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Ausbau Fernbahn Köpenick–Erkner
geschrieben von andre_de 
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Jay
Zitat
Kowalski
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Jay
Ich meine zwar, wir hatten noch ein anderes Thema zu Friedrichshagen, aber auf die Schnelle hab ich es nicht gefunden.

Aktuell fehlt in Friedrichshagen das S-Bahngleis stadtauswärts. Dort wird der neue Zugangstunnel neu abgedichtet. Da gab es ja Probleme. Das ist auch der Grund dafür, dass die S3 aktuell zwischen Köpenick und Erkner nur alle 20 Minuten fährt.

Außerdem ist mal wieder die Unterführung Rahnsdorf gesperrt. Ein Grund dafür war aber nicht wirklich zu erkennen.

Na ja, die Abdichtarbeiten waren im Gange, richtig. Aber das die S-Bahn eingeschränkt wurde lag nur an der Lustlosigkeit von DB Netz. Die S-Bahn Gleise wurden nur gesperrt um ein Klohäuschen und einen Bagger abzustellen, das hätte man auch anders lösen können. Das Klohäuschen woanders hin, gibt ja genug Platz, und die Gleise nur sperren wenn der Bagger wirklich im Einsatz ist. 80% der Zeit stand der nur rum..

Da liegst du falsch. Für die Abdichtungsarbeiten wurde das S-Bahngleis Richtung Erkner in Friedrichshagen inklusive Unterbau entfernt, damit man an die Tunneldecke kommt. Und auf einem fehlenden Gleis können auch keine Züge fahren. Der eingleisige Betrieb war auch nur auf den Abschnitt Köpenick - Rahnsdorf beschränkt. Hier hat sich natürlich erneut negativ ausgewirkt, dass vor Friedrichshagen kein Weichentrapez eingebaut wurde, so dass bereits ab Köpenick ins Gegengleis gewechselt werden musste.

Ganz sicher? Ich bin 3x vorbeigefahren und habe eigentlich immer nur die beiden Regiogleise ausgebaut gesehen und auf dem S-Bahngleis das Dixieklo..
Zitat
Kowalski
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Jay
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Kowalski
Zitat
Jay
Ich meine zwar, wir hatten noch ein anderes Thema zu Friedrichshagen, aber auf die Schnelle hab ich es nicht gefunden.

Aktuell fehlt in Friedrichshagen das S-Bahngleis stadtauswärts. Dort wird der neue Zugangstunnel neu abgedichtet. Da gab es ja Probleme. Das ist auch der Grund dafür, dass die S3 aktuell zwischen Köpenick und Erkner nur alle 20 Minuten fährt.

Außerdem ist mal wieder die Unterführung Rahnsdorf gesperrt. Ein Grund dafür war aber nicht wirklich zu erkennen.

Na ja, die Abdichtarbeiten waren im Gange, richtig. Aber das die S-Bahn eingeschränkt wurde lag nur an der Lustlosigkeit von DB Netz. Die S-Bahn Gleise wurden nur gesperrt um ein Klohäuschen und einen Bagger abzustellen, das hätte man auch anders lösen können. Das Klohäuschen woanders hin, gibt ja genug Platz, und die Gleise nur sperren wenn der Bagger wirklich im Einsatz ist. 80% der Zeit stand der nur rum..

Da liegst du falsch. Für die Abdichtungsarbeiten wurde das S-Bahngleis Richtung Erkner in Friedrichshagen inklusive Unterbau entfernt, damit man an die Tunneldecke kommt. Und auf einem fehlenden Gleis können auch keine Züge fahren. Der eingleisige Betrieb war auch nur auf den Abschnitt Köpenick - Rahnsdorf beschränkt. Hier hat sich natürlich erneut negativ ausgewirkt, dass vor Friedrichshagen kein Weichentrapez eingebaut wurde, so dass bereits ab Köpenick ins Gegengleis gewechselt werden musste.

Ganz sicher? Ich bin 3x vorbeigefahren und habe eigentlich immer nur die beiden Regiogleise ausgebaut gesehen und auf dem S-Bahngleis das Dixieklo..

Wenn Du aber auf dem Gegengleis dort vorbeifährst, ist der eigentliche Arbeitsbereich durch Bahnsteig und Zugangsbauwerk nicht so ganz einsehbar. Daher denke ich schon, dass Jay die Sache korrekt darstellt - er steigt da ja öfter ein und aus...

Viele Grüße
Arnd
Das Planfeststellungsverfahren zum Umbau des Bahnhofes Köpenick aus dem Jahr 2010 wurde offiziell eingestellt. Gleichzeitig eröffenet man ein neues Verfahren. Die Planunterlagen werden im Zeitraum 26.08.2019 - 25.09.2019 ausliegen.

Wer das lieber von zu Hause machen will kann hier die Unterlagen herunterladen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.08.2019 12:47 von Bd2001.
Der Lärmschutzwahnsinn geht weiter. 3 Wände.
Dass die etablierten Parteien immer mehr an Zustimmung verlieren, kein Wunder.
Ich fordere, auf sämtliche Wände zu verzichten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.08.2019 13:05 von Rummelburg.
Zitat
Rummelburg
Ich fordere, auf sämtliche Wände zu verzichten.

Dann gründe eine Partei oder trete einer bei.

Wo wohnst du eigentlich? Direkt an einer Bahnstrecke?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Es gibt eine neues PFV zum Regionalbahnhof Köpenick, das alte von 2010 wird eingestellt:

Zitat

Das Vorhaben beginnt an der Verbindungskurve der Strecke 6148 von Eichgestell ca. 800 m westlich der Eisenbahnüberführung (EÜ) Hämmerlingstraße und endet ca. 280 m östlich des S-Bahnsteiges Hirschgarten.
Wesentlicher Inhalt des Vorhabens sind u. a. der Bau eines neuen Regionalbahnsteiges zwischen den Fernbahngleisen im Bahnhof Köpenick, Bau eines dritten Fernbahngleises, Bau eines Kehrgleises, Anpassung der Gleislagen, Neubau der EÜ Hämmerlingstraße, Neubau der EÜ Wuhle einschließlich Wuhletalweg, Neubau der EÜ Bahnhofstraße, Verbreiterung der vorhandenen EÜ Forum in Richtung Norden, Erweiterung des Empfangsgebäudes EÜ/EG Bahnhof Köpenick nach Süden, Neubau einer Personenunterführung Ostzugang am östlichen Bahnsteigende des Bahnhofes Köpenick mit Zugängen zum S-Bahnsteig und zum neuen Regionalbahnsteig, Neubau einer Fußgängerüberführung Westzugang vom S-Bahnsteig mit entsprechendem Treppenaufgang im Bereich des westlichen Widerlagers der EÜ Bahnhofstraße, Neubau/Anpassung von Stützbauwerken aufgrund der Lageverschiebung der Fernbahngleise nach Süden sowie der S-Bahngleise nach Norden und Neubau von Lärmschutzwänden.

Die Unterlagen dazu sind bis zum 25. Oktober (Ende der Einspruchsfrist) verfügbar unter
https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=4E20150B-3B5F-41F5-8333-D7008CD65BB8&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-be&docid=4E20150B-3B5F-41F5-8333-D7008CD65BB8

Oder, einfacher, die Bekanntmachung auf [www.berlin.de] aufrufen, und zu den Seiten des 'UVP-Verbund' durchklicken.
Zitat

Um dem hohen Fahrgastaufkommen in Köpenick Rechnung zu tragen und zur Steigerung der
Attraktivität des Nahverkehrsknotens mit der RE Linie Magdeburg – Potsdam – Berlin – Erkner
– Frankfurt (Oder) – (Cottbus), der S-Bahnlinie S3 und Umsteigemöglichkeiten zur äußeren
Osttangente der Straßenbahn Mahlsdorf – Köpenick – Adlershof / Grünau aber auch zu
netztragenden Buslinien hat das Land Berlin folgende Bestellungen vorgenommen:
 Neuer, barrierefreier Westzugang zum S-Bahnsteig
 Aufweitung der EÜ Bahnhofstraße zur Verbreiterung des Gehweges auf der Westseite
 Neuer Regionalbahnsteig Köpenick mit barrierefreiem Zugang
 Neue Personenunterführung auf der Ostseite mit Zugängen zum S- und
Regionalbahnsteig
Eine weitere Bestellung des Landes Berlin betrifft die EÜ Hämmerlingstraße. Diese Brücke ist
Teil der neuen Ost-West-Trasse (Straße) und wird in völlig neuer Lage gebaut.

Ich hab das nur grob überflogen, die Unterschiede zur bisherigen Planfassung stellen sich mir wie folgt dar:

Die Betriebsqualität wäre bei zwei durchgehenden Gleisen am Regionalbahnsteig beim zu erwartenden Güterverkehrswachstum nicht mehr ausreichend gewesen.
Deswegen wird jetzt ein zusätzliches, drittes Gleis als Güterüberholgleis geplant. Diese Gleis liegt südlich, die Streckengleise für den Regio bedienen weiterhin beide Seiten eines Inselbahnsteigs.
Wegen dem zusätzlichen Platzbedarf für das dritte Gleis kann der Regiobahnsteig nicht mehr die Bahnhofsstraße überspannen, er wandert nach Osten.
Entsprechend entfällt der Westzugang zum Bahnsteig.
Anstelle wird an der Ostseite des Bahnhofes ein neuer Fußgängertunnel errichtet, mit Zugang zu den östlichen Bereichen von S- und Regionalbahnsteig.
Es wird ein Kehrgleis für die S-Bahn vorgesehen (Stadionverkehr).

Alles ohne Gewähr, das sind mehrere hundert Seiten Pläne, ich habe das nur quergelesen.
Vielen Dank für die Links! Das sind ja einige Unterlagen zum durchstöbern

Zitat
schallundrausch
Es wird ein Kehrgleis für die S-Bahn vorgesehen (Stadionverkehr).

Du meinst sicher die Regionalbahn, die S-Bahn hat ja bereits Kehrgleise und die bleiben auch erhalten ;)

Seltsam finde ich die Treppenstufen am westlichen Eingang (Südseite). Der Höhenunterschied könnte doch im Durchgang durch Rampen ausgeglichen werden.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist auf der Westseite auch kein Platz für 'nen Aufzug. Den findet man am östlichen Bahnsteigende.

Hier mal ein Ausschnitt aus dem Lageplan vom westlicher Zugang (wenns genehmigt ist).
Rot ist Neubau, Orange wird abgerissen, Grau ist Bestand und bleibt erhalten


Die Morgenpost präsentierte gestern diese Grafik zur Bebauung des Güterbahnhofs Köpenick.

Hier der ganze Artikel: Köpenick bekommt ein neues Stadtquartier
Wieder ein Beispiel, daß "Güter auf die Bahn" nur eine Floskel ist, quer durch alle Parteien!

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Zitat
Havelländer
Wieder ein Beispiel, daß "Güter auf die Bahn" nur eine Floskel ist, quer durch alle Parteien!

Na ja, klassische Güterbahnhöfe machen aber auch nur dort Sinn, wo auch in nennenswertem Umfang verladende/empfangende Unternehmen angesiedelt sind. Das ist zwischen Köpenick und Hirschgarten eben leider nicht (mehr) der Fall. Da macht es dann schon Sinn, das durch zwei S-Bahnhöfe und künftig einen RE-Halt im Norden sowie eine Straßenbahnstrecke im Süden gut vom ÖPNV erschlossene Gebiet städtebaulich zu nutzen.

Und nein, der Rückzug aus dem Stückgut- und Einzelwagenverkehr ab Mitte der 1990er Jahre war keine Spezialität der Mehdorn-DB alleine, sondern man findet abgebaute Güterbahnhöfe und findet man seit dieser Zeit überall in der EU - in begrenztem Maße sogar in der Schweiz...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
X-Town Traffic
Die Morgenpost präsentierte gestern diese Grafik zur Bebauung des Güterbahnhofs Köpenick.

Hier der ganze Artikel: Köpenick bekommt ein neues Stadtquartier

Danke. Daraus: "Wegen der nahen S-Bahnhöfe Köpenick und Hirschgarten sei der Senat davon ausgegangen, dass nur wenige Stellplätze im neuen Quartier erforderlich seien. „Aber wir sind hier im Außenbezirk, die Pkw-Dichte ist höher als in der Innenstadt.“

Da kennt jemand schon die PKW Dichte der zukünftigen Einwohner. Deutlicher kann man wohl kaum die Mutlosigkeit des FDP Abgeordneten zu einer Verkehrswende ausdrücken!

*******
Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2019 13:22 von Logital.
Zitat
Logital
Zitat
X-Town Traffic
Die Morgenpost präsentierte gestern diese Grafik zur Bebauung des Güterbahnhofs Köpenick.

Hier der ganze Artikel: Köpenick bekommt ein neues Stadtquartier

Danke. Daraus: "Wegen der nahen S-Bahnhöfe Köpenick und Hirschgarten sei der Senat davon ausgegangen, dass nur wenige Stellplätze im neuen Quartier erforderlich seien. „Aber wir sind hier im Außenbezirk, die Pkw-Dichte ist höher als in der Innenstadt.“

Da kennt jemand schon die PKW Dichte der zukünftigen Einwohner. Deutlicher kann man wohl kaum die Mutlosigkeit des FDP Abgeordneten zu einer Verkehrswende ausdrücken!

Vor allem hat ja bei einem Neubaugebiet die Politik durchaus Einfluss darauf, wie hoch der Anteil des Pkw-Verkehrs bei den Zuzüglern ist, das ist ja keine Naturkatastrophe, die irgendwen unerwartet trifft.

Wo ist denn nun also das ÖPNV-Konzept für den Bereich? Ich hätte spontan neben dem Regionalbahnhalt ein paar Ideen:

- S3 zwischen Ostbahnhof und Köpenick Mo-Fr alle 5 min (nicht alle 5/5/10 wenn der Vollmond im Sternzeichen Widder steht, alle 5 min, an jedem Schultag!)
- Straßenbahnstrecke zum Müggelschlößchenweg, neue Strecke von der Bellevuestraße zum Müggelschlößchenweg (samt Kurve Ost-Nord an der Kreuzung Bahnhofstraße/Seelenbinderstraße für durchgehende Straßenbahnen vom Salvador-Allende-Viertel über die Bellevuestraße zum S-Bahnhof Köpenick)
- zweigleisiger Ausbau der Strecke in der Müggelheimer Straße in der Altstadt und Führung einer Straßenbahnlinie zwischen Allendeviertel und Adlershof; zweigleisiger Ausbau der Spindlersfelder S-Bahn und 10-min-Takt

Vom letzten Punkt hätten die Bewohner des neu entstehenden Stadtquartiers am S-Bahnhof Köpenick nur indirekt etwas. Wenn es nämlich gelänge, so manchen Pendler aus dem Süden des Stadtteils Köpenick auf die Spindlersfelder S-Bahn umzulenken, wäre die Situation auf der S3 auch entspannter.

Oder man sagt halt "Is Außenbezirk, Leute fahren Auto, BASTA!" und macht beim ÖPNV gar nichts. Das ist eher so die FDP-Variante.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2019 13:54 von def.
meine Idee dazu

1. S3 zwischen Ostbahnhof und Köpenick Mo-Fr alle 5 min (nicht alle 5/5/10 wenn der Vollmond im Sternzeichen Widder steht, alle 5 min, an jedem Schultag!)

ja, in der Hauptverkehrszeit, aber überdimensioniert 10-15 Uhr und ab 20 Uhr

2 Straßenbahnstrecke zum Müggelschlößchenweg,

grundsätzlich ja, aber nur sinnvoll, wenn 4. realisiert wird.

3. Straßenbahn neue Strecke von der Bellevuestraße zum Müggelschlößchenweg und Straßenbahn Kurve Ost-Nord an der Kreuzung Bahnhofstraße/Seelenbinderstraße für durchgehende Straßenbahnen vom Salvador-Allende-Viertel über die Bellevuestraße zum S-Bahnhof Köpenick

Das wird doch in Zukunft wieder der 169er (aus Müggelheim) /269er/X69er (aus Müggelschlösschenweg) Bus übernehmen. Die jetzt frisch zu bauende Brücke wird doch erfahrungsgemäß nicht für einen Tram-Betrieb konstruiert sein?

4. zweigleisiger Ausbau der Strecke in der Müggelheimer Straße neben der Altstadt und Führung einer Straßenbahnlinie zwischen Allendeviertel und Adlershof; zweigleisiger Ausbau der Spindlersfelder S-Bahn und 10-min-Takt. Vom letzten Punkt hätten die Bewohner des neu entstehenden Stadtquartiers am S-Bahnhof Köpenick nur indirekt etwas. Wenn es nämlich gelänge, so manchen Pendler aus dem Süden des Stadtteils Köpenick auf die Spindlersfelder S-Bahn umzulenken, wäre die Situation auf der S3 auch entspannter.

wäre sehr sinnvoll
aber 10 min-Takt ab Spindlersfeld wäre mit nicht geringen baulichen Änderungen für DB Netz verbunden ...

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
phönix
1. S3 zwischen Ostbahnhof und Köpenick Mo-Fr alle 5 min (nicht alle 5/5/10 wenn der Vollmond im Sternzeichen Widder steht, alle 5 min, an jedem Schultag!)

ja, in der Hauptverkehrszeit, aber überdimensioniert 10-15 Uhr und ab 20 Uhr

Aktuell schon. Aber Köpenick wächst ja nicht nur am S-Bahnhof. Und angesichts der Vorlaufzeiten, die solche Selbstverständlichkeiten wie ein dichterer Takt bei höherem Bedarf inzwischen brauchen, sollte man sich jetzt schon darüber Gedanken machen. Ansonsten hat wie üblich gerade mal wieder irgendein Verkehrsvertrag angefangen und man muss weitere zehn Jahre warten. Als um die Jahrtausendwende die Wannseebahn saniert wurde, hat man ja den Fahrgästen auch als Ausgleich für den zu erleidenden Unbill einen 5-min-Takt im Berufsverkehr auf der S1 bis Zehlendorf versprochen. Geblieben sind davon auch zwanzig Jahre später zusätzliche Verstärker im 20-min-Takt, die im Zuge der S-Bahn-Krise auch jahrelang ausgefallen sind.

Zitat
phönix
3. Straßenbahn neue Strecke von der Bellevuestraße zum Müggelschlößchenweg und Straßenbahn Kurve Ost-Nord an der Kreuzung Bahnhofstraße/Seelenbinderstraße für durchgehende Straßenbahnen vom Salvador-Allende-Viertel über die Bellevuestraße zum S-Bahnhof Köpenick

Das wird doch in Zukunft wieder der 169er (aus Müggelheim) /269er/X69er (aus Müggelschlösschenweg) Bus übernehmen. Die jetzt frisch zu bauende Brücke wird doch erfahrungsgemäß nicht für einen Tram-Betrieb konstruiert sein?

Ich fürchte nicht. An sich gäbe es natürlich weiterhin Bedarf für Busse in diesem Bereich: einmal in der Friedrichshagener Straße, aber auch in der neu zu bauenden Ostumfahrung Bahnhofstraße, wo auch das Bestandsgebiet am Stellingdamm besser erschlossen werden könnte. Auch im Westen Osten Wendenschloß' klafft eine Erschließungslücke.

Zitat
phönix
4. zweigleisiger Ausbau der Strecke in der Müggelheimer Straße neben der Altstadt und Führung einer Straßenbahnlinie zwischen Allendeviertel und Adlershof; zweigleisiger Ausbau der Spindlersfelder S-Bahn und 10-min-Takt. Vom letzten Punkt hätten die Bewohner des neu entstehenden Stadtquartiers am S-Bahnhof Köpenick nur indirekt etwas. Wenn es nämlich gelänge, so manchen Pendler aus dem Süden des Stadtteils Köpenick auf die Spindlersfelder S-Bahn umzulenken, wäre die Situation auf der S3 auch entspannter.

wäre sehr sinnvoll
aber 10 min-Takt ab Spindlersfeld wäre mit nicht geringen baulichen Änderungen für DB Netz verbunden ...

Achso, das war mir nicht bewusst. Dann lassen wir es. Ist auch sinnvoller, eher Projekte wie Stuttgart 21 zu forcieren, wo man Milliarden dafür ausgibt, die Kapazitäten im Bahnverkehr zu verringen.

Sicher, für einen 10-min-Takt könnte man vielleicht auch erstmal nur die Bahnhöfe Oberspree und Spindlersfeld zweigleisig ausbauen. Im Sinne eines stabilen Bahnbetriebs wäre das aber nicht, zumal die S47 ja auch noch auf die Ringbahn fährt bzw. von dort kommt.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2019 16:17 von def.
Zitat
def
Sicher, für einen 10-min-Takt könnte man vielleicht auch erstmal nur die Bahnhöfe Oberspree und Spindlersfeld zweigleisig ausbauen. Im Sinne eines stabilen Bahnbetriebs wäre das aber nicht, zumal die S47 ja auch noch auf die Ringbahn fährt bzw. von dort kommt.

Oberspree sollte reichen, so soll zumindest zu den Weltfestspielen 1973 der 10-Minuten Takt auf der Strecke schon mal organisiert gewesen sein.

Aber nicht vergessen: ehe Du Oberspree zweigleisig machst: baue bitte eine vernünftige Brücke am Schloss in den Köpenicker Sumpf, damit in absehbarer Zeit überhaupt noch Straßenbahnen von der Altstadt Richtung Adlershof / Schmöckwitz fahren können! Wer weiß, wie lange das Provisorium mit Tempo10-Schildern überhaupt noch befahrbar ist.

Mit besten Grüßen

phönix



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.2019 16:24 von phönix.
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Arnd Hellinger
Na ja, klassische Güterbahnhöfe machen aber auch nur dort Sinn, wo auch in nennenswertem Umfang verladende/empfangende Unternehmen angesiedelt sind. Das ist zwischen Köpenick und Hirschgarten eben leider nicht (mehr) der Fall. Da macht es dann schon Sinn, das durch zwei S-Bahnhöfe und künftig einen RE-Halt im Norden sowie eine Straßenbahnstrecke im Süden gut vom ÖPNV erschlossene Gebiet städtebaulich zu nutzen.

Und nein, der Rückzug aus dem Stückgut- und Einzelwagenverkehr ab Mitte der 1990er Jahre war keine Spezialität der Mehdorn-DB alleine, sondern man findet abgebaute Güterbahnhöfe und findet man seit dieser Zeit überall in der EU - in begrenztem Maße sogar in der Schweiz...

Dann darf man sich in Zukunft auch nicht weiter beschweren wenn ein großer LKW durch die Straßen rollt.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
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Havelländer
Dann darf man sich in Zukunft auch nicht weiter beschweren wenn ein großer LKW durch die Straßen rollt.

Dieser Irrglaube dass es in der Zukunft im städtischen Bereich keinerlei LKW mehr geben wird.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Arnd Hellinger
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Havelländer
Wieder ein Beispiel, daß "Güter auf die Bahn" nur eine Floskel ist, quer durch alle Parteien!

Na ja, klassische Güterbahnhöfe machen aber auch nur dort Sinn, wo auch in nennenswertem Umfang verladende/empfangende Unternehmen angesiedelt sind. Das ist zwischen Köpenick und Hirschgarten eben leider nicht (mehr) der Fall. Da macht es dann schon Sinn, das durch zwei S-Bahnhöfe und künftig einen RE-Halt im Norden sowie eine Straßenbahnstrecke im Süden gut vom ÖPNV erschlossene Gebiet städtebaulich zu nutzen.

Und nein, der Rückzug aus dem Stückgut- und Einzelwagenverkehr ab Mitte der 1990er Jahre war keine Spezialität der Mehdorn-DB alleine, sondern man findet abgebaute Güterbahnhöfe und findet man seit dieser Zeit überall in der EU - in begrenztem Maße sogar in der Schweiz...

Die Aussage zeugt davon, dass der Autor leider kein Wissen über die Produktionstheorie und -technologie des modernen Schienengüterverkehrs besitzt. Einzig die Aussage zum Fehlen von Anschließern ist korrekt.
Solche unqualifizierten Darstellungen führen zu Entscheidungen bei Unternehmen und Ländern, die nach Jahren bereut werden.

Die Prozesse und Aufgaben eines modernen Güterbahnhofs können beispielhaft in Lehrte nachvollzogen werden. Wichtig: Es geht nicht um den Mega-Hub Lehrte.
Zitat
IL-62M
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Havelländer
Wieder ein Beispiel, daß "Güter auf die Bahn" nur eine Floskel ist, quer durch alle Parteien!

Na ja, klassische Güterbahnhöfe machen aber auch nur dort Sinn, wo auch in nennenswertem Umfang verladende/empfangende Unternehmen angesiedelt sind. Das ist zwischen Köpenick und Hirschgarten eben leider nicht (mehr) der Fall. Da macht es dann schon Sinn, das durch zwei S-Bahnhöfe und künftig einen RE-Halt im Norden sowie eine Straßenbahnstrecke im Süden gut vom ÖPNV erschlossene Gebiet städtebaulich zu nutzen.

Und nein, der Rückzug aus dem Stückgut- und Einzelwagenverkehr ab Mitte der 1990er Jahre war keine Spezialität der Mehdorn-DB alleine, sondern man findet abgebaute Güterbahnhöfe und findet man seit dieser Zeit überall in der EU - in begrenztem Maße sogar in der Schweiz...

Die Aussage zeugt davon, dass der Autor leider kein Wissen über die Produktionstheorie und -technologie des modernen Schienengüterverkehrs besitzt. Einzig die Aussage zum Fehlen von Anschließern ist korrekt.
Solche unqualifizierten Darstellungen führen zu Entscheidungen bei Unternehmen und Ländern, die nach Jahren bereut werden.

Die Prozesse und Aufgaben eines modernen Güterbahnhofs können beispielhaft in Lehrte nachvollzogen werden. Wichtig: Es geht nicht um den Mega-Hub Lehrte.

Aha, Du möchtest also zwischen Köpenick und Hirschgarten einen Mega-Hub oder ein KLV-Terminal bauen...?

Das ist/war Bahninfrastruktur, die nach Aufgabe durch DB Netz/Cargo/Bahntrans von jedem interessierten Unternehmen außerhalb des DB-Konzerns zum Zwecke des Anbietens von Schienen-Güterverkehrsleistungen hätte übernommen und weiterbetrieben werden können. Genau dafür gibt es ja im AEG die Verpflichtung, nicht mehr benötigte Eisenbahninfrastruktur öffentlich zur Übernahme auszuschreiben. Wenn nun aber - anders als etwa in Wustermark Rbf - im Rahmen einer solchen Ausschreibung bzw. hier auch im anschließenden Entwidmungsverfahren offensichtlich kein Eisenbahnunternehmen am Fortbestand des Güterbahnhofs Köpenick interessiert war, lässt das schon auf geringes wirtschaftliches Potenzial dieser Einrichtung schließen. Zwischen Wohngebieten kannst Du eben auch keinen Mega-Hub errichten.

Zudem: Mega-Hubs erleichtern zwar das "Umsteigen" von Containern zwischen Zügen und intermodal, bringen aber auch nicht die erste/letzte Meile zurück auf die Schiene, weshalb sie eben auch nur auf der grünen Wiese gebaut werden. Der Fehler wurde in den 1990ern begangen, als man durch Liberalisierung (Verbilligung) des Lkw-Verkehrs auch Unternehmen wie Post, Edeka, Rewe, Amazon etc. dazu brachte, ihre Regionallager bzw. Verteilzentren irgendwo in der Pampa ohne jede Schienenanbindung zu errichten und frühere Bahnpostämter oder Großmärkte mit Gleisanxchlüssen zu liquidieren. Das war aber - wie gesagt - auch keine allein deutschlandbezogene Entwicklung...

Viele Grüße
Arnd
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