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Aktualität und Richtigkeit der Fahrgastinformation II
geschrieben von Alter Köpenicker 
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Alter Köpenicker
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Flexist
Allerdings. So auch Wuhletal, Nachtverkehr Samstag ca. 0:50 Uhr. Die U-Bahn fährt ihre letzten Züge im 10-Minutenakt zuende. SEV fährt bereits alle 15-Minuten und nur noch ein Bus!

Wer den Bus noch kriegen will, der braucht eine verdammt riesige Menge an Ehrgeiz. Hier ist nicht mehr rennen gefragt, sondern schon Sprinten um die hinterste Bustür am schließen zu hindern. Ansonsten sieht man den Bus davon fahren und steht sich an einem Platz im nirgendwo 15 Minuten die Füße ab.

Das habe ich am Sonntag Morgen auch beobachtet, als ich auf dem Weg zur Arbeit vom N90 zum N91 unstetigen mußte. Als der U5-SEV abfuhr dachte ich mir noch nichts dabei. Kaum war der weg, strömten auch schon etliche Leute aus dem Bahnhof.

Das ist tagsüber nicht besser: In Wuhletal fahren in der NVZ drei Ersatzbusse 0, 1 und 3 Minuten nach Ankunft der U-Bahn. Ratet mal, welche beiden Busse leer fahren und welcher überfüllt ist. Diese haben dann am Cottbusser Platz 7, 6 und 4 Minuten Übergangszeit zur U-Bahn. Diesen Anschluss benutzen weitaus weniger Fahrgäste als in Wuhletal. Ein guter Fahrplan sieht anders aus.

Es sollte definitiv ein besseres Ersatzverkehrsmanagement bei der BVG geben. Eigentlich gehört das in den Verkehrsvertrag, mindestens als gesicherter Anschluss.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.2019 08:33 von Periculator.
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Periculator
Das ist tagsüber nicht besser: In Wuhletal fahren in der NVZ drei Ersatzbusse 0, 1 und 3 Minuten nach Ankunft der U-Bahn. Ratet mal, welche beiden Busse leer fahren und welcher überfüllt ist. Diese haben dann am Cottbusser Platz 7, 6 und 4 Minuten Übergangszeit zur U-Bahn. Diesen Anschluss benutzen weitaus weniger Fahrgäste als in Wuhletal. Ein guter Fahrplan sieht anders aus.

Es sollte definitiv ein besseres Ersatzverkehrsmanagement bei der BVG geben. Eigentlich gehört das in den Verkehrsvertrag, mindestens als gesicherter Anschluss.

Wie kommt es eigentlich, dass man solche absoluten Selbstverständlichkeiten bei der SEV-Planung nach 90 Jahren BVG nicht berücksichtigt? Hat man damals im Sarrazin'schen Sparwahn sämtliche Profis entlassen und muss sich nun wieder Wissen aufbauen?

Ich möchte niemandem aus der BVG-Fahrplan-"Planung" zu nahe treten: aber wenn man noch nicht mal auf die simple Idee kommt, dass Ersatzbusse auf den Fahrplan der U-Bahn-Linie abzustimmen sind, die sie ersetzen, hat man eindeutig seinen Beruf verfehlt. Wenn es schon an so naheliegenden Überlegungen scheitert, reicht es eigentlich nur noch für die oberste Management-Ebene der BVG. :)
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def
Wie kommt es eigentlich, dass man solche absoluten Selbstverständlichkeiten bei der SEV-Planung nach 90 Jahren BVG nicht berücksichtigt? Hat man damals im Sarrazin'schen Sparwahn sämtliche Profis entlassen und muss sich nun wieder Wissen aufbauen?

Jein. Früher - vor RBL- und Personalabbauzeiten - gab es genug Verkehrsmeister. Die haben das dann geregelt und die Abfahrten überwacht und freigegeben.

Zitat
def
Ich möchte niemandem aus der BVG-Fahrplan-"Planung" zu nahe treten: aber wenn man noch nicht mal auf die simple Idee kommt, dass Ersatzbusse auf den Fahrplan der U-Bahn-Linie abzustimmen sind, die sie ersetzen, hat man eindeutig seinen Beruf verfehlt. Wenn es schon an so naheliegenden Überlegungen scheitert, reicht es eigentlich nur noch für die oberste Management-Ebene der BVG. :)

Du musst beides beachten. Natürlich den Anschluss von der U-Bahn, glasklar. Aber auch die weiteren Haltestellen/Anschlusslinien.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313
Du musst beides beachten. Natürlich den Anschluss von der U-Bahn, glasklar. Aber auch die weiteren Haltestellen/Anschlusslinien.

Im Idealfall untersucht man alle Anschlüsse und erstellt dann einen Fahrplan, der im Schnitt die geringste Wartezeit für alle Fahrgäste bedeutet. Dabei muss man die Umstiege verschieden gewichten, je nach Anzahl der Umsteiger.

Im Beispiel der U5 wage ich zu behaupten, dass am Bahnhof Wuhletal mehr Fahrgäste umsteigen als an allen anderen Haltestellen des SEV zusammen. Der aktuelle Fahrplan - 0, 1 und 3 Minuten nach Ankunft von S5/U5 in Wuhletal - wäre also nur vertretbar, wenn 2/3 des Verkehrsaufkommens zwischen Kaulsdorf-Nord und Hellersdorf stattfinden würde, und der große Teil der Fahrgäste dadurch einen besseren Anschluss in Hellersdorf bekommen würde. Zumindest für die Rest-U5 nach Hönow ist das nicht der Fall, alle drei Busse haben denselben Anschlusszug.
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Periculator

Das ist tagsüber nicht besser: In Wuhletal fahren in der NVZ drei Ersatzbusse 0, 1 und 3 Minuten nach Ankunft der U-Bahn. Ratet mal, welche beiden Busse leer fahren und welcher überfüllt ist. Diese haben dann am Cottbusser Platz 7, 6 und 4 Minuten Übergangszeit zur U-Bahn. Diesen Anschluss benutzen weitaus weniger Fahrgäste als in Wuhletal. Ein guter Fahrplan sieht anders aus.

Es sollte definitiv ein besseres Ersatzverkehrsmanagement bei der BVG geben. Eigentlich gehört das in den Verkehrsvertrag, mindestens als gesicherter Anschluss.
Was wäre wenn die Abfahrt nach Ankunft um 3, 4 und 6 wäre? Dann wäre die Übergangszeit am Cottbusser Platz 4, 3 und 1 Minute. Einen gesicherten Übergang U Bahn > SEV > U Bahn hätte dann weiterhin nur einer der 3 Busse.
Hier scheint die U Bahn wohl eher schlecht geplant zu haben und der SEV hat gar nicht die Chance alle Fahrgäste einer U Bahn zur selben Anschluß U Bahn zu bringen.


Mit Ferienbeginn scheint die U Bahn ihren Fahrplan auf dem Stummelende tatsächlich angepasst zu haben. Die Umstiegszeiten zwischen U Bahn ud SEV sind dann auf beiden Seiten mindestens 5 Minuten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.2019 21:55 von tramfahrer.
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tramfahrer
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Periculator

Das ist tagsüber nicht besser: In Wuhletal fahren in der NVZ drei Ersatzbusse 0, 1 und 3 Minuten nach Ankunft der U-Bahn. Ratet mal, welche beiden Busse leer fahren und welcher überfüllt ist. Diese haben dann am Cottbusser Platz 7, 6 und 4 Minuten Übergangszeit zur U-Bahn. Diesen Anschluss benutzen weitaus weniger Fahrgäste als in Wuhletal. Ein guter Fahrplan sieht anders aus.

Es sollte definitiv ein besseres Ersatzverkehrsmanagement bei der BVG geben. Eigentlich gehört das in den Verkehrsvertrag, mindestens als gesicherter Anschluss.
Was wäre wenn die Abfahrt nach Ankunft um 3, 4 und 6 wäre? Dann wäre die Übergangszeit am Cottbusser Platz 4, 3 und 1 Minute. Einen gesicherten Übergang U Bahn > SEV > U Bahn hätte dann weiterhin nur einer der 3 Busse.
Hier scheint die U Bahn wohl eher schlecht geplant zu haben und der SEV hat gar nicht die Chance alle Fahrgäste einer U Bahn zur selben Anschluß U Bahn zu bringen.

Es gibt für drei Busse 1000 mögliche Kombinationen von Abfahrtsminuten im 10-Minuten-Takt. Jetzt haben wir schon 2 durch, aber es gäbe da noch 998 weitere. ;-)

Die einfachste Lösung wäre doch eher die 3 Busse zur gleichen Zeit mit bequemen Übergängen an beiden Enden zu fahren. Also jeweils 4 Minuten Umsteigezeit, oder auch 3+5 oder 5+3.

Das Schieben der Rest-U5 nach hinten ist zwar möglich, verlängert aber nochmals die Fahrzeit für Fahrgäste, die weiter als Hellersdorf wollen.
Die Ironie daran ist ja, dass die U-Bahn regulär sowieso zwischen Hellersdorf und Hönow eher schwach benutzt wird. Die Busse fahren ja bis Hellersdorf und ausgerechnet auf dem Abschnitt soll der Anschluss zur U-Bahn sichergestellt sein.
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