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Neue Chance für Stammbahn?
geschrieben von Ronny_Sommer 
Zitat
Nemo
Zitat
VvJ-Ente
Regional-Züge und/oder Fernzüge durch Schlachtensee? Viel Glück. Dagegen war Lichtenrade ein Kindergeburtstag... ^^

Vom Protestpotenzial vielleicht. Vom Rechtlichen her besteht die Bahnstrecke in Schlachtensee immerhin. Wenn man jetzt nicht die Gleislage stark verändert, ist das alles kein Problem.

Das Problem ist die für den Betrieb heute im Fern-/Regionalverkehr üblicher Fahrzeuge der Gruppen 1 und 4 notwendige Wäscheleine bzw. die Abneigung mancher Anwohnender gegen dieselbe...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
nicolaas
Die IG Nahverkehr der Berliner Linke hat ihre Gedanken zur Stammbahn in ein neues Papier gegossen. Statt einer teuren niveaufreien Einfädelung in Kohlhasenbrück, wie derzeit auf der i2030-Seite dargestellt, fordern sie die Nutzung des Gütergleises der Wannseebahn, um eine Verbindung zur Wetzlarer Bahn herzustellen. Ich habe daraus einen Artikel fabriziert.

Puh. Ich sehe es problematisch, wenn das Paket immer wieder aufgeschnürt wird, denn das führt vor allem zu Verzögerungen bei der Umsetzung. Das Gütergleis der Wannseebahn sollte aus meiner Sicht auf jeden Fall einbezogen werden & auch die Strippe bekommen, aber primär aus Gründen der Netzresilienz.

Ein Blick in den Deutschlandtakt zeigt, dass die Kurve in Kohlhasenbrück zwingend erforderlich ist, denn nur wenn dort beide Strecken in beide Richtungen angeschlossen sind, entsteht die notwendige Leistungsfähigkeit. Wenn der RE7 via Wannsee auf die Stadtbahn fährt, kann zeitgleich ein Zug von Potsdam auf der Stammbahn nach Berlin rein fahren. Äquivalent stehen parallel zum RE1 nur dann Alternativtrassen zur Verfügung, wenn die Verbindungskurve gebaut wird, ansonsten bekommen wir einen Engpass zwischen Abzweig Griebnitzsee Ost und Wannsee. Ein bestandsnaher Ausbau mir 3. oder gar 4. Gleis auf diesem Abschnitt hätte ebenfalls erhebliche Eingriffe zur Folge.

Die neue RB37 hat in Wannsee fast 1h Wendezeit. Da käme sie auf jeden Fall locker bis Zehlendorf, vermutlich sogar bis Steglitz. Diese "tief hängende Frucht" sollte als Vorlaufbetrieb zur Stammbahn ins Auge gefasst werden.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Nemo
Zitat
VvJ-Ente
Regional-Züge und/oder Fernzüge durch Schlachtensee? Viel Glück. Dagegen war Lichtenrade ein Kindergeburtstag... ^^

Vom Protestpotenzial vielleicht. Vom Rechtlichen her besteht die Bahnstrecke in Schlachtensee immerhin. Wenn man jetzt nicht die Gleislage stark verändert, ist das alles kein Problem.

Das Problem ist die für den Betrieb heute im Fern-/Regionalverkehr üblicher Fahrzeuge der Gruppen 1 und 4 notwendige Wäscheleine bzw. die Abneigung mancher Anwohnender gegen dieselbe...

Was sollen die Anwohner gegen eine Elektrifizierung machen, die kein Planfeststellungsverfahren mehr erfordert?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wieso sollte eine Oberleitung ohne PFV möglich sein?
Zitat
hansaplatz
Wieso sollte eine Oberleitung ohne PFV möglich sein?

Weil man das Gesetz in dieser Hinsicht geändert hat.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wenn die Verkehrswende eine Wünschdirwas-Veranstaltung bleibt, dann gute Nacht. Aber die Realos von den Grünen werden ihrer Partei und den Anwohnern schon erläutern, dass das alles notwendig ist. So wie es gegenwärtig in fast allen Feldern der Grünen geschieht, außer natürlich Atomkraftwerke, dann schon lieber mehr CO2. So Schilda-like ist alles bei denen.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
😂 🤮 😉😝
Zitat
Nemo
Zitat
hansaplatz
Wieso sollte eine Oberleitung ohne PFV möglich sein?

Weil man das Gesetz in dieser Hinsicht geändert hat.

Wann das denn?

Viele Grüße
Arnd
Am 10. Dezember 2020 :-)

Synopse

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.07.2022 09:14 von Florian Schulz.
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Nemo
Zitat
hansaplatz
Wieso sollte eine Oberleitung ohne PFV möglich sein?

Weil man das Gesetz in dieser Hinsicht geändert hat.

Wann das denn?

Es steht übrigens in § 18 des Allgemeinen Eisenbahn Gesetzes:

"(1a) Für folgende Einzelmaßnahmen, die den Bau oder die Änderung von Betriebsanlagen einer Eisenbahn vorsehen, bedarf es keiner vorherigen Planfeststellung oder Plangenehmigung, sofern keine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht:
1. die Ausstattung einer bestehenden Bahnstrecke mit einer Oberleitung einschließlich dafür notwendiger räumlich begrenzter baulicher Anpassungen, insbesondere von Tunneln mit geringer Länge oder von Kreuzungsbauwerken".

Die Ausstattung mit ETCS (wegen Digitalisierung) sowie die Verlängerung von Bahnsteigen, den Bau von Gleisverbindungen und der Bau von Schallschutzwänden brauchen nun ebenfalls kein Planfeststellungsverfahren mehr.

Die Schallschutzwände wären natürlich ein Problem, da für die sicherlich Bäume fallen müssten und wir somit vermutlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung bräuchten und wir dann wieder in der Planfeststellung sind.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Was ist mit Lärm bei Bauarbeiten z.B. bei Gleissanierungen oder eben Gleisverbindungen?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
😂 🤮 😉😝
Würde sagen, da bekommen die mehr oder weniger betroffenen Anwohner einen Zettel von der Deutschen Bahn zwecks Anwohnerinfo über Lärm- und Schmutzbelästigung und das sie um Entschuldigung bittet.
Habe ich regelmäßig wenn Nacht und/oder am Wochenende mal wieder gebaut wird.
Da heißt dann das sie sich bemüht leise zu bauen aber Lärm kann nicht nicht ausgeschlossen werden.
Zitat
Heidekraut
Was ist mit Lärm bei Bauarbeiten z.B. bei Gleissanierungen oder eben Gleisverbindungen?

Was soll damit sein? Lärm ist von Mo-Sa von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr zu akzeptieren. Der Bauherr wird natürlich Lärm möglichst vermeiden, die Anwohner werden entsprechend informiert, bekommen einen Ansprechpartner, der sie tröstet, damit der Bauleiter seine Ruhe hat und wenn es nachts zu laut wird, bekommt man eine Hotelübernachtung.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
VvJ-Ente
Regional-Züge und/oder Fernzüge durch Schlachtensee? Viel Glück. Dagegen war Lichtenrade ein Kindergeburtstag... ^^
Nun, vergiss nicht, dass dort bis Anfang der 1990er Jahre noch die U.S.-Militärzüge mit einer lauten Ludmilla regelmäßig langfuhren.

Letzteres veranlasst mich auch zu der Meinung, dass dort keine Schallschutzwand hin muss. Im Gegensatz zu damals (Ludmilla, Stadtbahner) wäre es heute mit der modernen S-Bahn und eventuellen Regio-Triebfahrzeugen (mit Strippe, Diesel oder E-Antrieb) eher leiser.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
VvJ-Ente
Regional-Züge und/oder Fernzüge durch Schlachtensee? Viel Glück. Dagegen war Lichtenrade ein Kindergeburtstag... ^^
Nun, vergiss nicht, dass dort bis Anfang der 1990er Jahre noch die U.S.-Militärzüge mit einer lauten Ludmilla regelmäßig langfuhren.

Letzteres veranlasst mich auch zu der Meinung, dass dort keine Schallschutzwand hin muss. Im Gegensatz zu damals (Ludmilla, Stadtbahner) wäre es heute mit der modernen S-Bahn und eventuellen Regio-Triebfahrzeugen (mit Strippe, Diesel oder E-Antrieb) eher leiser.

Heutzutage stellt man doch überall Lärmschutzwände hin, was ist als das stärkste Gegenargument gegen diese Strecke sehe.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Stefan Metze
Die DB und der Bund müssten schon ein enormes Interesse daran haben dauerhaft wichtige Fernzug-Strecken auf die Stammbahn zu führen um das zu finanzieren. Aber diese Strecken sehe ich nicht.

Sie Stammbahn ist im Deutschlandtakt mit vier Regios pro Stunde belegt. Zwei davon zum Potsdamer Platz, zwei über Südkreuz und Hermannstraße nach Ostkreuz und Lichtenberg. In der anderen Richtung jeweils zwei Züge aus Potsdam/Golm und weiter, einer Bad Belzig, einer Beelitz.

Und den Deutschlandtakt hat das Bundesverkehrsministerium beauftragt.
Das würde ja bedeuten, dass der Süd-Ostring ertüchtigt werden müsste an der Kiefholzstraße.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
😂 🤮 😉😝
Zitat
Heidekraut
Das würde ja bedeuten, dass der Süd-Ostring ertüchtigt werden müsste an der Kiefholzstraße.

Dann geht es natürlich nicht!

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Heidekraut
Das würde ja bedeuten, dass der Süd-Ostring ertüchtigt werden müsste an der Kiefholzstraße.

Ja, man müsste mit einer Brücke über die S-Bahn der Görlitzer Bahn rüber und dann müsste man sich niveaugleich in die Fernbahnstrecke einfädeln. Niveaufrei wäre natürlich der Kostenoverkill. Muss man sich halt überlegen, ob man das an dieser Stelle braucht.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
VvJ-Ente
Regional-Züge und/oder Fernzüge durch Schlachtensee? Viel Glück. Dagegen war Lichtenrade ein Kindergeburtstag... ^^
Nun, vergiss nicht, dass dort bis Anfang der 1990er Jahre noch die U.S.-Militärzüge mit einer lauten Ludmilla regelmäßig langfuhren.

Letzteres veranlasst mich auch zu der Meinung, dass dort keine Schallschutzwand hin muss. Im Gegensatz zu damals (Ludmilla, Stadtbahner) wäre es heute mit der modernen S-Bahn und eventuellen Regio-Triebfahrzeugen (mit Strippe, Diesel oder E-Antrieb) eher leiser.

Heutzutage stellt man doch überall Lärmschutzwände hin, was ist als das stärkste Gegenargument gegen diese Strecke sehe.
Ja, leider. Ich kenne hierzu die Vorschriften nicht. Aber dies sollte man durchaus auch in Frage stellen bzgl. Bestandschutz, Nutzen und optischer Zumutbarkeit. Den Widerspruch sieht man ja schon bei der Dresdner-Bahn. Warum man hier die S-Bahn neben der Fernbahn mit drei parallelen Wänden einkesselt ist doch sehr fragwürdig.
Besonders in Bereichen wo keine Wohnflächen sind.
Im Bereich Zehlendorf bis Wannsee sehe ich, wie gesagt, keinen Bedarf hinsichtlich der evtl. moderneren leiseren Fahrzeuge.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.07.2022 00:37 von GraphXBerlin.
Sobald eine Bahnstrecke "wesentlich verändert" wird, müssen die aktuellen Lärmvorschriften eingehalten werden. Der Widersinn ist, selbst wenn es deutlich leiser wird als vorher (E-Betrieb statt Diesel), müssen LSW her, wenn die aktuellen Vorschriften nicht eingehalten werden.

Somit muss dann am Südring eine LSW her, falls die Strecke elektrifiziert wird, weil dann 5 Güterzüge am Tag dort lang fahren. Direkt daneben die lärmende Autobahn (mit 24h-Betrieb) hat Bestandsschutz.
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