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U5 Alexanderplatz - Brandenburger Tor (Bauzeitraum ab 10/2014)
geschrieben von manuelberlin 
Die projektiert Streckengeschwindigkeit wird doch dort aber auch nie erreicht werden, solange nicht die Sicherungstechnik auf der ganzen U5 ausgetauscht ist?
Zitat
der weiße bim
Zitat
andre_de
Wozu muss man denn in diesem oberirdisch unbebauten Gelände die Gleise schmieren? Und wenn man mit dieser "Weltraum"-Technologie seit 10 Jahren Probleme hat, dann lösen sich diese Probleme rechtzeitig vor Duchbindung in den nächsten 2 Jahren?

Ok, darf man gedruckte Falschaussagen heutzutage nicht mehr als Lügen bezeichnen? Dann entschuldige ich mich sofort und behaupte das Gegenteil.
Der Einsatzbestand beträgt tatsächlich drei Doppeltriebwagen, denn der DL68 gilt als nicht einsatzfähig. Das Blatt schrieb aber, dass drei Viertelzüge im Tunnel wären. Wie Fotos belegen, wurden mittels Kran genau acht Wagen runter gelassen, die dann zu vier Doppeltriebwagen gekuppelt wurden.

Die Schmieranlage wurde zur Verringerung des enormen Spurkranzverschleißes der Fahrzeuge nachträglich eingebaut. Wann, weiß ich nicht genau, könnte etwa zwei/drei Jahre her sein. Zuvor mussten häufig Ersatzdrehgestelle für die F79-Wagen eingehoben werden. Einmal hatte man sogar die mobile Radsatzdrehmaschine von der Bw Friedrichsfelde in die kleine Werkstatt hinab gelassen. Sehr umständlich und aufwändig das ganze.

Mit der Durchbindung entfällt das Problem, denn die Fahrzeuge verbringen dann nicht mehr die halbe Fahrstrecke in der Kurve, sondern nur einen winzigen Teil davon.

Welche Schäden hat der DTW 2246/2247?

Wo sind denn die Stahldora-Einheiten 2000/2001 und 2020/2021 zurzeit?
Zitat
schallundrausch
Die projektiert Streckengeschwindigkeit wird doch dort aber auch nie erreicht werden, solange nicht die Sicherungstechnik auf der ganzen U5 ausgetauscht ist?

So ist es. Gegenwärtig beträgt die Streckengeschwindigkeit der U55 laut Dienstanweisung 50 km/h, die an beiden Streckenenden mit Geschwindigkeitssignalen und Geschwindigkeitsüberwachungen mit Fahrsperre stufenweise reduziert wird.
Nach Inbetriebnahme der im Aufbau befindlichen Zugsicherungsanlagen sollen es 70 km/h sein, eventuell mit Zwischenstufe 60 km/h wie derzeit auf der restlichen U5.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim

Nach Inbetriebnahme der im Aufbau befindlichen Zugsicherungsanlagen sollen es 70 km/h sein, eventuell mit Zwischenstufe 60 km/h wie derzeit auf der restlichen U5.

Rächt es sich jetzt eigentlich, dass man damals bei der Sanierung die Signaltechnik auf der U5 nicht auf 70 Km/h angepasst hat, wie ursprünglich geplant?
Zitat
andre_de

Doch, darf man aus meiner Sicht (Vorsatz vorausgesetzt, wie Philipp richtig schrieb). Du hattest aber geschrieben "bitte der Lügenpresse nichts glauben! ", und dies diffamiert die Presse als Ganzes und alles, was geschrieben wird. No-Go!

Du hast ja völlig Recht, aber gibt es sowas nicht ne Nummer kleiner auch schon immer? Man stelle sich vor, ich würde in einer emotionalen Debatte zur Untermauerung meiner Argumente einen Artikel der Bild-Zeitung verlinken. Das würde doch pauschal als unglaubwürdig betrachtet, ohne den Artikel überhaupt nur im Ansatz auf Glaubwürdigkeit geprüft zu haben. Diffamiert man da nicht auch pauschal? Die Presse erzählt sehr viel Müll, das kenne ich von der S-Bahn zur Genüge. Da war dann plötzlich der Tf ein Rassist, obwohl der überhaupt nichts von dem Vorfall in seinem Zug mitbekommen hat. Oder der Straßenbahnfahrer in Friedrichshagen 2016. Es ist schlimm, was viele Journalisten heute mitunter abliefern und wie sie einfach Meldungen ohne Recherche kopieren. Richtigstellungen erscheinen dann ganz klein gedruckt ein paar Wochen später, wenn der Hase schon im Pfeffer liegt und der Beschuldigte gesellschaftlich gebranntmarkt ist. Vielleicht war es im konkreten Fall nicht so und der Artikel bezog sich nur auf die Aussagen der Pressestelle, aber gänzlich betrachtet gibt es dieses Problem und ich kann es menschlich nachvollziehen, dass einem da auch mal die Hutschnur platzt, auch wenn es hier im konkreten Fall vielleicht nicht angebracht war. Welche Quellen man als seriös betrachtet, liegt allein im Auge des Konsumenten, mit Objektivität hat das nichts zu tun. Und auch Teile der Journalie diffamieren nicht selten, in dem sie z.B. Menschen, die ihr nach dem GG verbrieftes Streikrecht nutzen, an den Pranger stellt und die Leute aufheizen. Warum die Presse nicht hinterfragt wird, solange sie die Meldungen liefert, die zum persönlichen Weltbild passen, kann ich nicht verstehen.

Wir sollten alle wieder mal etwas entspannter werden.



7 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.2019 10:47 von Railroader.
Zitat
Railroader
Zitat
der weiße bim

Nach Inbetriebnahme der im Aufbau befindlichen Zugsicherungsanlagen sollen es 70 km/h sein, eventuell mit Zwischenstufe 60 km/h wie derzeit auf der restlichen U5.

Rächt es sich jetzt eigentlich, dass man damals bei der Sanierung die Signaltechnik auf der U5 nicht auf 70 Km/h angepasst hat, wie ursprünglich geplant?

Nein, auf dem grundinstandgesetztem Abschnitt zwischen Alexanderplatz und Tierpark sind die Signalstandorte, Bremsweglängen, Schutzstrecken, Durchrutschwege und so weiter für 70 km/h geändert. Dort wird nur mit 60 gefahren, weil der (sogar etwas längere) Restabschnitt bis Hönow nur für 60 km/h zugelassen ist. Eine Umschaltung der fahrzeuginternen Geschwindigkeitsbegrenzer 2x auf jeder Runde ist aber technisch nicht vorgesehen. Man müsste alle Großprofilwagen dafür umrüsten, was angesichts der Restnutzungszeiten nicht vertretbar ist und da sicherheitsrelevante Teile verändert werden eine Neuzulassung erfordern könnte.
Der Rahmenantrag auf Fördermittel zur Grundinstandsetzung des Neubauabschnitts von 1988/1989 ist auf dem Weg, die Umsetzung wird sicher noch viele Jahre dauern.
Natürlich könnte man die Strecke wie vor 20 Jahren den Altbauteil auch mit WSSB-Technik für sichere 70 umrüsten, was der Übernehmer der WSSB-Produkte bislang ablehnt (da kundiges Fachpersonal nicht mehr verfügbar ist und die Teile längst abgekündigt sind).

so long

Mario
Zitat
Railroader
Wir sollten alle wieder mal etwas entspannter werden.

Auf jeden Fall.
Den meisten Menschen fallen Unstimmigkeiten auch nur bei Sachen auf, von denen sie selbst was verstehen. Wenn ich dabei aber wiederholt auf Falschaussagen stoße, bin ich bei anderen Sachen, von denen ich selbst nicht viel weiß, ebenfalls sehr skeptisch.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim

Nein, auf dem grundinstandgesetztem Abschnitt zwischen Alexanderplatz und Tierpark sind die Signalstandorte, Bremsweglängen, Schutzstrecken, Durchrutschwege und so weiter für 70 km/h geändert. Dort wird nur mit 60 gefahren, weil der (sogar etwas längere) Restabschnitt bis Hönow nur für 60 km/h zugelassen ist.

Danke dir. Bei der Sanierung der Strecke machte die BVG halt selbst Werbung mit der schnelleren Geschwindigkeit, daher wunderte es mich, dass man es nicht umgesetzt hat.
Zitat
Railroader
Zitat
andre_de
Doch, darf man aus meiner Sicht (Vorsatz vorausgesetzt, wie Philipp richtig schrieb). Du hattest aber geschrieben "bitte der Lügenpresse nichts glauben! ", und dies diffamiert die Presse als Ganzes und alles, was geschrieben wird. No-Go!

[…] Die Presse erzählt sehr viel Müll […] Es ist schlimm, was viele Journalisten heute mitunter abliefern […]

Deine Äußerungen finde ich nicht viel besser. Wieviel Prozent des in der Presse Geschriebenen ist denn tatsächlich inhaltlich falsch? Und zwar nicht nur kleinere Ungenauigkeiten, die für das eigentliche Thema nicht relevant sind. Im speziellen Fall ging es um die Nachricht, dass die U55 kurzfristig und unplanmäßig den Betrieb einstellen muss. Ob da drei oder vier Züge in unterschiedlichem Betriebsstatus stehen, und ob die aus den 50er oder 60er Jahren sind, ist für die Kernnachricht völlig irrelevant, Zielgruppe des Artikels sind wohl in erster Linie Fahrgäste und nicht Freaks.

Aus (sicher unschönen) kleineren Ungenauigkeiten zu konstruieren, dass DIE (d.h. die gesamte) Presse eine Lügenpresse ist und man NICHTS glauben kann, deckt sich zu 100% mit der platten "Argumentation" einer blauen Partei. Und Deine oben zitierten Äußerungen fallen da mit rein. Ich glaube nicht, dass wir uns hier auf einem solchen Level bewegen wollen.

Zitat
Railroader
in dem sie z.B. Menschen, die ihr nach dem GG verbrieftes Streikrecht nutzen, an den Pranger stellt und die Leute aufheizen.

Ein "an den Pranger stellen und aufheizen" kann ich in dieser durchaus kontroversen Streik-Diskussion nicht erkennen. Das Thema ist eben etwas komplexer und zwiespältiger, und Deine persönliche Meinung zum Streikrecht im ÖPNV ganz sicher nicht die zwangsweise einzig richtige. Und weil Du da so platt die Grundgesetz-Keule schwingst: Das Grundgesetz garantiert indirekt auch die Daseinsvorsorge als "... eine Leistung, „derer der Bürger zur Sicherung einer menschenwürdigen Existenz unumgänglich bedarf.“" (bitte dort insbes. den Abschnitt "Daseinsvorsorge als Rechtsbegriff" und den davorliegenden Absatz nachlesen). Daraus ergibt sich gerade kein Recht zum Lahmlegen dieser Daseinsvorsorge, und zwar unabhängig, ob dies privatwirtschaftlich organisiert ist. Oder war bei Dir schonmal die Versorgung mit Wasser, Gas, Strom, Telefon auch nur eine Stunde unterbrochen, weil diese privatwirtschaftlichen Versorger bestreikt wurden? Einzig der öffentliche Verkehr nimmt sich trotz Daseinsvorsorge regelmäßig dieses Streikrecht heraus.

André
Zitat
der weiße bim

Nein, auf dem grundinstandgesetztem Abschnitt zwischen Alexanderplatz und Tierpark sind die Signalstandorte, Bremsweglängen, Schutzstrecken, Durchrutschwege und so weiter für 70 km/h geändert. Dort wird nur mit 60 gefahren, weil der (sogar etwas längere) Restabschnitt bis Hönow nur für 60 km/h zugelassen ist. Eine Umschaltung der fahrzeuginternen Geschwindigkeitsbegrenzer 2x auf jeder Runde ist aber technisch nicht vorgesehen. Man müsste alle Großprofilwagen dafür umrüsten, was angesichts der Restnutzungszeiten nicht vertretbar ist und da sicherheitsrelevante Teile verändert werden eine Neuzulassung erfordern könnte.
Der Rahmenantrag auf Fördermittel zur Grundinstandsetzung des Neubauabschnitts von 1988/1989 ist auf dem Weg, die Umsetzung wird sicher noch viele Jahre dauern.
Natürlich könnte man die Strecke wie vor 20 Jahren den Altbauteil auch mit WSSB-Technik für sichere 70 umrüsten, was der Übernehmer der WSSB-Produkte bislang ablehnt (da kundiges Fachpersonal nicht mehr verfügbar ist und die Teile längst abgekündigt sind).

Es geht auch ohne Umschaltung der fahrzeuginternen Geschwindigkeitsbegrenzer. Auf der Kreuzberger Hochbahn sind auch eine um 10km/h niedrigere Geschwindigkeit als im übrigen Netz gefahren. Da sichert man diese Reduzierung durch Geschwindigkeitsüberwachungen. Das wäre auch auf dem Neubauabschnitt der U5 denkbar.

Der Nachfolger von WSSB hat genug fachkundiges Personal für Gleisbildstellwerke. Schließlich baut man ja noch neue Stellwerke. Auch werkeln in den ESTW Relais der Bauform III von WSSB.

Die Teile sind auch nicht längst abgekündigt, sondern erst für 2021. Bis dahon liefert der Hersteller weiter Ersatzteile. Bis dahin wollte die BVG die WSSB-Stellwerke längst ersetzt haben. Aber das Migrationskonzept ist mittlerweile Makulatur, da der Hersteller auch die ESTW SICAS OC111 abgekündigt hat und somit auch die Stellwerke Pankow und Uhlandstraße ersetzt werden müssen.
Zitat
andre_de
Wieviel Prozent des in der Presse Geschriebenen ist denn tatsächlich inhaltlich falsch?

Tja, wer kann das wirklich beurteilen? Fast alle Leser sind nur auf einem oder wenigen Sachgebieten genau informiert. Jeder Fehler (egal ob fahrlässig, vorsätzlich oder durch bewusst/unbewusst weggelassene Fakten entstanden) wird nur von einer Minderheit der Leserschaft bemerkt.
Die Mehrheit liest es und muss vertrauen, dass es stimmt. Finde ich in meinem Kompetenzbereich keine Unstimmigkeiten, darf ich vermuten, dass das auch für andere Artikel so stimmt. Das gilt für mich auch im Umkehrschluss.

Aber mal zurück zum eigentlichen Thema:
Gestern verlautete aus Kreisen der Projektgesellschaft U5, dass im letzten Rohbau der Neubaustrecke, dem künftigen Bahnhofsbereich Museumsinsel die Seitenstollen fertig ausgehoben seien. Damit wäre eine der letzten Hürden für die Fertigstellung Ende nächsten Jahres genommen.
Nun können die Innenschalen als endgültige Bauwerkswände erstellt und dann mit dem Innenausbau begonnen werden.

so long

Mario
Zitat
andre_de
Zitat
Railroader

[…] Die Presse erzählt sehr viel Müll […] Es ist schlimm, was viele Journalisten heute mitunter abliefern […]

Deine Äußerungen finde ich nicht viel besser.

Hallo André,

ich akzeptiere deine Meinung, allerdings mag ich mir eben auch nicht den Mund verbieten lassen.

Zitat
andre_de
Aus (sicher unschönen) kleineren Ungenauigkeiten zu konstruieren, dass DIE (d.h. die gesamte) Presse eine Lügenpresse ist und man NICHTS glauben kann, deckt sich zu 100% mit der platten "Argumentation" einer blauen Partei. Und Deine oben zitierten Äußerungen fallen da mit rein. Ich glaube nicht, dass wir uns hier auf einem solchen Level bewegen wollen.

Wenn ich sage: "In meiner Wohnung liegt sehr viel Staub", heißt das dann für dich, dass der Raum überwiegend mit Staub gefüllt ist und ein Betreten unmöglich ist? Ich sehe die Medien weder als Lügenpresse, noch habe ich gesagt, dass man denen nichts mehr glauben darf. "Sehr viel Müll" heißt nicht, dass es zum gößeren Teil alles falsch ist, sondern lediglich, dass sehr viel Müll geschrieben wird und das wird es mE auch. Mich da mit der AFD zu vergleichen, finde ich ehrlich gesagt auch nen bisschen platt. Die AFD zieht diese Parolen für ihren Populismus als Mittel hinzu, meine Intention beruht aber auf tatsächlichen Berichten, die unschuldige Menschen zu Tätern gemacht haben, bevor es überhaupt eine Verhandlung gab. Das kommt nicht selten vor und falsche Inhalte werden von anderen Journalisten viel zu oft unreflektiert und ohne weitere Recherche falsch übernommen. Das ist keine kleine Sache, es ächtet Menschen gesellschaftlich nachhaltig. Vielleicht fällt dir das einfach auch nicht auf, du liest halt den Artikel und denkst dir, wird schon richtig sein. Wenn du allerdings mal Kollegen oder Bekannte hast, die davon unmittelbar betroffen sind, siehst du die Sache vielleicht auch etwas kritischer. Von den Journalisten, die für tolle Preise und Anerkennung nette Geschichten erfinden oder sich nicht trauen, kritischere Artikel zu verfassen, weil sie Mobbing oder einen Shiststorm befürchten, rede ich erst gar nicht. Das war übrigens kürzlich auch Thema in der "seriösen" Presse. Zudem redet die AFD stets von etablierten "Staatsmedien", ich schließe genau so linke und rechte Blättchen mit ein, die auch oft sehr einseitig berichten.


Zum Streikthema: Das ist nicht meine subjektive Meinung, das haben Gerichte häufig so entschieden. Auch Mitarbeiter in Krankenhäusern oder bei Vattenfall dürfen streiken. Nicht zuletzt hat die super duper Arbeiterpartei ja ein Tarifeinheitsgesetz verabschiedet, um das Streikrecht dann durch die Hintertür zu beschneiden, weil es anders wohl nicht möglich war. Natürlich gilt das Steikrecht auch für Angstellte bei Bus und Bahn und komplett stillgestanden hat auch nie etwas. Wenn man die Telefonnummer vom Weselsky abdruckt oder von Lokführern redet, die den Hals nicht voll bekommen, ist das nichts weiter als platte Hetze.

So, ich geh jetzt Essen.

Schönen Abend zusammen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.2019 18:22 von Railroader.
Zitat
Railroader
Zum Streikthema: Das ist nicht meine subjektive Meinung, das haben Gerichte häufig so entschieden. Auch Mitarbeiter in Krankenhäusern oder bei Vattenfall dürfen streiken. Nicht zuletzt hat die super duper Arbeiterpartei ja ein Tarifeinheitsgesetz verabschiedet, um das Streikrecht dann durch die Hintertür zu beschneiden, weil es anders wohl nicht möglich war.
Na ja, kann ja auch nicht sein, dass andauernd ein Betrieb bestreikt wird, nur weil jede Berufsgruppe ihre eigene Gewerkschaft mit eigenem Tarifvertrag will.
Ich finde das sogar extrem unsozial, weil durch die Splittergewerkschaften nur noch Arbeitnehmer an Schlüsselpositionen ein Druckmittel gegen den Arbeitgeber haben. Ein Streik der Lokführer trifft die Deutsche Bahn bspw. deutlich stärker als ein Streik der Reinigungskräfte.
Zitat
der weiße bim

Aber mal zurück zum eigentlichen Thema:
Gestern verlautete aus Kreisen der Projektgesellschaft U5, dass im letzten Rohbau der Neubaustrecke, dem künftigen Bahnhofsbereich Museumsinsel die Seitenstollen fertig ausgehoben seien. Damit wäre eine der letzten Hürden für die Fertigstellung Ende nächsten Jahres genommen.
Nun können die Innenschalen als endgültige Bauwerkswände erstellt und dann mit dem Innenausbau begonnen werden.

Ich komme hier mal auf den Post von Mario zurück und verweise mit folgendem Link auf einen Meilenstein, dem Ende des Bergmännischen Tunnelvortriebs für die U5.

Die U5 Projektgesellschaft hat die Kritik hier im Forum wohl erhört und postet jetzt öfter über Baufortschritte. Jedoch scheint das weder in den lokalen Medien noch in der lokalen Politik jemanden groß zu interessieren. Mit empörenden Headlines lassen sich offenbar wohl mehr Klicks erzielen. Oder es erscheint immer nur dann jemand wenn es auch Schnittchen und Getränke gibt.

Richten wir den Blick nach vorn: jetzt hat man noch 21 Monate Zeit um den Bahnhof Museumsinsel so auszubauen dass die Züge hier wenigstens durchfahren können.

@Mario wie viel Zeit wird es in Anspruch nehmen um so einen Streckenabschnitt so auszurüsten dass er fahrtauglich ist? Also wann müssten spätestens die Gleise liegen um die Sicherungstechnik einzubauen?

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Ist es überhaupt noch möglich, dass bei der Inbetriebnahme im Dezember 2020 die Station Museumsinsel fertiggestellt wird?
Zitat
Henning
Ist es überhaupt noch möglich, dass bei der Inbetriebnahme im Dezember 2020 die Station Museumsinsel fertiggestellt wird?

Möglich ist das auf jeden Fall. Das zeitkritische Gewerk ist beendet, von den folgenden Arbeiten kann vieles parallel erledigt werden. Risiken bestehen natürlich weiter, aber eine pünktliche Fertigstellung der gesamten Strecke ist jetzt wahrscheinlicher geworden.
Seit wann und aufgrund welcher Ereignisse ist denn auf einmal die spätere Inbetriebnahme des U Museumsinsel ein Thema? Das muss völlig an mir vorbei gegangen sein.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Seit wann und aufgrund welcher Ereignisse ist denn auf einmal die spätere Inbetriebnahme des U Museumsinsel ein Thema? Das muss völlig an mir vorbei gegangen sein.

Das hat der Projektleiter mehrfach in Interviews betont.
Da ohnehin alle Zeitpuffer aufgebraucht waren (wegen der Havarie der TBM Unter den Linden, alle Arbeiten Ruhten) war der Bergmännische Vortrieb des U-Bahnhofs Museumsinsel ein Hochrisiko Abschnitt.
Man hatte dann diverse Bauabläufe optimiert, vorgezogen und anders gestaltet.

Es ist davon auszugehen, dass der U-Bahnhof Museumsinsel nur im Rohbau fertig sein und die U5 bei Eröffnung ohne Halt durchfahren wird.

Grob steht ja jetzt nach dem Durchbruch der beiden Gleisröhren noch folgendes an:

- Errichtung des Bahnhofs in Betonbauweise
- Auftauen des Frostkörpers
- Rückbau der Vereisungsanlage
- Einbau der technischen Anlagen (Gleise, Strom etc.)
- verschließen der offenen Andienungen (Baugruben)
- Rückbau des Fangedammes im Spreekanal
- Ausbau der Zugänge auf der Ostseite (Humboldtforum)
- Innenausbau des Bahnhofs (Beleuchtung, Wände, Böden, Nebenräume)
- Technische Abnahme aller für den öffentlichen Betrieb notwendigen Anlagen

Nebenbei muss nach dem Enteisen das ganze auch erst mal Wasserdicht sein.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
^Der gültige Zeitplan ist nach allen offiziellen Informationen bisher gesichert, zumal die besonders schwierige und auch kritische Phase des bergmännischen Vortriebs sehr gut gemeistert werden konnte. So besteht aktuell kein Grund, an der Inbetriebnahme Ende 2020 zu zweifeln. Allerdings wurde und wird auch immer wieder betont, dass es keine Reserven bzw. Puffer mehr gibt. Es darf also auch in den verbleibenden 1 3/4 Jahren kein schwerwiegendes bzw. zeitkritisches Problem mehr auftreten. Ob dann eine Lösung dergestalt zum Tragen käme, dass die Züge die Station Museumsinsel zunächst ohne Halt durchfahren, hängt völlig von der eventuellen Problemsituation später und dem erreichten Baufortschritt ab.

Siehe auch die Erläuterungen von Schallundrausch.

Die Anmerkung von Stefan zum eventuellen Durchfahren der Station ohne Halt zielt sicher auch in diese Richtung und ist von daher sicher hypothetisch gemeint.

Also - keine Panik!

Gruß
Die Ferkeltaxe
Zitat
Stefan Metze
Zitat
Philipp Borchert
Seit wann und aufgrund welcher Ereignisse ist denn auf einmal die spätere Inbetriebnahme des U Museumsinsel ein Thema? Das muss völlig an mir vorbei gegangen sein.

Das hat der Projektleiter mehrfach in Interviews betont.
Da ohnehin alle Zeitpuffer aufgebraucht waren (wegen der Havarie der TBM Unter den Linden, alle Arbeiten Ruhten) war der Bergmännische Vortrieb des U-Bahnhofs Museumsinsel ein Hochrisiko Abschnitt.
Man hatte dann diverse Bauabläufe optimiert, vorgezogen und anders gestaltet.

Es ist davon auszugehen, dass der U-Bahnhof Museumsinsel nur im Rohbau fertig sein und die U5 bei Eröffnung ohne Halt durchfahren wird.

Grob steht ja jetzt nach dem Durchbruch der beiden Gleisröhren noch folgendes an:

- Errichtung des Bahnhofs in Betonbauweise
- Auftauen des Frostkörpers
- Rückbau der Vereisungsanlage
- Einbau der technischen Anlagen (Gleise, Strom etc.)
- verschließen der offenen Andienungen (Baugruben)
- Rückbau des Fangedammes im Spreekanal
- Ausbau der Zugänge auf der Ostseite (Humboldtforum)
- Innenausbau des Bahnhofs (Beleuchtung, Wände, Böden, Nebenräume)
- Technische Abnahme aller für den öffentlichen Betrieb notwendigen Anlagen

Nebenbei muss nach dem Enteisen das ganze auch erst mal Wasserdicht sein.

Oh, dann war das von Stefan doch anders gemeint... Aber man halte sich vor Augen, was von den noch anstehenden Arbeiten tatsächlich hinderlich für die Inbetriebnahme von Bahnhof und Strecke ist und vor allem, wie Schallundrausch schrieb, wieviele Pakete nun parallel bearbeitet werden können.
Wie gesagt, wenn es weiter planmäßig läuft, klappt Ende 2020!

Gruß
Die Ferkeltaxe
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