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U5 Alexanderplatz - Brandenburger Tor (Bauzeitraum ab 10/2014)
geschrieben von manuelberlin 
Den Bericht hatte Arnd direkt im Beitrag vor Dir schonmal verlinkt. :)

Interessant ist, dass man ab Mitte Juli schonmal in den Zugangsbereich des U-Bahnhofs Berliner Rathaus gehen und einen Blick auf den künftigen Bahnhof werfen kann.
Zitat
der weiße bim
Zitat
Arnd Hellinger
Die Sache mit dem S21-Aufzug war mir schon bekannt, aber der ändert an "meinem" Problem, dass nur ein einziger Aufzug überhaupt den U5-Bahnsteig erschließt nun einmal rein gar nichts. Wenn da unten alle 5 Minuten ein ausgewachsener H-Zug oder ein Ik-Doppel seine Ladung Kinderwagen, Rollis, Rollkoffer, Fahrräder etc. sowie lauffaule oder tatsächlich gehbehinderte Nutzer absetzt und gleichzeitig in Gegenrichtung aufnimmt, reicht das einfach nicht - erst recht nicht im Falle einer technischen oder vandalismusinduzierten Störung.

Da die U-Bahnlinie U5 aber schon mal da ist, werden die Bahnhöfe auch entsprechend ausgerüstet. Die zusätzlichen Fahrtreppen (für die Masse der "Lauffaulen") waren bereits im ursprünglichen Entwurf enthalten, wie auch der zweite Aufzug. Entsprechende Bauvorleistungen dafür sind vorhanden. Es fehlt wohl an planerischen und Bau-/Montagekapazitäten, da der Senat die Nachrüstung aller U-Bahnhöfe mit Aufzügen beschlossen hat. Jemand muss also entscheiden, welcher Bahnhof im barrierefreien Ausbau zurückgestellt wird, um bereits barrierefrei erreichbare U-Bahnhöfe mit weiteren Aufzügen auszurüsten.

In der offiziellen Antwort aus der Anstalt, die mich heute binär-fernschriftlich erreichte, liest sich das Ganze dann folgendermaßen:

Zitat
Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG)

Sehr geehrter Herr Hellinger,

vielen Dank für Ihren Hinweis vom 18. Juni 2019.

Der Bau eines weiteren Aufzugs ist im U-Bahnhof Hauptbahnhof zurzeit nicht vorgesehen und aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nur mit erheblichen Umbauten realisierbar.

Aktuell ist unser absolut vorrangiges Ziel, im Auftrag des Berliner Senats zunächst alle Berliner U-Bahnhöfe stufenlos zugänglich zu machen. Seit der Inbetriebnahme eines Aufzuges im U-Bahnhof Rüdesheimer Platz in der vergangenen Woche sind aktuell 128 der insgesamt 172 barrierefrei auszustattenden U-Bahnhöfe stufenlos zugänglich, so dass in den kommenden Jahren noch 44 U-Bahnhöfe mit Aufzügen auszustatten sind. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.

Anschließend werden sicher an einigen Umsteigebahnhöfen (z. B. am Alexanderplatz) Planungen für weitere Aufzüge vorgenommen, hierfür sind aber momentan leider keine Kapazitäten vorhanden. Die Situation am U-Bahnhof Hauptbahnhof werden wir nach Inbetriebnahme der Linie U 5 selbstverständlich im Blick behalten. Da der Hauptbahnhof parallel mit der S-Bahn erreicht werden kann, bin ich zuversichtlich, dass sich die Fahrgäste verteilen werden.


Mit freundlichen Grüßen

Christine Albrecht
Beauftragte für Senioren und Fahrgäste mit Behinderungen

Viele Grüße
Arnd
^^
Das grenzt ja schon an geplante Ignoranz :D
Aber immerhin hat er sich mit dem Schreiben Mühe gegeben.
(Nebenbei ist das teilweise unfugig, denn die zusätzlichen Aufzüge U2+U8 am Alex sind ja schon geplant, trotz Nichtkapazität.)
Zitat
schallundrausch
^^
Das grenzt ja schon an geplante Ignoranz :D
Aber immerhin hat er sich mit dem Schreiben Mühe gegeben.
(Nebenbei ist das teilweise unfugig, denn die zusätzlichen Aufzüge U2+U8 am Alex sind ja schon geplant, trotz Nichtkapazität.)

Richtig. Deswegen antwortete ich gegenüber der Landesbehindertenbeauftragten des Senats, die von Frau Albrecht in Cc gesetzt wurde, vorhin auch wie folgt:

Zitat



Sehr geehrte Frau Braunert-Rümenapf,

hinsichtlich meiner an Sie gerichteten Eingabe vom 18.06.2019 erreichte mich vorgestern die nachstehend zitierte Antwort der BVG AöR. Hierauf wird Bezug genommen.

Die Ausführungen der Berliner Verkehrsbetriebe vermögen aus Sicht von Menschen mit eingeschränkter Mobilität leider nicht zu überzeugen. Zwar ist es selbstredend zu begrüßen, wenn die BVG bis 2022 die barrierefreie Gestaltung sämtlicher U-Bahnhöfe anstrebt, doch sollte hierbei die tatsächliche bzw. realistischerweise zu erwartende Inanspruchnahme der einzelnen Station stärker in die Erwägungen einfließen. So wäre nach meinem Dafürhalten durchaus zu prüfen, ob nicht etwa Bahnhöfe wie Hausvogteiplatz (U2) oder Schönleinstraße (U8) - diese befinden sich jeweils fußläufig zwischen zwei bereits barrierefreien Stationen derselben Linien - zu Gunsten der Nachrüstung zusätzlicher Aufzüge in Alexanderplatz und eben Hauptbahnhof um etwa 2 Jahre zurückgestellt werden können, um auf den hochbelasteten Knoten des Schnellbahnsystems zeitnah die erforderliche Entlastung zu realisieren.

Desweiteren erweisen sich Frau Albrechts Aussagen auch insofern als unzutreffend, als am U-Bahnhof Alexanderplatz die Planung für zusätzliche Aufzüge zu den Bahnsteigen von U2 sowie U8 bereits abgeschlossen und in Kürze mit der Erteilung der behördlichen Plangenehmigung durch SenUVK zu rechnen ist. Ebenso wurden im Hauptbahnhof bereits in 2006 bei Erstellung des U-Bahnsteigs bauliche Vorleistungen für einen weiteren Aufzug erbracht, so dass es hier dem Wesen nach keiner tiefgreifenden Planungen mehr bedarf und die erforderlichen Ausführungsarbeiten relativ zeitnah ausgeschrieben bzw. vergeben werden könnten. Frau Albrechts Hinweis, man könne den Hauptbahnhof ja auch mit der S-Bahn erreichen bzw. verlassen, muss indes vor dem Hintergrund der auch auf der Stadtbahnstrecke gegebenen Kapazitätsengpässe als wenig sachdienlich und realitätsfern bezeichnet werden - die U5 wird ja gerade zur Entlastung der Stadtbahn verlängert.

Vor diesem Hintergrund muss ich Sie auch im Namen des Berliner Behindertenverbandes e.V. (BBV), dessen Vorstand ich seit dem 01.06.2019 angehöre, nochmals um zügige Umsetzung meiner Eingabe vom 18.06.2019 bitten, indem Sie gegenüber BVG sowie SenUVK entsprechend tätig werden.

Mit freundlichen Grüßen
Arnd Hellinger

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Frau Albrechts Hinweis, man könne den Hauptbahnhof ja auch mit der S-Bahn erreichen bzw. verlassen, muss indes vor dem Hintergrund der auch auf der Stadtbahnstrecke gegebenen Kapazitätsengpässe als wenig sachdienlich und realitätsfern bezeichnet werden - die U5 wird ja gerade zur Entlastung der Stadtbahn verlängert.

Irgendwie scheint mir das ein kleines Eigentor zu sein. Wenn die Stadtbahn doch entlastet wird, braucht es dann einen weiteren Aufzug?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Arnd Hellinger
Frau Albrechts Hinweis, man könne den Hauptbahnhof ja auch mit der S-Bahn erreichen bzw. verlassen, muss indes vor dem Hintergrund der auch auf der Stadtbahnstrecke gegebenen Kapazitätsengpässe als wenig sachdienlich und realitätsfern bezeichnet werden - die U5 wird ja gerade zur Entlastung der Stadtbahn verlängert.

Irgendwie scheint mir das ein kleines Eigentor zu sein. Wenn die Stadtbahn doch entlastet wird, braucht es dann einen weiteren Aufzug?

Super Text, Arnd, haste leider vollkommen recht.

@BV betrachte das doch mal realistisch. Die u5 hat zukünftig ihren Endbahnhof an einem der wichtigsten Verkehrsknoten der Stadt. Da werden sich ganze Zugladungen auf den Bahnsteig ergießen, alle 5 Minuten.
Und jetzt schau dir am Alex an, was mit Aufzügen passiert, die mehr als 2 Geschosse anfahren. Die sind jeweils am Start so voll, dass man am Zwischenhalt in beide Richtungen nicht zusteigen kann.
Konkret: jemand im Rollstuhl kommt hbf tief im ice an und will zur u5. Einzige Alternative zur hvz: hoch mit dem glasaufzug ins EG, raus f den europaplatz, und am u5 Aufzug hinten anstellen. Das kann es doch nicht sein.

Der Hinweis auf die parallele s-Bahn wird wahrscheinlich dankbar von allen entgegengenommen, die zur Weberwiese oder zum Tierpark wollen.
Der Verweis auf die Stadtbahn ist schon etwas gehässig. Hat etwas von:
"ja, wir bauen die U5, aber die bewegungseingeschränkten Personen sollen
doch bitte weiter die Stadtbahn nutzen"
Die Qualitätspresse fordert mehr U-Bahnen, aber über die Hemmnisse für mobilitätseingeschränke Personen auf der bald realisierten U5-Strecke zum Hauptbahnhof wird kein Wort verloren.
Vielleicht sollte man bzgl eines zusätzlichen Aufzuges am Hauptbahnhof erstmal die Kirche im Dorf lassen.
Ich bezeweifel das dieser Auszug die gleichen Kapazitätsprobleme wie zb der am Alex bekommt.
Beide Situationen sind nicht vergleich, der Aufzug am Alex ist wesentlich langsamer, hat eine Etage mehr und viele unnötige Fahrten durch Irrläufer die von der U8 erstmal nach unten zur U5 Ankunft fahren obwohl sie da garnicht hinwollen.
Am Hautpbahnhof dürfte die oberste Station Straßenebene zudem wenig benutzt werden, der Hauptteil steigt im Mittelgeschoss aus.
Hier werden für mich übertriebene Forderungen gestellt obwohl kein Mensch die Situation nach Durchbindung U5 vorhersehen kann. Und wenn man in der HVZ dann dochmal 3-4 Minuten warten muss, meine Güte, dann ist das halt so.
Es gibt da viel wichtigere Orte für mehr Kapazität, wie hier schon erwähnt Alex oder zB Neukölln, wo unter der Woche nachmittags teilweise unten bei der U7 5-8 Kinderwagen plus Rentner plus Rollstuhlfaher in Reihe anstehen müssen und teilweise schon die vordere erste Tür der U7 Züge verstellen.. Da ist wirklich die Kacke am dampfen.
ich möchte mal unkommentiert und vollkommen aus dem Kontext gerissen drei Fotos zeigen:
Barcelona, Station Fondo, M1 und M9 (hab ich im Frühjahr extra für Arnd fotografiert)

Das sind 6 Aufzüge, die beiden äußeren passten nicht mehr aufs Bild.


Gegenschuss auf das Podest, auf dem ich gerade stand: Das sind die 6 NICHTbarrierefreien Aufzüge. Von denen muss man nämlich zum Bahnsteig der M9 noch einige Stufen zurücklegen, da die in einem Doppelstocktunnel fährt.


Für Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste gibt es noch diese beide Aufzüge zusätzlich (ganz außen), die jede Ebene genau anfahren.

Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
schallundrausch
^^
Das grenzt ja schon an geplante Ignoranz :D
Aber immerhin hat er sich mit dem Schreiben Mühe gegeben.
(Nebenbei ist das teilweise unfugig, denn die zusätzlichen Aufzüge U2+U8 am Alex sind ja schon geplant, trotz Nichtkapazität.)

Richtig. Deswegen antwortete ich gegenüber der Landesbehindertenbeauftragten des Senats, die von Frau Albrecht in Cc gesetzt wurde, vorhin auch wie folgt:

Zitat



Sehr geehrte Frau Braunert-Rümenapf,

hinsichtlich meiner an Sie gerichteten Eingabe vom 18.06.2019 erreichte mich vorgestern die nachstehend zitierte Antwort der BVG AöR. Hierauf wird Bezug genommen.

Die Ausführungen der Berliner Verkehrsbetriebe vermögen aus Sicht von Menschen mit eingeschränkter Mobilität leider nicht zu überzeugen. Zwar ist es selbstredend zu begrüßen, wenn die BVG bis 2022 die barrierefreie Gestaltung sämtlicher U-Bahnhöfe anstrebt, doch sollte hierbei die tatsächliche bzw. realistischerweise zu erwartende Inanspruchnahme der einzelnen Station stärker in die Erwägungen einfließen. So wäre nach meinem Dafürhalten durchaus zu prüfen, ob nicht etwa Bahnhöfe wie Hausvogteiplatz (U2) oder Schönleinstraße (U8) - diese befinden sich jeweils fußläufig zwischen zwei bereits barrierefreien Stationen derselben Linien - zu Gunsten der Nachrüstung zusätzlicher Aufzüge in Alexanderplatz und eben Hauptbahnhof um etwa 2 Jahre zurückgestellt werden können, um auf den hochbelasteten Knoten des Schnellbahnsystems zeitnah die erforderliche Entlastung zu realisieren.

Desweiteren erweisen sich Frau Albrechts Aussagen auch insofern als unzutreffend, als am U-Bahnhof Alexanderplatz die Planung für zusätzliche Aufzüge zu den Bahnsteigen von U2 sowie U8 bereits abgeschlossen und in Kürze mit der Erteilung der behördlichen Plangenehmigung durch SenUVK zu rechnen ist. Ebenso wurden im Hauptbahnhof bereits in 2006 bei Erstellung des U-Bahnsteigs bauliche Vorleistungen für einen weiteren Aufzug erbracht, so dass es hier dem Wesen nach keiner tiefgreifenden Planungen mehr bedarf und die erforderlichen Ausführungsarbeiten relativ zeitnah ausgeschrieben bzw. vergeben werden könnten. Frau Albrechts Hinweis, man könne den Hauptbahnhof ja auch mit der S-Bahn erreichen bzw. verlassen, muss indes vor dem Hintergrund der auch auf der Stadtbahnstrecke gegebenen Kapazitätsengpässe als wenig sachdienlich und realitätsfern bezeichnet werden - die U5 wird ja gerade zur Entlastung der Stadtbahn verlängert.

Vor diesem Hintergrund muss ich Sie auch im Namen des Berliner Behindertenverbandes e.V. (BBV), dessen Vorstand ich seit dem 01.06.2019 angehöre, nochmals um zügige Umsetzung meiner Eingabe vom 18.06.2019 bitten, indem Sie gegenüber BVG sowie SenUVK entsprechend tätig werden.

Mit freundlichen Grüßen
Arnd Hellinger

Alle Fahrgäste dieser Stadt sollten zufrieden sein, wenn überhaupt auf dem fehlenden Abschnitt der U5 Züge verkehren. Dies sollte oberste Priorität haben.

Es wird sicher Viele aufregen, aber ich finde es befremdlich mit welcher Aufdringlichkeit Teile der Gesamtgesellschaft Ihre Anliegen im Forum vortragen. Dieser "Egoismus", der unter dem Deckmantel der vermeintlichen Diskriminierung liegt, diskrediert die verständlichen Anliegen Teilgruppen in den Augen der Allgemeinheit eher. Nun werden die Bahnhöfe nach und nach barrierefrei zugänglich gemacht, dafür möchte man als Sahnehäubchen noch selbst Prioritäten und Reihenfolge festlegen.

Mein Wunsch wäre:
Zusätzliche Aufzüge am Alex und Hauptbahnhof erst, wenn alle Randstrecken der Berliner S-Bahn für den 10-Minutentakt infrastrukturell ausgebaut sind. Nur zu, jeder Fahrgast darf sich etwas wünschen...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.2019 21:59 von IL-62M.
Es gibt so Leute, denen ich aus tiefstem Herzen wünsche, dass sie mal ein paar Wochen mit eingegipstem Bein unterwegs sind und dann dennoch Termine wahrnehmen müssen. Nicht, weil ich irgendwem etwas Schlechtes an den Hals wünsche, sondern eher aus der Erkenntnis heraus, dass einige gewisse Dinge wohl nur auf die harte Tour lernen. Auch wenn sie meinen, für eine schweigende Mehrheit zu sprechen.
Zitat
def
Es gibt so Leute, denen ich aus tiefstem Herzen wünsche, dass sie mal ein paar Wochen mit eingegipstem Bein unterwegs sind und dann dennoch Termine wahrnehmen müssen. Nicht, weil ich irgendwem etwas Schlechtes an den Hals wünsche, sondern eher aus der Erkenntnis heraus, dass einige gewisse Dinge wohl nur auf die harte Tour lernen. Auch wenn sie meinen, für eine schweigende Mehrheit zu sprechen.

Nach meiner Erfahrung reicht da in der Regel schon ein einziger Tag im Rollstuhl für den notwendigen Erkenntnisgewinn. Als ich noch Zivildienstleistende als Assistenten hatte, waren die nach dem entsprechenden Teil ihrer "Grundausbildung" immer fast wie ausgewechselt...

Viele Grüße
Arnd
Mir geht es immoment so, jeder Schritt tut weh, laufe zur Zeit am Stock und nutze jeden möglichen Aufzug.

Fuß verletzt und es wird nicht besser.

Kann daher jede Forderung der mobilitätseingeschränkten Leute nur unterstützen.

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Viele Grüße aus Wedding
Zitat
IL-62M

Es wird sicher Viele aufregen, aber ich finde es befremdlich mit welcher Aufdringlichkeit Teile der Gesamtgesellschaft Ihre Anliegen im Forum vortragen. Dieser "Egoismus", der unter dem Deckmantel der vermeintlichen Diskriminierung liegt, diskrediert die verständlichen Anliegen Teilgruppen in den Augen der Allgemeinheit eher.

Warum Egoismus? Wollen Betroffene ihre Anliegen zu deinem Nachteil durchsetzen? Wo bist du schlechter gestellt, wenn es einen Aufzug mehr gibt? Ich empfinde die Forderung als berechtigt und verstehe nicht, warum man sich über eine Forderung echauffiert, die eigentlich nur einen Mehrwert bringen kann.
Zitat
IL-62M
Alle Fahrgäste dieser Stadt sollten zufrieden sein, wenn überhaupt auf dem fehlenden Abschnitt der U5 Züge verkehren. Dies sollte oberste Priorität haben.

[…]

Zusätzliche Aufzüge am Alex und Hauptbahnhof erst, wenn alle Randstrecken der Berliner S-Bahn für den 10-Minutentakt infrastrukturell ausgebaut sind.

Den ganz peinlichen Unsinn habe ich aus dem Zitat ausgespart. Die verbleibenden beiden Sätze sind allerdings auch nicht wesentlich intelligenter. Was genau haben den Aufzüge mit der Fahrzeugverfügbarkeit bei der U-Bahn oder mit Streckenausbauten bei der S-Bahn zu tun? Wenn man einen Aufzug weglässt, gibt's einen Kilometer mehr Zweigleisigkeit, stellst Du Dir das tatsächlich so vor?

Kopfschüttelnd,
André
Zitat
Railroader
Zitat
IL-62M

Es wird sicher Viele aufregen, aber ich finde es befremdlich mit welcher Aufdringlichkeit Teile der Gesamtgesellschaft Ihre Anliegen im Forum vortragen. Dieser "Egoismus", der unter dem Deckmantel der vermeintlichen Diskriminierung liegt, diskrediert die verständlichen Anliegen Teilgruppen in den Augen der Allgemeinheit eher.

Warum Egoismus? Wollen Betroffene ihre Anliegen zu deinem Nachteil durchsetzen? Wo bist du schlechter gestellt, wenn es einen Aufzug mehr gibt? Ich empfinde die Forderung als berechtigt und verstehe nicht, warum man sich über eine Forderung echauffiert, die eigentlich nur einen Mehrwert bringen kann.

Und vor allem: wollen Betroffene anderen die Nutzung dieser Aufzüge verbieten?

Wenn es schon an simpler Empathie fehlt, so dass man nicht in der Lage ist, Gleichberechtigung von Bevorzugung zu unterscheiden: wie verbohrt oder wenig selbstreflektiv muss man eigentlich sein, um nicht zu verstehen, dass man selbst auch einmal zu den Betroffenen gehören kann? Man muss ja nicht mal Rollstuhlfahrer sein oder ein eingegipstes Bein haben - es reicht ja wie von Wollankstraße beschrieben eine Fußverletzung (ohne die kleinreden zu wollen - gute Besserung!). Ein starker Muskelkater. Schweres und sperriges Gepäck. Ein Kinderwagen. Ich würde sogar so weit gehen, dass jeder, der wenigstens ab und zu öffentliche Verkehrsmittel benutzt, schon mindestens einmal in einer Situation war, in der er über das Vorhandensein eines Aufzugs sehr froh war oder sich einen solchen gewünscht hätte.
Und ich werf mal ein: Leute wie Arndt sind auf die Aufzüge angewiesen...da gibt's nichts schönzureden.

Unsere Generation hat die Kinderwagen klaglos Treppen rauf und runter getragen,
in Ikarus und Tatra und Reko/Gothawagen gehievt und sind nicht gestorben daran.
Fahrräder/ schweres Gepäck dito.

Man kann es auch übertreiben mit der Aufzugnutzung.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot

Man kann es auch übertreiben mit der Aufzugnutzung.

T6JP

Oja. Oft zu sehen am U Neukölln wenn bis zu 5 Kinderwagen warten müssen weil andere es für wichtiger ersehen den Aufzug benutzen zu müssen obwohl sie gut zu Fuß zu sein scheinen.

Dagegen sollte man am Bf Frankfurter Allee am ersten Eingang (von der U5 kommend) ein Schild aufstellen, das am zweiten Eingang der Aufzug ist denn das wissen viele scheinbar nicht.
Von der U2 nach oben für Faule - Treppen runter zur U5 und die von dort nach oben laufenden Fahrtreppen nutzen!

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
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