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Sammelthread: Nahverkehr in Brandenburg
geschrieben von Marc1 
In Cottbus werden an drei Straßenbahnhaltestellen die Spaltüberbrückungen demontiert. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sollen winken, damit die Faltrampe angelegt wird.

Betroffen sind die Haltestellen Hauptbahnhof, Gelsenkirchener Platz und Otti lienstraße.
[www.cottbusverkehr.de]

Ist das eine Vorbereitung auf den Einsatz der neuen Fahrzeuge?
Könnte ich mir vorstellen. Befinden sich denn an anderen Haltestellen überhaupt solche Überbrückungen?

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Philipp Borchert
Könnte ich mir vorstellen. Befinden sich denn an anderen Haltestellen überhaupt solche Überbrückungen?

Die mobilen Bahnsteigerhöhungen müsste es noch anderswo geben (?), die Bahnsteigbauart ist aber weitgehend einzigartig. Die neuen Bahnen sind 10 cm breiter, die Spaltüberbrückungen passen dann natürlich nicht mehr.

Heute Nacht kam Bahn Nummer 1 nach Cottbus und wurde am Vormittag feierlich am Betriebshof begrüßt.
Zitat
FlO530
Heute Nacht kam Bahn Nummer 1 nach Cottbus und wurde am Vormittag feierlich am Betriebshof begrüßt.

Das wird nun höchste Zeit, will man nicht weitere Umläufe mit Ersatzbus bedienen.

so long

Mario
Es stellt sich die Frage, ob man das denn überhaupt will. Immerhin spart man sich ja 'ne ganze Menge Geld, wenn man diesen kurzen Streckenast nach Schmellwitz Anger mit dem einen Busumlauf nur zur Stadthalle bedient anstatt die Straßenbahn dorthin und wie vorgesehen bis zum Hauptbahnhof zu fahren.





Der neue Wagen, der nun Tw 1 heißt, ist der erste ForCity Plus, den ich von innen sehen konnte. Interessant: Es gibt gleich drei verschiedene Sitzbreiten. Die ganz breiten ("Big Mama"), gut breite Exemplare, die im Doppel vor allem im Niederflurbereich vor kommen und die deutlich schmaleren, die sich in den hochflurigen, in Cottbus mit 2+2 ausgestatteten Bereichen finden.

Der Fahrplan sieht nun das übliche Procedere vor, das ein Neufahrzeug als erstes seiner Art durchlaufen muss. Möglich, dass dieser Rückbau der Kanten damit etwas zu tun hat. Immerhin ist der erste neue Cottbuser gleich zwanzig Zentimeter breiter als die bisher hier ausschließlich eingesetzten KTNF6. Man hofft, in der Adventszeit die Premiere mit Fahrgästen feiern zu können.

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.2024 06:39 von Philipp Borchert.
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Philipp Borchert
Es stellt sich die Frage, ob man das denn überhaupt will. Immerhin spart man sich ja 'ne ganze Menge Geld, wenn man diesen kurzen Streckenast nach Schmellwitz Anger mit dem einen Busumlauf nur zur Stadthalle bedient anstatt die Straßenbahn dorthin und wie vorgesehen bis zum Hauptbahnhof zu fahren.

Sinn des ÖPNV ist es nun gerade nicht, Geld zu sparen, sondern es sinnvoll und nachhaltig einzusetzen. Natürlich ist die Bestandsstrecke in die vor 100 Jahren noch selbstständige Gemeinde Schmellwitz mit ihrer eingleisigen Trassierung in Straßenmitte schon lange nicht mehr zeitgemäß. Vor allem dank der Neubaustrecke von 1984 nach Neu-Schmellwitz und dem Verschwinden der Arbeitsplätze und nachfolgend Wohnraum im Norden von Cottbus ist ein Zubringer-Kleinbus wahrscheinlich die wirtschaftlichste Lösung, evt. mit Potential für einen autonomen, fahrerlosen Betrieb.

Auch interessant der im Hintergrund des ersten Fotos abgebildete historische Steuerwagen der Schweizer Wengernalpbahn (WAB), der für die Parkbahn umgebaut werden sollte.


so long

Mario
Cottbusverkehr hat Ende 2020 zwei dieser Fahrzeuge erworben (1x Steuerwagen, 1x Mittelwagen, soweit ich weiß, zweiterer steht komplett hinter Tw 1). Was aus dem Projekt geworden ist, weiß ich aber nicht.

Dass bei dem Fahrgastpotenzial, das der Schmellwitz-Anger-Ast bietet, eine knapp 30 Meter lange Straßenbahn ein sinnvoller und nachhaltiger Mitteleinsatz wäre, bezweifle ich auch. Ich weiß leider nicht, was der Plan ist. Als Ausweichstrecke braucht man sie manchmal, wenn der Altstadt-Ast der SL 2 gesperrt ist. Der EV 1 ist hier aber der Standard geworden, sowohl vor der Eröffnung des neuen Bahnhofsvorplatzes als auch jetzt. Die zusätzliche Leistung der SL 1, die die 4 zum Hauptbahnhof begleiten würde, scheint zumindest werktags auch nicht zu fehlen, während der saubere 10-Minuten-Takt der 4 relativ gut angenommen wird.

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Philipp Borchert
Dass bei dem Fahrgastpotenzial, das der Schmellwitz-Anger-Ast bietet, eine knapp 30 Meter lange Straßenbahn ein sinnvoller und nachhaltiger Mitteleinsatz wäre, bezweifle ich auch. Ich weiß leider nicht, was der Plan ist. Als Ausweichstrecke braucht man sie manchmal, wenn der Altstadt-Ast der SL 2 gesperrt ist. Der EV 1 ist hier aber der Standard geworden, sowohl vor der Eröffnung des neuen Bahnhofsvorplatzes als auch jetzt. Die zusätzliche Leistung der SL 1, die die 4 zum Hauptbahnhof begleiten würde, scheint zumindest werktags auch nicht zu fehlen, während der saubere 10-Minuten-Takt der 4 relativ gut angenommen wird.

Nur als Ausweichmöglichkeit braucht man die Verbindung nicht, die Bahnen können auch zu jedem anderen Ziel fahren (also Ströbitz oder Sandow, Neu Schmellwitz klappt zeitlich nicht). Die Linie 1 so wie sie geplant war war eine Totgeburt mit Ansage - den schwächsten Ast im Norden mit "nichts" im Süden zu verknüpfen führt zu leeren Bahnen in der Innenstadt. In einer Richtung wurde ja zudem teils der Linie 4 hinterher gefahren.
Sollen nach Schmellwitz Anger wieder Bahnen fahren, muss dafür ein anderes Netz her und eine Linie 1 mit mehr Verkehrswert und Takt.
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def
Betrifft den Nahverkehr in Brandenburg im wahrsten Sinne des Wortes nur am Rande, sei hier aber trotzdem erwähnt: ab Juni soll der RE4 als Ergänzung zur RB34 zweistündlich nach Stendal verlängert werden. Das wird mit der stark gestiegenen Nachfrage durchs Deutschlandticket begründet. (Quelle, pdf)

Die Ankündigung wurde nun in die Tat umgesetzt. Seit seit Sonntag fährt der RE4 im 2h-Takt bis Stendal Hbf. Hier der neue Fahrplan:

RE-4-West-data.pdf
Aber ist Stendal nicht aus dem D-Ticket raus?
Zitat
Krumme Lanke
Aber ist Stendal nicht aus dem D-Ticket raus?

Nö.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
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B-V 3313
Zitat
Krumme Lanke
Aber ist Stendal nicht aus dem D-Ticket raus?

Nö.

Zum einen wäre es "nur" der Busverkehr im Landkreis Stendal gewesen und zum anderen gab es ziemlich zeitnah eine geänderten Beschluss, wohl nachdem das Land den Kreisen Geld für den ÖPNV nachgeschossen hat.
Zitat
TomSpeedy
Die Züge was Tesla da einsetzen wird, werden keine von der NEB sein.
Ich vermute stark es ist der "Mireo Smart".

[www.mobility.siemens.com]
Youtube: https://youtu.be/H9Yhs1vYKqI

So kommt es nun.. Es werden Mireo Smart eingesetzt, und die NEB fährt dann diese.
Link: [www.lok-report.de]
Wo und wie werden die Dinger denn geladen. In Erkner? Oder auf dem Tesla-Gelände.
Zitat
Heidekraut
Wo und wie werden die Dinger denn geladen. In Erkner? Oder auf dem Tesla-Gelände.

Na ja, mal überlegen, wo es bereits eine Oberleitung gibt und wo der Zug zwischenparkt.
Ich denke, es reicht, wenn der Zug nur in Erkner nachlädt.

Bei TeslaTM würde so eine altmodische Oberleitung wohl die Aussicht behindern.

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bitte aussteigen. dieser beitrag endet hier.
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Die Ladung wird während der Fahrt zwischen Erkner und Fangschleuse erfolgen und natürlich in Erkner während der Wendung.
Allerdings müssen vor Fangschleuse noch die erforderlichen Oberleitungssignale aufgestellt werden.
Eine Ladeinsel bei Tesla ist bei der kurzen Strecke eigentlich nicht erforderlich.
Wird der künftig nicht mehr nach Lichtenberg fahren? Wenn doch, ist der elektrifizierte Abschnitt ja doch deutlich größer als der ohne Leitung.

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Philipp Borchert
Wird der künftig nicht mehr nach Lichtenberg fahren? Wenn doch, ist der elektrifizierte Abschnitt ja doch deutlich größer als der ohne Leitung.

Er fährt doch auch jetzt in aller Regel nicht von/nach Lichtenberg. Das macht nur der eine Einsetzer früh (und vermutlich einer umgekehrt, weiß gar nicht genau). Den ganzen Rest des Tages ist es doch nur der Pendel von/nach Erkner.
Aha. Ich hatte mich nicht näher damit beschäftigt und wusste das nicht.

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Uwe-FF
Die Ladung wird während der Fahrt zwischen Erkner und Fangschleuse erfolgen und natürlich in Erkner während der Wendung.
Allerdings müssen vor Fangschleuse noch die erforderlichen Oberleitungssignale aufgestellt werden.
Eine Ladeinsel bei Tesla ist bei der kurzen Strecke eigentlich nicht erforderlich.

Irgendetwas wird wohl noch an der Strecke gemacht werden, denn es heißt ja, dass es vor dem Start der Akkuzüge noch eine Pause beim Shuttle geben wird. Das könnten diese Signale sein oder doch noch eine Oberleitungsinsel beim Teslabahnhof. Von der Strecke ohne Oberleitung her sollte es zwar wohl reichen, nur zwischen Erkner und Fangschleuse und in Erkner zu laden, allerdings ist die Wendezeit dort recht knapp und die Strecke gut belegt, während beim Werksbahnhof meist eine ziemlich üppige Pause ist.
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