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Sammelthread: Nahverkehr in Brandenburg
geschrieben von Marc1 
Nüchtern betrachtet fährt der RE3 zwischen Angermünde und Schwedt verdammt viel Luft und leere Sitze durch die Uckermark.
Morgens um 0700 Uhr ex Schwedt ist die NEB gut gefüllt, aber nie überfüllt. Die Frage ist nicht: Ist der Zug (zu) voll, sondern: Fährt der NEB Zug heute überhaupt?
Persönliche Befindlichkeiten helfen in Zeiten leerer Kassen leider nicht weiter zu guten Entscheidungen.

Nördlich von Angermünde wird der RE3 dann Prenzlau, Pasewalk, Greifswald und Stralsund stündlich an Berlin angebinden. Das ist politisch gewollt und wird diese Mittelstätte hoffentlich positiv nach vorn bringen.

Der Mitnahme-Effekt der D-Ticket Inhaber ist sicher politisch nicht gewollt. Es passiert einfach, dank Geiz-ist-Geil Mentalität. Jene Leute beschweren sich dann ja auch lautstark, warum das Ticket überhaupt mehr als 9€ kosten würde. Die Brandenburger, die mit dem D-Ticket im Vgl zu den vorherigen VBB Monatskarten massiv sparen, beschweren sich nicht. Die beschweren sich auch nicht, wenn ein Zug voll ist. Alles primär Berliner Luxus Probleme.
Man könnte ja auch etwas Geld ausgeben und dann ein Ticket mit Sitzplatz im ICE oder in einem Flixbus kaufen. Wer dazu zu geizig ist, der sollte kein Mitleid erwarten, wenn er/sie/es am Wochenende über 4 Stunden zwischen Berlin und der Ostsee wie eine Ölsardine dicht-gedrängt steht.

Für die Schwedter ist es schade, dass sie die Direktverbindung verlieren. Und zwar im doppeltn Sinne, denn die NEB ist leider nicht mit sonderlich viele Reserven unterwegs. Der RB61 fällt auch gern mal aus. Ab Dezember geht die gesamte Leistung an die NEB, das könnte dann bedeuten, dass dort bei Fahrzeugmangel tagelang der Zug ausfällt und Ersatzbusse rollen. Und ja, wenn das regelmäßig passiert, und die Leute den Anschluss auf den RE3 in Angermünde verpassen, werden einige aufs Auto umsteigen, weil die Arbeitgeber & Berufsschulen irgendwann allergisch auf die Ausrede "NEB ist nicht gefahren" reagieren



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.2026 14:51 von Balu der Bär.
Zitat
M69
Es ist kein Beitrag zur Verkehrswende Schnorrern ein Luxusspielzeug zu subventionieren und gleichzeitig bei Gelegenheitsfahrern am Stadtrand den ABC Tarif abzukassieren. Jedes Bundesland 80€, also Berlin und Brandenburg 160€, mit Ostseeflatrate 240€ ist ein fairer Preis.

Den Preis findest du fair, weil er dich nicht betrifft, oder?

Ein ICE am kommenden Samstag hin- und zurück zur PrimeTime kostet 260 Euro in der 1. Klasse im Flex-Preis. Das ist die teuerste Zuggattung mit der teuersten Preiskategorie in der teuersten Klasse. Hier setzt du deine Flatrate an. Was ist daran fair?





2 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.2026 15:22 von Florian Schulz.
Als ich Kind war hat eine Monatskarte für Berlin und Brandenburg 240 DM gekostet. Ich war als Kind der Meinung meine Mutter könnte das ganz ohne Probleme kaufen. Hat sie aber nicht gemacht da sie anderer Meinung war und auch der Meinung war das ich Schularbeiten machen soll statt stundenlang auf den Landstraßen der Mark abzuhängen.
Mit 14 habe ich dann diese Monatskarte vom Jugendamt bekommen. Und habe tatsächlich die Schule geschwänzt da die meisten Linien außerhalb des Speckgürtels damals nur dann fuhren wenn ich auch hätte in der Schule sein sollen

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Eisern Union!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.2026 16:10 von M69.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
M69
Es ist kein Beitrag zur Verkehrswende Schnorrern ein Luxusspielzeug zu subventionieren und gleichzeitig bei Gelegenheitsfahrern am Stadtrand den ABC Tarif abzukassieren. Jedes Bundesland 80€, also Berlin und Brandenburg 160€, mit Ostseeflatrate 240€ ist ein fairer Preis.

Den Preis findest du fair, weil er dich nicht betrifft, oder?

Ein ICE am kommenden Samstag hin- und zurück zur PrimeTime kostet 260 Euro in der 1. Klasse im Flex-Preis. Das ist die teuerste Zuggattung mit der teuersten Preiskategorie in der teuersten Klasse. Hier setzt du deine Flatrate an. Was ist daran fair?

Es ist eine! Fahrt mit Sitzplatzgarantie.
Die Flatrate sind 31 Fahrten. Ist also immer noch erheblich billiger selbst wenn man davon nur 12 Fahrten realistisch zwischen Berlin und Ostsee fährt

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Eisern Union!
Zitat
M69
Die Flatrate sind 31 Fahrten. Ist also immer noch erheblich billiger selbst wenn man davon nur 12 Fahrten realistisch zwischen Berlin und Ostsee fährt

Wer sagt denn, dass es nur 31 Fahrten sind? Theoretisch kann täglich 3x zwischen Berlin und der Ostsee hin und zurück gefahren werden, so dass rund 100 Fahrten im Monat denkbar sind. Zeitkarten sind aber gute Instrumente der Verkehrswende, die zum einen Mischkalkulationen aus verschiedenen Zielgruppen (täglich Pendelnde, maximal Nutzende und Gelegenheitsfahrende) sind und zum anderen politisch gewollte subventionierte Preise.

Meiner Meinung nach sind wir mit dem Deutschlandticket auf einem guten Weg, es müssten nur noch die Kapazitäten angepasst werden. Verkehre stark auf der Schiene oder in Bussen zu bündeln ist allemal günstiger als der Kern der bisherigen Verkehrspolitik aus Straßenbauten und Straßenausbauten.
Zitat
Lopi2000
Zitat
M69
Die Flatrate sind 31 Fahrten. Ist also immer noch erheblich billiger selbst wenn man davon nur 12 Fahrten realistisch zwischen Berlin und Ostsee fährt

Wer sagt denn, dass es nur 31 Fahrten sind? Theoretisch kann täglich 3x zwischen Berlin und der Ostsee hin und zurück gefahren werden, so dass rund 100 Fahrten im Monat denkbar sind. Zeitkarten sind aber gute Instrumente der Verkehrswende, die zum einen Mischkalkulationen aus verschiedenen Zielgruppen (täglich Pendelnde, maximal Nutzende und Gelegenheitsfahrende) sind und zum anderen politisch gewollte subventionierte Preise.

Meiner Meinung nach sind wir mit dem Deutschlandticket auf einem guten Weg, es müssten nur noch die Kapazitäten angepasst werden. Verkehre stark auf der Schiene oder in Bussen zu bündeln ist allemal günstiger als der Kern der bisherigen Verkehrspolitik aus Straßenbauten und Straßenausbauten.

Bestehende Nachfrage zu verlagern, ist sinnvoll.
Neue Nachfrage zu induzieren ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch die Verluste, welche durch die Öffentliche Hand über Subventionen aufgefangen werden, in total sinken.
Im Bezug auf das D-Ticket ist der induzierte Verkehr aber ein Problem. Er wäre sonst nicht da, und erfordert zusätzliche Subventionsmittel, die dann woanders fehlen.

Es wird niemals möglich sein, an einem sonnigen Sommer-Wochenende die Kapazitäten für die theoretisch vorhandene Nachfrage hinzustellen und diese auskömmlich zu finanzieren. Diese Nachfrage ist zu sehr gepeaked auf 2,5 Tage der Woche. Den Rest der Zeit nutzt man die Kapazitäten nicht und hat die Kosten. Daher muss sich ein Teil der Nachfrage in die Woche hinein verteilen. Das geschieht im Fernverkehr über die Differenzierung der Preise, und im Nahverkehr - sein wir ehrlich - ist es die Abschreckung durch überfüllte Züge und dem daraus folgenden geringen Komfort-Niveau.
Zitat
Balu der Bär
Neue Nachfrage zu induzieren ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch die Verluste, welche durch die Öffentliche Hand über Subventionen aufgefangen werden, in total sinken.
Im Bezug auf das D-Ticket ist der induzierte Verkehr aber ein Problem. Er wäre sonst nicht da, und erfordert zusätzliche Subventionsmittel, die dann woanders fehlen.

Betrachtet man den Verkehr als geschlossenes System mag das korrekt sein, aber (steigende) Mobilität ist auch ein zentrales Element gesellschaftlicher Teilhabe. Insofern kann auch induzierte Mobilitätsnachfrage gut und sinnvoll sein, wenn man denn perspektivisch die Voraussetzungen dafür schafft, dass diese nicht einfach andere Mobilität verdrängt wird. Ich selbst fahre z.B. nicht zuletzt deshalb oft mit der Bahn, weil ich im Zug die Fahrzeit deutlich besser nutzen kann. Wenn die induzierte Nachfrage so groß wird, dass ich die Fahrzeit in überfüllten Zügen nicht mehr sinnvoll nutzen kann und/oder ich Termine aufgrund von nachfrageinduzierten Anschlussverlusten verpasse, wäre das dauerhaft ein Grund für mich nach Alternativen zu suchen - wobei diese natürlich bevorzugt darin lägen, das Angebot auszubauen.

Zitat
Balu der Bär
Es wird niemals möglich sein, an einem sonnigen Sommer-Wochenende die Kapazitäten für die theoretisch vorhandene Nachfrage hinzustellen und diese auskömmlich zu finanzieren. Diese Nachfrage ist zu sehr gepeaked auf 2,5 Tage der Woche. Den Rest der Zeit nutzt man die Kapazitäten nicht und hat die Kosten. Daher muss sich ein Teil der Nachfrage in die Woche hinein verteilen. Das geschieht im Fernverkehr über die Differenzierung der Preise, und im Nahverkehr - sein wir ehrlich - ist es die Abschreckung durch überfüllte Züge und dem daraus folgenden geringen Komfort-Niveau.

Was die gesamte Nachfrage angeht, ist das sicher korrekt. Aber zwischen diesem Idealzustand (aus Fahrgastsicht) und dem Status quo gibt es auch noch viel Luft, die genutzt werden könnte. Mit kreativen Lösungen wie dem Harz-Berlin-Express, können z.B. Nahverkehrszüge, die unter der Woche im Berufsverkehr benötigt werden, am Wochenende aber nicht, sinnvoll auch außerhalb des klassischen Einsatzfeldes eingesetzt werden.
Zitat
Balu der Bär

Bestehende Nachfrage zu verlagern, ist sinnvoll.
Neue Nachfrage zu induzieren ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch die Verluste, welche durch die Öffentliche Hand über Subventionen aufgefangen werden, in total sinken.
Im Bezug auf das D-Ticket ist der induzierte Verkehr aber ein Problem. Er wäre sonst nicht da, und erfordert zusätzliche Subventionsmittel, die dann woanders fehlen.
Neue Nachfrage kann auch am Zielort Konsum und somit Wirtschaftsleistung generieren und daher durchaus sinnvoll sein. Oder dürfen die Ausflügler nur mit der neu gebauten Autobahn erstmalig an die Ostsee fahren und erst dann, wenn sie das häufiger machen, kann man den Verkehr auf die Bahn verlagern? Bei der Ostseeautobahn war ja der Freizeitverkehr aus Hamburg einer der Hauptgründe für die Realisierung.

Letztendlich hätte man aber zuerst den ÖV ausbauen müssen und erst dann hätte man das D-Ticket einführen dürfen. Grundsätzlich ist es aber durchaus eine super Sache, wenn man sich nicht mehr in jeder Stadt mit den tariflichen Besonderheiten befassen muss. Das hätte man aber auch mit einer Bestpreisabrechnung und einer einheitlichen Fahrcard realisieren können.

Grundsätzlich hat in unseren Regionen die Bereitschaft für den ÖV gefehlt. Ausbauten waren immer nur minimal, es wurde immer nur mit minimal möglichen Fahrzeugen/Zügen geplant und die Infrastruktur würde darauf hin angepasst. Das rächt sich nun.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.2026 18:18 von Nemo.
[www.bahn.de]

Das gibt es heute immer noch, wird zu 98% nicht mehr genutzt und war eine gute Balance zwischen günstigem Einstiegspreis und auskömmlicher Finanzierung.
Haben viele gelegentlich genutzt so wie man mal als Erlebnis in den Zoo geht. Ist jetzt allerdings in der ohnehin schon für AB spottbilligen Monatskarte dieses Gimmick unbegrenzt dabei dann wird nicht lange überlegt, die Stullendose eingepackt und zur Ostsee aufgebrochen wo es sonst mit dem Fahrrad zum heimischen Baggersee gegangen wäre, da nicht einmal Geld fürs Freibad locker gemacht worden wäre. Der Vergleich mit dem Zoo ist auch sehr treffend, wäre der Eintritt für Zoo in der Monatskarte als Flatrate dabei könnte man dort auch nicht mehr treten und es wäre kein Geld mehr für Personal und Futter da. Wo Angebot ist da ist Nachfrage und wo Angebot bildungsfernen und rücksichtslosen Schichten zugänglich gemacht wird da ist eine Nutzung ohne jegliches soziales Handeln.
Würde Brot staatlich subventioniert 1 Cent kosten lägen die Laibe auch in jedem Gebüsch und in jedem Tümpel.
Um solch "asoziales" Verhalten zu regulieren hat man bei vielen anderen Bereichen schon vor langem eine clevere Lösung gefunden. Die Schutzgebühr.
Um zum eigentlichen Thema zurück zu kehren, es muss in Sachen Deutschlandticket klare Restriktionen geben wenn nicht in absehbarer Zeit in wenig nachgefragten Gebieten gar nichts mehr fahren soll. Viele Verkehrsunternehmen stehen mit dem Rücken absolut zur Wand, selbst die BVG die immer am meisten vom Kuchen abbekommt musste für den 339er den 164er einkürzen da keinerlei Spielraum mehr für Mehrleistungen da ist

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Eisern Union!



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.2026 18:30 von M69.
Zitat
Nemo
Zitat
Balu der Bär

Bestehende Nachfrage zu verlagern, ist sinnvoll.
Neue Nachfrage zu induzieren ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch die Verluste, welche durch die Öffentliche Hand über Subventionen aufgefangen werden, in total sinken.
Im Bezug auf das D-Ticket ist der induzierte Verkehr aber ein Problem. Er wäre sonst nicht da, und erfordert zusätzliche Subventionsmittel, die dann woanders fehlen.
Neue Nachfrage kann auch am Zielort Konsum und somit Wirtschaftsleistung generieren und daher durchaus sinnvoll sein. Oder dürfen die Ausflügler nur mit der neu gebauten Autobahn erstmalig an die Ostsee fahren und erst dann, wenn sie das häufiger machen, kann man den Verkehr auf die Bahn verlagern? Bei der Ostseeautobahn war ja der Freizeitverkehr aus Hamburg einer der Hauptgründe für die Realisierung.

Letztendlich hätte man aber zuerst den ÖV ausbauen müssen und erst dann hätte man das D-Ticket einführen dürfen. Grundsätzlich ist es aber durchaus eine super Sache, wenn man sich nicht mehr in jeder Stadt mit den tariflichen Besonderheiten befassen muss. Das hätte man aber auch mit einer Bestpreisabrechnung und einer einheitlichen Fahrcard realisieren können.

Grundsätzlich hat in unseren Regionen die Bereitschaft für den ÖV gefehlt. Ausbauten waren immer nur minimal, es wurde immer nur mit minimal möglichen Fahrzeugen/Zügen geplant und die Infrastruktur würde darauf hin angepasst.

Ich glaube, es fehlt nicht an der Bereitschaft, sondern schlicht am Geld.
Bundeshaushalt zu einem Drittel über Schulden finanziert. Berlin brauchen wir nicht reden, Brandenburg und McPomm sind jetzt auch nicht die netto-Einzahler in den Länderfinanzausgleich. Da Budget inflationsbereinigt zu halten oder ggf. geringfügig auszubauen ist schon schwer genug.
Wir sind doch heute eher an dem Punkt: Können wir diese ÖPNV Leistung noch finanzieren oder wo setzt man den Rotstift an.

Die Autobahn ist da, gebaut, und die variable Kosten für die Fahrt im privaten PKW gehen zu 100% auf den Endnutzer. Kann man sicher noch drüber reden, ob die sich auch noch nutzungsabhängig an den Infrastrukturkosten beteiligen sollen. Der aktuelle Spritpreis wirkt glaub ich Wunder genug.
Die Regio's sind halt auch bestellt und in der Kapazität limitiert. Nachbestellen aufgrund von Budget nicht möglich. Fährt ein D-Ticket Inhaber nun öfter, gibt das 0% mehr Erlöse für den Anbieter der Leistung. Der Anbieter wird also seine Leistung nicht ausweiten, weil das seine Kosten erhöht, seine Einnahmen nicht steigert, also seine P&L verschlechtert.
Wenn es den großen Einnahme-Effekt für die Zielorte gibt / geben würde, warum zahlen diese Orte nicht für mehr Angebot? Entweder gibt es ihn messbar kaum oder aber die Kosten sollen wieder auf jemanden anderen sozialisiert werden.
Zitat
Nemo
Grundsätzlich ist es aber durchaus eine super Sache, wenn man sich nicht mehr in jeder Stadt mit den tariflichen Besonderheiten befassen muss. Das hätte man aber auch mit einer Bestpreisabrechnung und einer einheitlichen Fahrcard realisieren können.

Mit Tarifgrenzen muss man sich bei einer Bestpreisabrechnung aber trotzdem beschäftigen, um wirklich den besten Preis zu erzielen.
Beispiel: für eine Fahrt von Spandau zum Norma in der Falkenseer Seegefelder Straße würde ohne Beschäftigung mit den Tarifgrenzen ein ABC-Fahrschein abgerechnet wegen Ausstieg in Seegefeld + ca. 300m Fußweg. Ein besserer Preis würde sich aber ergeben bei Ausstieg in Albrechtshof und grade mal 200m mehr Fußweg – dann würde nämlich ein AB-Fahrschein reichen.
Zitat
M69
Wo Angebot ist da ist Nachfrage und wo Angebot bildungsfernen und rücksichtslosen Schichten zugänglich gemacht wird da ist eine Nutzung ohne jegliches soziales Handeln.

Wie oft hat man Dir denn Deinen teuer bezahlten Platz im RE 5 streitig gemacht, dass Du so denkst? Weniger rücksichtslos ist Deine Forderung nach Abschaffung des "dämlichen Deutschlandtickets" übrigens nicht, ich würde sogar sagen, dass das krasser ist als eine herbeifantasierte Rücksichtslosigkeit von Menschen, die nun öfter die Möglichkeit haben, aus ihrer Gegend rauszukommen.

Wenn Du Lust auf 'n elitäreres Umfeld hast, begib' Dich doch bitte nach Helgoland. Dorthin kommt man nur mit einigem finanziellen Aufwand, da könnt ihr unter Euch bleiben. Sylt habt ihr ja verloren.

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Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
M69
[www.bahn.de]

Das gibt es heute immer noch, wird zu 98% nicht mehr genutzt und war eine gute Balance zwischen günstigem Einstiegspreis und auskömmlicher Finanzierung.
Haben viele gelegentlich genutzt so wie man mal als Erlebnis in den Zoo geht. Ist jetzt allerdings in der ohnehin schon für AB spottbilligen Monatskarte dieses Gimmick unbegrenzt dabei dann wird nicht lange überlegt, die Stullendose eingepackt und zur Ostsee aufgebrochen wo es sonst mit dem Fahrrad zum heimischen Baggersee gegangen wäre, da nicht einmal Geld fürs Freibad locker gemacht worden wäre. Der Vergleich mit dem Zoo ist auch sehr treffend, wäre der Eintritt für Zoo in der Monatskarte als Flatrate dabei könnte man dort auch nicht mehr treten und es wäre kein Geld mehr für Personal und Futter da. Wo Angebot ist da ist Nachfrage und wo Angebot bildungsfernen und rücksichtslosen Schichten zugänglich gemacht wird da ist eine Nutzung ohne jegliches soziales Handeln.

Das ist doch lächerlich. Diese Schichten waren vor dem Deutschlandticket auch schon in den Zügen unterwegs, vor allem an Wochenenden wenn es mit dem SWT durch die halbe Republik ging. Flatrates gibt es im Zoo längst und nennt sich Jahreskarte. Die ist übrigens so spottbillig, dass man nach dem dritten Besuch den Preis wieder raus hat. Dass sich vor dem Elefantenhaus deswegen die Asozialen tummeln, ist mir allerdings noch nicht untergekommen.

Leute werden immer auch Spaß-Ausflüge machen. Aber ist es nicht besser, wenn möglichst viele Personen lieber für null Euro (da man das Flatrate-Ticket bereits besitzt) mit dem Regio an die Ostsee fahren statt für zehn Euro mit einem Billigflieger nach Rom fliegen? Weil auch das ist Verkehrsverlagerung und somit ein Teil der Mobilitätswende. Es geht also nicht nur um Ostseeausflügler. Auch mit dem Auto werden Spaßfahrten gemacht, die man gut verlagern kann.

Du tuts ja so, als wenn die bisherigen Kunden durch das D-Ticket vergrault werden, weil seitdem die Züge voller werden. Die Emissionsbilanz ist pro Passagier geringer, je mehr Leute den Zug nutzen. Nur heiße Luft transportieren ist alles andere als umweltfreundlich, auch wenn sich die paar Passagiere dadrin über viel Platz freuen. Die Bahn ist ein Massenverkehrsmittel.

Zitat
Philipp Borchert
Zitat
M69
Wo Angebot ist da ist Nachfrage und wo Angebot bildungsfernen und rücksichtslosen Schichten zugänglich gemacht wird da ist eine Nutzung ohne jegliches soziales Handeln.

Wie oft hat man Dir denn Deinen teuer bezahlten Platz im RE 5 streitig gemacht, dass Du so denkst? Weniger rücksichtslos ist Deine Forderung nach Abschaffung des "dämlichen Deutschlandtickets" übrigens nicht, ich würde sogar sagen, dass das krasser ist als eine herbeifantasierte Rücksichtslosigkeit von Menschen, die nun öfter die Möglichkeit haben, aus ihrer Gegend rauszukommen.

Wenn Du Lust auf 'n elitäreres Umfeld hast, begib' Dich doch bitte nach Helgoland. Dorthin kommt man nur mit einigem finanziellen Aufwand, da könnt ihr unter Euch bleiben. Sylt habt ihr ja verloren.

Er hatte doch in einem anderen Thread schonmal geschrieben, das er Autist sei und somit seine speziellen Problemchen hat (die man als "Normalo" nicht unbedingt nachvollziehen kann)
Er muss ja auch im Bus immer vorne rechts sitzen beispielsweise.

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Gute Nacht, Forum!
Zitat
M69
Der Vergleich mit dem Zoo ist auch sehr treffend, wäre der Eintritt für Zoo in der Monatskarte als Flatrate dabei könnte man dort auch nicht mehr treten und es wäre kein Geld mehr für Personal und Futter da.

Ist der Zoo den überfüllt und die Tiere bekommen mangels Geld kein Futter? Eine Flatrate gibt es dafür ja – nennt sich Jahreskarte.
Zitat
Balu der Bär

Für die Schwedter ist es schade, dass sie die Direktverbindung verlieren. Und zwar im doppeltn Sinne, denn die NEB ist leider nicht mit sonderlich viele Reserven unterwegs. Der RB61 fällt auch gern mal aus. Ab Dezember geht die gesamte Leistung an die NEB, das könnte dann bedeuten, dass dort bei Fahrzeugmangel tagelang der Zug ausfällt und Ersatzbusse rollen.

Hallo,

ja genauso dachte ich heute auch. Die NEB fällt ja jetzt auch schon auf der RB61 oft genug aus. Gerade heute und morgen auch gleich wieder keine RB61. Wenn die NEB dann komplett den Ast dann alleine bedient, wird wohl oft nix mehr fahren und es böse/enttäuschte Gesichter geben. Na dass wird was werden.

Lg

Bahnstrecke Eberswalde-Frankfurt (Oder)
Man priorisiert dann hoffentlich anders. Derzeit ist es "nur" eine Verstärkerleistung des 2-Stunden-Taktes. Dann wird es die Hauptleistung nach Schwedt sein.
Zitat
TomSpeedy
Zitat
Balu der Bär

Für die Schwedter ist es schade, dass sie die Direktverbindung verlieren. Und zwar im doppeltn Sinne, denn die NEB ist leider nicht mit sonderlich viele Reserven unterwegs. Der RB61 fällt auch gern mal aus. Ab Dezember geht die gesamte Leistung an die NEB, das könnte dann bedeuten, dass dort bei Fahrzeugmangel tagelang der Zug ausfällt und Ersatzbusse rollen.

Hallo,

ja genauso dachte ich heute auch. Die NEB fällt ja jetzt auch schon auf der RB61 oft genug aus. Gerade heute und morgen auch gleich wieder keine RB61. Wenn die NEB dann komplett den Ast dann alleine bedient, wird wohl oft nix mehr fahren und es böse/enttäuschte Gesichter geben. Na dass wird was werden.

Lg

Müsste denn nicht Kapazität frei werden, weil die RB62 dann nicht mehr benötigt wird?
Zitat
tramfahrer
Müsste denn nicht Kapazität frei werden, weil die RB62 dann nicht mehr benötigt wird?

Die ist ja schon frei geworden (oder wurde anders verplant), da ja die RB62 seit dem letzten Fahrplanwechsel im RE30 aufgegangen ist, der von DB Regio betrieben wird.

Zitat
M48er
Man priorisiert dann hoffentlich anders. Derzeit ist es "nur" eine Verstärkerleistung des 2-Stunden-Taktes. Dann wird es die Hauptleistung nach Schwedt sein.

Die Menschen dort scheinen auch recht anspruchslos zu sein, was die Linie angeht: obwohl teils die Hälfte aller Fahrten ausgefallen ist, gibt es in der Kundenzufriedenheit immerhin die Note 2,0. Spätestens beim Stundentakt tut sich hoffentlich etwas an der Zuverlässigkeit. [unternehmen.vbb.de]
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
M69
Wo Angebot ist da ist Nachfrage und wo Angebot bildungsfernen und rücksichtslosen Schichten zugänglich gemacht wird da ist eine Nutzung ohne jegliches soziales Handeln.

Wie oft hat man Dir denn Deinen teuer bezahlten Platz im RE 5 streitig gemacht, dass Du so denkst?

Teuer bezahlt? Wenn ich mich recht entsinne, ist dieser Forist kostenlos bzw. gegen ein ganz geringes Entgelt mit seinem Schwerbehindertenausweis unterwegs. Damit ausgestattet fällt es natürlich leicht, solche Forderungen aufzustellen.

Klar ist es lästig, in überfüllten Zügen unterwegs zu sein, aber das ist kein spezielles Problem des D-Tickets. Bestimmte Züge zu beliebten Ausflugszielen sind bei passendem Wetter schon immer bis an ihre Kapazitätsgrenze ausgelastet, und günstige Tarife im Nahverkehr gibt es mindestens seit der Einführung des „Schönes-Wochenende-Tickets“.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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