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Sammelthread: Der ÖPNV in der Presse (2) - Thema beendet
geschrieben von nicolaas 
"Berlins Bahnchef will die Stammbahn zurück"

[www.tagesspiegel.de]
Hallo Logital,

dann habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Bei Bahnhöfen des Kleinprofils der U-Bahn halte ich eingeschaltete Stromschienen an der Bahnsteigkante für lebensgefährlich und deshalb für nicht vertretbar. Anders sehe ich das bei der S-Bahn (und beim Großprofil der U-Bahn).

Gruß
Micha
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 12:18
Zitat
der weiße bim
Auf dem U-Bahnhof Olympia-Stadion stand zu keinem Zeitpunkt ein "Aufsichtshäuschen" an der Bahnsteigkante. Das ist frei erfunden, um irgendwas zu beweisen.

Hab ich nicht frei erfunden, sondern einfach aus irgend einem Grund mit dem Durchfahrtsgleis Deutsche Oper verwechselt. Warum, weiß ich jetzt auch nicht, eine Ähnlichkeit besteht ja nicht. Passiert mir auch mit gewissen anderen Orten - jedoch immer mit den selben Paaren.

Wo wir gerade bei abenteuerlichen Konstruktionen sind: Wenn es denn unbedingt ganz viele Fluchträume für Leute braucht, die da eigentlich nichts zu suchen haben, wie wärs denn mit einem zwischen den Schienen, ähnlich wie Arbeitsgruben - nur flacher?
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 12:37
Zitat
DonChaos
Hab ich nicht frei erfunden, sondern einfach aus irgend einem Grund mit dem Durchfahrtsgleis Deutsche Oper verwechselt.

Deutsche Oper hat vier Gleise. Der Zaun hat nichts mit der Stromschiene zu tun, die ist jeweils auf der bahnsteigabgewandten Seite.

Zitat
DonChaos
Wo wir gerade bei abenteuerlichen Konstruktionen sind: Wenn es denn unbedingt ganz viele Fluchträume für Leute braucht, die da eigentlich nichts zu suchen haben, wie wärs denn mit einem zwischen den Schienen, ähnlich wie Arbeitsgruben - nur flacher?

Ich vermute, dass man die Verletzungsgefahr bei Stürzen vom Bahnsteig in diesen Raum höher einschätzt, als den Nutzen.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 13:09
Zitat
B-V 3313
Deutsche Oper hat vier Gleise. Der Zaun hat nichts mit der Stromschiene zu tun, die ist jeweils auf der bahnsteigabgewandten Seite.

Der Unterschied ist mir durchaus bekannt. Danke, dass du ihn hier nochmals herausgearbeitet hast. Die Verwechslung war auch nicht rational - sind sie selten. Ich bitte nochmals, diesen Fehler zu entschuldigen.


Zitat
DonChaos
Wo wir gerade bei abenteuerlichen Konstruktionen sind: Wenn es denn unbedingt ganz viele Fluchträume für Leute braucht, die da eigentlich nichts zu suchen haben, wie wärs denn mit einem zwischen den Schienen, ähnlich wie Arbeitsgruben - nur flacher?
Zitat
B-V 3313
Ich vermute, dass man die Verletzungsgefahr bei Stürzen vom Bahnsteig in diesen Raum höher einschätzt, als den Nutzen.

Würde ich auch so vermuten.

Wie siehts denn mit Gefahr-/Notfall-Griffen aus, wie sie bei der U-Bahn auf allen Bahnsteigen angebracht sind? Fänd ich bei der S-Bahn durchaus nicht unnütz. Sowas ließe sich sicherlich auch zusätzlich im Gleisbereich anbringen.
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 13:22
Diese Notsignalgriffe sind in Zeiten von ZAT sicherlich eine gute Idee. Dazu müsste man aber alle Bahnhöfe kameratechnisch überwachen und funktionierende(!) Notrufsäulen aufstellen.

Für Westend würde mir eine Lösung mit einer dauerhaft besetzten Aufsicht besser gefallen. Die sitzt dann auf dem Bahnsteig Richtung Westkreuz und fertigt die Züge Richtung Jungfernheide per "Fernüberwachung" ab. Auf dem Mittelgleis steht dauerhaft ein Reservezug und wenn ein Zug Richtung Jungfernheide getauscht werden muss, wechselt sie den Bahnsteig (durch den Reservezug) und unterstützt den TF bei der Räumung. Richtung Westkreuz wird derweil per ZAT abgefertigt. Aber wahrscheinlich ist diese Lösung zu einfach. ;-)

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 13:47
Zitat
DonChaos
Wie siehts denn mit Gefahr-/Notfall-Griffen aus, wie sie bei der U-Bahn auf allen Bahnsteigen angebracht sind? Fänd ich bei der S-Bahn durchaus nicht unnütz. Sowas ließe sich sicherlich auch zusätzlich im Gleisbereich anbringen.

Die gibt es bereits. Sie sind im Gegensatz zu den U-Bahnnotsignalschaltern vorrangig für die Bedienung durch die Aufsicht gedacht, daher befinden sie sich in der Nähe der Aufsichtshäuschen. Bei Bahnhöfen, wo die Aufsicht zum Abfertigen ans Gleis treten muss, hängen diese außen am Häuschen. In anderen Fällen in der Abfertiger-Kanzel.

Man müsste sie nach Wegfall der Aufsichten so umhängen, dass sie auch von Fahrgästen bedient werden können. Bei Betätigung sorgen sie übrigens dafür, dass die Signale auf Halt fallen (und meines Wissens auch ins Stellwerk telefonieren).

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.2015 13:51 von Florian Schulz.
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 14:52
Zitat
B-V 3313
Ich vermute, dass man die Verletzungsgefahr bei Stürzen vom Bahnsteig in diesen Raum höher einschätzt, als den Nutzen.

Denke ich auch. Stürze vom Bahnsteig ins Gleisbett lassen sich nur durch Wände mit Türen an den Bahnsteigkanten vermeiden. Damit könnte jedoch an jedem Bahnsteig nur noch ein einziger Fahrzeugtyp verkehren. Der dafür zu kalkulierende Aufwand für die Errichtung und Instandhaltung der Bahnsteigwände und -türen sowie die Einschränkungen bei der Betriebsführung und der Beschaffung von Fahrzeugen ist riesengroß. Technisch kein Problem - aus finanzieller Sicht völlig aussichtslos.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass auch wegen der Anordnung der Stromschienen bei den Berliner Schnellbahnen einzelne Bahnsteiggleise mit beidseitiger Ein-/ Ausstiegsmöglichkeit weder von der Technischen Aufsichtsbehörde noch vom Eisenbahnbundesamt genehmigt werden würden.
Zwei Anwendungsfälle sind längst Geschichte: S-Bahnhof Spandau-West und S-Bahnhof Warschauer Straße. Beim U-Bahnhof Reichssportfeld, später Olympia-Stadion gab es meines Wissens keine gleichzeitige Bedienung des Gleises 3 von beiden Bahnsteigen.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.2015 14:55 von der weiße bim.
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 15:32
Zitat
der weiße bim
Zusammenfassend kann man feststellen, dass auch wegen der Anordnung der Stromschienen bei den Berliner Schnellbahnen einzelne Bahnsteiggleise mit beidseitiger Ein-/ Ausstiegsmöglichkeit weder von der Technischen Aufsichtsbehörde noch vom Eisenbahnbundesamt genehmigt werden würden.[...]

Was denn für ne Zusammenfassung? Wo ist der Unterschied zu jetzt? Weil dann doppelt so viele Leute in den Graben stürzen können und deshalb doppelt so viele Fluchträume geschaffen werden müssen, damit alle noch irgendwo Platz finden? Was ist das denn für ein Quatsch? Mit Verlaub: Diese Argumentationskette weist von der These bis zur Schlussfolgerung eine unüberwindbare Lücke auf kompletter Länge auf. Kein einziges haltbares Argument ist übrig geblieben, was Einstiegsmöglichkeit und Fluchtraum gemeinsam haben könnten.

Na gut, Schlusssätze erfinden kann ich auch:

Abschließend kann man feststellen, dass die seitlichen Stromschienen bei den Berliner Schnellbahnen weder von der Technischen Aufsichtsbehörde noch vom Eisenbahnbundesamt als unüberwindbares Hindernis angesehen werden, einzelne Bahnsteiggleise mit beidseitiger Ein-/ Ausstiegsmöglichkeit zu versehen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.2015 15:36 von DonChaos.
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 15:45
Zitat
DonChaos
Abschließend kann man feststellen, dass die seitlichen Stromschienen bei den Berliner Schnellbahnen weder von der Technischen Aufsichtsbehörde noch vom Eisenbahnbundesamt als unüberwindbares Hindernis angesehen werden, einzelne Bahnsteiggleise mit beidseitiger Ein-/ Ausstiegsmöglichkeit zu versehen.

Erfolgt jetzt der Rückfall? Wenn die TAB nichts gegen Stromschienen im Fluchtraum hätte, hätte man sich den Umbau der Stromschiene während der Bauarbeiten am Stadion sparen können.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: S-Bf Westend
06.11.2015 16:44
Apfel <--> Birnen
S-Bahn <--> U-Bahn (Kleinprofil)
EBA <--> TAB
Stromabnahme von oben <--> unten

Bäderbahn
Zitat
Jumbo
Laut einem Artikel in der MOZ [...]

Link zum Artikel: [www.moz.de]

Kann mir bitte mal jemand sagen, welcher Bahnhof in "Panketal" umbenannt wurde oder wo dieser liegt?

Gruß Ingo
Zitat
INW
Zitat
Jumbo
Laut einem Artikel in der MOZ [...]

Link zum Artikel: [www.moz.de]

Kann mir bitte mal jemand sagen, welcher Bahnhof in "Panketal" umbenannt wurde oder wo dieser liegt?

Wo steht denn in dem Bericht das es einen Bahnhof Panketal gibt? Dort ist die Rede von Bahnhöfen im Panketal oder hab ich da was überlesen?
Zitat
INW
Kann mir bitte mal jemand sagen, welcher Bahnhof in "Panketal" umbenannt wurde oder wo dieser liegt?

Mit "Bahnhof Panketal" kann hier nur die S-Bahn-Station Röntgental gemeint sein. Sie liegt, genau wie die S-Bahn-Station Zepernick, erstens an der Linie S2 der S-Bahn Berlin und zweitens im Ortsteil Zepernick der Gemeinde Panketal, die 2003 durch den Zusammenschluss von Zepernick und Schwanebeck entstand.

Freundliche Grüße von bt
Zitat
S-Bahnberlin28
Wo steht denn in dem Bericht das es einen Bahnhof Panketal gibt? Dort ist die Rede von Bahnhöfen im Panketal oder hab ich da was überlesen?

Stimmt teilweise.
Im Text steht: "Man müsse sich jedoch darüber im Klaren sein, dass künftig mehr Autos um die Bahnhöfe in Zepernick und Panketal parken werden.".
Besser hätte dort stehen müssen "...Bahnhöfe in Zepernick und IM Panketal..." (hier fehlt das "IM") oder nur "...Bahnhöfe IM Panketal..." (IN durch IM ersetzt und Zepernick weggelassen).

Gruß Ingo
Zitat
INW
Besser hätte dort stehen müssen "...Bahnhöfe in Zepernick und IM Panketal..." (hier fehlt das "IM") oder nur "...Bahnhöfe IM Panketal..." (IN durch IM ersetzt und Zepernick weggelassen).

Du musst es ja wissen, Ingo ...
Hast du meine Antwort auf deine Frage überhaupt gelesen? Dann wüsstest du nämlich, dass sehr wohl "... IN Panketal ..." richtig ist, denn das ist der Name der Gemeinde, deren Bürgermeister von der MOZ zitiert wurde, was du wiederum dem Artikel hättest entnehmen können. [Du sagst ja hoffentlich auch nicht "die Bahnhöfe auf dem Pinneberg", wenn du "die Bahnhöfe (in) Pinneberg und (in) Thesdorf" meinst, oder?]
Und jetzt noch mal für begriffsstutzige Klugscheißer: Besser hätte dort stehen müssen "... Bahnhöfe (in)* Zepernick und (in)* Röntgental ..." [* mit oder ohne "in"] oder nur "... Bahnhöfe in Zepernick und Panketal ...". Erklärung: In der Gemeinde Panketal gibt es die beiden Stationen Zepernick und Röntgental. Jetzt klar?

Gruß von bt
Auch wenn Buchverlage nur im erweiterten Sinne "Presse" sind, hier ein Hinweis auf ein, von der BVG initiertes, neues Buch:

Zitat
BVG Pressemitteilung

Berlin, 10. November 2015

„Aus Rot wird Braun – Die BVG 1929-1945“

Die Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, hat am heutigen Dienstag gemeinsam mit den drei Autoren, Dr. Christian Dirks, Jörg Pache und Thorsten Beck, das von der BVG herausgegebene Buch „Aus Rot wird Braun – Die BVG 1929-1945“ präsentiert.

Im Mai 2013 wurde die Ausstellung „Aus Rot wird Braun“ im U-Bahnhof Alexanderplatz von Dr. Sigrid Evelyn Nikutta gemeinsam mit dem Initiator, Dr. Christian Dirks, BERGZWO communication + concepts eröffnet. Diese Ausstellung stieß sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Fahrgästen der BVG auf großes Interesse. Der Vorstand der BVG regte daraufhin an, die Vergangenheit der BVG von 1929-1945 noch einmal in einem Buch zusammenzufassen.

In dem Buch des Mitteldeutschen Verlages beginnt alles damit, dass der sozialdemokratische Kommunalpolitiker Ernst Reuter sich für die Zentralisierung des Verkehrs einsetzt und entscheidende Schritte unternimmt. Somit wird Anfang 1929 die Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft (BVG) gegründet. U-Bahn, Bus und Straßenbahn sind damit unter dem Dach eines gemeinsamen Betreibers vereint. Bis zu 28.000 Menschen stehen hier in Lohn und Brot. Es ist der größte kommunale Betrieb Deutschlands. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 erschüttern die drastischen Folgen das ganze Unternehmen – die Entwicklung von „Rot“ zu „Braun“ wird vorangetrieben. Tausende „unerwünschte“ Mitarbeiter werden entlassen oder aus dem Betrieb gedrängt.

Von der systematischen „Säuberung“ des Unternehmens, der Ausbeutung und Ausgrenzung vieler Menschen, bis hin zu denen, die von dem Unrecht profitierten, erzählt das Buch. Anhand ausgewählter Biografien und neu entdeckter Fakten wird nicht nur die Geschichte der BVG, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Familien beleuchtet, sondern auch ein wichtiger Abschnitt deutscher Geschichte aus den Jahren 1929 bis 1945.

Eine dieser Biografien im Buch gehört Georg Speyer (1902-1971), der seit Neugründung 1929 sieben Jahre lang Mitarbeiter der BVG ist. Im Sommer 1936 wird Speyer mit der Begründung, dass sein Vater Jude sei, entlassen. Speyer wird bei Kriegsende als Zwangsarbeiter an der Westfront eingesetzt. Im Mai 1945 befreien ihn amerikanische Soldaten in Tirol. Er kehrt nach Berlin zurück und arbeitet wieder bis zum Ruhestand im Jahre 1958 bei der BVG.

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta: „Uns war es wichtig, ehrlich mit der Vergangenheit unseres Unternehmens umzugehen. In diesem Buch wird die damalige Entwicklung in Deutschland nach der Machtübernahme des Nationalsozialismus am Beispiel eines Unternehmens gezeigt. Wir wünschen uns, dass sich viele mit diesem einschneidenden Abschnitt unserer Firmengeschichte auseinandersetzen.“

Beste Grüße
Harald Tschirner


[www.tagesspiegel.de]

Nur zur Info, ich will den "Wert" dieses Artikel nicht näher kommentieren, ich glaube, daß viele Pendler auf dieser Strecke wenig
begeistert sind und die nächste (sehr lange) Sperrung kommt bestimmt.
Wir U2-Kunden sind monatelange Unterbrechungen seit mindestens 5 Jahren gewöhnt. Aller Ärger über 7-monatige Sperrpausen führt zu nichts, also haben wir uns stattdessen ein Schulterzucken angewöhnt. Alles was wir heute noch hoffen ist, dass während der Sperrmonate nicht nur das Gleis einer Richtung erneuert wird und sich das ganze Spiel im nächsten Jahr am Gegengleis wiederholt. Und falls doch, sind wir schon zufrieden, wenn nicht auch noch die Umfahrungsstrecken gleichzeitig saniert werden.

Gottseidank ist die U2 keine wichtige Linie im Zentrum einer Millionenstadt mit innerstädtischem Individualverkehr am Rande des Stillstands. Die Piccadilly Line in London könnte man nicht jahrelang für jeweils mehrere Monate stilllegen, die Berliner U2 hingegen ... Man, die U2 fuhr 32 Jahre überhaupt nicht nach Westberlin. Jetzt ging's 7 Monate immerhin noch im reduzierten Takt, mit umsteigen, häufig in auf 6 Wagen gekürzten Zügen. Da kann man doch nicht meckern!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.2015 16:15 von DasVerkehrswesen.
Zitat
DasVerkehrswesen
Wir U2-Kunden sind monatelange Unterbrechungen seit mindestens 5 Jahren gewöhnt. Aller Ärger über 7-monatige Sperrpausen führt zu nichts, also haben wir uns stattdessen ein Schulterzucken angewöhnt. Alles was wir heute noch hoffen ist, dass während der Sperrmonate nicht nur das Gleis einer Richtung erneuert wird und sich das ganze Spiel im nächsten Jahr am Gegengleis wiederholt. Und falls doch, sind wir schon zufrieden, wenn nicht auch noch die Umfahrungsstrecken gleichzeitig saniert werden.

Gottseidank ist die U2 keine wichtige Linie im Zentrum einer Millionenstadt mit innerstädtischem Individualverkehr am Rande des Stillstands. Die Piccadilly Line in London könnte man nicht jahrelang für jeweils mehrere Monate stilllegen, die Berliner U2 hingegen ... Man, die U2 fuhr 32 Jahre überhaupt nicht nach Westberlin. Jetzt ging's 7 Monate immerhin noch im reduzierten Takt, mit umsteigen, häufig in auf 6 Wagen gekürzten Zügen. Da kann man doch nicht meckern!

Das sehe ich ähnlich - es gab hier schon so viele Sperrungen und Einschränkungen, dass man als Fahrgast schliechtweg einfach resigniert hat. Denn eines ist klar: Nach einer ohnehin langen Sperrung kommt eine noch längere und mit noch mehr Einschränkungen. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Jahren wieder ähnliche Sperreskapaden erleben werden. Soll die Hochbahn im Abschnitt Gleisdreieck - Nollendofrplatz nicht auch noch demnächst saniert werden?
"Sperreskapaden" nenne ich das übrigens deshalb, weil das Ersatzkonzept schlichweg einfach nicht ausreicht. Ich habe es eher als die Regel denn als Ausnahme erlebt, dass Fahrgäste wegen Überfüllungen am Gleisdreieck nicht mitkommen. Das betrifft sowohl die U2 als auch die U12.

Ähnlich verhält es sich ja mit der Straßenbahnlinie 12. Kaum ist die langjährige Umleitung über den Hackeschen Markt Geschichte, schon gibt es wieder mehrwöchige Sperrungen. Inzwischen reicht irgendeine popelige Baustelle an der Endstelle Am Kupfergraben in Mitte. um die Linie komplett bis zur Wisbyer Straße zurückzuziehen. Wozu baut man eigentlich Gleiswechsel an der Eberswalder Straße? Wozu baut man Hauptbahnhof gigantische Wendeschleifen?
Dadurch haben wir gegenwärtig die absurde Situation, dass die Pappelallee mit Straßenbahnen lediglich von einigen nicht im Farhplan stehenden Ein- und Aussetzfahrten der M1 bedient wird. Sonst gibt es den üblichen unpünktlichen Zick-Zack-Umwegbus mit enstprechend geringer Nachfrage.
[www.bvg.de]

Ingolf
Dieses Thema wurde beendet.