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Aktualität und Richtigkeit der Fahrgastinformation II
geschrieben von Alter Köpenicker 
Zitat
schallundrausch
Echt, auch nur ein DTW auf der U4? Was für ein Takt ist man denn da gefahren?

Im Sommer 1964 alle zehn Minuten, Mo-Fr nur zwischen 6:30 und 8:00 und 16:00-19:00 und Sa zwischen 12:00 und 14:00 alle fünf Minuten.
Zwischen Uhlandstr. und Wittenbergplatz alle 10 Minuten, Mo-Fr zwischen 6:30 und 20:00 aber alle fünf Minuten. Nur der Zug zwischen Deutsche Oper und Richard-Wagner-Platz fuhr durchgehend alle zehn Minuten.

Im Sommer 1984 fuhr die U4 Mo-Fr wie oben, Samstags und sonntags gab es aber einen 7,5 MinutenTakt. Die U3 fuhr täglich bis kurz vor 21 Uhr alle zehn Minuten, danach alle zwölf (anderen Linien ebenso)!

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.2019 20:18 von B-V 3313.
Zitat
PassusDuriusculus
Ruhlebeners Aufzählung ist herrlich systematisch und korrekt. Danke dafür :)
Deinen Beitrag verstehe ich nicht GraphXBerlin....

Kommt auf Deinen Geburtsjahrgang an nebst die Historie des U-Bahnnetzes. Harald und B-V 3313 haben verstanden was ich meine.
Die Konstellation der Linien wie sie lange bzw. mind. zuletzt bis zum Mauerfall fuhren.

Meine Frage wurde von beiden gut beantwortet.
Das habe ich auch verstanden.

Ich halte es nur für etwas absurd von einem Zustand, der wegen der Teilung der Stadt geänderten Verkehrsbedürfnisse, überhaupt nicht mit heute vergleichbar ist, auf heutige Linienkonzepte zu schließen.

Ich bezweifele, dass Bis zum Mauerfall die U2 Krumme Lanke bis Vinetastraße fuhr ;)
(Ja ich weiß, dass von Krumme Lanke kommend über die Gleise der heutigen U2 gekehrt wurde, das ist für Fahrgastströme und Fahrgastrouten aber irrelevant, abgesehen davon, dass es viel Kapazität verbraten hat und dichtere Takte schwierig/unmöglich sind)

Du könntest also höchstens noch mit der Situation VOR dem MauerBAU argumentieren, allerdings
... haben sich in den letzten 60 Jahren doch die Verkehrsströme ordentlich verändert
... fuhren damals doch eh fast von allen Endbahnhöfen zu allen möglichen Endbahnhöfen Linien (A1,A2, etc., sowie B1,B2 etc.). Das wären heute dann U15,U16,U25,U26... Prinzipiell ist das für den Fahrgast sehr attraktiv, Wenn er z.B. an der Warschauer Str. 3 Linien hat die jeweils alle 10 Minuten nach Ruhleben, Krumme Lanke und Uhlandstr. fahren.

Ich bezweifele aber stark, dass das mit den sich ganzen kreuzenden Fahrstraßen am Wittenbergplatz in der Praxis funktionieren würde. Wahrscheinlich gäbe es dann noch mehr verpasste Anschlüsse und vielleicht auch in der Theorie schon einen 6/2/2-Minuten-Takt überall (also in der Praxis des Berufsverkehrs also mit bestimmt regelmäßigeb 10-Minuten-Lücken, anstatt eines 3/4/3-Minuten-Taktes.
Die dicksten Äste im Kleinprofil sind heute mit der U2 verbunden. Man mag sich nicht ausmalen, wie die Situation wäre, wenn eine der Linien Ruhleben - Kreuzberg oder Krumme Lanke - Pankow mit Sechswagenzügen bedient werden müsste...

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
dubito ergo sum
Etwas dürr der Artikel in der Berliner Zeitung: "Jetzt können Fahrgäste sofort sehen, wie voll der U-Bahn-Wagen ist." Gibt es dazu mehr Informationen?

Hier die

Zitat
BVG Pressemitteilung


Berlin, 15. Oktober 2019



Platz da!

Die BVG testet von dieser Woche an ein System, das die Auslastung von U-Bahnwagen grafisch darstellt. Fahrgäste sehen durch Leuchtanzeiger, welche Wagen des nächsten Zuges bereits gut besetzt sind und wo es noch reichlich Platz gibt. Sie können sich damit leicht orientieren, auf dem Bahnsteig verteilen und die Position wählen, die einen schnellen und stressfreien Einstieg am einfachsten macht.

Der Pilotversuch findet auf dem U-Bahnhof Bundestag der U55 statt. Am heutigen Dienstag, 15. Oktober 2019, werden dort die Anzeiger montiert. Bereits am morgigen Mittwoch soll der Testlauf starten.

„Sicher ist die U55 nicht die Linie, auf der es üblicherweise Platzprobleme gibt“, sagt Nicole Grummini, Bereichsleiterin U-Bahn bei der BVG. „Auf dieser kurzen Strecke mit den wenigen eingesetzten Wagen haben wir aber die Möglichkeit, dieses neue System technisch mit sehr geringem Aufwand zu testen. Wir wollen hier in erster Linie erproben, wie zuverlässig die Komponenten im Zug und im Bahnhof miteinander kommunizieren. Denn nur so können unsere Fahrgäste in Zukunft bestmöglich von einem solchen oder ähnlichen System profitieren.“

In drei der vier auf der U55 eingesetzten Doppeltriebwagen werden dafür die 360-Grad-Videokameras im Innenraum mit einer Software ausgestattet, die erkennt, wie viele Fahrgäste sich in jedem einzelnen Wagen befinden. Diese Auslastungs-Information sendet der Zug an das Anzeigesystem im nächsten Bahnhof, in diesem Fall zur Station Bundestag.

Für jeden Wagen gibt es dort eine Anzeige mit drei stilisierten Personen. Je nach Auslastung leuchten vor Einfahrt des Zuges eine, zwei oder drei davon auf und signalisieren damit: Hier gibt es viel Platz, mäßig viel Platz oder kaum noch Platz. Die Fahrgäste können sich so bequem und ohne Eile die entsprechende Position am Bahnsteig suchen.

Bildquelle: BVG

Beste Grüße
Harald Tschirner


Ob das dann auf U-Bahn-Strecken mit den Anzeigen praktisch funktioniert, wird sich zeigen, wenn die Technik funktioniert.
Viele Fahrgäste steigen doch, wenn sie auf den Bahnsteig kommen gleich ein, wenn der Zug schon im Bahnhof ist oder noch eine Minute Wartezeit ist oder sie gehen auf die Position, wo sie schnell am Ausgang am Ziel sind. Mache ich ja auch meist so.

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Viele Grüße aus Wedding



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.2019 23:21 von Wollankstraße.
Oh Mann, das ist ja total "schlau", den Test ausgerechnet auf der U55 zu machen. Wird bestimmt total viele Erkenntnisse bringen, wie die Fahrgäste bei einem überfüllten Zug auf die Anzeiger reagieren. Oder was verspricht sich die BVG davon? Einfach testen, ob die Anzeige leuchtet? Dann ist der Erfolg ja schon vorprogrammiert.

Ich denke, dass es der nächste Test in einer langen Liste ist, was die BVG schon so alles tolles getestet hat, um es am Ende stillschweigend wieder zu beerdigen.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Ich denke, dass es der nächste Test in einer langen Liste ist, was die BVG schon so alles tolles getestet hat, um es am Ende stillschweigend wieder zu beerdigen.

Sehr richtig. Der Hauptmangel, dass den stark gestiegenen Fahrgastzahlen ein sogar noch etwas geschrumpfter Wagenpark gegenüber steht, lässt sich nur mit zusätzlichen Fahrzeugen und (solange Züge noch manuell gesteuert werden müssen) mehr Personalen beheben.

so long

Mario
Ich sehe schon den Flashmob in der U55 der sich während der Fahrt ständig umsetzt bzw.hinsetzt und hinstellt um das Anzeigesystem an die Grenze zu bekommen. :-)
Zitat
micha774
Ich sehe schon den Flashmob in der U55 der sich während der Fahrt ständig umsetzt bzw.hinsetzt und hinstellt um das Anzeigesystem an die Grenze zu bekommen. :-)

;-)
Cool :-D
Zitat
PassusDuriusculus


Ich bezweifele aber stark, dass das mit den sich ganzen kreuzenden Fahrstraßen am Wittenbergplatz in der Praxis funktionieren würde. Wahrscheinlich gäbe es dann noch mehr verpasste Anschlüsse und vielleicht auch in der Theorie schon einen 6/2/2-Minuten-Takt überall (also in der Praxis des Berufsverkehrs also mit bestimmt regelmäßigeb 10-Minuten-Lücken, anstatt eines 3/4/3-Minuten-Taktes.

Das hat früher eigentlich gut funktioniert.

Nach meiner Erinnerung trafen sich am Wittenbergplatz im Tagesverkehr vor dem Mauerbau in beiden Richtungen jeweils alle 10 Minuten einerseits die Züge Kottbusser Tor - Krumme Lanke und Pankow - Reichskanzlerplatz und andererseits Warschauer Brücke - Ruhleben und Pankow - Breitenbachplatz.

Auf den Unterwegsbahnhöfen wurde in den Transparentanzeigern oben in weiß z.B. "Ruhleben", darunter in orange "nach Breitenbachplatz|in Wittenbergplatz umsteigen" oder "Krumme Lanke", darunter "in Wittenbergplatz umsteigen| nach Reichskanzlerplatz". Der Zugabferiger knipste jeweils die passenden Felder an oder aus. Auch dass sich die Fahrstraßen im zweiten Fall kreuzten war kein Problem, man fuhr eben nacheinander ab, das örtliche Stellwerk hat das bewältigt.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Vielen Dank für den Bericht. Das kann ich mir gut vorstellen.

Klappt das auch, wenn die jeweiligen Äste nicht wie damals alle 5, sondern wie heute gewünscht alle 3/4/3-Minuten verkehren?
Zitat
B-V 3313
Zitat
schallundrausch
Echt, auch nur ein DTW auf der U4? Was für ein Takt ist man denn da gefahren?

Im Sommer 1964 alle zehn Minuten, Mo-Fr nur zwischen 6:30 und 8:00 und 16:00-19:00 und Sa zwischen 12:00 und 14:00 alle fünf Minuten.
Zwischen Uhlandstr. und Wittenbergplatz alle 10 Minuten, Mo-Fr zwischen 6:30 und 20:00 aber alle fünf Minuten. Nur der Zug zwischen Deutsche Oper und Richard-Wagner-Platz fuhr durchgehend alle zehn Minuten.

Im Sommer 1984 fuhr die U4 Mo-Fr wie oben, Samstags und sonntags gab es aber einen 7,5 MinutenTakt. Die U3 fuhr täglich bis kurz vor 21 Uhr alle zehn Minuten, danach alle zwölf (anderen Linien ebenso)!

Nein, meine Frage bezog sich auf den EINEN DTW auf der ganze Linie. Bei der U3 kenne ich das noch selber, da wurde fleißig gependelt.
Ich glaube ich habe was falsch verstanden und wir reden jetzt auch aneinander vorbei. Jemand schrieb es gab auf der U4 nur einen Doppeltriebwagen. Gemeint war wahrscheinlich PRO ZUG. Ich hatte mich gefragt, in was für abständen man mit dem eine Wagen wohl bei rund 6 Minuten Fahrzeit von Ende zu Ende gependelt ist. Aber anscheinend gab es stets mindestens zwei Züge à 2 Wagen, richtig?
Zitat
schallundrausch
Zitat
B-V 3313
Zitat
schallundrausch
Echt, auch nur ein DTW auf der U4? Was für ein Takt ist man denn da gefahren?

Im Sommer 1964 alle zehn Minuten, Mo-Fr nur zwischen 6:30 und 8:00 und 16:00-19:00 und Sa zwischen 12:00 und 14:00 alle fünf Minuten.
Zwischen Uhlandstr. und Wittenbergplatz alle 10 Minuten, Mo-Fr zwischen 6:30 und 20:00 aber alle fünf Minuten. Nur der Zug zwischen Deutsche Oper und Richard-Wagner-Platz fuhr durchgehend alle zehn Minuten.

Im Sommer 1984 fuhr die U4 Mo-Fr wie oben, Samstags und sonntags gab es aber einen 7,5 MinutenTakt. Die U3 fuhr täglich bis kurz vor 21 Uhr alle zehn Minuten, danach alle zwölf (anderen Linien ebenso)!

Nein, meine Frage bezog sich auf den EINEN DTW auf der ganze Linie. Bei der U3 kenne ich das noch selber, da wurde fleißig gependelt.
Ich glaube ich habe was falsch verstanden und wir reden jetzt auch aneinander vorbei. Jemand schrieb es gab auf der U4 nur einen Doppeltriebwagen. Gemeint war wahrscheinlich PRO ZUG. Ich hatte mich gefragt, in was für abständen man mit dem eine Wagen wohl bei rund 6 Minuten Fahrzeit von Ende zu Ende gependelt ist. Aber anscheinend gab es stets mindestens zwei Züge à 2 Wagen, richtig?

Korrekt. Das hattest du falsch interpretiert. Gemeint war nur die Zuglänge, nicht die Anzahl der Umläufe.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
PassusDuriusculus
Vielen Dank für den Bericht. Das kann ich mir gut vorstellen.

Klappt das auch, wenn die jeweiligen Äste nicht wie damals alle 5, sondern wie heute gewünscht alle 3/4/3-Minuten verkehren?

Mein Bericht und meine Erinnerungen bezogen sich auf den Tagesverkehr. Während der HVZ gab es Verstärkungszüge, an deren Details erinnere ich mich nicht mehr, aber es wurde dichter gefahren als alle 5 Minuten. Vor allem gab es Züge, die die Außenabschnitte nach Ruhleben und Krumme Lanke und zur Warschauer Brücke verdichteten. Ich erinnere mich auch an durchgehende HVZ Züge zum Richard-Wagner-Platz, ich glaube von Pankow.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Absolut korrekt und auffällig informiert - aber irgendwie dennoch ziemlich arm, dass das überhaupt so sein muss...



Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.10.2019 03:04 von Philipp Borchert.

Warum bezeichnest du dies als ziemlich arm?
Zitat
Philipp Borchert
Absolut korrekt und auffällig informiert - aber irgendwie dennoch ziemlich arm, dass das überhaupt so sein muss...
Völlig ausreichende Information. Willlst Du noch Blinklichter?
Es ist arm, dass man die Linie überhaupt einstellen muss. Nicht etwa, um die ausfallenden Leistungen umzuschichten (und beispielsweise die M6-Verstärker nach Hellersdorf zu verlängern), sondern nur, damit eben diese Verstärker überhaupt mal planmäßig fahren können.

So wird nun der ganze Streckenast nach Hellersdorf mal eben im Berufsverkehr um fast die Hälfte der Kapazität eingekürzt. Die 18 ist genauso Zubringer zur U5 wie zur nicht fahrenden S-Bahn, die M6 ist schon so ordentlich voll und ganz nebenbei hat die 18 sicherlich auch noch ein paar innerbezirkliche Aufgaben...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Soll man nun Presskommandos wie zu Hornblowers Zeiten durch die Gegend ziehen lassen, um Leute für die Schiffe Busse und Bahnen zu bekommen??

T6JP
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