Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Sammelthread: Nahverkehr in Brandenburg
geschrieben von Marc1 
Am Rande der Innotrans hatte der VBB zum Pressegespräch geladen. Weil die Infrastruktur im Bahnverkehr in absehbarer Zeit nicht den Anforderungen genügen wird, bemüht man sich, die Auswirkungen wie Anschlussverluste zu mildern. In Hennigsdorf wurden demnach nach Maßnahmen im August rund 99 Prozent der Anschlüsse S25 --> RB55/RE6 erreicht. Im Januar waren es nur rund 90 Prozent. Ein Problemanschluss ist auch der Angermünde-Schwedt vom RE3.

Mein Artikel in nd dazu.
Zitat
nicolaas
Am Rande der Innotrans hatte der VBB zum Pressegespräch geladen. Weil die Infrastruktur im Bahnverkehr in absehbarer Zeit nicht den Anforderungen genügen wird, bemüht man sich, die Auswirkungen wie Anschlussverluste zu mildern. In Hennigsdorf wurden demnach nach Maßnahmen im August rund 99 Prozent der Anschlüsse S25 --> RB55/RE6 erreicht. Im Januar waren es nur rund 90 Prozent. Ein Problemanschluss ist auch der Angermünde-Schwedt vom RE3.

Mein Artikel in nd dazu.

Was zählt man da eigentlich? Ich frage bewusst. Ein "verpasster Anschluss", wo sich die Züge nicht treffen, aber niemand umsteigen würde? Oder zählt man die Leute, die am Bahnsteig zurückbleiben? Etliche Pendler nehmen bewusst Nachmittags den Verstärker RE3 um 15:11 oder 17:10, das gibt dann mehr als ausreichend Zeit zum Umsteigen zum RE61, wenn der denn fährt.

Und es ist auch ein wenig einfach zu sagen, die drei ICE seien schuld. Sie sind ein Teil des Desasters. Aber das erklärt nicht, warum die Verstärker zwischen Gesundbrunnen und Angermünde regelmäßig ausfallen, warum die Ausfälle auch auf dem RE30 zunehmen... Das Gro der Einpendler aus Schwedt nach Berlin steigt in Gesundbrunnen aus oder um.

Möchte man die Anschlüsse verbessern, könnte man die Zeitenlage des RE61 ab Dezember ja völlig frei drehen.
Dann gibt es aber noch eine Wahrheit: Jede Minute mehr Umsteigezeit heißt im Winter, dass die Gäste frieren denn wenn das NEB Personal Pause hat, sind sie nicht verpflichtet, die Fahrzeuge für die wartenden Fahrgäste zu öffnen.
Und bliebt die RE61 ihrerseits bei der Performance, die sie hat, dann sollte man lieber die Abfahrzeiten des BUS optimieren...
Die RB61 soll ja ab Dezember eine "höhere Priorität" bei der NEB bekommen, so habe ich es gelesen. Da darf man gespannt sein ob das am ende dann auch umgesetzt wird. Nach wie vor ist die Personaldecke bei der NEB dünn.

Liebe Grüße

Bahnstrecke Eberswalde-Frankfurt (Oder)
Und welche Linie bekommt dann eine niedrigere Priorität?

—————————————————

Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Ich finde Anschlüsse im einstelligen Minutenbereich ohnehin problematisch, erst recht, wenn ein Bahnsteigwechsel erforderlich ist und unter Umständen mindestens an einem Bahnsteig eine volle Zuglänge abgeschritten werden muss. Oft schrumpft die ohnehin knappe Umsteigezeit auf wenige Augenblicke und der Anschluss muss innerhalb kürzester Zeit erreicht werden, was dann ein großes Rudelrennen zur Folge hat. Wer dabei etwa auf einen Aufzug angewiesen ist, hat kaum eine Chance, den nächsten Zug zu erreichen. Daher hielte ich es für besser, von vornherein mit etwas großzügigeren Übergangszeiten zu rechnen. Erst vor kurzem hatte ich wieder so einen Fall. Die paar Minuten, die man den Reisenden zum Umsteigen zugestand, sanken gen null und dennoch verkündete man stolz, der Anschluss würde warten. Das tat er dann auch, bei Ankunft stand er jedenfalls noch da. Doch just, als die Umsteiger in der Personenunterführung verschwanden, um den Bahnsteig zu wechseln, packte jener heißbegehrte Anschlusszug die Gelegenheit beim Schopfe, sich zur Überraschung aller, klammheimlich aus dem Staub zu machen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Bumsi
Und welche Linie bekommt dann eine niedrigere Priorität?
Jedenfalls nicht die RB26, das geht schon gar nicht mehr. ]:-)
Zitat
fatabbot
Zitat
Bumsi
Und welche Linie bekommt dann eine niedrigere Priorität?
Jedenfalls nicht die RB26, das geht schon gar nicht mehr. ]:-)

Die hat gar keine Priorität.
Also heißt es wohl, auf die Verstärker Berlin–Müncheberg kann man bald vollständig verzichten.
So langsam wünscht man sich ja, dass dieses Unternehmen von dort mal allmählich verschwindet. Das was die da und auch allgemein abziehen, ist einfach nur noch peinlich.
Man sollte einfach die BKB wieder ab Lichtenberg im Planbetrieb fahren lassen so wie 1995.
Dann hat man einen zuverlässigen Takt zwischen Berlin und Müncheberg mit der RB 29

------------------------------------
Eisern Union!
Wir warten alle schon gespannt auf die Reaktivierung der Müncheberger Kleinbahn bis Müncheberg Stadt, dann kann der Verstärker dorthin fahren. ^^
Zitat
ZugBus
Wir warten alle schon gespannt auf die Reaktivierung der Müncheberger Kleinbahn bis Müncheberg Stadt, dann kann der Verstärker dorthin fahren. ^^

Ist da noch was da, was man reaktivieren könnte? Im Grunde könnte der Verstärker dann ja nach Buckow und Müncheberg Stadt geflügelt werden.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Diese Ostbahn-Thematik ist doch wirklich ein Desaster. Da die Strecke ja über weite Teile eingleisig ist, dürfte es keinen Unterschied machen, ob die NEB oder die BKB da entlang fährt.

Was mich wundert: Da die NEB ja eine deutliche Schuld auf die vorhandenen Fahrzeuge schiebt: Warum macht sie nicht mit beim beliebten Fremdfahrzeuge-Spielchen? Ja, die Züge müssen für Polen zugelassen sein. Aber da könnte man doch wohl im Zweifel mit Pendelverkehren arbeiten - die wenigen betriebfähigen mit Polen-Zulassung fahren erst ab Müncheberg, bis dahin fahren Züge mit deutlich ausreichender Kapazität aus dem Bundesgebiet. Noch besser wäre, die Polen-Züge auch nur auf die letzten Meter einzusetzen, aber in Küstrin-Kietz besteht ja, trotz vieler Gleise, offenbar nur eine einzige Bahnsteigkante.

Dennoch finde ich es nicht nachvollziehbar, dass man sich auf diesem Zustand, der ja nun schon seit vielen Jahren bekannt ist und anhält, mehr oder weniger auszuruhen scheint - auf allen Ebenen.

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Seit der Wiedereröffnung der Oderbrücke habe 3x versucht dahinzufahren:
1. Mal: in Strausberg wieder raus, spontaner SEV bis Kietz-nein Danke
2. Mal: kam ich in Lichtenberg gar nicht in den Zug
3. Mal: Totalausfall

Das waren nur Spassfahrten aber wie fühlen sich Pendler dabei?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.2026 16:31 von Nordender.
Zitat
Nordender

Das waren nur Spassfahrten aber wie fühen sich Pendler dabei?

Todesangst ob's wieder brennt

------------------------------------
Eisern Union!
Zitat
Philipp Borchert
Dennoch finde ich es nicht nachvollziehbar, dass man sich auf diesem Zustand, der ja nun schon seit vielen Jahren bekannt ist und anhält, mehr oder weniger auszuruhen scheint - auf allen Ebenen.

Letztlich wäre dieses Problem ja vermutlich relativ leicht lösbar. Der Bahnsteig nur knapp zu kurz, damit dort drei Zugteile stehen können: zwei für den Zug nach Berlin und einer für den Pendelzug nach Polen. Das wäre mit eher kleinem Aufwand korrigierbar und schon hätte man eine Lösung dafür. Auch ein zweiter Bahnsteig mit entsprechender Anbindung für den Pendelzug auf der anderen Seite des Bahnhofsgebäudes wirkt nicht völlig utopisch. Ebenso sollte für eine grenzüberschreitende Linie (mit ggf. weiterer Durchbildung) auch der Einsatz von Fahrzeugen, die für die gesamte Strecke geeignet sind, keine Raketenwissenschaft sein, insbesondere, wenn dies zwischen 2 EU-Ländern erfolgt.

Es fehlt halt vor allem ein Bekenntnis dazu, hier etwas optimieren zu wollen, kombiniert mit dem Problem, vieler kleinteiliger Zuständigkeiten hinter denen sich alle Bedenkenträger gut verstecken können.
Zitat
Lopi2000
Letztlich wäre dieses Problem ja vermutlich relativ leicht lösbar. Der Bahnsteig nur knapp zu kurz, damit dort drei Zugteile stehen können: zwei für den Zug nach Berlin und einer für den Pendelzug nach Polen. Das wäre mit eher kleinem Aufwand korrigierbar und schon hätte man eine Lösung dafür. Auch ein zweiter Bahnsteig mit entsprechender Anbindung für den Pendelzug auf der anderen Seite des Bahnhofsgebäudes wirkt nicht völlig utopisch.

Müssen denn überhaupt beide Züge gleichzeitig an einem Bahnsteig stehen?
Denkbar wäre doch auch, der Zug aus Berlin kommt am Bahnsteig an, setzt die Fahrgäste aus und verzieht sich dann auf ein anderes Gleis. Danach kommt der Zug aus Polen an den Bahnsteig, setzt die von dort kommenden Fahrgäste raus und nimmt die nach Polen wollenden auf. Während des Fahrgastaustauschs wechselt das Personal den Führerstand, sodass der Pendelzug wieder nach Polen fahren kann. Anschließend kommt der andere Zug von seinem Parkplatz wieder an den Bahnsteig und nimmt die Fahrgäste Richtung Berlin auf.

Klar, bei Regen oder Kälte macht es keinen Spaß, auf dem einzigen Bahnsteig auf den anderen Zug zu warten, aber immerhin wäre die Wartezeit kürzer, als auf den nächsten Takt warten zu müssen.
Mein letzter stand war, dass man dieses Jahr im Herbst gebraucht Fahrzeuge aus Tschechien wohl anmieten wollte um diese auf der RB26 zu Testen, da die Pesa ja nicht wirklich zuverlässig sind. Was nun daraus geworden ist, weiss ich nicht. Vielleicht kommt es ja noch, der Herbst hat ja erst begonnen.
Zitat
Jumbo
Zitat
Lopi2000
Letztlich wäre dieses Problem ja vermutlich relativ leicht lösbar. Der Bahnsteig nur knapp zu kurz, damit dort drei Zugteile stehen können: zwei für den Zug nach Berlin und einer für den Pendelzug nach Polen. Das wäre mit eher kleinem Aufwand korrigierbar und schon hätte man eine Lösung dafür. Auch ein zweiter Bahnsteig mit entsprechender Anbindung für den Pendelzug auf der anderen Seite des Bahnhofsgebäudes wirkt nicht völlig utopisch.

Müssen denn überhaupt beide Züge gleichzeitig an einem Bahnsteig stehen?
Denkbar wäre doch auch, der Zug aus Berlin kommt am Bahnsteig an, setzt die Fahrgäste aus und verzieht sich dann auf ein anderes Gleis. Danach kommt der Zug aus Polen an den Bahnsteig, setzt die von dort kommenden Fahrgäste raus und nimmt die nach Polen wollenden auf. Während des Fahrgastaustauschs wechselt das Personal den Führerstand, sodass der Pendelzug wieder nach Polen fahren kann. Anschließend kommt der andere Zug von seinem Parkplatz wieder an den Bahnsteig und nimmt die Fahrgäste Richtung Berlin auf.

Klar, bei Regen oder Kälte macht es keinen Spaß, auf dem einzigen Bahnsteig auf den anderen Zug zu warten, aber immerhin wäre die Wartezeit kürzer, als auf den nächsten Takt warten zu müssen.

Bei der mangelhaften Zuverlässigkeit der Züge und der überwiegend eingleisigen Strecke halte ich ein solches Konzept doch für ziemlich gewagt und außerdem für die Fahrgäste eine Zumutung. Mal abgesehen davon, gibt es in Küstrin auch kein "Wendegleis", das man dafür nutzen könnte.

Die Zwischentakte nach Müncheberg kann man doch im Prinzip mit irgendeinem Fahrzeug fahren, da diese umlaufmäßig nicht mit den nach Polen fahrenden Zügen verknüpft sind.
Zitat
Latschenkiefer
Die Zwischentakte nach Müncheberg kann man doch im Prinzip mit irgendeinem Fahrzeug fahren, da diese umlaufmäßig nicht mit den nach Polen fahrenden Zügen verknüpft sind.

Und warum tut man das nicht seit Jahren? Der Gebrauchtmarkt für ältere Dieseltriebwagen sollte da doch Dinge möglich machen.

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Latschenkiefer
Die Zwischentakte nach Müncheberg kann man doch im Prinzip mit irgendeinem Fahrzeug fahren, da diese umlaufmäßig nicht mit den nach Polen fahrenden Zügen verknüpft sind.

Und warum tut man das nicht seit Jahren? Der Gebrauchtmarkt für ältere Dieseltriebwagen sollte da doch Dinge möglich machen.
Hallo,

am geschmeidigsten wäre es gewesen, wenn die NEB die RB26 wieder auf Talente umgestellt hätte. Genug sollten ja nach dem Einflotten der Mireo dagewesen sein, einmal gründlich gereinigt, Sitze neu bezogen und Fenster wieder durchsichtig gemacht.

Vermutlich war es ab so, dass für die Talente ausreichend Markt für die Weiterbezutzung da ist, während keiner an den Pesa-Kisten interessiert ist, so dass sich die NEB für das Behalten der Pesa entschieden hat.

Mit freundlichen Grüßen

Theo
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen