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Sammelthread: Nahverkehr in Brandenburg
geschrieben von Marc1 
Zitat
vasarius
Alles klar, falsch verstanden, der RBB-Beitrag suggerierte, dass vorerst gar nichts hält.

Ich hatte es auch erst so verstanden, aber beim nochmaligen Schauen bemerkt, dass es doch korrekt erläutert wird.

Die DB hat eine Präsentation zum geplanten Umbau des Bahnhofs online gestellt, aus der näheres hervor geht: [bauprojekte.deutschebahn.com]

Demnach wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember die Bedienung der Zwischenhalte Hangelsberg, Berkenbrück, Jacobsdorf, Pilgram und FF-Rosengarten von den Langläufern Magdeburg - Cottbus auf den langsameren der beiden Kurzläufer Brandenburg - Frankfurt übergehen, der perspektivisch alle zusätzlichen Halte bedienen soll, so dass RB1 fast die bessere Bezeichnung wäre.

Der Langläufer und der schnellere Kurzläufer sollen langfristig nur noch in Erkner, Fangschleuse und Fürstenwalde halten. Da Briesen (genau wie Götz und Groß Kreutz) aber noch nicht für die Zuglänge geeignet sind, werden bis dies soweit ist, diese Halte ausschließlich durch die Langläufer bedient, die mit 6 Wagen fahren. Von Briesen nach Berkenbrück oder Jacobsdorf oder von Groß Kreutz nach Potsdam Charlottenhof muss dann mit Umstieg in Fürstenwalde oder Frankfurt bzw. Werder gefahren werden.

Vermutlich wird nur ein ziemlich geringer Anteil aller RE1-Fahrgäste davon betroffen sein, aber eben mehr als 0 wie schon der Beitrag zeigt. Im Rahmen einer Abwägung aller Vor- und Nachteile dieser Lösung halte ich sie aber dennoch für vertretbar, wobei dann natürlich noch die Frage gestellt werden muss, wer für Ersatz für die komplizierte werdenden Wege sorgen muss. Ein SEV ist ja formell nicht notwendig, da alle Halte bedient werden, nur halt nicht mehr ohne Umstieg.
Das habe ich mich aber schon öfter gefragt, da es so was im Laufe der Jahre immer wieder mal gab. Z.B. werden (oder wurden) auf dem RE2 die Halte zwischen Vetschau und Cottbus immer zweistündlich wechselnd bedient (so dass der Zug in beiden Fällen immer rechtzeitig aus der Eingleisigkeit raus ist bzw. den Anschlussknoten Cottbus erreicht)
Hat eigentlich schon mal jemand geprüft, ob man das Bauprojekt in Briesen zeitlich teilen kann? Die Bahnsteigverlängerung auf dem Gleis nach Frankfurt (Oder) scheint ja recht einfach zu sein. Dann könnte man zumindest in eine Fahrtrichtung schon das Zielkonzept mit Halten überall umsetzen und würde die Proteste vielleicht etwas reduzieren können.
Zitat
M48er
Hat eigentlich schon mal jemand geprüft, ob man das Bauprojekt in Briesen zeitlich teilen kann? Die Bahnsteigverlängerung auf dem Gleis nach Frankfurt (Oder) scheint ja recht einfach zu sein. Dann könnte man zumindest in eine Fahrtrichtung schon das Zielkonzept mit Halten überall umsetzen und würde die Proteste vielleicht etwas reduzieren können.

Das wäre ja noch komplizierter und unverständlicher...
Zitat
Rollbert
Zitat
M48er
Hat eigentlich schon mal jemand geprüft, ob man das Bauprojekt in Briesen zeitlich teilen kann? Die Bahnsteigverlängerung auf dem Gleis nach Frankfurt (Oder) scheint ja recht einfach zu sein. Dann könnte man zumindest in eine Fahrtrichtung schon das Zielkonzept mit Halten überall umsetzen und würde die Proteste vielleicht etwas reduzieren können.

Das wäre ja noch komplizierter und unverständlicher...

Vor allem müsste sich dieser Aufwand auch daran messen lassen, dass er nur einen gewissen Vorteil relativ wenige Fahrgäste bringt, die grundsätzlich auch mit der nun angestrebten Lösung an ihr Ziel kommen.

In die Planfeststellung müsste man wohl wegen einer einfachen Bahnsteigverlängerung nicht zwingend gehen. Da aber der Bahnsteig in Fahrtrichtung Berlin zusätzlich eine Verlegung des Überholgleises inkl. der Weiche, die sonst im Bahnsteigbereich läge, erfordert, geht man offenbar mit dem gesamten Verfahren in die Planfeststellung und kann dadurch erst 2029 bauen.

Ein denkbarer Weg könnte sein, den Bahnsteig in Richtung Frankfurt ohne Planfeststellung schon früher zu verlängern. Auch hier stellt sich aber dann die Frage: Lohnt sich das für einen kleinen Zeitvorteil für ein paar Ein- und Aussteigende pro Tag.

Und noch entscheidender: Das Problem wäre ja auch rein betrieblich statt baulich lösbar, in dem der 6-teilige Zug alle Unterwegsbahnhöfe bedient und nicht der 8-teilige die meisten. Auch da hat sich wohl irgendwer bewusst gegen entschieden und auch dies ist vermutlich sinnvoll begründbar, da auch diese betriebliche Optimierung in der Summe vorteilhaft ist.
Zitat
PassusDuriusculus
Das habe ich mich aber schon öfter gefragt, da es so was im Laufe der Jahre immer wieder mal gab. Z.B. werden (oder wurden) auf dem RE2 die Halte zwischen Vetschau und Cottbus immer zweistündlich wechselnd bedient (so dass der Zug in beiden Fällen immer rechtzeitig aus der Eingleisigkeit raus ist bzw. den Anschlussknoten Cottbus erreicht)

Die Nachfrage bei den beiden Halten in Kolkwitz und Kunersdorf sind aber auch grundsätzlich verschwindend gering, eigentlich objektiv zu gering für die schnellste Verbindung zwischen zweitgrößter Stadt Brandenburgs und Bundeshauptstadt. Da macht der eine Fahrgast am Tag, der so von Kolkwitz nach Kunersdorf fahren würde, auch nichts mehr besser... ;-)
Brandenburg hat wenig Geld für den Nahverkehr:
[www.rbb24.de]
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