Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Sammelthread: Nahverkehr in Brandenburg
geschrieben von Marc1 
Zitat
Marc1
Sehr interessant, aber leider kein perfektes Verkehrskonzept.
Der letzte Bus nach Mittenwalde verlässt KW gegen 20:00 und dann kommt auf einmal in der Nacht ein Stundentakt? An den Wochenenden sieht es noch komischer aus. Keine Frage, die Verbindung nach Mittenwalde hat hohes Potenzial, aber wer nutzt bitte einen stündlichen Nachtbus, wenn tagsüber das Angebot so schwach ist?

Das ging mir auch gleich durch den Kopf. Diese Stadt, die früher sogar eine Eisenbahn zum Bf. Hermannstraße hatte, ist m. E. mit ÖPNV sehr schlecht bedient. Die Fahrmöglichkeiten über KW oder Zossen sind umständlich, langwierig und dank undurchsichtiger Fahrpläne insgesamt unattraktiv. Vielleicht ist der Nachtbus ein erster positiver Schritt zur Verbesserung, aber ob ein Nachtbus ein guter Test dafür ist, möchte ich doch bezweifeln.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zwar bot die NME nicht gerade einen dichten Takt an, aber es waren bequeme Verbindungen mit Ringbahnanschluss und entsprachen wohl dem damaligen Beförderungsbedarf. Hier die Fahrpläne von 1936 und 1946:

Beste Grüße
Harald Tschirner


Zitat
Zektor
Zum 09.08.2020 wird es zwischen S-Bhf. Flughafen Schönefeld und Mittenwalde, Post eine neue Nachtverbindung geben.
Betrieben wird der neue N36 durch die RVS (Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH) alle 60 Minuten in jeder Nacht.

Fahrplan N36 ab 09.08.2020

Es ist zwar überraschend, dass Mittenwalde künftig nachts besser angebunden wird als tagsüber, aber die Hauptfunktion soll sicher eh die nächtliche Anbindung von KW und Zeuthen an den neuen Flughafen sein.

Positiv ist der gute Anschluss am Flughafen, wer weiter bis nach Spandau will, hat innerhalb weniger Minuten Anschluss an den N7 - Mittenwalde, Post ab 23:41 - Rathaus Spandau an 2:20. In der Gegenrichtung sind es leider 28 Minuten Umsteigezeit.
Zitat
Harald Tschirner
Diese Stadt, die früher sogar eine Eisenbahn zum Bf. Hermannstraße hatte, ist m. E. mit ÖPNV sehr schlecht bedient. Die Fahrmöglichkeiten über KW oder Zossen sind umständlich, langwierig und dank undurchsichtiger Fahrpläne insgesamt unattraktiv.

Mittenwalde liegt bahnseitig bescheiden ohne NME.

Wäre es wege- und zeitmäßig nicht nach Bau der Dresdener Bahn und ggf. S-Bahn nach Rangsdorf nicht verkehrt, Mittenwalde über Rangsdorf an den ÖPNV Richtung Berlin anzubinden?
Aber da Rangsdorf TF und Mittenwalde LDS ist, wird es das wohl nie geben, egal wie gut das für die Mittenwalder wäre. So fahren sie dann wohl mit dem Auto zum Umsteigepunkt ihrer Wahl.
Zitat
Harald Tschirner
Zwar bot die NME nicht gerade einen dichten Takt an, aber es waren bequeme Verbindungen mit Ringbahnanschluss und entsprachen wohl dem damaligen Beförderungsbedarf. Hier die Fahrpläne von 1936 und 1946:

Danke, sehr spannend. Gibt irgendwo eine Karte aus der man den Streckenlauf der a gebauten Strecke noch sehen kann?

*******
Die Signatur ist zu kurz um sie mit Inhalten zu verstopfen.
Zitat
Philipp Borchert
Dann müsste es tagsüber ja mindestens 'ne PlusBus-Qualität geben.

In einer dieser kostenlosen Wochenzeitungen habe ich gelesen, dass die 735 (KW-A10Center-Flughafen) und 736 (KW-Zeuthen-Flughafen) zum PlusBus werden. Aber die fahren nicht über Mittenwalde.
Zitat
Logital
Gibt irgendwo eine Karte aus der man den Streckenlauf der a gebauten Strecke noch sehen kann?

Sollte bei Schweers+Wall enthalten sein. Aber ich glaube, das darf hier nicht so einfach gezeigt werden?


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
Logital
Gibt irgendwo eine Karte aus der man den Streckenlauf der a gebauten Strecke noch sehen kann?

[openrailwaymap.org]

Viele Grüße
Florian schulz

--
Dieser Beitrag endet hier. Sie können noch bis zum nächsten Beitrag mitlesen.
Zitat
Zektor
Zum 09.08.2020 wird es zwischen S-Bhf. Flughafen Schönefeld und Mittenwalde, Post eine neue Nachtverbindung geben.
Betrieben wird der neue N36 durch die RVS (Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH) alle 60 Minuten in jeder Nacht.

Hat das eigentlich einen Grund (Bauarbeiten?) warum der Bus bei der Rückfahrt Richtung Schönefeld nicht in KW am Bahnhof hält? Ok, um 2 bzw.3 Uhr ist da Mo-Fr. sicher keine Nachfrage, aber zu den anderen Zeiten?
Vermutlich wohl kein Bedarf?!?
Genauso wenig, wie wohl Bedarf von der Haltestelle "Flughafen Schönefeld" (zukünftig: BER / Terminal 5) Richtung Mittenwalde besteht,
obwohl der N36 direkt an der Haltestelle der Linien 734 / 735 / 736 / 738 (Richtung Waltersdorf) direkt auf dem Parkplatz vorbei fährt.
Zitat
Joe
Hat das eigentlich einen Grund (Bauarbeiten?) warum der Bus bei der Rückfahrt Richtung Schönefeld nicht in KW am Bahnhof hält? Ok, um 2 bzw.3 Uhr ist da Mo-Fr. sicher keine Nachfrage, aber zu den anderen Zeiten?

Möglicherweise Probleme mit der Verkehrsführung.
Da der Bus ja als Ringlinie … – Königs Wusterhausen – Schenkendorf – Mittenwalde – Ragow – Deutschwusterhausen – Königs Wusterhausen – … konzipiert ist, muss er ja ab der Potsdamer Straße (mit der gleichnamigen Haltestelle) eine Blockumfahrung machen, um zum Bahnhof zu kommen und dann weiterzufahren Richtung Wildau. Um dabei direkt vorm Bahnhof zu halten (Haltestelle Wasserturm) müsste er über Potsdamer Straße – (rechts) Schlossstraße – (gradeaus) Cottbusser Straße – (links) Jahnstraße – (links) Maxim-Gorki-Straße – (gradeaus) Storkower Straße zur Haltestelle fahren. Das ist eine ziemlich große Schleife, für die der Bus wahrscheinlich länger braucht, als man vom Bahnhof zur Haltestelle Schloss oder Landratsamt laufen würde. Von der Schlossstraße links in die Eichenallee, die der Bus wahrscheinlich auf dem Hinweg benutzt (die Routenführung auf vbb.de sieht in dem Bereich etwas komisch aus), geht laut Luftbild nicht.
Und wenn man nicht aus der Schlossstraße in die Eichenallee abbiegen darf, geht es möglicherweise auch nicht in der Gegenrichtung, so dass auch keine Fahrt Potsdamer Straße – (gradeaus) Schlosssplatz – (gradeaus) Gerichtsstraße – Kreisverkehr – (1.) Storkower Straße – Haltestelle gegenüber vom Wasserturm vor dem Haus mit der Bretterfassade – (rechts) Eichenallee – (rechts) Schlossstraße – (rechts) Schlossplatz – (Haltestelle Schloss zum 2.) – (gradeaus) Gerichtsstraße – (links) Brückenstraße möglich wäre. Und die große Runde, die ich im ersten Absatz beschrieben habe, geht sorum auch nicht, weil Jahnstraße und Maxim-Gorki-Straße Einbahnstraßen sind.
Zitat
Zektor
Vermutlich wohl kein Bedarf?!?

Das kann schon sein, allerdings gibt es ja keine Vergleichsmöglichkeiten, da es bisher(?) ja keinen Bus zur ersten S46 (4:01) gibt. Schon gar nicht zu den Zügen am Wochenenden. Ich höre bisher immer nur das negative Gezeter von meiner KW Bekannten... ;-)


Zitat
Jumbo

Möglicherweise Probleme mit der Verkehrsführung.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich eigentlich gar nicht an die Blockumfahrungen gedacht, sondern einfach die Fahrt zum vom Bahnhof gegenüberliegenden "Busbahnhof" in der Storkower Str. (Haltestelle 8).
Aber es kann sein, dass es da wirklich Strassenbauarbeiten gibt
Zitat
Joe
Wenn ich ehrlich bin, habe ich eigentlich gar nicht an die Blockumfahrungen gedacht, sondern einfach die Fahrt zum vom Bahnhof gegenüberliegenden "Busbahnhof" in der Storkower Str. (Haltestelle 8).
Aber es kann sein, dass es da wirklich Strassenbauarbeiten gibt

Keine Bauarbeiten, sondern eine niedrige Brücke: die Brücke über die Storkower Straße, also zwischen dem Kreisverkehr am Wasserturm und dem „Busbahnhof“, ist so niedrig, dass da keine Busse oder LKWs durchpassen.

Um zum „Busbahnhof“ auf der Ostseite des Bahnhofs zu kommen, wäre daher eine ziemlich lange Stichfahrt via Bahnübergang Fichtestraße nötig (laut einem Routenplaner gut 5km zwischen den Haltestellen Potsdamer Straße und Landratsamt statt 800m bei Auslassung des Bahnhofs).
Im Zuge der Verkehrswende, dem Ermöglichen des bezahlbaren Wohnens in Berlin und Brandenburg sowie auch zur Förderung des Tourismus im Brandenburg sollte die Politik beider Länder daran arbeiten, ein VBB-Jahresticket anbieten zu können, das nur unwesentlich mehr kostet als ein Berliner Jahresticket.

Für die Verkehrswende wäre es förderlich, dass Pendler aus dem „Speckgürtel“ nicht mehr mit dem eigenen Fahrzeug nach Berlin fahren müssten, sie könnten schon zu Hause mit einem nicht allzu teuren ÖPNV starten oder zumindest am nächstgelegenen Bahnhof mit der Bahn ihre Reise fortsetzen. Heute schrecken deutlich höhere Preise für die Jahreskarte natürlich ab, im Umland zu wohnen und ausschließlich den ÖPNV zu nutzen. Für eine Verlagerung des Verkehrs zugunsten der Umwelt muss der ÖPNV stets günstiger sein als der MIV, der notfalls durch Steuern und Gebühren belastet den ÖPNV unterstützen sollte.

Was das bezahlbare Wohnen angeht, würde es vielen Bürgern leichter fallen, etwas weiter raus auf‘s Land zu ziehen und die längere Fahrtzeit für‘s Pendeln zu akzeptieren, wenn man dafür nicht auch noch stärker zur Kasse gebeten wird. Durch die bessere Verteilung der Bevölkerung Berlins und Brandenburgs könnte der Immobilienmarkt insgesamt ausgeglichener werden.

Und auch der Tourismus Brandenburgs würde deutlich profitieren. Denn wenn ich in Berlin die Möglichkeit einer Jahreskarte für das VBB-Gesamtnetz für einen moderaten Aufpreis habe, nehme ich diese gerne. Das hat dann zur Folge, dass ich aufgrund meines neuen Jahrestickets nicht mehr nur in Berlin meine Freizeit verbringe oder zu Städtetrips in die Ferne fahre, sondern automatisch viel mehr auch in Brandenburg unterwegs bin und dort mein Geld ausgebe, was wiederum auch entfernt von Berlin für Arbeitsplätze sorgen wird.

Bitte rechnet jetzt mal nicht nur die direkt damit entstehenden Kosten für Kapazitätserweiterungen der Verkehrsmittel und die Mindereinnahmen gegenüber dem heute sehr unattraktiven VBB-Gesamtnetz-Jahrespreises. Es sollte vielmehr auch der Nutzen für die Umwelt, einen ausgeglichenen Wohnungsmarkt sowie die durch Tourismus gestärkten Regionen abseits von Berlin betrachtet werden. Ich habe ganz bewusst keinen konkreten Preis benannt, den müsste man unter Berücksichtigung aller Punkte erst einmal ermitteln.

Zuerst würde mich mal die Frage an Euch interessieren, was ihr grundsätzlich von der Idee haltet.
Zitat
DaniOnline
Zuerst würde mich mal die Frage an Euch interessieren, was ihr grundsätzlich von der Idee haltet.

1. Das wäre eine sehr teure Subvention der Pendler.
2. Aus ressourcensparender Sicht wäre es eher sinnvoll, die Arbeitsstätten dort anzusiedeln, wo Leute wohnen und Arbeiten können. Dies würde allerdings echte Strukturpolitik erfordern, für die bisher keine Partei bereit ist.
Zitat
phönix
Zitat
DaniOnline
Zuerst würde mich mal die Frage an Euch interessieren, was ihr grundsätzlich von der Idee haltet.

1. Das wäre eine sehr teure Subvention der Pendler.
2. Aus ressourcensparender Sicht wäre es eher sinnvoll, die Arbeitsstätten dort anzusiedeln, wo Leute wohnen und Arbeiten können. Dies würde allerdings echte Strukturpolitik erfordern, für die bisher keine Partei bereit ist.

Aber Autopendler werden doch auch teuer subventioniert. Wenn ich mich entscheiden müßte, würde ich die "Subventionen" für den ÖV eher ausbauen - und die für den MIV eher verringern. Selbstverständlich wäre dann der Ausbau des ÖV zur möglichst flächendeckenden Alternative, also auch abseits der verbliebenen Bahnstrecken, geboten.

2. halte ich für vollkommen richtig, würde meines Erachtens aber erstens viel stärkere staatliche Eingriffe in allen möglichen Bereichen erfordern - und zweitens müßten diese staatlichen Eingriffe auch noch mehr oder weniger zielgerichtet erfolgen.

Für solche Gedanken am ehesten offen dürften wohl eher "linkere"/"grünere" Parteien sein. Wirklich schlüssige Konzepte dazu kenne ich allerdings nicht. Angesichts der deutlich erkennbaren Frage nach dem Umgang mit unserer Umwelt gibt es aber sicherlich einen "objektiven Bedarf", hier Lösungsvorschläge zu entwickeln.

Eigentlich sehe ich sogar den Zwang, hier wirklich voranzukommen. vor allem auch mit greifbaren Resultaten in absehbarer Zeit - ansonsten übernehmen andere politische Richtungen, wie sich in nicht wenigen Ländern besichtigen läßt.
Zitat
Marienfelde
2. halte ich für vollkommen richtig, würde meines Erachtens aber erstens viel stärkere staatliche Eingriffe in allen möglichen Bereichen erfordern - und zweitens müßten diese staatlichen Eingriffe auch noch mehr oder weniger zielgerichtet erfolgen.
Für solche Gedanken am ehesten offen dürften wohl eher "linkere"/"grünere" Parteien sein. Wirklich schlüssige Konzepte dazu kenne ich allerdings nicht. Angesichts der deutlich erkennbaren Frage nach dem Umgang mit unserer Umwelt gibt es aber sicherlich einen "objektiven Bedarf", hier Lösungsvorschläge zu entwickeln.
Eigentlich sehe ich sogar den Zwang, hier wirklich voranzukommen. vor allem auch mit greifbaren Resultaten in absehbarer Zeit - ansonsten übernehmen andere politische Richtungen, wie sich in nicht wenigen Ländern besichtigen läßt.

Eine entsprechende Struktur verlangt auf verschiedenen Ebenen staatliche Planungen und deren Umsetzung, wie wir sie in der Bundesrepublik in den letzten 50 Jahren wohl nie ernsthaft hatten, von wenigen nie realisierten Ideen in der Zeit der Ölkrise in den 1970er Jahren abgesehen. Lediglich in der DDR gab es diese, mit allen damit verbundenen Wirrungen, Nachteilen und einigem Zwang.
Dies bedeutet nämlich Einschnitte in der Freizügigkeit (Bestimmung des Wohnortes für die Einwohner) wie auch in der Ansiedlungsfreiheit (Entscheidung über den Ort zur Ausführung eines Unternehmens), wie sie von der Bevölkerung bei Wahlen wohl kaum belohnt würden und demzufolge werden sie von keiner Partei derzeit auf die politische Agenda gestellt.
Setzt man dagegen nur auf Freiwilligkeit und Förderung, kann es passieren, dass trotz allen staatlichen Bemühen die Anstrengungen ins Leere laufen. Bestes Beispiel dafür war die lange Zeit vom Land Brandenburg (egal mit welcher Regierungsbesetzung) angestrebte Entwicklung in den jeweiligen regionalen Zentren. Diese Bemühungen haben nur sehr begrenzt Erfolg gezeitigt: aus der Lausitz sind trotzdem viele Jugendliche abgewandert und andererseits hat zumindest in den letzten 15 Jahren die Hauptstadt mit ihren Angeboten Interessenten nicht nur aus Deutschland aufgesogen ... Diese Tendenz ist schlicht international und keine deutsche Besonderheit.

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
Marienfelde
Für solche Gedanken am ehesten offen dürften wohl eher "linkere"/"grünere" Parteien sein. Wirklich schlüssige Konzepte dazu kenne ich allerdings nicht. Angesichts der deutlich erkennbaren Frage nach dem Umgang mit unserer Umwelt gibt es aber sicherlich einen "objektiven Bedarf", hier Lösungsvorschläge zu entwickeln.

Eigentlich sehe ich sogar den Zwang, hier wirklich voranzukommen. vor allem auch mit greifbaren Resultaten in absehbarer Zeit - ansonsten übernehmen andere politische Richtungen, wie sich in nicht wenigen Ländern besichtigen läßt.

Womit wir wieder bei der Demokratie, der Mehrheitsmeinung wären.
Die Realität außerhalb der paar Metropolen sieht doch so aus:

Drei Viertel aller Wege werden in Deutschland mit Autos (Fahrer und Mitfahrer) zurückgelegt. Selbst die totale Sperrung der Innenbereiche unserer vier deutschen Millionenstädte für alle Kraftfahrzeuge würde daran nichts ändern.
Gegen solche Mehrheiten lässt sich keine Politik machen. Keine etablierte Partei, auch kein Polpulist traut sich da ran.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Womit wir wieder bei der Demokratie, der Mehrheitsmeinung wären.
Die Realität außerhalb der paar Metropolen sieht doch so aus:
[...]
Drei Viertel aller Wege werden in Deutschland mit Autos (Fahrer und Mitfahrer) zurückgelegt. Selbst die totale Sperrung der Innenbereiche unserer vier deutschen Millionenstädte für alle Kraftfahrzeuge würde daran nichts ändern.
Gegen solche Mehrheiten lässt sich keine Politik machen. Keine etablierte Partei, auch kein Polpulist traut sich da ran.

Wie genau leitest Du aus diesen Zahlen die persönliche Meinung zur Verkehrspolitik ab? Weil jede/r, der oder die heute Auto fährt (auch diejenigen, die keine Alternative dazu haben), der Meinung ist, alles solle so bleiben?

Und was ist eigentlich mit denen, die beides benutzen? Der persönliche Modal Split eines Individuums geht doch aus der allgemeinen Statistik gar nicht hervor. Ist jemand, der mit dem Zug zur Arbeit und mit dem Auto zum Schwimmen fährt, nun eigentlich pauschal für den ÖV oder für den MIV?
Zitat
Marienfelde
Zitat
phönix
Zitat
DaniOnline
Zuerst würde mich mal die Frage an Euch interessieren, was ihr grundsätzlich von der Idee haltet.

1. Das wäre eine sehr teure Subvention der Pendler.
2. Aus ressourcensparender Sicht wäre es eher sinnvoll, die Arbeitsstätten dort anzusiedeln, wo Leute wohnen und Arbeiten können. Dies würde allerdings echte Strukturpolitik erfordern, für die bisher keine Partei bereit ist.

Aber Autopendler werden doch auch teuer subventioniert. Wenn ich mich entscheiden müßte, würde ich die "Subventionen" für den ÖV eher ausbauen - und die für den MIV eher verringern. Selbstverständlich wäre dann der Ausbau des ÖV zur möglichst flächendeckenden Alternative, also auch abseits der verbliebenen Bahnstrecken, geboten.

Das würde zwar die Folgen mildern, aber am Grundproblem nichts ändern: in Deutschland wird Pendeln gefördert, während man etwaige Zusatzkosten für (ökologisch viel sinnvolleres) wohnortnahes Wohnen ganz allein tragen muss. Natürlich ist klar, wie die individuelle Rechnung für viele dann aussieht - mit verheerenden Folgen für die Verkehrsentwicklung und die Umwelt (Umwelt in viel weiterem Sinne als "Natur", auch z.B. die Anwohnenden stark belastetere Straßen).
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen