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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BVG
geschrieben von def 
Zitat
micha774
Statt also zu ignorieren, lieber noch Öl ins Feuer gießen ;-)

Ja.
Manche sind eben einfach viel zu penetrant, um ignoriert zu werden.
Danke für die Anspielung :-)

Hast recht. Das gilt überall, auch hier.
Ich gestehe, dass ich eher zu den 'Humorlosen' gehöre. Am Anfang war es ja ganz lustig, aber die eigenen Unzulänglichkeiten und Versäumnisse fortwährend mit Selbstironie zu überspielen, ist ein Verfahren, das sich mit der Zeit abnutzt. Das geht in keiner menschlichen Beziehung gut.

Die Realität sieht – wie gerade gestern wieder einmal erlebt und durchlitten – doch allzu häufig so aus:

- Bus kommt verspätet, statt des zu dieser Zeit üblichen Doppeldeckers nur Eindecker. Extremes Sardinenbüchsengefühl, einzelne Fahrgäste wurden sogar an den Haltestelen stehen gelassen.

- Bei der U9 anschließend „unregelmäßiger“ Zugverkehr (Euphemismus für „Zug fällt aus“): Dadurch Taktunterbrechung, Tokyoter Verhältnisse in den Waggons, weitere Verspätung

Ankunft am Zwischenziel mit insgesamt über 15 Minuten Verspätung gegenüber dem vorgesehenen – und entsprechend geladen: Und wenn ich dann noch Sprüche hören muss wie „Weil wir dich lieben“ und sehe, dass das für genug Züge fehlende Geld für eine bestimmt nicht gerade billige Werbekampagne herausgefeuert wird, dann komme ich schnell von 180 auf 230.

Wozu soll diese Kampagne eigentlich gut sein? Damit gewinnt man doch angesichts der real herrschenden Missstände im Berliner ÖPNV – hinzu kommt zu den Verspätungen z.B. noch die immer extremere Ausmaße annehmende Bettelei in den Zügen (ich weiß, da kann die BVG nur mittelbar dafür) – keinen einzigen Kunden.

Ceterum censeo U5 esse aedificandam



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.2017 09:12 von Deutsche_Oper.
Ich hatte gestern für nachmittags die Relation Alexanderplatz-Gropiuspassagen über U8 M44 M11 als Umfahrung des U7 SEV geplant.
Alexanderplatz die U8 abfahren lassen weil zu voll.
Fahrgäste wurden zurückgelassen.

Hermannstr. M44 abfahren lassen weil zu voll.
Fahrgäste wurden auch hier zurückgelassen.
Nächster Bus ein VDL. Auch hier wurden Fahrgäste zurückgelassen, u.a. meine Begleitung.

Alt-Buckow kommt ein überfüllter Doppeldecker X11 an, wo sogar oben gestanden wurde und der nächste M11 ist für 8min angekündigt. Irgendwie noch einen Platz in Tür 3 gefunden.

Für den Heimweg dann von Johannisthaler nach Britz-Süd ein Kurzzug mit vollem letzten Waggon.

Da beruhigt es mich ungemein das die BVG nicht ohne mich kann und oh Wunder sogar liebt.
Danke, keinen Bedarf.
Zustimmung, micha774, genauso sieht es aus. Ich hatte gestern – in umgekehrter Reihenfolge – auf der M85/285 Relation + U9 ein ähnliches Erlebnis (siehe oben). Man ist verstimmt und fragt sich, warum die knappen Mittel dann noch der Werbeindustrie in den Rachen geworfen werden. Das soll sich rechnen (mehr Fahrgäste?) - da würde ich gerne einmal die Kalkulationen sehen.

Abgesehen davon könnte man angesichts der Überlastung auf bestimmten Strecken ja sogar auf den ketzerischen Gedanken kommen, ob bei Zugrundelegung der gegenwärtig vorhandenen Kapazitäten die Gewinnung von (noch) mehr Fahrgästen überhaupt ein erstrebenswertes Ziel sein kann.

Das erinnert doch an einen Waschmittelhersteller der alle Welt davon überzeugen will, sein Pulverchen zu kaufen - eine Nachfrage, die er aber erst NACH massiven Investitionen in den Maschinenpark und Neueinstellungen in seiner Fabrik überhaupt erst bewältigen und befriedigen könnte.

Ceterum censeo U5 esse aedificandam
Zitat
Deutsche_Oper
Und wenn ich dann noch Sprüche hören muss wie „Weil wir dich lieben“ und sehe, dass das für genug Züge fehlende Geld für eine bestimmt nicht gerade billige Werbekampagne herausgefeuert wird, dann komme ich schnell von 180 auf 230.

Für die paar Kröten (die aus einem völlig anderen Topf kommen) könnte man sich keine neuen Züge leisten.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Deutsche_Oper
Die Realität sieht – wie gerade gestern wieder einmal erlebt und durchlitten – doch allzu häufig so aus:

- Bus kommt verspätet, statt des zu dieser Zeit üblichen Doppeldeckers nur Eindecker. Extremes Sardinenbüchsengefühl, einzelne Fahrgäste wurden sogar an den Haltestelen stehen gelassen.

- Bei der U9 anschließend „unregelmäßiger“ Zugverkehr (Euphemismus für „Zug fällt aus“): Dadurch Taktunterbrechung, Tokyoter Verhältnisse in den Waggons, weitere Verspätung.

Gestern war schlimmer als 'Normal'. Ich habe gestern dreimal U9 Ausfälle selbst erlebt (um 08:00, 11:30 und 18:20) .. nichts neues, ausser die Durchsagen: 'Wegen Wartungsarbeiten an der DAISY Anlage, stimmen die DAISY Abfahrtzeiten nicht'. Das könnte natürlich stimmen, aber wer glaubt sowas, wenn man so oft vorher düpiert war?

IsarSteve
Zitat
B-V 3313

Für die paar Kröten (die aus einem völlig anderen Topf kommen) könnte man sich keine neuen Züge leisten.

Na ja, einen vielleicht schon. Töpfe kann man auch umverteilen - und es ist einfach die grundsätzliche Frage, ob die BVG wie eine Waschmittelfabrik am Markt auftreten soll.
Selbst wenn wir mal unterstellen, dass durch so etwas Fahrgäste gewonnen werden können (was ich bezweifle): Was bringt das, wenn man z.Zt. offenbar gar keine Kapazitäten hat, diese Neukunden angemessen zu befördern.

Außerdem kann man von dem eingesparten Geld ja nicht nur Züge kaufen, sondern auch kleinere Verbesserungen durchführen. Mehr Sauberkeit, Mehr Wachschutz - Möglichkeiten gäbe es da viele.

Ceterum censeo U5 esse aedificandam
Gestern mag extrem gewesen sein – ich war zwischen 17:00-18:00 unterweg. Aber „der zur Zeit unregelmäßige Zugverkehr“ gehört auf U6, U7 und U9 – und offenbar auch auf U5 und U8 (die ich seltener als die drei anderen nutze) - gegenwärtig zum täglichen Standardrepertoire.

Gerade heute berichtet, auch wenn wir damit vom Thema Werbung abdriften, der Tagesspiegel darüber:

[www.tagesspiegel.de]

Ceterum censeo U5 esse aedificandam



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.2017 10:32 von Deutsche_Oper.
Zitat
Deutsche_Oper
... und fragt sich, warum die knappen Mittel dann noch der Werbeindustrie in den Rachen geworfen werden. Das soll sich rechnen (mehr Fahrgäste?) - da würde ich gerne einmal die Kalkulationen sehen.

Die ausgegebenen Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit reichen wahrscheinlich nicht, um auch nur 1 Zug zusätzlich fahren zu lassen.

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
Deutsche_Oper
Na ja, einen vielleicht schon.

Nicht einen.

Zitat
Deutsche_Oper
Töpfe kann man auch umverteilen - und es ist einfach die grundsätzliche Frage, ob die BVG wie eine Waschmittelfabrik am Markt auftreten soll.
Selbst wenn wir mal unterstellen, dass durch so etwas Fahrgäste gewonnen werden können (was ich bezweifle): Was bringt das, wenn man z.Zt. offenbar gar keine Kapazitäten hat, diese Neukunden angemessen zu befördern.

Nun besteht ja die BVG nicht nur aus der U-Bahn und auch dort wird mit dem Einsatz der IK zumindest eine (hoffentlich) kleine Entspannung eintreten. Bei Bus und Straßenbahn wird ein Mehrleistungspaket nach dem anderen geschnürt. Das kann man dann auch mal bewerben.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Wenn ich das hier so lese frage ich mich, warum die BSR auf ihren Wagen und Papierkörben irgendwelche flotten Sprüche klebt, obwohl die Stadt dermaßen vermüllt aussieht.
Machen die irgendwas anders oder wird im BSR Forum da auch bloß drauf rumgehackt und der Sinn hinterfragt, ob man für das Geld nicht 2 Kehrwagen mehr anschaffen könnte...

Aber irgendein schlauer Forist hat hier ja mal erklärt, wie toll das bei der BSR alles läuft.
Dieser eine Spot wird wohl sechsstellig gekostet haben.

Davon kann man keinen Zusatzzug inkl. Fahrer holen bzw die Leitstelle so besetzen das die Fahrgäste umfassend informiert werden?
Zitat
Joe
Wenn ich das hier so lese frage ich mich, warum die BSR auf ihren Wagen und Papierkörben irgendwelche flotten Sprüche klebt, obwohl die Stadt dermaßen vermüllt aussieht.
Machen die irgendwas anders oder wird im BSR Forum da auch bloß drauf rumgehackt und der Sinn hinterfragt, ob man für das Geld nicht 2 Kehrwagen mehr anschaffen könnte...

Aber irgendein schlauer Forist hat hier ja mal erklärt, wie toll das bei der BSR alles läuft.

Irgenein schlauer Forist hat vergessen, die BSR hat Konkurenten, die BVG ist ein Monopol. Daher braucht die BVG keine Eigenwerbung, eher Werbung zur Informationszwecke. Aber interessant ist, warum meint die BVG, sie muss das Wohlbefinden der Fahrgäste steigen? Könnte es sein, Fahrgäste sind nicht zufrieden mit der Leistungen der BVG?

IsarSteve



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.2017 11:57 von IsarSteve.
Zitat
B-V 3313

Nun besteht ja die BVG nicht nur aus der U-Bahn und auch dort wird mit dem Einsatz der IK zumindest eine (hoffentlich) kleine Entspannung eintreten. Bei Bus und Straßenbahn wird ein Mehrleistungspaket nach dem anderen geschnürt. Das kann man dann auch mal bewerben.

Stimmt.
Trotzdem, "Berlins U-Bahn ist der Lastesel": [www.morgenpost.de]

IsarSteve



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.2017 11:34 von IsarSteve.
Die BVG braucht sicherlich keine Werbung. Aber die meiste Werbung ist Automobilwerbung. Teilweise sogar klar gegen ÖPNV ausgerichtet. Da soll sich die BVG nicht wehren dürfen? Ein funktionierendes System ist die beste Werbung, aber man muss dann auch darüber reden und zwar nicht nur hier.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
micha774
Dieser eine Spot wird wohl sechsstellig gekostet haben.

Das sagt dir deine innere Stimme?
Zitat
Deutsche_Oper
Ich gestehe, dass ich eher zu den 'Humorlosen' gehöre. Am Anfang war es ja ganz lustig, aber die eigenen Unzulänglichkeiten und Versäumnisse fortwährend mit Selbstironie zu überspielen, ist ein Verfahren, das sich mit der Zeit abnutzt. Das geht in keiner menschlichen Beziehung gut.

Das tut man ja auch mit dem aktuellen Spot überhaupt nicht. Er zeigt im Gegenteil verschiedenste Vorteile der ÖPNV-Nutzung, wenn auch teils nicht die klassischen Pro-Argumente. Inzwischen wurde er übrigens fast 1,7 Mio. Mal bei Youtube und weitere 2,6 Mio. Mal bei Facebook gesehen.
Zitat
Lopi2000
Inzwischen wurde er übrigens fast 1,7 Mio. Mal bei Youtube und weitere 2,6 Mio. Mal bei Facebook gesehen.

Das ist ja prima, aber so what? Ich meine, selbst, wenn man dadurch ganz viele Neufahrgäste gewinnt, werden die ganz schnell merken, dass das Unternehmen - wenigstens zum Teil - gar nicht die Kapazitäten hat, sie adäquat zu befördern und dass zweitens die graue ÖPNV-Welt wenig mit den Werbeseifenblasen zu tun hat. Nochmal, wir reden hier über keinen Waschmittel-Wettbewerb bei dem sich Persil gegenüber Ariel und Omo zu profilieren hat und mit Ihnen gemeinsam vor den Discounter-Eigenmarken zittert.
Die beste Werbung für den ÖPNV ist, wenn er tatsächlich die drei S (schnell, sauber, sicher) erbringen kann.

Ceterum censeo U5 esse aedificandam



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.2017 13:00 von Deutsche_Oper.
Zitat
Deutsche_Oper
... dass das Unternehmen - wenigstens zum Teil - gar nicht die Kapazitäten hat, sie adäquat zu befördern und dass zweitens die graue ÖPNV-Welt wenig mit den Werbeseifenblasen zu tun hat. Nochmal, wir reden hier über keinen Waschmittel-Wettbewerb bei dem sich Persil gegenüber Ariel und Omo zu profilieren hat und mit Ihnen gemeinsam vor den Discounter-Eigenmarken zittert. Die beste Werbung für den ÖPNV ist, wenn er tatsächlich die drei S (schnell, sauber, sicher) erbringen kann.

Die BVG verhält sich ganz rational, indem sie nach uralten Marketinggrundsätzen bei besonderen Problemen erst mal für ein besonders gutes Image sorgt. An den Wagenproblemen kann auf absehbare Zeit nichts Wesentliches geändert werden, die drei S sind nur begrenzt erreichbar, also heißt es, bessere Werbung zu machen...

Und wenn Du Dir die Kommentare auf der BVG-Facebookseite anschaust, dann findest Du sehr häufig Lobeslieder auf die BVG, weil sie nach den Maßstäben der dortigen Kommentatoren häufig und in der Nacht und einigermaßen pünktlich verkehrt, was man aus anderen Regionen/Städten überhaupt nicht gewohnt sei...

Mit besten Grüßen

phönix
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