt wurde...

Bei 100 Mio je km biste bei einem Verbindungstunnel in Tegel aber auch schnell bei 50 Mio Euro und dann zahlt man jährlich noch Anschlussgleismiete und Trassengebühren für jede Überführung. Obwohl die Idee natürlich grundsätzlich ihren Charme hat. Warum ist Britz eigentlich nicht an die NME angeschlossen, die führt doch auch in ein paar Meter Entfernung vorbei?

Warum hat man eigentlich Unter den Linden keine Verbindung gebaut?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.2019 16:24 von Nemo.
Zitat
Arnd
(...) und niemand beabsichtigt, derartige Schwertransporte zu untersagen.

Erzähl' doch nicht sowas! Kleinpäckchen in eng bebauten Innenstadtlagen sollen per Lastenrad auf die letzten Meter gebracht werden, von hier aus sind's nur noch zwei Meter Weg zur Forderung nach Schiebekolonnen für Schienenfahrzeugtransporte! Siehst Du das denn nicht? Genauso wie jedweder Versuch von Geschlechtergerechtigkeit aus dem Stand die Abschaffung des medizinischen Fachbereichs Gynäkologie forciert.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
der weiße bim
Erst gestern wechselte der H01 5028 auf Schwertransportern von Ost nach West. Damit sind nur noch 10 H-Züge auf der Insel U5 vorhanden. Die Umstationierung von Fahrzeugen geht also auch ohne Verbindungstunnel.

Ok, wenn der H01 5028 nach Britz abtransportiert wurde, kann ich mir gut vorstellen, dass er bald in die Bw Seestraße zur Hauptuntersuchung gehen wird, da die 8 Jahre schon rum sind und die insgesamt 1.000.000 km langsam erreicht sein müssten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.2019 17:15 von eebln.
Zitat
Nemo


Bei 100 Mio je km biste bei einem Verbindungstunnel in Tegel aber auch schnell bei 50 Mio Euro und dann zahlt man jährlich noch Anschlussgleismiete und Trassengebühren für jede Überführung. Obwohl die Idee natürlich grundsätzlich ihren Charme hat. Warum ist Britz eigentlich nicht an die NME angeschlossen, die führt doch auch in ein paar Meter Entfernung vorbei?

Warum hat man eigentlich Unter den Linden keine Verbindung gebaut?

Die Anbindung an die NME ist in der Tat ein Vorschlag den man ernsthaft prüfen sollte..
( mach doch mal einen Vorschlag dazu an Senat und BVG und sicher Dir die Urheberrechte ;-) )
im Verlauf des Schlosserweg nebst Mitnutzung des Aldi/Rewe-Parkplatz straßenbündig anlegbar,
sicher samt Nutzungsentschädigung für die Transporttage beim Parkplatzbesitzer immer noch billiger als der Tunnel,
ohne Einschränkung von Höhe oder Länge zukünftig beschaffender Fahrzeuge nutzbar,
und über Paris-Rom-Mailand-Erkner auch die U5 oder die Stadlerbude zu erreichen.
Ich find den Vorschlag sehr gut, hat man doch der Bw Fi mit dem Umbau der Str. am Tierpark auch noch die direkte Einfahrt
zur östlichen Fahrbahn gekappt, das Ergebnis sieht man in den verlinkten Bildern, da entfällt das Rudern am Lenkrad..

U.d.L. wird man damals schlicht nicht auf dem Schirm gehabt haben, diese Verbindung herzustellen.

T6JP
Zitat
schallundrausch
Im übrigen Übrigen wird das nicht nur mit der netzinternen Umsetzung sondern schon mit der schienengebundenen Auslieferung ein großes Problem werden. Gerade wenn das Hauptlos der 483/4 UND die J/JK ausgeliefert werden sollen, wird Stadler absehbar auf längere Zeit seinen Schienenanschluss verlieren (Heidekrautbahnstammstreckenreaktivierung).

Kommen die Züge nicht aus Velten? Da macht doch Stadler seine Abnahmefahrten.

Für Stadler entfällt wegen der Sperrung nur die Überführungen von Pankow nach Velten zur Abnahme.
Zitat
T6Jagdpilot
U.d.L. wird man damals schlicht nicht auf dem Schirm gehabt haben, diese Verbindung herzustellen.

Bitte mal Höhenlagen und Radien (unter Berücksichtigung der Eckbebauungen) in die Überlegung einbeziehen!
Zitat
andre_de
Zitat
T6Jagdpilot
U.d.L. wird man damals schlicht nicht auf dem Schirm gehabt haben, diese Verbindung herzustellen.

Bitte mal Höhenlagen und Radien (unter Berücksichtigung der Eckbebauungen) in die Überlegung einbeziehen!

Danke, André, ich wollte gerade schon anfangen, etwas von Fundamenten, dem Kölner Stadtarchiv, Wagenkastenlängen, Baukosten etc. zu erzählen. Ich hoffe, das ist dank Deines Einwurfs jetzt nicht mehr notwendig... :-)

Dieser Zug war spätestens mit dem Nachfolgebau für das Hotel Berlin und dem Dussmann-Gebäude um das Jahr 2000 herum planerisch abgefahren. Hätte man für die Projektierung dieser Bebauung entsprechende Vorgaben/Auflagen erlassen, sähe die Sache anders aus.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
T6Jagdpilot
U.d.L. wird man damals schlicht nicht auf dem Schirm gehabt haben, diese Verbindung herzustellen.

Das ursprüngliche Planfeststellungsverfahren für die U5 lief in den 1990er Jahren und wurde 1999 rechtskräftig. Zu dieser Zeit ging man von der abschnittsweisen Weiterführung der Linie über Turmstraße und Jungfernheide nach Tegel unter Nutzung der Bauvorleistungen aus. Damit wäre die Verbindung zur U7 ohne besondere Betriebsstrecke erfolgt.

Unter der aktuell geänderten, oberirdischen Planung müsste man nun also eine Rampe zwischen dem Streckenende Hauptbahnhof und dem Straßenbahngleis Rathenower/Turmstraße und das Gleiche am Bahnhof Jungfernheide vorsehen und die Radien mit 50 m Mindestradius bauen. Dann könnten U-Bahnfahrzeuge mit Zweiwegeschleppern auf der Schiene überführt werden. In Frankfurt/Main fahren U-Bahnwagen sogar mit eigener Kraft über Straßenbahngleise zur Hauptwerkstatt.

so long

Mario
Zitat
eebln
Hallo,

ich weiß nicht ganz, ob hier schon darüber diskutiert wurde, aber wird mit Inbetriebnahme der Strecke Alexanderplatz-Hauptbahnhof dann auch der Waisentunnel, der für Betriebsfahrten genutzt wird, wieder geöffnet oder bleibt er weiterhin die nächsten Jahre geschlossen? Seit gut 3 Jahren herrscht schon der Inselbetrieb auf der U5 durch die Sanierungsarbeiten. Ich frage daher, weil ich mir wünsche, die restlichen H-Züge, die in Britz stationiert sind, wieder auf der U5 sehen zu können, das vermisse ich irgendwie, das geht aber nur wenn der Tunnel wieder offen ist.

Warum muss möchtest du gerne die H-Züge aus Britz auf der U5 fahren sehen? Dort verkehren schon H-Züge aus Friedrichsfelde.
Zitat
der weiße bim
Zitat
T6Jagdpilot
U.d.L. wird man damals schlicht nicht auf dem Schirm gehabt haben, diese Verbindung herzustellen.

Das ursprüngliche Planfeststellungsverfahren für die U5 lief in den 1990er Jahren und wurde 1999 rechtskräftig. Zu dieser Zeit ging man von der abschnittsweisen Weiterführung der Linie über Turmstraße und Jungfernheide nach Tegel unter Nutzung der Bauvorleistungen aus. Damit wäre die Verbindung zur U7 ohne besondere Betriebsstrecke erfolgt.

Unter der aktuell geänderten, oberirdischen Planung müsste man nun also eine Rampe zwischen dem Streckenende Hauptbahnhof und dem Straßenbahngleis Rathenower/Turmstraße und das Gleiche am Bahnhof Jungfernheide vorsehen und die Radien mit 50 m Mindestradius bauen. Dann könnten U-Bahnfahrzeuge mit Zweiwegeschleppern auf der Schiene überführt werden. In Frankfurt/Main fahren U-Bahnwagen sogar mit eigener Kraft über Straßenbahngleise zur Hauptwerkstatt.

Welche Strecke wurde zur oberirdischen Variante verändert?

In Deutschland haben nur die Städte Berlin, Hamburg, München und Nürnberg eine richtige U-Bahn.
Zitat
Henning
Zitat
der weiße bim
Zitat
T6Jagdpilot
U.d.L. wird man damals schlicht nicht auf dem Schirm gehabt haben, diese Verbindung herzustellen.

Das ursprüngliche Planfeststellungsverfahren für die U5 lief in den 1990er Jahren und wurde 1999 rechtskräftig. Zu dieser Zeit ging man von der abschnittsweisen Weiterführung der Linie über Turmstraße und Jungfernheide nach Tegel unter Nutzung der Bauvorleistungen aus. Damit wäre die Verbindung zur U7 ohne besondere Betriebsstrecke erfolgt.

Unter der aktuell geänderten, oberirdischen Planung müsste man nun also eine Rampe zwischen dem Streckenende Hauptbahnhof und dem Straßenbahngleis Rathenower/Turmstraße und das Gleiche am Bahnhof Jungfernheide vorsehen und die Radien mit 50 m Mindestradius bauen. Dann könnten U-Bahnfahrzeuge mit Zweiwegeschleppern auf der Schiene überführt werden. In Frankfurt/Main fahren U-Bahnwagen sogar mit eigener Kraft über Straßenbahngleise zur Hauptwerkstatt.

Welche Strecke wurde zur oberirdischen Variante verändert?

In Deutschland haben nur die Städte Berlin, Hamburg, München und Nürnberg eine richtige U-Bahn.

Man hat bei der Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Jungfernheide über Turmstraße vor einigen Jahren beschlossen erstmal keine U-Bahn zu bauen, sondern die Strecke als Straßenbahn zu realisieren. Ursache ist der zu erwartende große Anteil an Kurzstreckenfahrgästen auf dieser Strecke, die hohen Baukosten einer U-Bahn, die parallele S21-Strecke und die zu erwartende lange Realisierungszeit.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Auf Twitter gibt es vom Tagesspiegel ein paar Einblicke in den U-Bahnhof vor dem Rathaus. Hier der Link zum Tweet.

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Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Hier der Link zum neuesten Artikel vom Berliner Kurier: [www.berliner-kurier.de]

Auf der Internetseite von Projekt-u5.de wird darauf nicht eingegangen.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.2019 22:58 von schenkcs.
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