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Sammelthread: Nahverkehr in Brandenburg
geschrieben von Marc1 
@fatabott, zur Stettiner Bahn:

Da ist auch gerade wieder so viel schiefgelaufen: erstmal die gleichzeitigen Bauarbeiten am Karower Kreuz (was hat man eigentlich so in den anderthalb Jahren gemacht, in denen es gesperrt war?) und zwischen Angermünde und Stettin. Die genannten Kurzzüge auf der S2.

Und dann dieses Sich-überhaupt-keine-Gedanken machen, wie man das wenigstens tariflich einigermaßen löst, damit das Zahlvieh, wenn es schon doppelt so lange braucht, nicht auch noch dreimal so viel zahlen muss. Aber stattdessen: obwohl auf auf dem Weg über Neubrandenburg ausschließlich DB-Unternehmen unterwegs sind, keine temporäre Anerkennung des Brandenburg-Berlin-Tickets (BBT). Und auch für den entfallenden morgendlichen RE66, in dem das BBT sonst schon auch werktags vor 9 gilt, gibt es keine Regelung. Würde man sich einen Zacken aus der Krone brechen, wenn z.B. auf der S2 zwischen Gesundbrunnen und Bernau das Ticket bereits ab 6 Uhr gälte? (Das wäre nämlich die Zeit, zu der man los müsste, um ungefähr zur gleichen Zeit wie mit dem RE66 in Stettin zu sein.) Oder fürchtet man in den Schulferien und entgegen der Lastrichtung solche Überfüllungen, dass die S2 zusammenbricht?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.2019 09:26 von def.
Dass das Berlin-Brandenburg-Ticket bei der Fahrt von/nach Szczecin über Pasewalk (/Neubrandenburg) nicht gilt finde ich bei einer 4-Stunden-Lücke mittags, in der ab Szczecin keine RB66 fährt, sowieso unsäglich. Zwischen Berlin und einer der größten polnischen Städte kurz hinter der Grenze eine 4-Stunden-Lücke zu haben ist meines Erachtens nicht angemessen. Klar kann man auch die Verbindung über Mecklenburg-Vorpommern nehmen, aber dafür so viel mehr als 11€ pro Person zu bezahlen sieht man auch kaum ein.
Die andere Alternative ist die über Kostrzyn, die kostet wenigstens nicht viel mehr und ist von den Füllgraden der Züge anzunehmend auch etwas angenehmer.


Zitat
fatabbot
Wie gesagt: Man fragt sich, was die Planer sich da so jeden Tag reinziehen, um auf solche Ideen zu kommen...

Wahrscheinlich sollte man einfach mal (mit selbst organisierter Mobilität) vor Ort sein und sich die Zustände ansehen, einen Bericht darüber samt Beschwerde an die Organisation mal an die zuständige Stelle schicken. Nur wird das leider niemanden interessieren.

Ich hatte in den Niederlanden mal einen Not-SEV miterlebt (eins von den beiden Malen, dass ich dort mit dem Zug fuhr), abends gegen 21:30. Als Grund wurde, sogar wahrheitsgemäß, 'aanrijding met en Person' (Personenunfall) angegeben.
Obwohl erst seit einer halben Stunde keine Züge fuhren (dort fahren um die Uhrzeit alle 30 Minuten ein Regionalzug und dazu schnelle IC-Züge) waren bereits viele Reisebusse organisiert, die Auskunft am Bahnhof wusste gut Bescheid, es stand sogar zusätzliches Personal am Eingang und am ZOB vor'm Bahnhof, um Auskunft zu geben. Obwohl die Abfahrtshaltestelle des SEV relativ weit weg vom Bahnhof und der Weg nicht unkompliziert war gelang es nach Beschreibung gut, sie zu finden.
Es gab sogar Expressbusse (von erster Haltestelle der gesperrten Strecke bis zur letzten, wo wieder mehrere Strecken zusammentrafen) und Busse, die jede Station anfuhren. Nach etwa 15 Minuten Wartezeit kamen wir ziemlich angenehm von dort weg und etwa 3/4 der Menschen, die bei Ankunft dort standen bis dahin auch.
Was damit gemeint ist: Man wundert sich, wie das in einigen anderen Ländern sogar bei spontanem SEV in den mittleren Abendstunden, funktionieren kann, und hier dann sowas.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.2019 10:21 von VBB/HVV.
Zitat
Harald Tschirner
Aus dem SEV Chaos beim RE1 hat man jetzt eine Konsequenz gezogen:
[www.bahn.de]

Ist zwar schön, aber das sind auch nur zwei Züge in der HVZ, die in Lastrichtung nutzbar sind.

In der morgendlichen HVZ gar keiner. Große Entlastung wird das wohl auch nicht bringen.
Zitat
VBB/HVV
Die andere Alternative ist die über Kostrzyn, die kostet wenigstens nicht viel mehr und ist von den Füllgraden der Züge anzunehmend auch etwas angenehmer.

Na gerade heute wohl eher nicht, die Leute, die über die Woche in Berlin arbeiten und am Freitag Nachmittag nach Hause fahren (also der Großteil der Nutzer des RE66) sind ja auch nicht blöd und werden die Alternative auch kennen, zumal sie aktuell schneller als das SEV-Gemurks sein kann.

Ich für meinen Teil bin jetzt gerade in der S-Bahn unterwegs nach Ostkreuz, von wo es um 12:33 Uhr nach Kostrzyn geht und hoffe meinen 9-Minuten-Anschluss an den TLK "Pirania" zu kriegen (der komplett aus unmodernisierten 1.Klasse-Wagen gebildet wird).

Klappt das nicht fährt 20 Minuten später ein Regio.

Btw: Heute Mittag hat die Bahn dann tatsächlich geschafft den SEV in ihre Daten zu übernehmen. Allerdings wieder mit anderen Informationen als in den Bauinfos.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.2019 12:08 von fatabbot.
Autonom fahrender Kleinbus - Jesse: Chance für bessere Mobilität in ländlichen Regionen

Zitat
Pressemitteilung des Ministriums für Infrastruktur und Landesplanung
In Wusterhausen / Dosse ist heute der erste autonom fahrende Kleinbus im Land Brandenburg zu einer Testfahrt gestartet. Geplant ist, den Bus im Rahmen eines Pilotprojekts bis Juni 2020 fahren zu lassen. Begleitet wird der Probebetrieb von speziell geschulten Busfahrern, die das System zum autonomen Fahren überwachen. Der Kleinbus verkehrt in Abstimmung auf die Fahrpläne der Regionalbahn RB 73 – Neustadt/Dosse - Kyritz - Pritzwalk und den Regio-Bussen, der Plusbus-Linie 711 Kyritz-Neuruppin und den Linien 704, 707, 713, 714.

Gesamte Pressemitteilung: [mil.brandenburg.de]
Die Geschwindigkeit des Kleinbusses soll im Laufe des Probebetriebs nach und nach erhöht werden. Zunächst sind höchstens 15 Km/h zugelassen, später soll das Fahrzeug bis zu 25 Km/h schnell unterwegs sein.

Wahnsinn ... das wird natürlich viele KFZ Nutzer, und wenn es nur Opa's alte Simson ist, in den Bus locken ...

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark
Ich bin mir relativ sicher, dass solche Angebote eher diejenigen ansprechen soll, die sonst gar keine Möglichkeit der Mobilität mehr haben. Entweder wollen wir den ländlichen Raum erhalten oder wir lassen es sein und ziehen die 'Gegend' nach und nach leer.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
VBB/HVV

Was damit gemeint ist: Man wundert sich, wie das in einigen anderen Ländern sogar bei spontanem SEV in den mittleren Abendstunden, funktionieren kann, und hier dann sowas.

Ausschreibungswahnsinn kann es nicht sein wenn ich manche Klapperkiste bei Ersatzverkehren der S-Bahn sehe.

Wie es auch geht zeigte mir am Mittwoch Hamburg wo die S1 unterbrochen ist.
Man kommt Altona an und hat 4 Mitarbeiter die einen informieren wo der SEV abfährt. Am Straßenland angekommen nochmal 2 Mitarbeiter und kurz vor der Haltestelle an der Ecke wieder 2.
Dazu fährt der SEV statt der angezeigten einmal in 10min umgerechnet alle dreieinhalb Minuten.
Zitat
Havelländer
Die Geschwindigkeit des Kleinbusses soll im Laufe des Probebetriebs nach und nach erhöht werden. Zunächst sind höchstens 15 Km/h zugelassen, später soll das Fahrzeug bis zu 25 Km/h schnell unterwegs sein.

Wahnsinn ... das wird natürlich viele KFZ Nutzer, und wenn es nur Opa's alte Simson ist, in den Bus locken ...

Und schon der erste Unfall.
[mobil.berliner-kurier.de]
Der m.E. wichtigste Kommentar dazu:

Zitat
Kommentar auf der RBB-Seite
Guckt Euch mal das Foto an. Der Bus ist in Radhöhe viel breiter als oben. Und dann dort auch noch schwarz lackiert. Kein Wunder, wenn das jemand nicht erkennt und in einer schmalen Straße kollidiert.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Der m.E. wichtigste Kommentar dazu:

Zitat
Kommentar auf der RBB-Seite
Guckt Euch mal das Foto an. Der Bus ist in Radhöhe viel breiter als oben. Und dann dort auch noch schwarz lackiert. Kein Wunder, wenn das jemand nicht erkennt und in einer schmalen Straße kollidiert.

Wie oft kommt es denn zu Unfällen mit komplett schwarzen Autos? Da gibt es wohl keine Häufung, jedenfalls kann ich mir es nicht vorstellen.

Ein -aufmerksamer- Autofahrer wäre in dem Fall wohl langsamer gefahren und hätte auch die Breite des Busses besser einschätzen können so das dieser leichte Unfall auch hätte vermieden werden können.

_____________

Guten Tag !
Kann schon sein. Es dürfte aber auch klar sein dass ein komplett schwarzes Fahrzeug eher eine Einschätzung dessen Ausmaßen zulässt als als prinzipiell helles, bei dem nur ein kleiner Teil dunkel ist.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Philipp Borchert
Kann schon sein. Es dürfte aber auch klar sein dass ein komplett schwarzes Fahrzeug eher eine Einschätzung dessen Ausmaßen zulässt als als prinzipiell helles, bei dem nur ein kleiner Teil dunkel ist.

Nun ist die Breite im schwarzen Bereich nur minimal größer im Gegensatz zum Rest des Fahrzeuges. Das hätte jeder denkende und vorausschauend fahrende PKW Fahrer sehen können. Ich vermute hier wollte man sich aneinander vorbei zwängen.

Gruß aus dem Speckgürtel :-)

Regio + S-Bahn + U-Bahn + Tram + Bus = nur gemeinsam stark



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2019 19:42 von Havelländer.
Zitat
Philipp Borchert
Kann schon sein. Es dürfte aber auch klar sein dass ein komplett schwarzes Fahrzeug eher eine Einschätzung dessen Ausmaßen zulässt als als prinzipiell helles, bei dem nur ein kleiner Teil dunkel ist.

Es wird ja das Fahrzeug sein :
[www.bz-berlin.de]

Da hätte man sich bestimmt etwas besseres einfallen lassen können, was die Sichtbarkeit der unteren Ausbuchtungen angeht.
Trotzdem, als Autofahrer seh ich das, zumal die Ausbuchtungen auch nicht viel breiter sind als mein Aussenspiegel.
Egal, schauen wir mal, wie sich das Mobil so schlägt und das es keine weitere Unfälle gibt. Sicher nur ein blöder Zufall, das es ihn ausgerechnet am ersten Einsatztag erwischt hat.

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Guten Tag !
Zitat
Der Fonz
Trotzdem, als Autofahrer seh ich das, zumal die Ausbuchtungen auch nicht viel breiter sind als mein Aussenspiegel.

Stimmt auch wieder, das müsste sich ergänzen wie zwei Puzzleteile...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Der NEB ist auf der RB26 ein Zug liegengeblieben, weshalb seit 2 1/2 h kein Zug mehr nach Kostrzyn gefahren ist. Auf dem Bahnsteig in Lichtenberg warteten bereits eindeutig mehr Leute, als in die nächsten zwei Züge passen werden, also hab ich mir für die gemütliche Runde entschieden (S5 nach Strausberg, 966 nach Seelow, 969 nach Küstrin-Kietz, weiter mit NEB-SEV).

Gerade kam die Doppeltracktion SA139 der NEB an der S-Bahn hier vorbei - was da drinnen herrschte waren keine Zustände, die ich mir antun will....

Edit sagt bei der NEB ist heute wohl generell der Wurm drin.



Edit2: Das wird wohl richtig "spaßig", in Strausberg kam gerade die nächste RB26 nach Ostkreuz - bestehend aus einem Triebwagen. Der würde schon alleine für die Pendler, die zur normalen Abfahrtszeit im 16:33 Uhr mitfahren wollen, nicht reichen, jetzt warten da ja noch ein paar hundert Leute extra.

Wer mit den Zügen mit MUSS hat mein aufrichtiges Beileid.

Edit3:

Seit einer Stunde in Seelow-Gusow. Keine Fahrten Richtung Berlin, keine Informationen. Der ab 18:30 Uhr regulär eingesetzte SEV nach/von Küstrin-Kietz verkehrt auch nicht. Informationen von der NEB auf deren Website: Keine.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.2019 19:44 von fatabbot.
Also, kleines Update, was die NEB da tolles gemacht hat, nachdem sie schon letzten Sonntag geschafft haben, um 18:00 Uhr in Kostrzyn (Anschlüsse aus Przemysl, Wroclaw, Warszawa und Poznan, Krzyz und Szczecin in Kostrzyn vorhanden, damit der Bahnsteig dort schon voll) geschafft haben, mit nur einem Triebwagen zu erscheinen, in Strausberg nicht genügend SEV-Busse (nämlich genau einen) bereitzustellen und nicht einmal ein Schild für den Ersatzverkehr aufzustellen:

Geplanter SEV ab Seelow-Gusow, geplante Abfahrt 18:30 Uhr:

Es erscheint ein kurzer Stadtverkehrs-Bus um 19:45 Uhr. Es dauert gute 15 Minuten, bis man fast alle Wartenden irgendwie in den Bus gequetscht hat, für viele ist es nicht möglich, sich festzuhalten, da kann allerdings auch nicht viel passieren, umfallen kann dort niemand.

Der Bus kommt gegen 20:20 Uhr, also mit 95 Minuten Verspätung, in Küstrin-Kietz am Bahnhof an, von dort gibt es dann SEV nach Kostrzyn mit diesem Gefährt:



Natürlich, mit etwas größerem kommt man nicht über die Brücke. Es soll aber gerüchteweise möglich sein, mehrere Busse zu bestellen, zumal bekannt ist, wie viele Leute Freitag Abends die Verbindung nutzen...

Da der völlig überfüllte Bus mehrere Dutzend Fahrgäste zurücklässt und keine auszurechenende Chance besteht, da anderweitig wegzukommen, entschließen sich dann einige Fahrgäste (samt mir) für den Fußweg, ist ja schönes Wetter. Um 20:47 Uhr ist die Grenzbrücke erreicht, um 21:16 Uhr der Bahnhof Kostrzyn.

In der Zeit fuhr der "Bus" an mir vorbei noch zwei Fuhren nach Kostrzyn, wobei der letzte völlig überfüllte Kleinbus dabei schon der Anschluss des nächsten SEV-Busses sein müsste, obwohl noch nicht mal alle aus dem alten weggefahren werden konnten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.2019 09:10 von fatabbot.
Zitat
fatabbot
Also, kleines Update, was die NEB da tolles gemacht hat, nachdem sie schon letzten Sonntag geschafft haben..

Eine Mail an den VBB und an den NEB wären da sicherlich das sinnvollste als hier zu meckern..
Zitat
Kowalski
Zitat
fatabbot
Also, kleines Update, was die NEB da tolles gemacht hat, nachdem sie schon letzten Sonntag geschafft haben..

Eine Mail an den VBB und an den NEB wären da sicherlich das sinnvollste als hier zu meckern..

VBB, Presse und das Forum hier sind richtig. Die NEB müsste ja nun wissen, was sie verzapft.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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