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TV-Tipp 2
geschrieben von Jumbo 
Re: TV-Tipp 2
11.05.2020 22:08
Zitat
krickstadt
Zitat

"schallundrausch" am 11.5.2020 um 20.18 Uhr:

Falsches anamorphic squeeze, da geh ich die Wände hoch!

:D

Interessante Wortschöpfung. Aber sollte es im Fall dieses YouTube-Videos nicht eher "Unnecessary anamorphic expansion" heißen?

Gruß, Thomas (der anamorphe Bildaufzeichnung sowieso für "Teufelszeug" hält >:-))

Bitte wovon genau redet Ihr hier?

Da verstehe selbst ich nur noch "Bahnanlage mit mindestens einer Weiche...". :-(

Viele Grüße
Arnd
Re: TV-Tipp 2
11.05.2020 22:26
Zitat

Arnd Hellinger am 11.5.2020 um 22.08 Uhr:

Bitte wovon genau redet Ihr hier?

Von dem, was ich Dir schon in meiner ersten Antwort geschrieben habe: Dass der im Format 4:3 aufgenommene und vom Sender Alpha im Format 4:3 ausgestrahlte Dokumentarfilm vom YouTube-Nutzer "Allesistluege" beim Hochladen (vermutlich aus Fahrlässigkeit) in ein 16:9-Format gewandelt wurde, wodurch die Bilder unnatürlich (und auf manche Filmfreunde geradezu abstoßend) wirken.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Re: TV-Tipp 2
11.05.2020 22:32
Zitat

"VvJ-Ente" am 11.5.2020 um 22 Uhr:

Ich nehme an, dass am Bahnhof Seestr. umgestiegen wurde?

Ich weiß nicht ... warum?

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Re: TV-Tipp 2
11.05.2020 22:35
Das ist ein C-Zug!

Beste Grüße
Harald Tschirner
Re: TV-Tipp 2
11.05.2020 22:47
Hallo zusammen!

Zitat
Heidekraut
Das beste sind die Blitzlichter.

Die "Blitzlichter" sind in der Tat sehr interessant. Es dürfte sich um die ersten kommerziell verfügbaren Elektronenblitzgeräte gehandelt haben, 1958 erst wenige Jahre auf dem Markt. Batterien, Ladekondensator und Steuerung waren in einer Umhängetasche untergebracht; an der Kamera war nur der Reflektor mit der Blitzröhre auf einer Schiene montiert, die ins Stativgewinde geschraubt wurde.

Auf dieser Website habe ich Fotos von genau solchen Blitzgeräten von 1954 gefunden. Die Preise für diese heute primitiv anmutenden Geräte gingen demnach von 12 bis 28 britische Pfund (das waren beim damaligen Umrechnungskurs circa 140 bis 330 DM, das durchschnittliche Brutto-Monatseinkommen lag 1954 in Deutschland bei 353 DM). Die Batterien, die nicht lange gehalten haben dürften, gingen zusätzlich ins Geld.

Für Berufsfotografen lohnte es sich aber sofort - so sind Geräte dieser Machart mit den typischen runden Reflektoren regelmäßig auf Fotos von Presse-Events der späten 1950er und der 1960er Jahre zu sehen. Später (bis in die 1980er Jahre) waren dann im leistungsstarken Bereich Elektronenblitzgeräte üblich, die ebenfalls auf einer Schiene am Stativgewinde montiert wurden und bei denen die Batterien in einem Griffstück unterhalb des Blitzkopfs untergebracht waren.

Dagegen benutzten Gelegenheitsfotografen mit Kompakt- und Pocketkameras oft noch bis in die 1980er Jahre sogenannte Blitzbirnen, die nur jeweils für ein Foto benutzt werden konnten. In einem ursprünglich Glühlampen-ähnlichen Glaskolben wurde Magnesium, Zirkonium oder Aluminium in einer reinen Sauerstoffatmosphäre mechanisch oder elektrisch gezündet und schlagartig verbrannt.

Viele werden sich sicherlich noch an die ab Mitte der 1960er Jahre verfügbaren 4er-Blitzwürfel (vier Kammern für vier Aufnahmen) erinnern. Bessere Kameras hatten einen Mechanismus, der den Blitzwürfel beim Filmtransport um 90° weiterdrehte. Nach vier Blitzaufnahmen musste man den Würfel wechseln. Dadurch blieb die Blitzlampen-Technik im Amateurbereich noch lange verbreitet.

Kleine Elektronenblitzgeräte sind seit Anfang der 1980er Jahre Standard in Kompaktkameras (die erste Kompaktkamera mit eingebautem Elektronenblitzgerät erschien ebenfalls bereits Mitte der 1960er Jahre, erforderte aber einen Batteriegriff, der unter der Kamera angebracht wurde).

Leistungsfähige und gut ausgestattete Aufsteck-Elektronenblitzgeräte zum Beispiel für Spiegelreflexkameras sind erst seit ein paar Jahren aufgrund von China-Marken deutlich günstiger geworden - die Top-Modelle kosten aber immer noch über 500 Euro.

Viele Grüße
Manuel
Re: TV-Tipp 2
11.05.2020 22:50
Gähn, schön ins oftmals so angemahnte OT abgerutscht und die eigene Glaubwürdigkeit in den Keller getrieben.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: TV-Tipp 2
11.05.2020 23:07
Zitat

Thomas Krickstadt am 11.5.2020 um 21.36 Uhr:

In der Berliner Abendschau-Reihe "Berliner Straßen Heute" wurde am 28. April 1964 solch' ein Pony auf der Strecke am U-Bahnhof Holzhauser Straße gezeigt, vermutlich ein Zwei-Wagen-Zug der Baureihe B:

Zitat

Harald Tschirner am 11.5.2020 um 22.35 Uhr:

Das ist ein C-Zug!

Jetzt, wo Du es erwähnst ... stimmt. :-) An den Fenstern sollst Du sie erkennen ... B II, C I, C II, C III.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 00:00
Zitat
krickstadt
Eine Besonderheit dieser Strecke waren so genannte Ponys, da die Nutzerzahlen in der Anfangszeit nicht so hoch waren. In der Berliner Abendschau-Reihe "Berliner Straßen Heute" wurde am 28. April 1964 solch' ein Pony auf der Strecke am U-Bahnhof Holzhauser Straße gezeigt, vermutlich ein Zwei-Wagen-Zug der Baureihe B:



Gruß, Thomas

Vielen Dank, Thomas, für das sehr spannende historische Foto meines Arbeitsplatzes :-) Leider hat sich das praktische Freibad dort nicht lange gehalten ;-)

Bemerkenswert ist daran auch, wie schmal (im Sinne von "normal breit") die Holzhauser Straße und die Berliner Straße damals waren.

Viele Grüße
André
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 00:03
Wobei die Breite der Brücke schon die Zukunft erahnen lässt.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 00:50
Ich fand den Film beim Ansehen toll und hatte keine bemerkbaren Probleme mit dem Format. Die Ausführungen vom Blitzlicht waren jetzt etwas lang ;-) Aber ansonsten ein toller Doku-Film.
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 02:23
Ich erinnere mich sowohl an die Ponys als auch an die Blitzlampen noch sehr genau.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 03:23
Das mit den Ponys dort ist irgendwie verwirrend für mich.

Sicher, 1958 war in Reinickendorf noch relativ tote Hose. Allerdings war die Mauer noch nicht gebaut, Neukölln dichtbediedelt und die Borsigwerke hatten sicherlich auch Berufsverkehr und immerhin ersetzte man die Straßenbahn entlang der Müllerstraße etc.?

Der im Film sichtbare Sechswagenzug zur Eröffnung wäre mit Fahrgästen auch nur bis zur Seestraße gekommen. ;-)

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 08:52
Zitat

"B-V 3313" am 12.5.2020 um 3.23 Uhr:

Das mit den Ponys dort ist irgendwie verwirrend für mich. Sicher, 1958 war in Reinickendorf noch relativ tote Hose.

Bitte beachte, dass das Foto mit dem Zwei-Wagen-Zug am U-Bahnhof Holzhauser Straße aus einem Abendschau-Beitrag vom 28. April 1964 stammt, also mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Mauerbau. Die Sendereihe "Berliner Straßen heute" von Alexander von Bentheim sollte den Zuschauern zeigen, wie sich die Einkaufsstraßen in Westberlin seit dem Mauerbau geändert hatten (in diesem Beitrag die Berliner Straße in Tegel). Wenige Sekunden nach diesem Schnappschuss begegnete der eine Zwei-Wagen-Zug Richtung Tegel einem zweiten in Richtung Süden auf der Rampe zum U-Bahnhof Borsigwerke.

Zitat

Der im Film sichtbare Sechswagenzug zur Eröffnung wäre mit Fahrgästen auch nur bis zur Seestraße gekommen. ;-)

Helft mir bitte 'mal: Worauf genau spielst Du (und "VvJ-Ente") mit dem U-Bahnhof Seestraße an? War die Linie C am U-Bahnhof Leopoldplatz wegen des Umbaus zur Eröffnung der Linie G (am 28.8.1961) unterbrochen oder gab es einen Pendelverkehr auf der Linie C? Ich zeige hier 'mal vier Aufnahmen aus dem Bautagebuch der BVG. Sie zeigen die Baustelle des entstehenden Umsteigebahnhofs Leopoldplatz ...

1. Aufnahme vom 6.4.1960, unten Rohbau des neuen U-Bahnhofs Leopoldplatz der Linie G, oben ein durch die Baustelle fahrender Zug der Linie C:




2. Aufnahme vom 6.4.1960, Abbrucharbeiten des alten Mittelbahnsteigs des U-Bahnhofs Leopoldplatz der Linie C unter laufendem Betrieb:




3. Aufnahme vom 6.5.1960, ein Zug der Linie C durchfährt eine der ehemaligen Bahnhofstrompeten des U-Bahnhofs Leopoldplatz, Zielschild ist leider verdeckt:




4. Aufnahme vom 15.6.1960, die Gleise im U-Bahnhof Leopoldplatz der Linie C sind nach Abbruch des Mittelbahnsteigs zusammengerückt worden, aber immer noch in Betrieb:




Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 09:17
1964 fuhr die Linie C aber schon bis Britz-Süd, auch da scheinen Ponys im Normalverkehr mir sehr wenig gewesen zu sein.

Na bis 1996 konnte man doch auf der U6 wegen der zu kurzen Bahnsteige nur mit Vierwagenzügen fahren.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 09:54
Zitat

"B-V 3313" am 12.5.2020 um 9.17 Uhr:

1964 fuhr die Linie C aber schon bis Britz-Süd, auch da scheinen Ponys im Normalverkehr mir sehr wenig gewesen zu sein.

Waren die Zwei-Wagen-Züge vom Typ C eventuell nur auf dem kurzen CII-Abzweig nach Tempelhof (Südring) unterwegs?

Zitat

bis 1996 konnte man doch auf der U6 wegen der zu kurzen Bahnsteige nur mit Vierwagenzügen fahren.

Ah, hätten vier Wagen vom Typ C an den zu kurzen Bahnsteigen halten können?

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 10:06
Zitat
krickstadt
Waren die Zwei-Wagen-Züge vom Typ C eventuell nur auf dem kurzen CII-Abzweig nach Tempelhof (Südring) unterwegs?

Die fuhr spätestens ab dem Mauerbau nur noch Mehringdamm - Tempelhof (ab 1962 ohne Südring!).

Zitat
krickstadt
Ah, hätten vier Wagen vom Typ C an den zu kurzen Bahnsteigen halten können?

Jupp, die 80m-Bahnsteige reichten dazu.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 10:23
Zitat

"B-V 3313" am 12.5.2020 um 10.06 Uhr:

Zitat

Ah, hätten vier Wagen vom Typ C an den zu kurzen Bahnsteigen halten können?

Jupp, die 80m-Bahnsteige reichten dazu.

Okay, dann kann ích mir das "Auftauchen" der wenigen vorhandenen Großprofilwagen des Typs C als Zwei-Wagen-Züge auf der Linie C nur mit einem Einsatz in verkehrsarmeren Tageszeiten erklären, vielleicht, um das Wagenmaterial der verkehrsreicheren Zeiten (zwei "Tunneleulen" in den Baustellenaufnahmen, Typ D in ausreichender Anzahl?) zu schonen.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Joe
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 10:44
Zitat
krickstadt
Zitat

"B-V 3313" am 12.5.2020 um 10.06 Uhr:

Zitat

Ah, hätten vier Wagen vom Typ C an den zu kurzen Bahnsteigen halten können?

Jupp, die 80m-Bahnsteige reichten dazu.

Okay, dann kann ích mir das "Auftauchen" der wenigen vorhandenen Großprofilwagen des Typs C als Zwei-Wagen-Züge auf der Linie C nur mit einem Einsatz in verkehrsarmeren Tageszeiten erklären, vielleicht, um das Wagenmaterial der verkehrsreicheren Zeiten (zwei "Tunneleulen" in den Baustellenaufnahmen, Typ D in ausreichender Anzahl?) zu schonen.

Gruß, Thomas

Das war auch mein erster Gedanke. Sogar noch in den 80 Jahren fuhren Sonntagfrüh tlw.auf der U6 ja nur 2 Wagen.
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 13:10
Darauf, dass man eventuell die gesamte Strecke Tegel - Britz mit 2-Wagen-Zügen gefahren sein könnte, bin ich gar nicht gekommen. Ich hätte eher an einen Punkt gedacht, wo man von 4 auf 2 Wagen wechselt, entweder durch Umsteigen oder (falls technisch möglich, Personal war damals ja lange nicht so knapp wie heute) Abkuppeln. Und für beides wäre wahrscheinlich Seestr. ein guter Bahnhof gewesen.
Re: TV-Tipp 2
12.05.2020 14:52
Zitat
Arnd Hellinger
In 1958 berichtete das ARD-Fernsehen - andere Sender gab es im Westen noch nicht - über den Bau der heutigen U9 unter dem Westberliner Straßenpflaster...

Irreführenderweise ist im Youtube-Titel von der U6 in Tegel die Rede, warum auch immer.

Jetzt interessiert mich aber irgendwie auch, auf welcher Rechtsgrundlage in welchem Verfahren damals Genehmigungen zum Bau von Bahnanlagen (EBO und BOStrab) in Westberlin erteilt wurden. Der Eigentümer des im Film unterfahrenen Hauses muss doch beispielsweise schon irgendwie in die Planungen eingebunden und um Einverständnis gefragt worden sein, bevor der Aushang in den Hausflur wanderte.

Das PFV im heutigen Sinne mit seinen geregelten Beteiligungsstufen wurde durch Bundesrecht ja erst 1976 eingeführt...

Viele Grüße
Arnd
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