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TV-Tipp 2
geschrieben von Jumbo 
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 06:57
Der rbb sendet heute um 20:15 Uhr ein 15-minütiges spezial zum Thema „S-Bahn: Chaos ohne Ende“:
[www.rbb-online.de]
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 09:13
Und wieso gibt es eine Sondersendung zur S-Bahn? Gab es je eine zur BVG? Zu den unsäglichen Zuständen, die seit Monaten im Kleinprofil herrschen (zumindest stand das hier mehrfach im Forum, ich selbst benötige meist nicht mehr als die nördliche U2 und damit kam ich bislang klar)? "Damals", als der Busfahrplan so stark eingekürzt wurde (was bis heute und offenbar auf unbestimmte Zeit andauert)?

~~~~~~
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Jay
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 10:04
Zitat
Philipp Borchert
Und wieso gibt es eine Sondersendung zur S-Bahn? Gab es je eine zur BVG? Zu den unsäglichen Zuständen, die seit Monaten im Kleinprofil herrschen (zumindest stand das hier mehrfach im Forum, ich selbst benötige meist nicht mehr als die nördliche U2 und damit kam ich bislang klar)? "Damals", als der Busfahrplan so stark eingekürzt wurde (was bis heute und offenbar auf unbestimmte Zeit andauert)?

Mein U2-Bericht: Gestern zwei Züge hintereinander ausgefallen, heute fuhr zwischen den zwei Ausfällen wenigstens ein Zug und mit einem Sprint über die Kreuzung in Pankow (bei grün) erwischte ich sogar noch den X54, der nur dank einer Fahrgästin, die den Fahrer noch beschäftigte, nicht vor Plan abfuhr. Womit dann auch noch ein anderes "Lieblingsthema" von mir erwähnt ist - die Scheißegal-Mentalität der BVG(er) bei Verfrühung.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 11:03
Nicht nur der BVG. Wird der VBB damit konfrontiert, dass an bestimmten Stationen Buslinien regelmäßig zu früh abfahren, erntet man per Mail Standardfloskeln. Wozu Verträge, wenn es beide Seiten nicht interessiert, was drin steht :)

Wen wundert es da, wenn die Fahrgäste ihre Seite (Beförderungsbedingungen) auch nicht so ernst nehmen.
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 11:26
Zitat
Philipp Borchert
Und wieso gibt es eine Sondersendung zur S-Bahn? Gab es je eine zur BVG? Zu den unsäglichen Zuständen, die seit Monaten im Kleinprofil herrschen (zumindest stand das hier mehrfach im Forum, ich selbst benötige meist nicht mehr als die nördliche U2 und damit kam ich bislang klar)? "Damals", als der Busfahrplan so stark eingekürzt wurde (was bis heute und offenbar auf unbestimmte Zeit andauert)?

Ich will die Probleme der S-Bahn wirklich nicht klein reden, aber wenn es eine Sondersendung über das Chaos braucht, dann doch wohl bei der BVG.
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 12:26
Zitat
Jay
- die Scheißegal-Mentalität der BVG(er) bei Verfrühung.
Das stimmt nicht was du sagst. Intern ist das Thema durch die Sommerferien sehr aktuell. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Senat mittlerweile auch die Schwelle der Strafzahlung heruntergedreht hat. Es gibt im Betriebshof auch eine Top 5 Chart über die meist verfrühte Linie. Gestern 143 nebst M43.
Busfahrgäste merken durchaus, dass viele Linien selbst in der Rush-Hour hier und da schleichen oder mehr als ein Mal Zeit an der Haltestelle abbummeln.
Genauso wie es nicht leicht ist eine Verspätung aufzuholen, so ist es auch gar nicht so leicht eine Verfrühung zu vermeiden.
Wenn ein Bus oder eine Bahn zu früh abfährt kann man mit dem Finger eher auf das Fahrpersonal zeigen, aber nicht auf die BVG allgemein.
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 12:31
Hätte nicht gedacht, Dir mal Recht zu geben. Bei meinen Buslinien (150, 158) ist das stark zu spüren. Man wartet schon darauf, dass irgendwer ungeduldig nach vorne ruft, wann es endlich weiter geht ... natürlich nur dort, wo der Verkehr nicht aufgehalten wird. Das klappt leider nicht überall, bis es wieder in 'ne Busbucht geht, ist das Fahrzeug dann womöglich zu früh.

Etwas anderes und nicht mit überraschend geringerem Autoverkehr auf den Straßen erklärbar ist das verfrühte Abfahren an der Starthaltestelle, wie es Jay beschrieben hat.

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Für mehr Ümläüte!
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 12:36
Zitat

Etwas anderes und nicht mit überraschend geringerem Autoverkehr auf den Straßen erklärbar ist das verfrühte Abfahren an der Starthaltestelle, wie es Jay beschrieben hat.
Nein, eher fährt man derzeit eine Minute später los die aber (je nach Gegend) schnell verpufft ist. Auch muß dies im morgendlichen Berufsverkehr immer mit Fingerspitzengefühl erfolgen da die Leute pünktlich zur Arbeit kommen wollen bzw. einen Bahn-Anschluß bekommen müssen.
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 12:50
Zitat
GraphXBerlin
Wenn ein Bus oder eine Bahn zu früh abfährt kann man mit dem Finger eher auf das Fahrpersonal zeigen, aber nicht auf die BVG allgemein.

Warum das? Wenn es kein individuelles Fehlverhalten eines einzelnen Mitarbeiters ist, sondern häufiger vorkommt, ist eindeutig die BVG als Arbeitgeber die richtige Ansprechpartnerin. Ich kann zwar ggf. auch individuell eingreifen und z.B. in dem ich die Türen blockiere, um ein frühzeitiges Abfahren zu verhindern, aber es wäre eher Aufgabe des Arbeitgebers ein massenhaftes Fehlverhalten seiner Beschäftigten zu verhindern.
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 13:24
Zitat
Lopi2000
Zitat
GraphXBerlin
Wenn ein Bus oder eine Bahn zu früh abfährt kann man mit dem Finger eher auf das Fahrpersonal zeigen, aber nicht auf die BVG allgemein.

Warum das? Wenn es kein individuelles Fehlverhalten eines einzelnen Mitarbeiters ist, sondern häufiger vorkommt, ist eindeutig die BVG als Arbeitgeber die richtige Ansprechpartnerin. Ich kann zwar ggf. auch individuell eingreifen und z.B. in dem ich die Türen blockiere, um ein frühzeitiges Abfahren zu verhindern, aber es wäre eher Aufgabe des Arbeitgebers ein massenhaftes Fehlverhalten seiner Beschäftigten zu verhindern.
Doch. Die BVG hat ihrerseits, wie jedes Jahr mehrmals, mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass Verfrühungen zu vermeiden sind. Jeder Fahrer kann dies individuell mit dem nötigen Verhalten vermeiden. Zunehmende Verfrühungen sind auch deswegen schlecht da der Senat die geforderten Reserve-Minuten je Linie streichen könnte. Aber ob man mehrfaches Fehlverhalten (gewollt/nicht gewollt) dem Arbeitgeber anlasten kann, das halte ich dann doch etwas für zu einfach. Er kann/soll darauf reagieren. Aber ihm die Schulde geben...
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 13:49
Zitat
Philipp Borchert
Etwas anderes und nicht mit überraschend geringerem Autoverkehr auf den Straßen erklärbar ist das verfrühte Abfahren an der Starthaltestelle, wie es Jay beschrieben hat.

Das entzieht sich auch meinem Verständnis völlig. Einerseits wird über zu kurze Wendezeiten geschimpft und dann fahren einige wenige Fahrer verfrüht vom Endpunkt ab.
Es ist wie überall, die meisten Mitarbeiter arbeiten ordentlich und korrekt - eine wenige kapieren es nicht und sorgen für generelle Kritik am Betrieb und dem ÖPNV insgesamt.

so long

Mario
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 14:08
Zitat
der weiße bim
Zitat
Philipp Borchert
Etwas anderes und nicht mit überraschend geringerem Autoverkehr auf den Straßen erklärbar ist das verfrühte Abfahren an der Starthaltestelle, wie es Jay beschrieben hat.

Das entzieht sich auch meinem Verständnis völlig. Einerseits wird über zu kurze Wendezeiten geschimpft und dann fahren einige wenige Fahrer verfrüht vom Endpunkt ab. Es ist wie überall, die meisten Mitarbeiter arbeiten ordentlich und korrekt - eine wenige kapieren es nicht und sorgen für generelle Kritik am Betrieb und dem ÖPNV insgesamt.

In anderen Betrieben gibt es bei zu früher Abfahrt von der Starthaltestelle oder verweigertem Ausklappen/Anlegen der Rollstuhlrampe das Instrument "Kaffee-/Teestunde beim Betriebs- oder Teamleiter", deren Verlauf protokolliert wird. Mir war eigentlich bisher so, als sei ein solches Verfahren auch bei der BVG nicht gänzlich unbekannt. Irre ich da etwa...?

Viele Grüße
Arnd
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 14:10
Zitat
GraphXBerlin
Zunehmende Verfrühungen sind auch deswegen schlecht da der Senat die geforderten Reserve-Minuten je Linie streichen könnte. Aber ob man mehrfaches Fehlverhalten (gewollt/nicht gewollt) dem Arbeitgeber anlasten kann, das halte ich dann doch etwas für zu einfach. Er kann/soll darauf reagieren. Aber ihm die Schulde geben...

Doch, natürlich ist er (und nur er) nach außen für die Zuverlässigkeit eines Unternehmens zuständig. Wie er diese erhöht, ist ihm im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben freigestellt. Wenn die Verfrühungen überhand nehmen, müssen halt z.B. auch Vereinbarungen über die Datenauswertung in Frage gestellt werden und exakt ermittelt werden, welcher Bus, wann und mit wem am Steuer verfrüht fährt. Dann gibt es halt die üblichen arbeitsrechtlichen Eskalationsstufen mit Ermahnungen, Abmahnungen und weiteren Optionen.

Dass der derzeitige Arbeitsmarkt es schwieriger macht, solche Eskalationsstufen wirklich zu gehen, steht auf einem anderen Blatt.
Jay
Re: TV-Tipp 2
20.08.2025 15:03
Zitat
Philipp Borchert
Hätte nicht gedacht, Dir mal Recht zu geben. Bei meinen Buslinien (150, 158) ist das stark zu spüren. Man wartet schon darauf, dass irgendwer ungeduldig nach vorne ruft, wann es endlich weiter geht ... natürlich nur dort, wo der Verkehr nicht aufgehalten wird. Das klappt leider nicht überall, bis es wieder in 'ne Busbucht geht, ist das Fahrzeug dann womöglich zu früh.

Etwas anderes und nicht mit überraschend geringerem Autoverkehr auf den Straßen erklärbar ist das verfrühte Abfahren an der Starthaltestelle, wie es Jay beschrieben hat.

Bei der M2 ist es z.B. besonders absurd. Sowohl Am Steinberg, als auch am Alex, erlebe ich seit Jahren Abfahrten vor Plan. Komischerweise kommen die Fahrten immer besonders gut durch. Prenzlauer Promenade/Am Steinberg ist im 10er-Takt (leicht zu merken) Abfahrt auf 0, an der Spitze auf 2. Ich würde sagen, 90% meiner M2-Nutzungen fahren vor Zeigersprung auf 0 ab, in einigen Fällen ist die Verfrühung größer 60 Sekunden, die Minute also noch 8. Bei den Einsetzern ist offenbar eine Minute Fahrzeug vom Aufstellgleis zur Haltestelle Am Steinberg vorgesehen. Da wird dann aber entweder durchgefahren oder nach dem Einstieg direkt abgefahren.

Am Alex ist es ähnlich. Manche Fahrer fahren schon 30 Sekunden (oder mehr) vor Plan ab, obwohl der Fahrplan regulär 2 Minuten bis zur Memhardstraße (und 4 Minuten bis Mollstr./Prenzlauer) vorsieht. Im aktuellen Baufahrplan könnten es sogar wieder 5 Minuten sein, hab ich jetzt nicht geprüft. Moll/Prenzlauer ist dann nahezu jeder Zug eine Minute vor Plan, die Schumis schaffen 2 Minuten, mein Rekord liegt bei 3 Minuten vor Plan (wohlgemerkt an der 2. Haltestelle!). Stadteinwärts hatte ich schon eine Fahrt, wo sich die Verfrühung von Am Steinberg bis Prenzlauer/Danziger auf knapp 4 Minuten summiert hatte, bevor es dann offenbar mal eine Ansage der Leitstelle gab. Im Anschluss wurde etwas gebummelt, so dass es dann "nur" noch 2 Minuten an der Moll-/Prenzlauer war. Am Alex waren die 4 Minuten vor Plan wieder erreicht, Fahrzeit für die zwei Stationen war 2 (statt 4) Minuten.

Oder nehmen wir das Dauerchaos M10 und die 21. Aufgrund der tollen Ampel am Frankfurter Tor sind zwischen Frankfurter Tor und Bersarinplatz 3 Minuten im Fahrplan vorgesehen. Die meisten Bahnen schaffen es in 2 Minuten, auch weil die 10 km/h am Bersarinplatz eher großzügig ausgelegt werden. 15, teils 20 km/h (bei der 21 hab ich auch schon 25 km/h erlebt) sind eher die Regel. Trotzdem wird teilweise direkt nach dem Fahrgastwechsel am Bersarinplatz weitergefahren, statt die Planzeit abzuwarten. Am Besten war da Letztens das Fahrpersonal, das mit der M10 an einem Sonntag gute 2,5 Minuten vor Plan in die Haltestelle einfuhr, tatsächlich abwartete und mir dann 30 Sekunden vor Abfahrtszeit direkt vor der Nase die Türen schloss (vermutlich, weil ich die Dreistheit besaß nicht zu rennen).

Wie wäre es mit dem 142er? 7(!) Minuten Fahrzeit vom Ostbahnhof für eine Haltestelle bis Andreasstr./Lange Str. (Ehrenrunde über den Vorplatz vom Ostbahnhof mit zwei Ampeln) sind laut Fahrplan vorgesehen. Die meisten Fahrer schaffen es in 4-5 Minuten und sind dann entsprechend 2-3 Minuten vor Plan. Aber nur ein Teil der Fahrer wartet dann auch. Ein weiterer Teil wartet an der Singerstraße noch etwas ab und ein Teil fährt stur weiter. In der Gegenrichtung habe ich mir schon abgewöhnt abends an der Moll/Prenzlauer von der (verfrühten) M2 umsteigen zu wollen.

Ähnlich sieht es mit dem knappen Übergang Warschauer/Grünberger von der M10 zum 240er aus. Obwohl die M10 teils 1 Minute vor Plan ankommt, reicht es oft nicht, weil der 240er eher 2-3 Minuten vor Plan unterwegs ist (bei 3 Minuten Umsteigezeit).

X54 in Pankow hab ich ja schon anklingen lassen. Hier ist es tatsächlich besser geworden und ich erlebe auch schon mal 1-2 Minuten Verspätung in der Abfahrt, die bis Heinersdorf Kirche aber meist locker rausgefahren sind. Kaum ein Bus braucht wirklich 4 Minuten vom Bahnhof Pankow bis zur Prenzlauer Promenade. Oft genug aber fährt der Bus auf Minute 0 oder 1 (statt 3-4) über die Kreuzung, obwohl auf 9 erst Abfahrt am Bahnhof Pankow gewesen sein soll. Besonders ärgerlich wird es, wenn der 255er zu spät ist, denn eigentlich soll er vor dem X54 fahren. Auch da nehme ich eine deutliche Besserung in der Anschlussgewährung wahr, auch wenn es oft genug keine Umsteiger gibt.

Und um noch den Schwenk zur U-Bahn zu ziehen: Die U5 hat am Alex im Abendverkehr planmäßig die Minute 7 in Richtung Hönow. Viel zu oft sieht man auf Zeigersprung aber nur noch die Rücklichter im Tunnel verschwinden. Das heißt dann auch, dass mindestens 30 Sekunden vor Plan die Türen zu waren. Besonders ärgerlich, wenn die U2 Richtung Ruhleben Verspätung hat und der 2-Minuten-Übergang dadurch platzt. Kann natürlich aktuell unter der Woche nicht passieren, weil die U2 schon am Senefelderplatz endet. Bei der U2 ist es das genaue Gegenteil, hier wird im Abendverkehr in Pankow eher zu spät abgefahren. Planmäßig sind es (im Tagesverkehr) 12 Minuten bis Alex. Im Abendverkehr saß ich schon in einem Zug, der es in 9 Minuten geschafft hat.

All das, was ich hier aufgezählt habe, sind eben keine Einzelfälle, sondern regelmäßige Beobachtungen. Insbesondere auf der M2 ist die Verfrühung systematisch und ja, ich habe im Fall der M2 schon auf verschiedenen Wegen erfolglos Beschwerde darüber eingelegt. Ebenso zum Thema Grünberger Str./Warschauer Str., wo meine Lösung nun eben der Verzicht auf die BVG-Nutzung ist und ich lieber ne halbe Stunde zu Fuß durch die Stadt laufe, als mich wieder über die BVG aufzuregen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Re: TV-Tipp 2
21.08.2025 08:33
Zitat

"Jumbo" am 20.8.2025 um 6.57 Uhr:

Der rbb sendet heute um 20:15 Uhr ein 15-minütiges spezial zum Thema „S-Bahn: Chaos ohne Ende“: [www.rbb-online.de]

Die anderen beiden "Stream"-URLs sind die der ARD-Mediathek und der Direktlink Full HD (erreichbar bis einschließlich 27. August 2025).

Zitat

Philipp Borchert am 20.8.2025 um 9.13 Uhr:

Und wieso gibt es eine Sondersendung zur S-Bahn? [...]

Weil Frau Bonde gestern die Verantwortlichen der Bahn in ihre Senatsverwaltung zu einem "Krisengespräch" gebeten hatte. So etwas hat es anscheinend (noch?) nicht für die BVG gegeben. Das erste Drittel der Sendung war eine Wiederholung der letzten Abendschau-Beiträge, im zweiten Drittel wurde sehr vereinfacht die Gleisfreimeldetechnik der S-Bahn erklärt und im dritten Drittel noch einmal an die Chaostage ab 2009 erinnert. Mein Fazit also: Nichts Neues.

Zitat

"Wutzkman" am 20.8.2025 um 11.26 Uhr:

[...] wenn es eine Sondersendung über das Chaos braucht, dann doch wohl bei der BVG.

Das Gefühl hat anscheinend auch die Abendschau-Redaktion ergriffen, denn es wurde gestern ein 2'43" langer Beitrag "Sanierungsstau bei der U-Bahn" ausgestrahlt (Abendschau-Webseite, ARD-Mediathek, Direktlink Full HD, erreichbar bis einschließlich 27. August 2025).

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2025 08:34 von krickstadt.
Re: TV-Tipp 2
21.08.2025 11:01
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
der weiße bim
Zitat
Philipp Borchert
Etwas anderes und nicht mit überraschend geringerem Autoverkehr auf den Straßen erklärbar ist das verfrühte Abfahren an der Starthaltestelle, wie es Jay beschrieben hat.

Das entzieht sich auch meinem Verständnis völlig. Einerseits wird über zu kurze Wendezeiten geschimpft und dann fahren einige wenige Fahrer verfrüht vom Endpunkt ab. Es ist wie überall, die meisten Mitarbeiter arbeiten ordentlich und korrekt - eine wenige kapieren es nicht und sorgen für generelle Kritik am Betrieb und dem ÖPNV insgesamt.

In anderen Betrieben gibt es bei zu früher Abfahrt von der Starthaltestelle oder verweigertem Ausklappen/Anlegen der Rollstuhlrampe das Instrument "Kaffee-/Teestunde beim Betriebs- oder Teamleiter", deren Verlauf protokolliert wird. Mir war eigentlich bisher so, als sei ein solches Verfahren auch bei der BVG nicht gänzlich unbekannt. Irre ich da etwa...?
Natürlich gibt es auch weiterhin eine Audienz beim Gruppenleiter. Dazu muß man aber schon auffällig mehrfach verfrüht unterwegs sein. Die Leitstelle überwacht Verfrühungen übrigens ebenso und schickt dem Fahrer einen Hinweis auf das Display oder per Funk.
Re: TV-Tipp 2
21.08.2025 11:07
Zitat
Lopi2000
Zitat
GraphXBerlin
Zunehmende Verfrühungen sind auch deswegen schlecht da der Senat die geforderten Reserve-Minuten je Linie streichen könnte. Aber ob man mehrfaches Fehlverhalten (gewollt/nicht gewollt) dem Arbeitgeber anlasten kann, das halte ich dann doch etwas für zu einfach. Er kann/soll darauf reagieren. Aber ihm die Schulde geben...

Doch, natürlich ist er (und nur er) nach außen für die Zuverlässigkeit eines Unternehmens zuständig. Wie er diese erhöht, ist ihm im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben freigestellt. Wenn die Verfrühungen überhand nehmen, müssen halt z.B. auch Vereinbarungen über die Datenauswertung in Frage gestellt werden und exakt ermittelt werden, welcher Bus, wann und mit wem am Steuer verfrüht fährt. Dann gibt es halt die üblichen arbeitsrechtlichen Eskalationsstufen mit Ermahnungen, Abmahnungen und weiteren Optionen.

Dass der derzeitige Arbeitsmarkt es schwieriger macht, solche Eskalationsstufen wirklich zu gehen, steht auf einem anderen Blatt.
Du hast ja recht. Am Ende des Tages ist die Firma verantwortlich (jede Firma) Aber ich überlege vorher ob ich einer ganzen Firma/Unternehmen (BVG, Edeka, Gas/Wasser Kasupke...) die Schuld für irgend einen Schluder gebe oder nicht doch eher einzelnen Mitarbeitern. Und der Aussage der BVG sind Verfrühungen scheißegal stimmt halt absolut nicht.
Re: TV-Tipp 2
21.08.2025 11:30
Zitat
GraphXBerlin
Dass der derzeitige Arbeitsmarkt es schwieriger macht, solche Eskalationsstufen wirklich zu gehen, steht auf einem anderen Blatt.
Du hast ja recht. Am Ende des Tages ist die Firma verantwortlich (jede Firma) Aber ich überlege vorher ob ich einer ganzen Firma/Unternehmen (BVG, Edeka, Gas/Wasser Kasupke...) die Schuld für irgend einen Schluder gebe oder nicht doch eher einzelnen Mitarbeitern. Und der Aussage der BVG sind Verfrühungen scheißegal stimmt halt absolut nicht.[/quote]

Ja, schon, aber hier ging es ja nicht darum, dass Bus 9999 auf Linie 333 am 7.7. um 22 Uhr mit 11 Minuten Verfrühung fuhr, sondern darum, dass dies häufiger vorkommt und diese Diskussion gibt es ja auch schon seit Jahren. Dazu kommt, dass es ja mit dem Bordrechner und den Informationen darauf auch die Möglichkeit gibt, dies zu vermeiden, sich aber offenbar ein Teil des Personals nicht dafür interessiert oder bewusst dagegen entscheidet.
Re: TV-Tipp 2
21.08.2025 11:39
Zitat

"Lopi2000" am 21.8.2025 um 11.30 Uhr:

[...] sich aber offenbar ein Teil des Personals nicht dafür interessiert oder bewusst dagegen entscheidet.

Ich habe den Eindruck, dass die verfrühte Abfahrt als Gegenmaßnahme zu massiven Verspätungen auf einem anderen Teil einer Linie in Kauf genommen wird, so momentan beim M11 und 162, oder als noch die Wegedornstraße gesperrt und entsprechende Verspätungsminuten an der Altglienicker Brücke gesammelt wurden, auf der Buslinie 260.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Re: TV-Tipp 2
21.08.2025 11:59
Zitat
krickstadt
Ich habe den Eindruck, dass die verfrühte Abfahrt als Gegenmaßnahme zu massiven Verspätungen auf einem anderen Teil einer Linie in Kauf genommen wird, so momentan beim M11 und 162, oder als noch die Wegedornstraße gesperrt und entsprechende Verspätungsminuten an der Altglienicker Brücke gesammelt wurden, auf der Buslinie 260.

Das ist ja durchaus eine legitime und grundsätzlich praktikable Praxis in solchen Fällen, aber in Zeiten digitaler Informationsmedien sollte dies auch offen kommunizierbar sein.
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